Wie findet man Fashion Jobs

Der Bewerbungsprozess in der Modebranche: Wie findet man Fashion Jobs?

Hier einige Grundsätze für Bewerbungen in der Mode:

Möchten Sie eine Arbeitsstelle finden, an der Sie Spaß haben und die gut zu Ihren Fähigkeiten passt? Dann müssen Sie etwas dafür tun. Denken Sie daran, dass Ihnen klar sein muss, was Sie wollen, welche Möglichkeiten Sie haben und wie das Angebot auf dem Arbeitsmarkt aussieht!

WELCHE TÄTIGKEITEN GIBT ES IN DER MODEBRANCHE?

Welche Ambitionen haben Sie und was sind Ihre Talente?

Wissen Sie nicht genau, wie Ihre Karriere weitergehen soll? Bewerben Sie sich nicht auf gut Glück , sondern überlegen Sie: Was würden Sie am liebsten arbeiten? Reflektieren Sie über Ihre Fähigkeiten und listen Sie für sich all Ihre Stärken und Schwächen auf. Welche Tätigkeiten/Jobs/Berufe passen zu Ihnen?

Welches Unternehmen passt zu mir?

Firmen und Organisationen gibt es in allen Arten und Größen und selbstverständlich passt nicht jede Person zu jeder Firma. Die Unternehmenskultur muss zu Ihnen passen, wenn Sie mit Ihrem Job dort zufrieden sein wollen. Wie wissen Sie aber, ob Sie zu einer Firma passen?

‚Unternehmenskultur‘ ist ein vielschichtiger Begriff. Die Kultur bestimmt unter anderem, wie formell ein Unternehmen ist, welche Umgangsformen und welcher Dresscode dort herrschen und auch, wie die hierarchischen Verhältnisse sind. Der Inhalt der Arbeit muss nicht mal so verschieden sein. Die Bedingungen, unter denen Sie arbeiten, sind es dagegen umso mehr.

Aspekte die Ihnen selbst bei Ihrer Arbeit wichtig sind, heißen ‚Karriereanker‘ (oder seltener‚ Laufbahnanker‘). Diese sagen etwas über Ihre Person im Verhältnis zu Ihrer Arbeit aus. Hat Freiheit einen hohen Stellenwert für Sie, passt ein stark hierarchisch ausgerichtetes Unternehmen vermutlich weniger zu Ihnen.

Fashion Jobs zu finden, ist nicht einfach. Sie können dabei auf unterschiedliche Art vorgehen. Im Internet stehen tausende offene Stellen und auch die Sonntagszeitungen sind voll von ihnen. Wie finden Sie also Ihren Traumjob?

  • 56% der Leute finden ihren Job durch Networking.
  • 18,8% über offizielle Kanäle (Stellenausschreibungen, Personalvermittlungen).
  • 20% senden eine Initiativbewerbung.

Daten nach dem US-Soziologen Mark Granovetter

Diese Zahlen gelten im Großen und Ganzen auch heute noch. In Online-Datenbanken sind Tausende offene Stellen zu finden. In dem “Stellenmarkt der Modebranche” finden Sie Ihren Traumjob in der Modebranche.

ZUM STELLENMARKT DER MODEBRANCHE

Erst nachdem Sie sich genau umgeschaut haben, bewerben Sie sich tatsächlich. Dafür brauchen Sie eine gute Story, ein gutes Anschreiben und einen guten Lebenslauf. Je besser Sie sich vorbereiten und je gezielter Sie suchen, umso einfacher wird das Bewerben selbst.

Ihr Bewerbungsschreiben knüpft eine Verbindung zwischen Ihnen und der Stelle. Sie untermauern Ihre Motivation und begründen, weshalb Sie sich für die Position eigenen. Ihr Lebenslauf (Curriculum Vitae, CV) ist übersichtlich und beantwortet rasch die Frage: „Hat diese Person die richtige Ausbildung, Kenntnis und Erfahrung für die Position?“

ANSCHREIBEN

Das Verfassen eines Bewerbungsschreibens

Was steht in Ihrem Bewerbungsschreiben?
  • Wer sind Sie?
  • Aufgrund welcher Eigenschaften und Kompetenzen sind Sie geeignet?
  • Über welche Erfahrung verfügen Sie?
  • Was sind Sie für ein Mensch, wen holt man sich als Kollegen ins Haus?
  • Ihre Ambitionen: Was wollen Sie erreichen/welche Chancen soll die Firma Ihnen bieten?
  • Warum möchten Sie gerade zu dieser Firma? Warum möchten Sie genau diese Stelle?
Aufbau des Anschreibens

Ein Bewerbungsschreiben besteht aus drei, vier oder höchstens fünf Absätzen. Einige Elemente stehen schon von vornherein fest:

  • Sie teilen mit, dass Sie sich bewerben, und sagen, wo Sie die Stellenanzeige gefunden haben. (Wenn Sie telefonisch Informationen eingeholt haben, geben Sie das auch an.)
  • Sie beschreiben, inwiefern Sie dem Anforderungsprofil entsprechen (Arbeitserfahrung/Ausbildung).
  • Sie erläutern Ihre Motivation: Was gefällt Ihnen an der Stelle und der Firma, und welchen Mehrwert bieten Sie ihr?
  • Ein Satz als Abschluss.
Welche Ambitionen haben Sie, und worin sind Sie gut?

Ein gutes Bewerbungsschreiben braucht nicht zwingend originell zu sein, besteht aber auch nicht aus Allgemeinheiten und Klischees. Sich zu bewerben heißt, sich selbst zu verkaufen. Sie wollen zu einem Gespräch eingeladen werden! Betonen Sie also Ihre guten Eigenschaften, übertreiben Sie aber nicht. Lügen ist ein No-Go. Rechtschreib- und Tippfehler sind verboten. Schalten Sie die Rechtschreibkontrolle ein, kontrollieren Sie aber auch selbst auf Fehler. Lassen Sie jemand anderen das Bewerbungsschreiben lesen. Stimmen Sie Ihre Sprache auf die Firma ab, die Sie anschreiben. Passen Sie auf, nicht jeden Satz mit ‚Ich‘ zu beginnen. Variieren Sie auch mal. Schreiben Sie statt ‚Ich habe viel Erfahrung mit…‘ also ‚Auch habe ich viel Erfahrung mit …‘ Sorgen Sie für Tempo in Ihrem Brief. Das heißt, Ihr Bewerbungsschreiben klingt flüssig und ist leicht zu lesen. Wenn Sie die Tipps oben befolgt haben, klappt das jetzt automatisch. Zur Kontrolle ist es gut, Ihren Brief laut vorzulesen. Wenn Sie den Text aussprechen, merken Sie sofort, welche Sätze nicht flüssig klingen.

Gestaltung
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Brief auf eine einzige DIN-A4-Seite passt
  • Verwenden Sie eine gut lesbare Schriftart
  • Setzen Sie klare Absätze und denken Sie daran, die einzelnen Teile durch eine Leerzeile abzutrennen
  • Verwenden Sie hochwertiges Papier
  • Nehmen Sie für Ihren Lebenslauf dieselbe Schriftart, denselben Rand und dieselbe Papierart.

LEBENSLAUF

Lebenslauf erstellen

Ihr Lebenslauf (Curriculum Vitae, CV) muss auf den ersten Blick einen genauen Eindruck davon vermitteln, wer Sie sind und was Sie können. Ihr CV ist bei einer Bewerbung Ihre persönliche Visitenkarte und kann den Ausschlag geben, ob Sie zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen oder abgelehnt werden. Arbeitgeber und Personalvermittler treffen ihre Vorauswahl nämlich oft anhand der Lebensläufe, die sie erhalten. Das macht Ihr CV zu einem wichtigen Bestandteil Ihrer schriftlichen Bewerbung. Wollen Sie also einen guten ersten Eindruck bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber machen und sich gut ‚verkaufen‘, müssen Sie dafür sorgen, dass Ihr CV positiv auffällt.

Basis-CV

Zu allererst erstellen Sie ein Basis-CV. Dieses enthält Ihre gesamte Vorgeschichte mit allem, was eventuell für eine Bewerbung interessant sein kann. Das Basis-CV versenden Sie nicht, sondern nutzen es als Archiv: Es ist die Quelldatei, aus der Sie die Punkte wählen, die für die offene Stelle, auf die Sie sich bewerben wollen, relevant sind.

Dieses CV enthält in chronologischer Reihenfolge die Stellen, die Sie innehatten und andere Aktivitäten, denen Sie in Ihrem Leben nachgegangen sind. Ein solches CV beginnt mit einer Übersicht Ihrer persönlichen Daten, gefolgt von Ihren Aus- und Fortbildungen. Danach kommen Ihre Arbeitserfahrung und zum Schluss Ihre sonstige Erfahrung (Computerkenntnisse, Nebenaktivitäten, (besondere) Hobbys). Achten Sie darauf, dass dieses Dokument stets aktuell ist.

CV-Modell

Ein attraktives CV ist zielgerichtet, was bedeutet, dass Sie jedes CV, das Sie versenden, an die Tätigkeit anpassen – nicht nur seine Struktur, sondern auch seinen Inhalt. Zum ersten Punkt: Sie müssen sich zuerst für ein CV-Modell entscheiden. Hauptmodelle sind das chronologische CV und das CV nach Fähigkeiten.

Folgen die Schritte Ihrer Laufbahn einander in logischer Abfolge, bewerben Sie sich bei einem großen Unternehmen oder aber einer Firma in eher konservativen Branchen (Behörden, Produktionsfirmen, Finanzsektor u. Ä.), nehmen Sie am besten das chronologische CV.

Verläuft Ihre Karriere nicht geradlinig, haben Sie Lücken in Ihrem CV oder möchten Sie sich beruflich verändern, entscheiden Sie sich lieber für ein Fähigkeiten-CV. Dabei bildet nicht die zeitliche Abfolge, sondern Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen die Grundlage.

Anpassen

Schauen Sie sich die Beschreibung der Stelle, auf die Sie sich bewerben, noch mal genau an. Wählen Sie aus Ihrem Basis-CV relevante (Aspekte von) Stellen oder andere Aktivitäten aus. Beschreiben Sie diese so, dass sie gut zu der Position passen, auf die Sie sich bewerben.

Fassen Sie sich kurz

Machen Sie aus Ihrem CV keine ellenlange Auflistung all Ihrer Arbeitserfahrungen, Aus- und Fortbildungen. Zwei DIN-A4-Seiten sind das Maximum. Haben Sie gerade Ihr Studium beendet oder noch nicht so viel Arbeitserfahrung, reicht eine DIN-A4-Seite aus. Passt Ihr CV nicht auf ein einziges Blatt, dann enthält es zu viele Details.

Kontrollieren Sie Ihr CV auf Fehler

Genau wie Ihr Bewerbungsschreiben darf auch Ihr CV keine orthografischen oder sprachlichen Fehler enthalten. Legen Sie Ihren Brief einige Stunden beiseite und lesen Sie ihn danach nochmals genau durch. Bitten Sie auch einen Freund oder Angehörigen, Ihr CV auf Fehler zu überprüfen. Oft hat man sich so intensiv mit seinem CV beschäftigt, dass man sogar über die gröbsten Fehler einfach hinweg liest.

Tipps
  • Schreiben Sie in der aktiven Form: ‚ich schrieb‘, ‚ich verfasste‘ usw.
  • Schreiben Sie Abkürzungen aus und vermeiden Sie Jargon
  • Vermeiden Sie Lücken in Ihrem CV. Geben Sie stattdessen andere Punkte an, mit denen Sie sich in dieser Zeit beschäftigt haben
  • Drucken Sie Ihr CV auf schönem Papier aus
  • Lügen Sie in Ihrem CV nicht
  • Schreiben Sie Ihr CV nicht per Hand

GESPRÄCH

Das Bewerbungsgespräch

Ihr Bewerbungsschreiben und CV haben ihren Zweck erfüllt: Sie wurden zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Herzlichen Glückwunsch! Das heißt, dass Sie schon zahlreiche Bewerber hinter sich gelassen haben. Eine Leistung, auf die Sie wirklich stolz sein können.

Sich gut auf ein Gespräch vorzubereiten, ist natürlich äußerst wichtig. Stellen Sie sich die Frage, wie Sie sich präsentieren, wie Sie wirken, und wie Sie sich selbst verkaufen. Sie können in der schönsten Kleidung und mit dem eindrucksvollsten CV noch so gut wirken. Haben Sie sich aber nicht eingehend mit dem Unternehmen beschäftigt, geben Sie trotzdem eine klägliche Figur ab.

Überlegen Sie im Voraus, wie Sie diesen einen Minuspunkt kompensieren: Welche Pluspunkte setzen Sie ihm entgegen?

Wenn Sie einen wirklich großen Minuspunkt haben und sich sicher sind, dass dieser zur Sprache kommen wird, seien Sie Ihrem Gesprächspartner dann einen Schritt voraus. Sie wirken aufrichtig und vermeiden, dass Sie später den Kürzeren ziehen. Das heißt natürlich nicht, dass Sie einfach so alle Ihre Nachteile aufzählen. Es geht hier nur um wesentliche Dinge, von denen Sie wissen, dass danach gefragt werden wird.

Allgemeine Tipps
  • Bereiten Sie sich gut vor
  • Kommen Sie pünktlich
  • Stellen Sie selbst auch Fragen
  • Bringen Sie Ihrem Gesprächspartner Respekt entgegen
  • Bleiben Sie ruhig, höflich und konzentriert