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Nexus stimmt Snapdeal-Verkauf an Flipkart zu

Der Kampf der Onlinehändler in Indien spitzt sich weiter zu: Nachdem Snapdeal-Mitinvestor Nexus Venture Partners (NVP) einem Verkauf zugestimmt hat, steht der Übernahme des e-Commerce-Unternehmens durch den Rivalen Flipkart nichts mehr im Wege; schon in dieser Woche könnte eine Konditionenvereinbarung unterzeichnet werden.

Hauptaktionär Softbank mit Sitz in Japan und einem Anteil von 30 Prozent hatte bereits die Zustimmung der Gründer des Portals und des Risikokapitalgebers Kalaari Capital (8 Prozent-Anteil) eingeholt. NVP mit einem Anteil von rund 10 Prozent hatte zunächst der von Softbank für den Verkauf vorgeschlagen Bewertung nicht zugestimmt, konnte sich jetzt aber einigen.

Flipkart setzt so seine Strategie fort, Konkurrenten aufzukaufen und hatte erst im Juli letzten Jahres für 70 Millionen US-Dollar (rund 64 Millionen Euro) die indische Mode-Website Jabong vom Berliner Start-up-Unternehmen Rocket Internet gekauft beziehungsweise vor genau drei Jahren, im Mai 2014, die indische Mode-Website Myntra. Das Geld dazu bezog das Unternehmen mit Sitz in Bangalore Mitte April in einer Investitionsrunde internationaler Unternehmen wie Microsoft, eBay und Tencent in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar; eine Summe, die bislang noch kein indisches Start-up erreicht hat.

Flipkart macht Amazon mit Übernahme von Snapdeal das Leben schwer

So geht der Krieg der indischen Onlinehändler in eine weitere spannende Phase, denn mit dem Kauf von Snapdeal will Flipkart weiter zulegen, um mit dem Konkurrenten Amazon Schritt halten beziehungsweise ihm voraus sein zu können, da keiner der beiden die Spitzenposition auf dem lukrativen indischen Online-Markt aus den Augen lässt.

Schließlich entdeckt alle drei Sekunden ein Inder das Internet zum ersten Mal; so kommen jährlich 100 Millionen neue Internetnutzer hinzu und bis 2020 könnten es 300 Millionen mehr sein. Auch wenn Vorhersagen zum Marktvolumen stark schwanken und von 50 bis 120 Milliarden US-Dollar bis 2020 reichen, werden es auf jeden Fall mehr als die derzeitigen 15 Milliarden US-Dollar sein. Und angesichts einer Bevölkerung von 1,25 Milliarden Menschen, die zunehmend Smartphones und damit das Internet entdecken, lecken sich nicht wenige Online-Anbieter die Finger.

Was den Verkaufspreis des jüngsten Deals angeht, so sollen die beiden Snapdeal-Gründer Kunal Bahl und Rohit Bansal laut Medienberichten jeweils 30 Millionen US-Dollar (rund 27,4 Millionen Euro) erhalten; Kalaari zwischen 70 und 80 Millionen US-Dollar (rund 64 und 73 Millionen Euro) und NVP 100 Millionen US-Dollar (rund 91,4 Millionen Euro) plus einen Anteil am neuen Unternehmen. Snapdeals 1.500-2.000 Mitarbeiter brauchen sich über ihre Zukunft keine Sorgen machen - an sie wollen die Gründer die Hälfte ihrer Auszahlung, also 30 Millionen US-Dollar, weitergeben.

Snapdeal hatte unter anderem im März 2015 von sich reden gemacht, als einer der führenden Internetmarktplätze Indiens sich mit rund 200 Kleinstunternehmen aus Dharavi, dem größten Slum Asiens in Mumbai, zusammengetan hatte, um ihre Produkte wie Ledergürtel, Taschen und Modeaccessoires in sein Angebot aufzunehmen. Für viele dieser Kleinstunternehmer bedeutete dies nicht nur einen ersten Verkauf im Internet, sondern auch landesweit.

Was die Konkurrenz mit Amazon angeht, so scheint Flipkart derzeit die Nase vorn zu haben; vereinigt er doch nicht nur die Expertise von Onlinehändlern wie Myntra, Jabong und Snapdeal, sondern ging jüngst erst eine Kooperation mit eBay in Indien ein, um somit Zugriff auf das gesamte Inventar des US-Unternehmens zu gewinnen und seinen indischen Kunden ein größeres Angebot bieten zu können. Man darf auf Amazons Antwort gespannt sein.

Foto: Snapdeal-Website
Nachfrage übersteigt Angebot: Woll- und Baumwollpreise auf historisch hohem Niveau

ANALYSISProfitabel wirtschaftende Farmen, höhere Nachfrage von lokalen Bekleidungsherstellern und –händlern, ein erhöhtes Verbrauchervertrauen sowie eine erhöhte Profitabilität dank wachsender Margen sind die Hauptgründe für die gestiegenen Preise.

Der Preis für Wolle liegt auf dem höchsten Stand seit April 2013 und kostet derzeit etwa 13 Dollar pro Kilo. Die gestiegene Nachfrage nach feiner Wolle im High Fashion Bereich macht sich insbesondere für Länder wie Australien bezahlt. Baumwolle liegt derzeit bei 82 Dollar-Cents pro Kilo, ebenfalls ein Preis, der seit 2014 nicht mehr erreicht wurde.

Wollpreise steigen dramatisch

Die globale Wollindustrie hat sich stark verändert. Immer mehr Wolle wird angebaut; dadurch wird auch mehr Wolle auf dem Markt angeboten. Stuart McCullough, Managing Director bei The Woolmark Company erklärte in einem Interview mit ‘Fibre2Fashion’, dass in der vergangenen Dekade der Wollpreis gestiegen sei und dass dies den Wandel verursache.

„Bauern arbeiten jetzt profitabel. Das ist eine wichtige Veränderung – sie verdienen jetzt Geld, das taten sie vor zehn Jahren nicht. So bleibt die Industrie am Leben“, konstatierte McCullough.

Ein weiterer Trend, den Analysten feststellen konnten, ist, dass Abnehmer zunehmend von China Abstand nähmen und sich wieder auf westliche Nationen, wie beispielsweise Italien, konzentrierten. „Zuvor zahlten die Brands weniger und vernachlässigten dafür eher die Qualität“, so Giovanni Germanetti, General Director des italienischen Garn- und Textilherstellers Tollegno 1900 gegenüber Reuters. Für Germanetti signalisiert die Rückkehr der Abnehmer nach Italien einen Mentalitätswandel in Sachen Qualität.

Auch Alessandro Brun, Professor an der Universität MIP Milan Politecnico, bestätigte, dass Brands sich verstärkt auf heimische Lieferanten stützen, um Nachverfolgbarkeit zu garantieren und sich so gegen mögliche Imageschäden abzusichern.

Gestiegenes Interesse von Bekleidungsherstellern an Qualitätswolle aus Australien—trotz deren Preis

Der Wollmarkt in Australien erfreut sich einem starken Aufwärtstrend. Seit sieben Wochen steigen die Preise für Fasern auf dem Eastern Market Indicator (EMI)

Durchschnittlich liegt der aktuelle Preis mehr als 25 Prozent über dem Vorjahresniveau. Chris Wilcox, the CEO des National Council of Wool Selling Brokers of Australia, geht nicht weiter ins Detail: Der EMI ist seit dem Weihnachtsrückgang um 181 US-Dollar Cents gestiegen und seit dem Beginn der 2016/17 Saison um 219 US-Dollar Cents. Wilcox betonte auch, dass ultrafeine und superfeine Wolle die größten Gewinne verzeichnen konnten.

Darüber hinaus, so der Senior-Marktanalyst der Australian Wool Exchange, Lionel Plunkett, habe der gestiegene Preis weitere Anbieter auf den Plan gerufen, die zuvor nicht bereit waren, zu verkaufen. So sei der Vorrat an Wolle, die gelagert werde, ebenfalls auf einem historisch niedrigen Stand.

„Der Mangel an Lagerwolle führte dazu, dass wöchentliche Liefermengen nicht erhöht werden konnten, sodass die Nachfrage kontinuierlich weiter anwuchs. Plunkett sagte auch, dass sich die 90-prozentige Auslastung der Wollvorräte daher bis auf weiteres nicht verändern werde.

Der FashionUnited Wool Price Indexzeigt die Fluktuation der Rohstoffpreise über einen beliebigen Zeitraum

Baumwollpreise schnellen dank hoher Nachfrage nach oben

Wolle ist jedoch nicht die einzige Faser, die derzeit eine Preissteigerung erlebt. Die Baumwollpreise hatten sich in den vergangenen Jahren nach unten entwickelt und erleben seit 2016 ebenfalls eine Steigerung, als der Verbrauch erstmals die Nachfrage überstieg.

Nach den Daten, die dem FashionUnited Business Intelligence-Team vorliegen, erlebt Baumwolle derzeit ein Preislevel, dass es seit Juli 2014 nicht mehr erreicht hatte: 0,82 Dollar pro Pfund.

Wi auf demFashionUnited Cotton Price Index , dargestellt, sind die Preise in Indien um 2,8 Prozent, in Pakistan um 3,9 Prozent und in China um 1,1 Prozent gestiegen.

Außerdem steigt von Seiten der Konsumenten die Nachfrage nach nachhaltigen Fasern weiter an. Der globale Organic Cotton-Markt wurde 2014/15 von Textile Exchange mit 15,76 Milliarden US-Dollar bewertet. Da mehr und mehr Kunden bei ihrer Kleidung auf nachhaltige Produkte setzen, kann organische Baumwolle dem einen oder anderen Hersteller künftig einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Mit der Frage, wie diese Veränderungen die Konsumenten betreffen werden, beschäftigt sich Craig Woolford, Senior Analyst bei Citi. Ihm zufolge sollen die Anfang des Jahres gesunkenen Preise für Kleidung nicht anhalten. Wie zu erwarten werde sich das gestiegene Preisniveau bei den Rohstoffen letztlich auch auf Kleiderpreise auswirken.

Der FashionUnited Cotton Price Index zeigt die Preisentwicklung der Faser nach Monat.

Photo: via Wikimedia author: Kimberly Vardeman

Vier Jahre nach dem Beginn der Streiks beim Versandhändler Amazon herrscht bei Verdi Ernüchterung - die Gewerkschaft demonstriert in dem Tarifkonflikt aber auch weiter Kampfeswillen. «Wir hätten nicht gedacht, dass diese Auseinandersetzung so lange dauert und so anstrengend wird. Aber wir sind noch nicht am Ende und weiter guten Mutes», sagte Thomas Voß der Deutschen Presse-Agentur. Er arbeitet in der Berliner Verdi-Zentrale als Bundesfachgruppensekretär für den Versand- und Onlinehandel. «Resignation kommt nicht infrage», meinte Voß. «Es ist nicht absehbar, dass wir den Streik irgendwann beilegen.»

Am 14. Mai 2013 begannen die regulären Ausstände am größten deutschen Amazon-Standort im hessischen Bad Hersfeld sowie in Leipzig. Seither liefert sich die Gewerkschaft ein zähes Ringen mit dem Branchenprimus um einen Tarifvertrag. Der US-Konzern, der fast 12 000 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt, verweigert aber Verhandlungen dazu und sagt: Amazon sei auch ohne Tariflöhne ein guter Arbeitgeber. Das Unternehmen betreibt bundesweit neun Versandlager an acht Standorten und ist im In- und Ausland weiter stark auf Wachstumskurs. (DPA)

Auch weil sich die bislang so konsumfreudige asiatische Kundschaft zurückhält, ist der Gewinn beim Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont eingebrochen. Zum Konzern gehören Marken wie die Uhrenhersteller Cartier, Piaget und Lange & Söhne sowie der Schreibgeräteklassiker Montblanc und die Leder- und Tabakfirma Dunhill. Vor allem Cartier musste in Asien Uhren von den Händlern zurückkaufen, um ihre Lagerbestände zu senken.

Minus 46 Prozent meldete das Unternehmen aus Bellevue bei Genf am Freitag beim Gewinn. Unter dem Strich sackte er damit auf 1,21 Milliarden Euro ab. Das Ergebnis sah zwar vor allem wegen eines aufgeblähten Gewinns im Vorjahr durch Sondereinflüsse so schlecht aus. Aber auch der operative Gewinn ging um 14 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zurück. Die Umsätze sanken im Geschäftsjahr 2016/17 (31. März) um vier Prozent auf rund 10,65 Milliarden Euro.

Bei teurem Schmuck und Uhren sei die Nachfrage gesunken, sagte Richemont-Verwaltungsratspräsident Johann Rupert, der das Unternehmen zur Zeit auch operativ leitet. Im zweiten Halbjahr sah Richemont aber Wachstum in den USA und in Festlandchina, wie Rupert sagte. Die geopolitische Lage und das Marktumfeld blieben aber schwierig und es sei weiter mit Volatilität und Unsicherheiten zu rechnen.

Gut betuchte Touristen aus Fernost kommen nach den Anschlägen in Paris, Nizza und anderen europäischen Städten auch nicht mehr so häufig auf Einkaufstour nach Europa, wie der Schweizer Uhrenverband festgestellt hatte. Er meldete allerdings gerade bei den Ausfuhren nach 20 Monaten mit rückläufigen Exportzahlen - teils im zweistelligen Bereich - einen ersten Lichtblick: Im März stiegen die Exporte um 7,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Franken (1,5 Mrd Euro) im Vergleich zum März 2016.

Der Konzern Richemont hatte im Herbst den Abbau von einigen hundert Stellen angekündigt. Insgesamt beschäftigt Richemont weltweit mehr als 28 000 Mitarbeiter. Die Dividende soll um sechs Prozent auf 1,80 Schweizer Franken je Aktie steigen.(DPA)

Discounter-Hype hält an: Auch NKD wächst kräftig

Der Textildiscounter NKD konnte den Wachstumskurs der Vorjahre auch im Geschäftsjahr 2016 fortsetzen und seinen Konzernumsatz um 5,3 Prozent auf 680,6 Millionen Euro steigern. Besonders erbaulich für das Unternehmen: Die höheren Umsätze sind nicht auf Neueröffnungen zurückzuführen. Den Löwenanteil erwirtschaftete NKD auf bestehenden Flächen, wo man um 5,5 Prozent zulegen konnte. Insgesamt habe man die Flächenproduktivität der Filialen seit 2013 um 24,3 Prozent steigern können, so NKD-Chef Ulrich Hanfeld.

NKD hat seinen Umsatz 2016 im vierten Jahr in Folge gesteigert und erzielte in den vergangenen drei Jahren ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 7,5 Prozent pro Jahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), liegt 2016 bei 20,4 Millionen Euro und übertrifft deutlich die 2,5 Millionen Euro des Vorjahres.

Filialnetz wirtschaftlich neu aufgestellt

Hanfeld ist sich daher sicher: „Unsere Strategie geht auf. NKD ist auf einem nachhaltigen Wachstumskurs und hat sich erfolgreich als Nahversorger und Value Retailer, also als Anbieter attraktiver Ware zu einem günstigen Preis, positioniert.“ Nun wolle man diesen Weg konsequent fortsetzen und sehe großes Potential für ein nachhaltig profitables Wachstum. „Denn wir haben unseren Umsatz in den vergangenen Jahren kontinuierlich flächenbereinigt gesteigert. Diesen Schwung haben wir mit in das neue Geschäftsjahr genommen und unsere positive Entwicklung Anfang des Jahres fortgesetzt“, so Hanfeld weiter.

Als sogenannter „Nahversorger“ ist NKD insbesondere in Innenstadtlagen und Fachmarktzentren von Klein- und Mittelstädten präsent. Zwischen 2014 und 2016 hat der Textildiscounter eigenen Angaben zufolge 88 neue Filialen an diversen Standorten in Deutschland eröffnet. Europaweit kamen allein im vergangenen Geschäftsjahr 54 Filialen neu hinzu. Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2016 weist NKD so 1.778 Filialen in Mitteleuropa aus, davon rund 1.300 in Deutschland.

In den letzten Jahren hat das Unternehmen sein Filialnetz ordentlich modernisiert, und im Zuge dessen auch seine Kassensysteme in den deutschen Filialen erneuert. Auch den Internetzugang der Kunden in den Filialen wurde verbessert. Maßnahmen, die sich durchaus zu rentieren scheinen.

Entscheidend für den Kunden ist jedoch weniger das Markenimage, sondern vielmehr der Preis. So ist es kein Wunder, dass die Textildiscounter trotz zunehmender Konkurrenz immer weiter wachsen. Egal ob Primark, Kik oder NKD – Billigpreise scheinen derzeit das Maß aller modischen Dinge zu sein. Und ein Garant für Erfolg.

Foto: NKD

Künftig ohne Handicap: Adidas verkauft Golf-Ausrüster

Der Sportartikelhersteller Adidas will sich künftig stärker auf seine traditionellen Geschäftsbereiche konzentrieren und versucht daher, seine oft defizitären Sparten-Töchter loszuwerden. Vor allem die Golfausrüster machten dem Konzern in den letzten Jahren immer wieder Sorgen, da sie durch recht schwankende Geschäftsergebnisse immer wieder die Bilanz verhagelten. Außerdem passten die Firmen nie ganz zum Mutterkonzern, der seine Kernkompetenz eher in den Bereichen Fußball, Running und Lifestyle verortet hat.

Nun teilt Adidas mit, dass die Golf-Töchter TaylorMade, Adams Golf und Ashworth an einen US-Investor verkauf werden sollen. Eine feste Vereinbarung sei mit einer neu gegründeten Gesellschaftstochter des Finanzdienstleisters KPS Capital Partners bereits unterzeichnet worden, heißt es. Zudem lässt der Konzern wissen: „Rund die Hälfte des Kaufpreises in Höhe von insgesamt 425 Millionen US-Dollar wird in bar gezahlt. Die restliche Zahlung erfolgt durch eine Kombination aus einer gesicherten Schuldverschreibung und bedingten Gegenleistungen.“

Die Transaktion wird sich nach Ansicht des Managements mit einem nicht-operativen Betrag im hohen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich negativ auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung von Adidas auswirken. Ein durchaus hoher Betrag, der in den Geschäftsergebnissen für das Jahr 2017 als Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen erfasst werden soll.

Auch die Eishockey-Marke CCM soll verkauft werden

„TaylorMade ist eine führende globale Golfmarke mit einer außerordentlich starken Marktposition,“ so Adidas-Chef Kasper Rorsted. Im Rahmen der langfristigen Strategie „Creating the New“ liege der Fokus jedoch ganz klar auf den unternehmerischen Kernkompetenzen in den Bereichen Schuhe und Bekleidung und auf den „zwei wichtigsten Marken, Adidas und Reebok“.

So ist es kein Wunder, dass nach der Golf-Sparte noch andere Adidas-Töchter verabschiedet werden sollen. Wie rund um die Adidas-Hauptversammlung am heutigen Donnerstag in Herzogenaurach bekannt wurde, soll auch die Eishockey-Marke CCM verkauft werden. Dieser Verkaufsprozess stehe jedoch erst ganz am Anfang, heißt es aus Konzernkreisen.

Insgesamt sieht sich der Konzern bei den Jahreszielen für die fortgeführten Geschäftsbereiche auf Kurs. Hier soll der Gewinn im Jahr 2017 auf 1,2 bis 1,225 Milliarden Euro steigen.

Foto: Adidas TaylorMade

Erfolgreicher Sparkurs: Crocs steigert Quartalsgewinn

Der US-amerikanische Schuhhersteller Crocs Inc. konnte in den ersten drei Monaten des Jahres die Erwartungen übertreffen. Der Umsatz ging zwar zurück, aber nicht so stark, wie zuvor befürchtet worden war. Beim Gewinn konnte das Unternehmen aufgrund von Kostensenkungen kräftig zulegen. Auf diesem Weg soll es vorerst weitergehen: Am Mittwoch wurden die nächsten Sparmaßnahmen angekündigt.

Im ersten Quartal erwirtschaftete Crocs einen Umsatz in Höhe von 267,9 Millionen US-Dollar (246,7 Millionen Euro). Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutete das einen Rückgang um 4,0 Prozent (währungsbereinigt -4,4 Prozent). Dabei sanken die Erlöse in Amerika um 5,2 Prozent (währungsbereinigt -6,1 Prozent) auf 117,7 Millionen US-Dollar und im asiatisch-pazifischen Raum um 5,9 Prozent (währungsbereinigt -6,0 Prozent) auf 98,3 Millionen US-Dollar. In Europa stiegen sie um 2,6 Prozent (währungsbereinigt +3,4 Prozent) auf 51,7 Millionen US-Dollar.

Ein Grund für den Umsatzrückgang war die Schließung von Läden im Rahmen des laufenden Restrukturierungsprogramms: Verfügte Crocs zu Beginn des Quartals noch über 558 Stores, Outlets und Shop-in-Shop-Flächen, waren es Ende März nur noch 542. Allerdings sanken die Einzelhandelserlöse auch auf vergleichbarer Fläche (währungsbereinigt -4,8 Prozent). Im Großhandelsgeschäft schrumpfte der Umsatz um 4,1 Prozent. Trotzdem sorgte das Unternehmen für eine erfreuliche Überraschung: „Die Kunden haben positiv auf unsere Frühjahr/Sommer-Kollektion reagiert, so dass der Umsatz unsere Prognose übertraf“, erklärte CEO Gregg Ribatt in einer Mitteilung.

Aufgrund von Kostensenkungen steigt der Nettogewinn um 12,5 Prozent

Weil die Bruttomarge deutlich höher ausfiel als im Vorjahresquartal und die Betriebskosten durch Sparmaßnahmen gesenkt wurden, ging es beim Ergebnis kräftig aufwärts: Der operative Gewinn stieg um 9,4 Prozent auf 15,6 Millionen US-Dollar, der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn sogar um 12,5 Prozent auf 7,2 Millionen US-Dollar (6,6 Millionen Euro). Bereinigt um Restrukturierungskosten stieg der Quartalsüberschuss um 45,3 Prozent auf 9,3 Millionen US-Dollar.

Höhere Profitabilität steht bei Crocs auch in den kommenden Monaten im Vordergrund: Das Management kündigte an, die Rabattaktionen weiter einzuschränken und seinen Sparkurs fortzusetzen. So beschloss das Unternehmen, noch im laufenden Quartal 24 bislang in Eigenregie betriebene Läden im Nahen Osten und in China an lokale Vertriebspartner abzugeben.

Das hatte Auswirkungen auf die Jahresprognosen: Beim Umsatz rechnet das Management nun mit einen Rückgang „im niedrigen einstelligen Prozentbereich“, nachdem bislang Erlöse auf Vorjahresniveau erwartet worden waren. Im Gegenzug sollen die Betriebs- und Verwaltungskosten niedriger ausfallen. Hier waren bisher 500 bis 505 Millionen US-Dollar prognostiziert worden, nun liegt der Zielkorridor bei 495 bis 500 Millionen US-Dollar.

Foto: Crocs
Umsatzminus im ersten Quartal: Asics schwächelt in Japan, Europa und Amerika

Der japanische Sportartikelkonzern Asics Corporation musste im ersten Quartal 2017 einen Umsatzrückgang hinnehmen. Sowohl in der Heimat als auch in Amerika und Europa schrumpften die Erlöse. Zweistellige Zuwächse im asiatisch-pazifischen Raum reichten nicht, um diese Rückgänge auszugleichen. Immerhin konnte der Nettogewinn leicht verbessert werden.

In den Monaten Januar bis März belief sich der Konzernumsatz auf 113,1 Milliarden Japanische Yen (912,3 Millionen Euro). Damit sank er im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,0 Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen gingen die Erlöse um 1,3 Prozent zurück. In Japan schrumpften die Umsätze um 2,6 Prozent auf 35,4 Milliarden Japanische Yen, in Amerika um 5,3 Prozent (währungsbereinigt -3,1 Prozent) auf 29,9 Milliarden Japanische Yen. In Europa musste Asics sogar einen Rückgang um 12,9 Prozent (währungsbereinigt -7,5 Prozent) auf 27,7 Milliarden Japanische Yen hinnehmen. Das Unternehmen begründete die schwachen Geschäfte mit Veränderungen in der Einzelhandelsbranche und einem „intensiveren Wettbewerb“.

Deutlich besser sah es in den übrigen Marktregionen aus: In Südasien und Ozeanien stiegen die Erlöse um 11,3 Prozent (währungsbereinigt +11,5 Prozent) auf 8,1 Milliarden Japanische Yen, in Ostasien um 13,1 Prozent (währungsbereinigt +17,6 Prozent) auf 13,9 Milliarden Japanische Yen, was insbesondere auf deutliche Zuwächse in China zurückzuführen war.

Aufgrund negativer Wechselkursveränderungen und höherer Investitionen in den Ausbau der digitalen Angebote sank der operative Gewinn um 14,1 Prozent auf 13,2 Milliarden Japanische Yen. Währungseffekte sorgten allerdings dafür, dass der auf die Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss um 0,4 Prozent auf 9,4 Milliarden Japanische Yen (75,9 Millionen Euro) stieg.

Foto: Asics
Sportalm weiter im Höhenrausch

Das österreichische Sportartikelunternehmen Sportalm ist weiter international auf Wachstumskurs und kann die positive Entwicklung der letzten Monate eigenen Angaben zufolge auch mit dem Verkaufsabschluss für Herbst/Winter 2017/2018 fortsetzen.

Wie das Unternehmen mit Sitz in Kitzbühel mitteilt, konnte allein im Segment Ski ein Gesamtplus von satten 18 Prozent erzielt werden. Besonders erfolgreich gestaltete sich der Verkauf in Österreich mit einem Zuwachs von 14 Prozent sowie in der Schweiz mit 16 Prozent. Auch in Russland konnte Sportalm das erste Mal, trotz der Sanktionen, eine Steigerung von satten 31 Prozent verzeichnen.

Besonders stolz sei man auf den Umstand, dass Harrods London die Aufträge verdreifacht habe und nun zu den Großkunden in der Skimode zähle, heißt es aus dem Familienunternehmen.

Ein weiterer Grund zur Freude: Auch in der Fashion konnte Sportalm ein Auftragsplus von 14 Prozent erzielen. Österreich mit elf, Deutschland mit neun und das wieder stärker gewordene Russland mit einem Plus von 53 Prozent waren hier wohl die Basis des guten Gesamtergebnisses.

Foto: Sportalm

Bestseller will Lieferkette offenlegen

Der dänische Bekleidungskonzern Bestseller Group will sein Transparenzversprechen einhalten und ab diesem Jahr Informationen zu seinen rund 800 Produktionsstätten in Europa und Asien bekannt machen.

"Bestseller wird den Prozess der Bereitstellung von Informationen über unsere Lieferantenfabriken im Jahr 2017 beginnen", bestätigte Nachhaltigkeits-Managerin Katrine Milman laut Fibre2Fashion. "Wir teilen bereits verschiedene lieferantenbezogene Informationen mit dem Bangladesch-Abkommen und anderen externen Geschäftspartnern, und wir freuen uns jetzt darauf, mit dem Prozess der Bereitstellung von mehr öffentlich verfügbaren Informationen weiterzumachen."

"Wir arbeiten kontinuierlich daran, Transparenz in unserer Lieferkette zu erreichen und positive Veränderungen vorzunehmen. Wir erwarten, dass die Informationen zu Lieferantenfabriken als konsolidierte Liste von Fabriknamen präsentiert werden, die an Marken und Untermarken unter dem Bestseller A/S-Dachunternehmen liefern", fügte Milman hinzu.

Der dänische Bekleidungskonzern hatte sich auf Anfrage eines Bündnisses von Gewerkschaften, Menschenrechts- und Arbeitsrechtsorganisationen, das an 72 Bekleidungsunternehmen und -einzelhändler geschrieben und sie zu Transparenz in der Lieferkette aufgefordert hatte (s. die Publikation "Follow the Thread"), verpflichtet, im Jahr 2017 Informationen über Zulieferfabriken zu veröffentlichen. Die jüngste Äußerung des Bekleidungskonzerns, zu dem mehr als 20 einzelne Modemarken, darunter Jack & Jones, Vero Moda und Only gehören, ist die erste konkrete Aussage nach dem Versprechen.

Jedoch muss Bestseller jetzt Taten in Form einer Liste folgen lassen, die auch die vom Bündnis gewünschten Informationen enthält, darunter die Namer der Cut-Make-Trim (CMT)-Betriebe, ihre Adresse, die Anzahl der Arbeiter, die hergestellten Produkte und Kategorien und die Häufigkeit, mit der diese Informationen veröffentlich werden sollen.

Bestseller besitzt keine eigenen Bekleidungsfabriken, arbeitet jedoch mit solchen Betrieben zusammen, die seinen Verhaltenskodex und Einschränkungen des Gebrauchs chemischer Substanzen unterstützen. Die zu Bestseller gehörenden Marken stellen pro Jahr rund 250 Millionen Produkte in mehr als 800 Fabriken in Europa und Asien her. Weltweit sind Bestseller-Marken in mehr als 2.700 Filialen und rund 15.000 Multimarkengeschäften und Kaufhäusern erhältlich.

Foto: Bestseller-Website