Sie möchten in der Mode arbeiten? Dann finden Sie hier alle wichtigen Informationen für den Bewerbungsprozess in der Modebranche. Welche Bewerbungsunterlagen sind notwendig? Wie sieht eine gute Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch aus? Diese und ähnliche Fragen beantworten wir gerne.

 

 

 

Der Bewerbungsprozess in der Mode und was dazu gehört

 

 

BEWERBUNGSUNTERLAGEN

 

Sie haben Ihren Traumjob gefunden und stecken mitten im Bewerbungsprozess? In der Mode, genau wie auch in anderen Branchen, sind Ihre Bewerbungsunterlagen das A und O. Das Anschreiben muss fehlerfrei sein, der Lebenslauf möglichst lückenlos und gut strukturiert. Hier finden Sie kurze Hilfestellungen für die wichtigsten Bewerbungsunterlagen: das Anschreiben und der Lebenslauf:

 

DAS ANSCHREIBEN

Das Anschreiben ist ein Kurzgutachten über Ihre Qualifikationen. Sie können es mit der Erarbeitung einer Selbstpräsentation inhaltlich vorbereiten. Das Bewerbungsanschreiben sollte gut formuliert in 1-2 Seiten Aufmerksamkeit und Interesse wecken. Hier ist die bereits AIDA-Formel hilfreich.

AIDA steht in diesem Zusammenhang für:

A = attention → Aufmerksamkeit für Ihre Bewerbung erzeugen
I = interest → Interesse an Ihrer Person wecken
D = desire → Wunsch entstehen lassen, Sie kennenzulernen
A = action → die Handlungsaktivität – Einladung – provozieren

 

DER LEBENSLAUF

Der sogenannte Lebenslauf unterstützt Ihre Angaben im Anschreiben und macht den roten Faden Ihrer Entwicklung deutlich. Er sollte bevorzugt in tabellarischer Form, in entsprechender Zeit- und Positionsfolge aufgeschrieben werden.

Zeitfolgeanalysen werden gerne von Personalchefs erstellt, um möglichen Lücken in Ihrer Biographie auf die Spur zu kommen. Hierbei wird die Anzahl der unterschiedlichen Arbeitsplätze in einem bestimmten Zeitraum genau betrachtet.

Positionsanalysen beschäftigen sich mit dem Auf- und Abstieg, Berufs- und Arbeitsgebiet- bzw. Aufgabenwechsel. Hier kommt es auf die Geradlinigkeit und Folgerichtigkeit an.

Wie ist ein Lebenslauf aufgebaut?
Folgendes Schema kann eine Orientierung für die Gestaltung Ihres Lebenslaufes, bzw. des Curriculum Vitae sein:

Persönliche Daten:

  • Vor- und Zuname
  • Anschrift/ Telefon
  • Geburtsdatum und –ort
  • Familienstand, Zahl und Alter der Kinder
  • Staatsangehörigkeit (nur dann, wenn man nicht die deutsche Staatsbürgerschaft hat)
  • bitte die Eltern nicht mehr aufführen!

 

Schulbildung:

  • besuchte Schulen (Typen)
  • Schulabschluss
    alle Informationen mit grober Zeitangabe

 

Hochschulstudium:

  • Fach/Fächer
  • Universität
  • Thema der Examensarbeit/ Promotion
  • Art der Examina

 

Berufstätigkeit/Ausbildung (mit Zeitangaben):

  • Art der Berufsausbildung
  • Ausbildungsfirma/-institution evtl. mit Ortsangabe
  • Abschluss evtl. mit Hinweis auf besonderen Erfolg
  • Berufsbezeichnungen, -positionen, evtl. Kurzbeschreibung
  • Arbeitgeber mit Ortsangaben

 

Berufliche Weiterbildung
Bitte geben Sie alles an, was mit Ihrer Berufspraxis in Zusammenhang steht.

Außerberufliche Weiterbildung
Aufgepasst bei Kursen: Fremdsprachen ja, aber Vorsicht z.B. mit Fallschirmspringen

Sonderinformationen
z.B. Fremdsprachen, EDV, Führer- und andere Scheine

Hobbies/ Interessen
(gern künstlerisch), ehrenamtliches und/oder soziales Engagement, Sport, etc.

Ende Ort, Datum, Unterschrift
....und ein Bewerbungsfoto (z.B. oben rechts gut festgeklebt).

DIE BEWERBUNG

 

Es gibt verschiedene Formen sich zu bewerben. Noch vor wenigen Jahren ging an einer Bewerbungsmappe kein Weg vorbei. Heute ist die Online-Bewerbung bei Personalern beliebter denn je, auch bei einer Bewerbung in der Mode. Auch wenn die Bewerbungsmappe vielleicht eines Tages ganz ausstirbt, verraten wir Ihnen, welche Unterlagen nicht fehlen dürfen und was bei einer Online-Bewerbung wichtig ist.

 

DIE BEWERBUNGSMAPPE

Ihre Bewerbungsmappe muss den formalen und inhaltlichen Vorgaben der Personalabteilungen entsprechen. Bereiten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen so auf, dass Sie die erste Stufe der Unterlagensichtung – die formale Prüfung – überstehen und im Bewerbungsverfahren bleiben. Wenn die anschließende inhaltliche Prüfung Ihrer Unterlagen auf Interesse bei Ihrem potentiellen zukünftigen Arbeitgeber stößt, so erreichen Sie die nächste Runde.

 

“Die Bewerbung ist mit einem individuellen Profil der Schlüssel zum Erfolg.”

 

Ihr Anschreiben und Ihr Lebenslauf sind zentrale Elemente Ihrer Bewerbungsmappe. Sie können Personalverantwortliche nur dann überzeugen, wenn Ihre Bewerbung ein klares Profil erkennen lässt und wenn Ihre beruflichen Zielvorstellungen deutlich werden.

Was gehört zu einer vollständigen Bewerbungsmappe?

  1. Anschreiben
  2. Lebenslauf mit Bewerbungsfoto
  3. Kopien des berufsqualifizierenden Zeugnisses (Ausbildungszeugnis, Diplom, Examenszeugnis)
  4. Praktikumsbestätigungen
  5. Arbeitszeugnisse
  6. sonstige Leistungsnachweise (Weiterbildungen, Sprach- oder Computerkurse)
  7. Schulzeugnisse, Abiturzeugnis

 

Ist Ihre Bewerbungsmappe nicht vollständig, so wird man nicht bei Ihnen anrufen und fehlende Unterlagen nachfordern. Es gibt viele andere Kandidaten, die vollständige Mappen einsenden.

 

WEITERE ELEMENTE EINER BEWERBUNGSMAPPE

Neben den bekannten Bausteinen (Lebenslauf, Foto, Zeugnisse) gibt es neue, zusätzliche und sehr spannende, weil effektive Komponenten für eine Bewerbungsmappe:

 

  • Deckblatt
  • Inhaltsübersicht
  • Einleitungsseite
  • Seite mit den persönlichen Daten
  • Dritte Seite
  • Handschriftenprobe
  • Referenzen
  • Anlagenverzeichnis
  • ggfs. Arbeitsproben

 

Sie sind der Produzent Ihrer Unterlagen, der Drehbuchautor, bestimmen die Dramaturgie und wenn Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden – sind Sie der Hauptdarsteller.

Die Online-Bewerbung

Heutzutage kommen die meisten Bewerber an einer Online-Bewerbung nicht mehr vorbei. Das gilt auch für Jobs in der Mode. Noch vor wenigen Jahren war die Bewerbungsmappe der elementare Bestandteil einer jeden Bewerbung. Heute akzeptieren viele Unternehmen nur noch den Onlineweg. Daher zeigen wir Ihnen, worauf es bei einer Online-Bewerbung ankommt.

 

VERSCHIEDENE ARTEN DER ONLINE-BEWERBUNG

Viele Wege führen nach Rom - und auch zum Traumjob in der Mode. Es gibt verschiedene Wege, Ihre Online-Bewerbung zu versenden. Achten Sie daher genau darauf, was die Firma verlangt:

  • Versand per E-Mail
    Im Anhang findet der Empfänger alle Bewerbungsunterlagen
  • Ausfüllen eines Online-Formulars
    Die Bewerbungsunterlagen (CV, Anschreiben, etc.) werden hochgeladen, bestimmte Angaben werden in einem Textfeld gemacht. Auch beim FashionUnited Stellenmarkt der Modebranche werden die meisten Bewerbungsunterlagen hochgeladen
  • Bewerbung mit eigener Webseite
    diese Form der Bewerbung ist vor allem im kreativen Bereich gängig

 

 

BESTANDTEILE EINER ONLINE-BEWERBUNG

Die folgenden Elemente dürfen bei keiner Online-Bewerbung fehlen:

 

  • Kurzer E-Mail-Text (das angefügte Anschreiben verrät ohnehin mehr)
  • Anhänge als pdf:
    Anschreiben
    Lebenslauf (mit Foto)
    Zeugnisse: Arbeitszeugnisse, Hochschulzeugnis, Schulzeugnis

 

Achten Sie bei der Online-Bewerbung auf eine seriöse E-Mail-Adresse. Außerdem sollten die Anhänge nicht zu groß sein. Machen Sie es dem Empfänger so einfach wie möglich und bündeln Sie alle Beilagen in einem einzigen pdf.

DAS PERFEKTE VORSTELLUNGSGESPRÄCH

 

Die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch dürfen Sie als einen wichtigen Erfolg für sich verbuchen: Ihre schriftliche Bewerbung hat überzeugt. Nun geht es in die zweite Runde, und Sie können mit Ihrer Persönlichkeit punkten!

 

 

 

WORAUF KOMMT ES BEIM VORSTELLUNGSGESPRÄCH AN?

Personal- und Firmenchefs wollen im Vorstellungsgespräch wissen, ob Sie als Bewerberin bzw. Bewerber zum Unternehmen, in das vorhandene Team passen. Dabei geht es um persönliche und anforderungsbezogene Eignungsmerkmale. Dabei wird die Ausprägung von Persönlichkeitsbezügen und Eigenschaften wie Leistungsbereitschaft, Motivation, Anpassungsfähigkeit und Kompetenz unter die Lupe genommen. Ebenso konzentriert man sich auf äußere Merkmale wie Aussehen, Auftreten, Manieren sowie auf den sprachlichen Ausdruck.

 

 

 

DIE VORBEREITUNG
Eine gute Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch bedeutet:

 

  1. Vorbereitung auf die eigene Ausgangsposition
    Schreiben Sie Ihr persönliches Drehbuch. Beschreiben Sie Ihre wesentlichen Merkmale, Eigenschaften, Charakterzüge, die Sie vermitteln wollen. Zu empfehlen sind drei/vier Merkmale, die Sie beruflich und charakterlich auszeichnen. Aber auch zwei/drei Merkmale, die weniger ausgeprägt sind, als Sie es sich wünschen, sollten Sie vorab erarbeiten.
  2. Vorbereitung auf die Firma bzw. Institution
    Sammeln Sie vor dem Vorstellungsgespräch fundierte Informationen über Ihren zukünftigen Arbeitgeber und stellen Sie gegebenenfalls offene Fragen – dies signalisiert in jedem Fall Interesse und dass Sie sich gut vorbereitet haben.
  3. Vorbereitung auf den Gesprächsablauf und die zu erwartenden Fragen
    Grundsätzlich gilt: es sind nur solche Fragen erlaubt, die arbeitsbezogen sind. Unzulässig sind Fragen nach der politischen Meinung oder Privatplänen. In der Alltagsbewerbungssituation ist es aber leider so, dass nahezu jeder Arbeitgeber unzulässige Fragen an die Bewerber stellt.
  4. Vorbereitung auf den organisatorischen Teil, wie Anreise
    Planen Sie genügend Zeit für Ihre Anreise ein, mit Berücksichtigung eventuell auftretender Verzögerungen. Besser, Sie sind eine viertel Stunde zu früh da, als zehn Minuten zu spät. Entscheidend ist, so ausgeruht wir nur irgend möglich zu sein.

 

 

ABLAUF DES VORSTELLUNGSGESPRÄCHS

Ein Vorstellungsgespräch läuft (meist) in einer bestimmten Reihenfolge ab. Diese Phasen sollten Sie im Rollenspiel einhalten:

Begrüßung und Aufwärmphase:
Ihr Auftritt! Versuchen Sie gelassen zu wirken, einigermaßen selbstsicher zu erscheinen. Lächeln Sie Ihr Gegenüber freundlich an, schauen Sie Ihrem Gegenüber in die Augen.

Smalltalk zur Einstimmung – hier ist zunächst alles ganz nett, sollte Sie aber nicht dazu verführen, zu ausführlich auf die angebotenen Themen einzugehen (Wetter, Parkplatzsuche, evtl. Anreise, Unterkunft, usw.)

Bereits in dieser „Warming-up“-Phase ist es nicht unüblich, dass Ihr Gegenüber die Darstellung über die Firma/Institution, die Produkte/Dienstleistungen und deren Bedeutung referiert. Hören Sie interessiert zu! Hier erfolgt ein Stück Arbeitgeber-Selbstdarstellung, deren narzißstischen Anteil Sie durch erhöhte und demonstrative Aufmerksamkeit wertschätzen müssen.

Fragen zum Werdegang:
Der Bewerber soll seinen Berufsweg erläutern und muss mit Nachfragen zum Lebenslauf und zur Wechsel- und Leistungsmotivation rechnen.

 

 

  • „Bitte schildern Sie uns in kurzen Sätzen Ihren bisherigen Lebens- und Ausbildungs-/Berufsweg.“
  • „Was hatte den größten Einfluß auf Ihre Berufswahl?“
  • „Wie ist es eigentlich zu Ihrer Bewerbung als...bei unserem Unternehmen gekommen?“
  • „Was sind zur Zeit Ihre konkreten Arbeitsaufgaben?“
  • „Was machen Sie davon gerne, was ungerne?“
  • „Wie gut kennen Sie unsere Produkte/ Dienstleistungen?“
  • „Warum haben Sie vor, den Arbeitsplatz zu wechseln?“
  • „Was reizt Sie an der neuen Aufgabe?“
  • „Was hat für Sie Priorität bei Ihrer Arbeit?“
  • „Wie stellen Sie sich im Idealfall Ihre Arbeit, Aufgaben vor?“
  • „Auf welche Ihrer beruflichen Leistungen und Erfolge sind Sie besonders stolz?“

 

Fragen zum Firmenwissen:
Es wird getestet, inwieweit sich der Bewerber einen Eindruck von der Firma verschafft hat (Internetauftritt, Strategie, Geschäftszahlen, Projekte, usw.)

 

  • „Wie haben Sie sich auf dieses Gespräch/ diesen Tag vorbereitet?“
  • „Was wissen Sie über unser Unternehmen?“
  • „Was wissen Sie über den Markt, in dem wir uns bewegen?“
  • „Was wissen Sie über unseren Wettbewerb?“

 

Fragen zur Weiterbildung:
Was tut der Bewerber, um sein Wissen auf dem neuesten Stand zu halten?

 

  • „An welchen Fortbildungsmaßnahmen haben Sie teilgenommen?“
  • „Wer hat diese initiiert?“
  • „Welche Publikationen aus Ihrem Arbeitsgebiet hat Sie in der letzten Zeit besonders beschäftigt?“
  • „Welche Fachzeitschriften haben Sie abonniert, lesen Sie regelmäßig?“
  • „Welche Kongresse oder Fachtagungen haben Sie in der letzten Zeit besucht?“

 

Fragen zum persönlichen, familiären und sozialen Hintergrund:
Hobbys und Familienstand sagen mehr über den Bewerber aus, als er es ahnt. In diesem Bereich geht es darum herauszufinden, wer und wie Sie sind, mit wem Sie zusammen leben und wie diese Personen sind – und wie Ihr erweitertes soziales Umfeld aussieht.

 

  • „Wir wollen Sie gerne kennenlernen, erzählen Sie uns etwas über sich.“
  • „Wie würden Sie sich kurz charakterisieren?“
  • „Was sind Ihre Stärken, was Ihre Schwächen?“
  • „Was ist Ihr größter Erfolg/Misserfolg (beruflich/privat)?“
  • „Haben Sie Leitbilder?“
  • „Was schätzen Sie generell an anderen Menschen, was nicht?“
  • „Was sind Ihre Stärken im Vergleich zu anderen?“
  • „Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“
  • „Was für Interessen, was für Hobbies haben Sie?“
  • „Welche Sportarten treiben Sie?“
  • „Was bedeutet Teamarbeit für Sie?“
  • „Worüber können Sie sich so richtig ärgern?“
  • „Wie gehen Sie mit Kritik um?“
  • „Wie sieht Ihre aktuelle Lebenssituation aus?“
  • „Gibt es Bereiche, in denen Sie sich besonders engagieren?“
  • „Waren Sie schon einmal ernstlich erkrankt?“

 

Informationen zur Stelle:
Die Firma stellt sich vor (manchmal auch schon zu Anfang des Gespräches). Dies ist eine wichtige Gesprächsphase, in der es vor allem auf Ihre demonstrative Zuhörfähigkeit ankommt – „aktives Zuhören“ signalisieren!

Spätestens in dieser Phase des Gesprächs ist auch Ihr Gegenüber in einer Bewerbungsposition, und das Rollenspiel wechselt ein bisschen.

Übrigens: An der Qualität und Quantität des Informationsangebotes und seiner Vermittlung können Sie durchaus das Interesse an Ihrer Person, Ihren Stellenwert als Bewerber erkennen.

Fragen des Bewerbers:
In jedem Vorstellungsgespräch gibt es einen programmierten Rollenwechsel, in der Art, dass Sie als Bewerber nun Fragen stellen dürfen, die Ihr Gesprächspartner beantworten wird. Hierauf sollten Sie sich vorab vorbereitet haben.

 

  • „Ist diese Position/ dieser Arbeitsplatz neu geschaffen worden oder fester Bestandteil in Ihrem Unternehmen?“
  • „Mit welchen Personen, Abteilungen werde ich zusammenarbeiten?“
  • „Wie ist die Einarbeitungsphase geplant?“
  • „Welche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es in Ihrem Unternehmen?“
  • „In Ihrer Anzeige schreiben Sie.....Was verstehen Sie darunter?“

 

Zeigen Sie Geduld und Gelassenheit. Geben Sie Ihrem Gegenüber nicht das Gefühl, bedrängt zu werden. Zeigen Sie sich interessiert, aber auch abwartend.

Arbeitskonditionen/Vertragsfragen:
Bereits in der ersten Runde geht es darum, grob abzuklären, ob man sich auf die Rahmenbedingungen einigen könnte. Hierzu gehört folgendes zu klären:

Aufgabengebiet, Arbeitszeit, Probezeit, Kündigungsfristen, Kompetenzen und Vollmachten, Urlaubsregelung, Gehalt, Geheimhaltungspflichten, Konkurrenz-/Wettbewerbsschutz, Nebenbeschäftigung, Vertragsänderungen, sonstige Abmachungen, Sondervereinbarungen, wie Dienstwagen, Altersversorgung, Umzugskosten, Unfallversicherung.

Detailliert verhandelt werden diese Aspekte aber erst, wenn man wirklich in die absolut engere Wahl gekommen ist, sehr selten gleich beim ersten Vorstellungsgespräch.

Gesprächsabschluss und Verabschiedung:
Zum Schluss kommt es auf den Versuch eines angenehmen „Abgangs“, auch unter dem Aspekt der Imagepflege für den Arbeitsplatzanbieter. Man wird sich bei Ihnen für den Besuch, die Bewerbung und Ihr Interesse bedanken. Hinweis: auch beim Rausgehen vor der Bürotür die Contenance bewahren – die Tür nicht zuknallen, nicht erleichtert aufatmen, keine Flüche und weiterhin aufrecht gehen...Keep smiling!

 

EXPERTEN TIPPS FÜR DAS PERFEKTE VORSTELLUNGSGESPRÄCH:

Körpersprache
Bei einem Vorstellungsgespräch ist nicht nur das Verbale sondern auch dass Nonverbale äußerst wichtig und wird von Ihrem Gegenüber sorgfältig geprüft. Mit unserem Körper können wir Signale aussenden. Körperhaltung gilt als sichtbarer Ausdruck der Selbstdisziplin. Körpersprache lässt immer Interpretation zu.

Daher: Nicht verkrampft sitzen. Jeder weiß, wie nervös man in einem Vorstellungsgespräch ist. Aber man sollte auch nicht wie wild mit dem Fuß wackeln, dauernd hin und her rutschen oder ähnliches.

Kleidung
Stil und Etikette sind heute ebenso wichtig, wie Fachkompetenz. Unser Gegenüber nimmt uns nicht nur akustisch, sondern vor allem optisch wahr. In wenigen Sekunden fällt ein erstes Urteil.

Verdeutlichen Sie sich, dass Sie nach dem Bewerbungsanschreiben mit Ihrem Erscheinungsbild eine weitere Arbeitsprobe und Visitenkarte abgeben. Anhand Ihrer Bekleidung entscheiden Sie selber, wie Sie sich an Ihrem potentiellen Arbeitsplatz einordnen, anpassen wollen. Betrachten Sie sich zu Hause im Spiegel, stellen Sie zu Ihrer geplanten Rollen und Ausstattung eine Beziehung her. Üben Sie Ihr Auftreten in der von Ihnen gewählten, sorgfältig zusammengestellten „Ver“-Kleidung.

Gesprächsführung
Versuchen Sie nicht Ihr Gegenüber damit zu beeindrucken, die Gesprächsführung übernehmen zu wollen. Sie bewerben sich bei diesem Unternehmen, also lassen Sie denen die Möglichkeit Ihre Fragen zu stellen. Wenn aber, wie in jedem Vorstellungsgespräch, Sie an der Reihe sind Fragen zu stellen, haben Sie die Gesprächsführung, die Sie dann auch verteidigen sollten. Wie heißt es doch so schön: Wer fragt, der führt.

Stimmlage beachten
Auch die Stimme verleiht dem Menschen Überzeugungskraft im Vorstellungsgespräch. Studien belegen, dass die Wirkung der Stimme mehr Eindruck macht, als der tatsächliche Inhalt des Gesprochenen. Wie beim ersten optischen Eindruck beeinflusst auch hier die Verpackung den Inhalt. Somit sollte man auch im Vorstellungsgespräch die Stimme und deren Wirkung beobachten.

SOCIAL MEDIA PLATTFORMEN IM BERUF

 

Viele nutzen Social Media Kanäle wie Facebook und Instagram, um mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Auch in der Berufswelt ist es wichtig, den Kontakt zu Geschäftspartnern und Kollegen zu pflegen und sich gleichzeitig angemessen zu präsentieren. Daher sind heutzutage Businessnetzwerke wie Xing und Linkedin wichtige Kanäle, auch bei der Jobsuche.

Xing fokussiert sich auf den deutschsprachigen Markt, während Linkedin für diejenigen interessant ist, die internationale Kunden haben, oder vielleicht im Ausland leben und arbeiten.

Social Media Plattformen im Beruf bieten viele Vorteile:

  • Kontakt mit Geschäftspartnern erhalten
  • Mit eigenem Profil Interesse bei anderen Firmen wecken
  • Möglichkeit, berufliche und private Netzwerke zu trennen
  • Jobsuche

 

Viele Firmen gucken sich vor einem Bewerbungsgespräch gerne Ihre Kandidaten auf Social Media Kanälen an. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass ihr Profil aktuell ist (gilt auch für ihr Foto).