(werbung)
Amazon will 15.000 Jobs in Europa schaffen

Onlinehändler Amazon macht Hoffnungen, was die Schaffung von Arbeitsplätzen in Europa und damit auch in Deutschland angeht: Bis zu 15.000 neue Jobs "vom Ingenieur über Software-Entwickler bis hin zum Berufseinsteiger und Azubi" will Amazon in ganz Europa schaffen; in Deutschland könnten 2.000 neue Stellen entstehen; im Nachbarland Frankreich 1.500.

Auch Brexit kann den Onlineriesen nicht abschrecken, setzt er doch weiterhin auf Großbritannien und will dort gar 5.000 Arbeitsplätze schaffen und so die Zahl der Mitarbeiter auf 24.000 steigern. So sollen laut Country Manager Doug Gurr britische Kunden ihre Waren schneller erhalten und eine größere Auswahl bekommen. Im Heimatland USA hatte Amazon Anfang Januar die Schaffung von 100.000 neuen Stellen angekündigt; unbeeindruckt vom geplanten Rücktritt der USA von der Trans-Pazifischen Partnerschaft.

In Deutschland sollen die meisten Arbeitsplätze in den neuen Logistikzentren in Dortmund, Winsen und Frankenthal entstehen, die noch in diesem Jahr ihren Betrieb aufnehmen sollen. Der Konzern wächst und hat dank Cloud-Geschäft und neuen Produkten wie der digitalen Sprachassistentin Alexa einen hohen Bedarf an Fachleuten.

Foto: Amazon Deutschland Website
Van de Velde: Jahresüberschuss schrumpft um 18 Prozent

Höhere Steuerbelastungen haben den Gewinn des belgischen Wäschekonzerns Van de Velde NV im Geschäftsjahr 2016 deutlich sinken lassen. Beim Umsatz wurde das Vorjahresniveau nur knapp verfehlt.

Bereits im Januar hatte der Konzern, zu dem unter anderem Marken wie Marie Jo und Primadonna gehören, vorläufige Resultate zur Umsatzentwicklung im vergangenen Geschäftsjahr veröffentlicht. Demnach sanken die Erlöse um 1,1 Prozent auf 206,6 Millionen Euro. Bereinigt um Sondereffekte – etwa geänderte Liefertermine – und Wechselkursveränderungen stieg der Umsatz nach Angaben des Unternehmens um 1,2 Prozent. Zulegen konnte Van de Velde im Großhandelsgeschäft: Dort wuchs der Umsatz um 4,4 Prozent (währungsbereinigt +5,0 Prozent). Im eigenen Einzelhandel ging es hingegen abwärts. Dort schrumpften die Erlöse nicht zuletzt aufgrund der Schließung unprofitabler Shops und ungünstiger Währungseffekte um 15,6 Prozent. In Europa sanken sie um 5,1 Prozent, in den USA sogar um 29,7 Prozent.

Seinen Betriebsgewinn (EBIT) konnte der Konzern nahezu konstant halten. Dazu trugen die Umsatzzuwächse im margenstarken Großhandelsgeschäft bei. Mit 53,6 Millionen Euro lag das EBIT nur um 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Schlechter sah es beim auf die Anteilseigner entfallenden Jahresüberschuss aus: Der sackte um 18,1 Prozent auf 33,6 Millionen Euro ab. Schuld war ein deutlicher Anstieg der Steuerlasten, die im Vergleich zum Vorjahr von 13,2 auf 19,4 Millionen Euro wuchsen.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Konzernleitung mit weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen: „Die Resultate für 2016 wurden in einem herausfordernden Marktumfeld erzielt, und auch 2017 erwarten uns einige Herausforderungen“, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung.

Foto: Marie Jo
VF Corporation: Jahresumsatz stagniert, Gewinn schrumpft

Der Gewinn des US-amerikanischen Bekleidungskonzerns VF Corporation ist im Geschäftsjahr 2016 kräftig geschrumpft. Der Umsatz blieb gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Zuwächsen im Auslandsgeschäft und im eigenen Einzelhandel immerhin stabil. „Mit seinem globalen Geschäftsmodell, dem vielfältige Markenportfolio und strikter operativer Disziplin hat VF trotz des unsicheren US-Marktes auch 2016 solide Zahlen abgeliefert“, erklärte Executive Chairman Eric Wiseman in einer Unternehmensmitteilung. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem Zuwachs beim Umsatz und einem erneuten Rückgang beim Gewinn.

Der Umsatz aus fortgeführten Geschäften – also ohne den Anteil der inzwischen verkauften Sparte Contemporary Brands mit den Marken 7 For All Mankind, Splendid und Ella Moss – belief sich im vergangenen Jahr auf 12,0 Milliarden US-Dollar (11,3 Milliarden Euro). Damit erreichte er in etwa das Vorjahresniveau. Bereinigt um Wechselkursveränderungen wuchsen die Erlöse um ein Prozent.

Positiv entwickelten sich dabei vor allem das Auslandsgeschäft und der eigene Einzelhandel. Außerhalb der USA wuchsen die Erlöse um vier Prozent (währungsbereinigt +6 Prozent). Sowohl in Europa (+5 Prozent, währungsbereinigt +4 Prozent) als auch im asiatisch-pazifischen Raum (+3 Prozent, währungsbereinigt +6 Prozent) konnte der Konzern solide Fortschritte machen. Die globalen Retail-Erlöse wurden um acht Prozent (währungsbereinigt +9 Prozent) gesteigert.

Die Marke Vans bleibt Wachstumsmotor

Die umsatzstärkste Sparte des Konzerns schloss auch 2016 mit einem Plus ab: Das Segment Outdoor & Action Sports steigerte seinen Umsatz um zwei Prozent auf 7,5 Milliarden US-Dollar. Überdurchschnittlich entwickelte sich die Marke Vans, deren Erlöse um sechs Prozent auf 2,3 Milliarden US-Dollar. Auch Timberland verbuchte mit 1,8 Milliarden US-Dollar ein kleines Plus (+1 Prozent). Bei der Outdoor-Marke The North Face waren die Erlöse hingegen rückläufig: Sie schrumpften um zwei Prozent auf 2,3 Milliarden US-Dollar.

Aufwärts ging es auch in der Sparte Imagewear (+2 Prozent, 1,1 Milliarden US-Dollar). Im Segment Jeanswear mit den Marken Wrangler und Lee sank der Umsatz um zwei Prozent auf 2,7 Milliarden US-Dollar, die Sportswear-Sparte, in der die Labels Nautica und Kipling geführt werden, musste sogar einen Umsatzrückgang um 16 Prozent auf 536 Millionen US-Dollar hinnehmen.

Der Jahresüberschuss von VF sinkt um 13 Prozent

Negative Währungseffekte, Restrukturierungskosten und Wertberichtigungen belasteten das Ergebnis. So sank der operative Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 1,50 Milliarden US-Dollar. Der ausgewiesene Nettogewinn, in dem auch die Verluste der inzwischen abgegebenen Marken enthalten sind, schrumpfte um 13 Prozent auf 1,07 Milliarden US-Dollar (1,01 Milliarden Euro). Der Überschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen ging um elf Prozent auf 1,17 Milliarden US-Dollar zurück.

Im laufenden Geschäftsjahr 2017 soll der Umsatz trotz ungünstiger Wechselkursveränderungen wieder etwas zulegen: Der Konzern prognostiziert ein Wachstum „um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz“. Dafür sollen Steigerungen in den Segmenten Outdoor & Action Sports und Imagewear sorgen. Das Ergebnis pro Aktie wird aufgrund negativer Währungseffekte voraussichtlich leicht zurückgehen.

Foto: Vans via Facebook
Guess? (er)löst Marciano von Guess

Das US-Modeunternehmen Guess? Inc. will seine Sub-Marke Marciano Guess eigenständiger positionieren und – losgelöst von der Hauptmarke – „in der Spitzengruppe der Modeindustrie“ zu etablieren. Um „neue Marktchancen zu erschließen“ und „das Markenpotential weiter auszubauen“, ändert das Unternehmen den Markennamen in Marciano Los Angeles.

Die neue Ausrichtung wende sich bewusst an anspruchsvolle, modebewusste Kunden in einer wachsenden Zahl von Weltregionen, so das Unternehmen. Der neue Markenname Marciano Los Angeles nehme daher ausdrücklich Bezug auf die Ursprünge der Marke in der kalifornischen Metropole. Los Angeles feiere derzeit schließlich „eine Renaissance als Hauptstadt für Mode, Kunst und Kultur.“

„Wir möchten die Marciano-Kollektion mit einem erstklassigen und anspruchsvollen Angebot neu ausrichten. Unser Ziel ist es, die Marke zu einem führenden Modelabel zu machen. Ein frischer, moderner Stil soll unsere Kollektionen beleben und Outfits für jede Gelegenheit des Tages und der Nacht bieten.“, so Victor Herrero, CEO der Konzernmutter Guess? Inc..

Ab der Herbst/Winter 2017 Kollektion soll aus dieser Entwicklung eine „modische und trendorientierte Kollektion mit ausgewogenerer Preisstruktur“ hervorgehen. Eine Kollektionslinie soll dabei mit Basispreisen als Einstiegspunkt dienen, während eine hochwertigere Premium-Linie sich an anspruchsvolle Kunden richten soll, die das Label „schon immer zu schätzen“ wussten.

Der Vertrieb werde über den Einzel- und Großhandel, Kaufhäuser, sowie Online-Plattformen in den verschiedenen Weltregionen erfolgen, so Guess-Chef Herrero weiter. In Europa wolle man sich zunächst mit Key-Account-Partnern zusammentun und über hochwertige Shop-in-Shops sowie Internet-Angebote, die für das Markenwachstum wichtig sind, den Markt bespielen. Zusätzlich zu Nordamerika und Europa, wo bereits eine starke Markenpräsenz mit Ausbaupotenzial bestehe, sehe die Markenstrategie auch vor, in bisher wenig erschlossene Märkte wie Russland, Türkei und Asien vorzudringen.

Foto: Guess Los Angeles

Tarifstreit in der Textilbranche verschärft sich weiter

Der aktuelle Tarifstreit in der deutschen Textilindustrie spitzt sich immer weiter zu, die Fronten verhärten sich, und Arbeitgeber und die Gewerkschaft IG Metall werfen sich gegenseitig vor, die Situation immer weiter eskalieren zu lassen. Erste Warnstreiks fanden bereits statt, weitere sollen nach Angaben der Arbeitnehmervertreter folgen – und das so lange, bis die Forderungen erreicht werden.

Erst am gestrigen Donnerstag ist die dritte Verhandlungsrunde nach 14 Stunden ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Der Vorwurf der Gewerkschaft: „"Die Arbeitgeber haben mit ihrer Blockadehaltung den Konflikt eskaliert und die Verhandlungen beendet“. Die Arbeitgeber und deren Dachverband Textil+Mode sehen das naturgemäß anders und fordern im Gegenzug die IG Metall auf, sich kompromissbereit zu zeigen und von weiteren Warnstreiks abzusehen.

In der aktuellen Tarifrunde, die bereits am 6. Dezember letzten Jahres gestartet ist und für rund 50.000 Beschäftigte bundesweit gilt, fordern die Arbeitnehmer 4,5 Prozent mehr Lohn sowie eine „Umverteilungskomponente, um die Beschäftigten fair an der wirtschaftlichen Entwicklung zu beteiligen“. Auch neue Regelungen zur Altersteilzeit werden angestrebt.

Knackpunkt Altersteilzeit

Die Arbeitgeber haben mittlerweile Lohnsteigerungen von 2,1 Prozent ab 1. Juni 2017 und weitere 2,1 Prozent ab 1. April 2018 angeboten. Für Februar bis Mai 2017 wurde zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro vorgeschlagen. Die Mindestlaufzeit soll 25 Monate betragen. Vorgeschlagen wurde außerdem eine Fortsetzung der bisherigen Altersteilzeitregelung mit einem Aufstockungsbeitrag von 500 Euro je Monat im ersten und 520 Euro im zweiten Jahr.

Gerade an den Vorschlägen zur Altersteilzeit erhitzen sich jedoch aktuell die Gemüter. Schließlich stelle das Angebot der Industrie wirkliche Verbesserung dar, so die IG Metall, die daraus schlussfolgert: „Die Arbeitgeber waren nicht bereit, das Angebot weiter zu entwickeln und eine Lösung zu finden.“ Die zentrale Verhandlungskommission habe daher beschlossen, den Druck mit weiteren Warnstreiks auf die Unternehmen zu erhöhen, so ein Sprecher.

Seit Ende der Friedenspflicht am 1. Februar haben über 14.000 Beschäftigte aus mehr als 130 Betrieben mit Arbeitsniederlegungen ihrer Forderung nach einer deutlichen Einkommenssteigerung und einer verbesserten Altersteilzeitregelung Nachdruck verliehen. Wann und wo die nächsten Warnstreiks geplant sind, ist derzeit noch nicht bekannt. Daran, dass die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen will, besteht jedoch kein Zweifel.

Foto: IG Metall

Boykott von Modemarke Ivanka Trump wird zu Politikum

Auf Druck des ‚Grab your wallet’-Boykotts hin haben Nordstrom und Neiman Marcus die Modemarke Ivanka Trump vergangene Woche aus ihrem Sortiment genommen, als Grund führten die Ketten schlechte Absatzzahlen der Brand an. Natürlich blieb es dabei nicht.

„Wir führen tausende Brands,“ sagte ein Sprecher Nordstroms gegenüber der Seatlle Times. „Jedes Jahr nehmen wir etwa 10 Prozent aus dem Sortiment und nehmen etwa die gleiche Prozentzahl neu hinzu. In diesem Fall gaben die Absatzzahlend er Marken den Ausschlag zu der Entscheidung, die Marke in diesem Jahr nicht einzukaufen“, war auf Racked.com zu lesen.

Anti-Trump-Boykott zielt auf Ivankas Modelabel ab Das Team von Ivanka Trumps Modelabel hat eine andere Sicht der Dinge: „Die Brand Ivanka Trump wächst und expandiert in allen Kategorien und findet zunehmenden Anklang bei den Kunden. Wir verzeichneten 2016 einen signifikanten Zuwachs,“ sagte Rosemary Young, Senior Director of Marketing bei Ivanka Trump in einem Statement,. das bei ‘Business Insider’ veröffentlicht wurde.

Sobald die Entscheidung von Nordstrom bekannt wurde, die Brand aus dem Sortiment zu nehmen, richtete sich das Auge des Boykotts auf die Kaufhauskette Macy’s. Die Kette hatte bereits im Juli 2015 einmal die Modelinie Donald Trumps aus dem Sortiment genommen, vertreibt aber Ivankas Linie bisher weiterhin.

Boykott von Modemarke Ivanka Trump wird zu Politikum

Auch während des Wahlkampfs wurde Ivankas Modelinie bereits zum Ziel einer Boykottkampagne. Seit der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten er Vereinigten Staaten steht fest, dass Ivankas Brand weiterhin von Protestbemühungen betroffen sein würde und als eine der Brands dasteht, die von Trumps Präsidentschaft negativ in Mitleidenschaft gezogen wird. Im Januar verkündete Ivanka, dass sie nach Amtsantritt ihres Vaters ihre Exekutivfunktion bei der Marke aufgeben wolle.

Die Reaktionen Donald Trumps und seines Teams

Selbstverständlich hatte Donald Trump zu der Entscheidung Nordstroms etwas zu sagen und griff zu Twitter, um seine Tochter zu verteidigen und Nordstrom anzugreifen. Allerdings zeigen die Börsenkurse, dass er damit das Gegenteil erreicht haben könnte. Seit der Nachricht, dass Nordstrom Ivankas Modelinie aus dem Sortiment nehmen wolle - und seit Trumps Tweet - ist der Wert der Nordstrom-Aktie bedeutend gestiegen.

Auch Trumps Beraterin Kellyanne Conway ließ es sich nicht nehmen, Ivankas Modelinie im Fernsehen zu verteidigen. “Go buy Ivanka’s stuff, is what I would tell you. I hate shopping and I’m going to get some myself today. This is just a wonderful line,(Ich würde Ihnen sagen, dass Sie Ivankas Sachen kaufen sollen. Ich hasse Shopping und ich werde mir heute selbst etwas davon kaufen. Es ist einfach eine wunderbare Linie)” so Conway. Und weiter: “I own some of it. I fully — I’m going to give a free commercial here. Go buy it today, everybody. You can find it online.” („Ich habe selbst einiges davon. Ich mache jetzt gratis Werbung. Gehen Sie noch heute los und kaufen Sie. Sie finden es auch online.“)

Kritik von Ethikexperten und demokratischen Gesetzgebern

Aufgrund dieser ‚kostenlosen Werbung’ für Ivanka Trump wird Conway nun wegen Verletzung ethischer Richtlinien scharf kritisiert und muss sich mindestens einer formellen Beschwerde stellen. Sie soll ihre Macht als Mitarbeiterin missbraucht haben. Auch Ivanka Trump soll sie dafür gescholten haben, ihre Marke in eine ethisch prekäre Situation gebracht zu haben und ihr verboten haben, noch einmal im Fernsehen über ihre Marke zu sprechen, berichtet die Zeitung Independent.

Angestellte des Weißen Hauses dürfen ihr Amt nicht ausnutzen, um sich zu bereichern, heißt es im Federal Ethics Code der Vereinigten Staaten. Die Aussagen Conways verstößen klar gegen diese Richtlinie, merkte die Washington Times an.

Der Pressesprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer ließ verlauten, dass Conway „über das Thema belehrt wurde“, gab aber keine Auskunft darüber, ob ihre Taten Konsequenzen haben würden. Der Präsident hatte schon in der Vergangenheit Kritik von Ethikexperten und demokratischen Gesetzgebern dafür geerntet, seine öffentliche Stellung dafür zu missbrauchen, sich und seine Familie zu bereichern.

Foto: ivankatrump website

Foto: Donald & Ivanka Trump, Electoral Campaign, Wikimedia Commons

Modemarken und -händler unter den 'World’s Most Innovative Companies'

Der Online-Gigant Amazon ist in der 10. Ausgabe des ‚World’s Most Innovative Companies’-Rankings von Fast Company zum ‚innovativsten Unternehmen’ gewählt worden. Es biete „noch mehr, noch schneller und smarter“, so die Begründung.

In dem Ranking landete Amazon noch vor Google, Uber, Apple und Snap auf dem ersten Platz, dank seines raschen Prime-Ausbaus und seiner Pläne, der Welt des stationären Handels beizutreten, so Fast Company.

Eine weitere Modemarken unter den Top 50 ist Kenzo - die Marke sei dank ihres herausragenden Kurzfilms ‚Kenzo World’, der anlässlich des Erscheinens des ersten Parfüms der Brand gedreht wurde dabei, die „Nähte des Fashion-Marketings aufzutrennen“, so Fast Company.

Ebenfalls mit von der Partie ist die Clique Media Group, zu der die Fashion-Website ‚Who What Wear’ gehört. Sie „verwandle Mode-Ratschläge in Einzelhandelsgold“ indem sie mit einer auf Laufstegtrends basierenden Kollektion in Zusammenarbeit mit Target in den Bekleidungshandel eingestiegen war.

Zusätzlich wurde Hypebeast dafür gelobt, „Sneakerheads zu einer lukrativen Demographie zu vereinen“ und seine Streetwear-Website von einer Seite für Sneaker-Reviews zu einem Marktplatz ausgebaut zu haben, auf dem alles von Yeezy-Sneaker bis hin zu Leica Kameras verkauft wird.

Amazon, Kenzo, Cole Haan, und Adidas sind unter den ‚Innovativsten’

Das Ranking stellte Top Ten Listen in 36 Kategorien auf. So wurde TJ Maxx dafür gelobt, dass es eine „erfreuliche Dringlichkeit ins Offlineshopping bringe“. So fand Fast Company, dass es beeindruckend sei, dass das Unternehmen trotz eingeschränkter E-Commerce-Präsenz im Jahr 2016 dennoch einen Umsatzzuwachs von fünf bis sieben Prozent verzeichnen konnte. Und dass der Ertrag in den letzten fünf Jahren insgesamt um 30 Prozent gestiegen sei.

Ebenfalls in den Top Ten fand sich die Unterwäschemarke Thinx, die mit ihrem stark flüssigkeitsabsorbierendem Material während er Menstruation eingesetzt werden kann und Gucci wurde für seine „einzigartigen Statement-Pieces“ gerühmt, die „dem Verkaufsrückgang bei Luxuswaren die Stirn boten“. Tom Ford fand sich dank seines ‚See Now, Buy Now’-Ansatzes unter den Top Ten.

Auch Adidas konnte sich einen Platz auf der Liste sichern. Der Sportartikelhersteller „kleide die Post-Athleidre-Welt“ ein, so die Begründung. Cuyana, eine Damenmodemarke, die sich direkt an den Kunden wendet, wurde für ihren Ansatz „weniger, aber bessere Kleidung“ an die Frau zu bringen gelobt, und Cole Haan vereine in seiner seiner GrandRevolution Schuhkollektion für Herren und Damen Anlassschuhe mit dem Komfort eines Sneakers.

Cole Haan-CEO Jack Boys sagte dazu: "Uns diese Position als Most Innovative Company erarbeitet zu haben und uns so vielen Talenten zu wähnen, ist eine Ehre. Wir sind stolz auf die Leistung unseres Teams und ihren unermüdlichen Einsatz für die Weiterentwicklung unserer innovativen und stylischen Lifestyle-Kollektionen zu Gunsten unserer Kunden.“

Es gab auch Lob für Coach. Dem Vermächtnis der Marke sei „neues Leben“ eingehaucht worden, hieß es. M.Gemi wurde dafür hervorgehoben, den Mittelmann aus dem Luxus-Schuhgeschäft eliminiert zu haben, und 1Atelier bekam Lob dafür, dass es „Kunden in High-End-Handtaschendesigner verwandle“, indem es die Kunden jedes Detail ihrer Handtasche aussuchen ließ, beginnend mit dem hochwertigen Leder.

In der Kategorie Werbung und Marketing wurde Facebook, für neue kreative Werbeprodukte, ausgezeichnet und Snap wurde in der Kategorie Design für Smart Eyeglasses ausgezeichnet, die es dem Nutzer erlauben, kurze Videos aufzunehmen.

Image: Amazon Website

Myanmar: Bekleidungsexporte erreichen 1,855 Milliarden US-Dollar

Für das Geschäftsjahr 2016-17, das im März endet, wird laut dem Handelsministerium des Landes erwartet, dass Myanmars Bekleidungsexporte 1,855 Milliarden US-Dollar erreichen. Dies ist ein Anstieg um mehr als 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Fj. 2015-16), als die Bekleidungsexporte auf 1 Milliarde US-Dollar stiegen ; ein beeindruckender Anstieg um 145 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 14- 15. Bei diesem Tempo scheint Myanmar auf dem Weg zu sein, sein Ziel von 4 Milliarden US-Dollar bis 2020 zu erreichen.

Myanmars Bekleidungsbranche ist bekannt dafür, unter dem CMP-System zu arbeiten, was für Cut, Make, Pack steht. Das heißt, die Fabriken schneiden die Kleidungsstücke gemäß den Spezifikationen der internationalen Auftraggeber zu, nähen sie und verpacken sie, bereit für den Export. Die Bedeutung nach Ländern bleibt auch in diesem Jahr gleich: Rund 33 Prozent aller CMP-Produkte des Landes werden nach Japan exportiert; jeweils 25 Prozent an die EU (besonders Deutschland) und Südkorea, und jeweils 2,4 Prozent an die USA und China, so der Verband der Bekleidungshersteller Myanmars (MGMA).

Myanmars CMP-System wird von seiner Bekleidungsindustrie bereits seit 20 Jahren praktiziert und umfasst die Herstellung von Schuhen, Bekleidungsstücken und Taschen. Die Bekleidungsbranche des Landes besteht aus 400 Bekleidungsfabriken mit etwa 400.000 Arbeitern, die bis jetzt noch nicht auf eine vollständige Fertigung umgestellt haben.

Myanmars Bekleidungsindustrie machte in diesem Monat mit Anschuldigungen von Kinderarbeit und Niedriglöhnen Schlagzeilen, sowie auch wiederholt in den letzten Monaten. Eine der Fabriken, die angeblich 14-Jährige einstellt, soll für H&M arbeiten. Nachdem die Löhne im eigenen Land gestiegen sind, visiert China Myanmar weiterhin als billiges Produktionszentrum an. Angesichts von Anreizen wie den niedrigsten Löhne der Welt, die Förderung ausländischer Direktinvestitionen (FDI) durch die Regierung und die Lockerung oder Abschaffung von Wirtschaftssanktionen durch andere Länder glauben Branchenexperten, dass Myanmar seine Exportkapazitäten bis 2020 auf 4 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln kann.

Lesen Sie auch: Kinderarbeit & Niedriglöhne: Die wahren Kosten der Bekleidungsproduktion in Myanmar

Foto: SOMO

Auden erwirbt Zehn-Prozent-Anteil an der Curated Shopping Group

Die Berliner Beteiligungsgesellschaft Auden AG lässt ihren Ankündigungen Taten folgen und investiert weiter in die Curated Shopping Group (CSG), zu der die Plattformen Modomoto und The Cloakroom gehören. Am Mittwoch kündigte Auden an, einen Anteil von 10,2 Prozent an dem internationalen Modeversender zu übernehmen.

„Der Einstieg erfolgt über eine Direktinvestition in Höhe von vier Millionen Euro und die parallele Wandlung eines Darlehens an die CSG vom November vergangenen Jahres in Höhe von einer Million Euro“, erklärte Auden in einer Mitteilung. Bereits anlässlich der Gewährung des Darlehenshatte das Unternehmen im vergangenen Herbst angekündigt, perspektivisch einen Anteil von mehr als zehn Prozent an der Curated Shopping Group übernehmen zu wollen. Dieses Vorhaben wird nun verwirklicht.

Auden zahlt insgesamt fünf Millionen Euro für 10,2 Prozent der Anteile an CSG

„Curated Shopping stellt für uns einen der spannendsten E-Commerce-Märkte überhaupt dar, weil er aufgrund hoher Kundenloyalität und überdurchschnittlicher Umsätze besonders hohe und planbare Margen ermöglicht“, erläuterte Christofer Radic, der CEO von Auden, das Investment. Die Curated Shopping Group habe sich in diesem Segment „mit der Marke Modomoto seit ihrer Gründung 2011 aus eigener Kraft nicht nur behauptet, sondern mit der Übernahme des niederländischen Konkurrenten The Cloakroom im vergangenen Jahr auch auf beeindruckende Weise weiter entwickelt“, so Radic.

Mittlerweile ist der Modeversender in sieben europäischen Ländern aktiv: Mit ihren beiden Konzepten bedient die Curated Shopping Group Kunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Dänemark und Schweden. Dabei soll es nicht bleiben: „Wir wollen das Unternehmen bei seiner weiteren europäischen Expansion und tieferen Marktdurchdringung im deutschsprachigen Raum ab sofort mit all unseren Möglichkeiten unterstützen“, erklärte Radic.

Foto: Modomoto

Asics: Starker Yen belastet Jahresumsatz

Der japanische Sportartikelspezialist Asics Corporation musste im Geschäftsjahr 2016 einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Im Ausland belasteten dabei Wechselkursveränderungen die Zahlen. Der Nettogewinn fiel allerdings aufgrund von Sondereffekten um einiges höher aus als im Vorjahr.

Der Jahresumsatz von Asics sank im Vergleich zu 2015 um 6,9 Prozent auf 399,1 Milliarden Yen (3,3 Milliarden Euro). Der Heimatmarkt erwies sich dabei als stabil: Dort stiegen die Nettoverkaufserlöse um 0,3 Prozent auf 101,6 Milliarden Yen. Deutlich schlechter sah es um Ausland aus, wo die Umsätze um 9,1 Prozent auf 297,5 Milliarden Yen schrumpften. Das Unternehmen machte dafür die starke Kursentwicklung des Yen gegenüber dem US-Dollar und weiteren wichtigen Lokalwährungen, aber auch die schwierigen Marktbedingungen in den USA verantwortlich.

So sanken die Erlöse in der Region Amerika um 17,0 Prozent (währungsbereinigt -9,0 Prozent) auf 112,9 Milliarden Yen. In Europa gingen sie um 7,3 Prozent auf 107,6 Milliarden Yen zurück, bereinigt um Wechselkursveränderungen wären sie um 2,8 Prozent gewachsen. Zulegen konnte Asics in den kleineren Marktregionen Ozeanien/Süd- und Südostasien sowie Ostasien.

Der operative Gewinn schrumpfte angesichts des Umsatzrückgangs um 7,2 Prozent auf 25,5 Milliarden Yen. Unter dem Strich stand trotzdem ein klares Plus: Der auf die Anteilseigner entfallende Jahresüberschuss wuchs um 52,1 Prozent auf 15,6 Milliarden Yen (129 Millionen Euro). Grund dafür war, dass Strukturveränderungen im Vorjahr das Ergebnis einmalig belastet hatten.

Für das laufende Geschäftsjahr prognostizierte das Unternehmen eine Umsatzsteigerung auf etwa 420 Milliarden Yen (+5,2 Prozent). Der Jahresüberschuss wird aber voraussichtlich auf 13,0 Milliarden Yen sinken (-16,5 Prozent).

Foto: Asics