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Automation statt Billiglohn: Die Zukunft der Produktion

Um Mode günstig anbieten zu können, muss sie günstig produziert werden. Deshalb sucht die globale Bekleidungsindustrie ihr Heil in den Niedriglohnländern. Doch deren Potenzial ist fast ausgeschöpft, besagt eine aktuelle Studie von McKinsey & Company. Deren Forderung lautet deshalb: Mehr Investitionen in die Automatisierung der Produktion.

Exportvolumen aus Niedriglohnländern sinkt

Seit Jahren ist der Modesektor auf der Suche nach immer kostengünstigeren Standorten für die Produktion. Jetzt gerät dieser Trend an ein Ende. China scheint als Hauptbeschaffungsland für Kleidung seinen Zenit überschritten zu haben. Erstmals seit 2014 sinkt das Exportvolumen aus China und Hongkong um acht Prozentpunkte. Auch andere große Bekleidungsexporteure wie Bangladesch, Vietnam und Indien verzeichnen erstmals ein geringeres Wachstum. Jeder zweite Einkaufschef von Bekleidungsunternehmen erwartet, dass bereits 2025 niedrige Löhne nicht mehr der Hauptgrund für Wahl des Beschaffungsortes sein werden, sondern die Digitalisierung.

Digitale Fähigkeiten wichtiger als Lohnkosten

Dies sind die zentralen Ergebnisse der Studie „The apparel sourcing caravan's next stop: Digitization” des Beratungsunternehmens McKinsey & Company. Für die internationale Studie befragte die Unternehmensberatung die Einkaufschefs von 63 führenden Bekleidungsunternehmen, die zusammen für rund 135 Milliarden US-Dollar Einkaufsvolumen verantwortlich sind. Bereits 2011, 2013 und 2015 hatte McKinsey die Top-Einkäufer befragt. „Der Modehandel sieht sich sinkenden Gewinnmargen, steigenden Warenüberhängen und massiv verändertem Konsumentenverhalten gegenüber“, sagt der Leiter der Modeindustrieberatung bei McKinsey, Seniorpartner Achim Berg. „Modeunternehmen müssen sich schneller und agiler auf die Wünsche der Konsumenten einstellen.“

Digitalisierung verringert Kosten und Zeit

Gerade die Digitalisierung soll neue Potenziale der Kostenreduzierung und der Zeitersparnis erschließen. Für die Wahl des Produktionsortes werden in Zukunft digitale Fähigkeiten der potenziellen Mitarbeiter entscheidend sein, billige Anlernkräfte dagegen werden immer weniger gefragt sein. Wichtig werden auch die technologische Zusammenarbeit mit Zulieferern und die Verwendung virtueller Prototypen, die den Musterungsprozess wesentlich zu verkürzen hilft. Die meisten befragten Einkaufschefs erwarten, dass Digitalisierung ihre Kosten um rund fünf Prozent senken und die Beschaffungszeit um zwei bis vier Wochen verkürzen wird. Den größten Erfolg versprechen sich die Einkaufschefs von effizienteren Prozessen in der fragmentierten Wertschöpfungskette: 83 Prozent erwarten, die Digitalisierung des Prozessmanagements werde zu schnelleren Entscheidungen, weniger Fehlern und mehr Kundenorientierung führen.

Automatisierung als Chance für Produktion in Industrieländern

Vor allem die Automatisierung in der Produktion wird zu einer Neuorientierung in der Beschaffung führen. Mehr als 50 Prozent der Befragten erwarten, dass 2025 die Wahl des Beschaffungsortes aus Automatisierungsgründen und nicht allein wegen der Kosten getroffen wird. Weitere rund 30 Prozent schätzen, dass dies bis 2030 der Fall sein wird.

„Die Automatisierung wirft auch ein neues Licht auf das Proximity Sourcing, also die Beschaffung in geografischer Nähe. Jeder zweite Einkaufschef gibt an, dass Proximity Sourcing an Bedeutung gewinnen wird, auch um den Kundenwünschen nach schnell verfügbaren Produkten gerecht zu werden“, erklärt Saskia Hedrich, Co-Autorin des Reports. Jeder dritte europäische Einkaufschef geht sogar davon aus, dass der Trend zum Re-Shoring (also der Rückführung der Produktion ins Heimatland) sich durch Automatisierung verstärken wird; bei den US-amerikanischen Einkaufsverantwortlichen sind es sogar mehr als 50 Prozent. Bis es soweit ist, wird es aber noch dauern: Ein Fünftel der Befragten glauben nicht, dass wir innerhalb der nächsten fünf Jahre bereits Produktionskapazität in Europa oder den US aufgrund von Automatisierung aufgebaut haben werden.

China investiert in Automation

Das heißt: Auch auf mittlere Sicht wird China eine wichtige Rolle als Produktionsstandort spielen. Das liegt auch daran, dass China das Problem erkannt hat und massiv in die Forschung zur Digitalisierung von Produktionsprozessen investiert. Das Land wird von 81 Prozent der Einkaufschefs bei der Digitalisierung im Sourcing als führend angesehen. Erst mit großem Abstand folgen Türkei und Bangladesch. Berater Berg: „Wir erwarten vorerst ein Nebeneinander von automatisierter Produktion in reifen Märkten für modische Produkte und manueller Produktion von Basicprodukten in Niedriglohnländern.“

Foto: FashionUnited

French Connection reduziert Halbjahresverlust

Der britische Bekleidungsanbieter French Connection Group Plc. hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Als Grund nannte das Unternehmen vor allem die Schließung unprofitabler Shops. Aufgrund von Einsparungen konnte der Modekonzern aber seinen Verlust deutlich reduzieren.

„Wir haben in der ersten Jahreshälfte definitiv Schwung aufgenommen und trotz schwieriger Marktbedingungen in allen Bereichen Fortschritte gemacht“, erklärte Stephen Marks, der Chairman und CEO, am Dienstag in einer Mitteilung. „Wir haben weiter daran gearbeitet, das Unternehmen so schnell wie möglich wieder profitabel zu machen, und auch wenn es noch viel zu tun gibt, glaube ich, dass wir wichtige Schritte gemacht haben, um dieses Ziel in naher Zukunft zu erreichen.“

Aufgrund von Ladenschließungen sank der Umsatz um 1,6 Prozent

In den Monaten Februar bis Juli erwirtschaftete French Connection einen Umsatz in Höhe von 68,1 Millionen Britischen Pfund (76,6 Millionen Euro). Damit wurde das Vorjahresniveau um 1,6 Prozent verfehlt. Bereinigt um Wechselkursveränderungen gingen die Erlöse um 4,2 Prozent zurück. Dazu trugen Ladenschließungen entscheidend bei: Im Laufe der vergangenen zwölf Monate hatte das Unternehmen sieben eigene Boutiquen geschlossen, auch die Zahl der von Lizenz- und Franchisepartnern geführten Verkaufsflächen wurde deutlich reduziert.

So sank der Retail-Umsatz um 7,5 Prozent (währungsbereinigt -8,7 Prozent) auf 38,5 Millionen Britische Pfund. Auf vergleichbarer Fläche gingen die Einzelhandelserlöse in Großbritannien und dem restlichen Europa um 1,0 Prozent zurück. Aufwärts ging es hingegen im Großhandelsgeschäft. Dort stieg der Umsatz um 7,2 Prozent (währungsbereinigt +2,6 Prozent) auf 29,6 Millionen Britische Pfund. Zuwächsen in Europa und Nordamerika stand ein Rückgang in Australien gegenüber, weil die Lieferungen an den dortigen Vertriebspartner reduziert wurden. Die weltweiten Lizenzeinnahmen wuchsen um 8,3 Prozent (währungsbereinigt +6,5 Prozent) auf 2,6 Millionen Britische Pfund.

Obwohl die Bruttomarge aufgrund des höheren Anteils der Großhandelserlöse am Gesamtumsatz niedriger ausfiel als im Vorjahreszeitraum, konnte das Unternehmen durch Kostensenkungen infolge der Ladenschließungen und weiterer Sparmaßnahmen Fortschritte beim Ergebnis machen. So wurde der operative Verlust von 7,9 auf 5,7 Millionen Britische Pfund verringert. Der Nettofehlbetrag sank entsprechend um 28 Prozent und lag ebenfalls bei 5,7 Millionen Britischen Pfund (6,4 Millionen Euro).

Im November feiert French Connection die erste Neueröffnung seit Jahren

Für die kommenden Monate zeigte sich Konzernchef Marks vorsichtig optimistisch: „Ich bin zuversichtlich, dass wir im Rest des Jahres gute Resultate sehen werden“, erklärte er. Zur Begründung führte er ein Umsatzwachstum mit zum vollen Preis verkauften Produkten seit Beginn des zweiten Halbjahres, die „starken Orderbücher“ für die kommende Wintersaison sowie eine „sehr starke Reaktion“ auf die Frühjahrskollektion 2018 an.

Das wachsende Selbstbewusstsein des Unternehmens manifestiert sich auch in der Entscheidung, erstmals seit einigen Jahren wieder eine neue Boutique zu eröffnen. Die soll im November in Manchester den Betrieb aufnehmen. Der Schritt dokumentiere „unsere Strategie, neue Läden an passenden Standorten zu eröffnen, von denen wir glauben, dass die Marke dort profitabel handeln kann“, erklärte Marks.

Foto: French Connection Facebook-Page
SMCP plant Börsengang

Die französische Modegruppe SMCP, hinter der sich die Labels Sandro, Maje und Claudie Pierlot verbergen, plant noch vor dem Jahreswechsel einen Erstauftritt an der Pariser Börse. Zu diesem Zweck wurden die entsprechenden Unterlagen bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde (AMF) eingereicht. Dies bestätigte Firmenchef Daniel Lalonde am Montag in Paris.

Zudem gab das Unternehmen bekannt, dass der Nettoumsatz in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres um 16,4 Prozent auf 439 Millionen Euro stieg. Verglichen mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr stieg auch der operative Gewinn, und zwar um 20 Prozent auf 73 Millionen Euro.

“Wir freuen uns, die Einreichung unserer Eintragungsunterlagen bei der AMF bekanntgeben zu können, was den ersten Schritt unserer Börseneinführung darstellt. Mit der Unterstützung unseres Mehrheitsaktionärs Shandong Ruyi werden wir einen neuen Meilenstein in der Geschichte von SMCP erreichen. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2017 zeigen einen starken Anstieg des Nettoumsatzes und des operativen Gewinns”, kommentierte Lalonde in einer Erklärung.

Seit 2016 gehört SMCP mehrheitlich dem chinesischen Bekleidungskonzern Shandong Ruyi. Dieser soll nach dem Börsengang noch einen Mehrheitsanteil von 51 Prozent halten. Bank of America Merrill Lynch, JPMorgan und KKR Capital Markets sollen den Börsengang laut Brancheninsidern begleiten. Sie schätzen die künftige Marktkapitalisierung von SMCP auf etwa zwei Milliarden Euro ein.

“Shandong Ruyi ist sehr erfreut, in dieser Entwicklungsphase der Mehrheitsaktionär von SMCP zu sein. Wie bereits erwähnt, beabsichtigt Shandong Ruyi, diese Position mit einem Anteil von 51 Prozent nach Abschluss des Börsengangs beizubehalten und SMCP in seiner Wachstumsstrategie in den kommenden Jahren weiter zu unterstützen”, bestätigte Shandong Ruyi-Präsident Yafu Qiu.

SMCP fügte hinzu, dass das Unternehmen in den letzten drei Jahren in den Bereichen Rentabilität und Einnahmen ein starkes Wachstum verzeichnen konnte, nämlich fast eine Verdoppelung.

Zwei französische Konglomerate sind Haushaltsnamen - zumindest für Brancheninterne: LVMH und Kering - aber kennen Sie SMCP, das Konglomerat hinter Sandro und Maje? Wenn nicht, werden Sie hier ein wenig mehr darüber erfahren, und auch, wer mittlerweile Mehrheitseigner an SMCP ist. Klicken Sie einfach auch Start Exploring, um den Zeitstrahl zu erkunden.

Foto: Sandro-Website

Eterna: Starkes Auslandsgeschäft sorgt für höheren Halbjahresumsatz

Der Hemden- und Blusenspezialist Eterna Mode Holding GmbH hat das erste Halbjahr 2017 mit einem kleinen Umsatzplus abgeschlossen. Aufgrund von Refinanzierungskosten und planmäßigen Abschreibungen stieg allerdings auch der Nettoverlust. Für die kommenden Monate sieht der geschäftsführende Gesellschafter Henning Gerbaulet das Unternehmen „gut gerüstet“: Er rechnet für 2017 mit einer leichten Umsatzverbesserung gegenüber dem Vorjahr.

In der ersten Jahreshälfte erwirtschaftete Eterna einen Umsatz in Höhe von 50,2 Millionen Euro. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum bedeutete das eine Steigerung um 0,8 Prozent. Während die Erlöse in Deutschland um 2,2 Prozent sanken, konnte das Unternehmen im Ausland deutlich zulegen. Dort wuchs der Umsatz um 8,9 Prozent. Positiv entwickelten sich auch die eigenkontrollierten Einzelhandelsflächen. Dort erreichte Eterna „ein niedriges einstelliges Like-for-like-Plus“.

„Das erneute Umsatzwachstum in einem herausfordernden Marktumfeld bestätigt die konsequente Umsetzung unserer ganzheitlichen Strategie. Wir haben uns im ersten Halbjahr auf den Flächen im Handel mit Hemden und Blusen deutlich besser als der Markt entwickelt“, erklärte Gerbaulet in einer Mitteilung. Auch in den kommenden Monaten soll sich die strategische Neuausrichtung auszahlen: „Erfolgreiche Maßnahmen wie zum Beispiel der Markenrelaunch und die grundlegende Modernisierung der Kollektion zeigen weiter Wirkung, so dass wir auch in der zweiten Jahreshälfte Chancen für weiteres Wachstum sehen.“

Refinanzierungskosten ließen den Nettoverlust deutlich steigen

Trotz des leichten Umsatzwachstums ging es beim Ergebnis bergab. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) schrumpfte um sieben Prozent auf 5,0 Millionen Euro. Eterna begründete das mit zusätzlichen „Aufwendungen für weiteres Wachstum“. So habe das Unternehmen zuletzt „gezielte Ausgaben in den Bereichen Vertrieb, Logistik und Marketing“ getätigt.

Unter dem Strich stand ein mehr als doppelt so hoher Verlust wie im Vorjahreszeitraum: Der Fehlbetrag stieg von 2,1 auf 5,0 Millionen Euro. Neben einer „planmäßigen, aber nicht liquiditätswirksame Abschreibung auf den Firmenwert in Höhe von 3,2 Millionen Euro“, die das Unternehmen seit 2006 regelmäßig verbucht, trugen im abgelaufenen Halbjahr auch Refinanzierungskosten in Höhe von 3,3 Millionen Euro dazu bei, dass Eterna tiefer in die roten Zahlen rutschte. Bereinigt um diese beiden Faktoren lag der Nettogewinn nach Angaben des Unternehmens bei 1,4 Millionen Euro und damit leicht über dem entsprechenden Vorjahresniveau (+1,5 Prozent).

Angesichts „positiver Auftragseingänge“ hofft Gerbaulet nun auf weitere Steigerungen: „Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir daher weiterhin ein Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich“, erklärte er. Beim Gewinn würden sich aber auch weiterhin höhere Investitionen bemerkbar machen: „Aufgrund von Ausgaben in das zukünftige Wachstum rechnen wir mit einer stabilen Ergebnisentwicklung und damit erneut mit einer Performance über dem Schnitt des Gesamtmarktes“, so Gerbaulet.

Foto: Eterna Facebook-Page
Nachhaltige Textilinnovationen: Bananenfasern

Da die Modebranche sich auf eine Zukunft zubewegt, in der textile Ressourcen knapp sind, bleiben natürliche Fasern wie Baumwolle - weiterhin ein ressourcenintensives Material - und erdölbasierte Fasern wie Acryl, Polyester, Nylon und Spandex weiterhin stark gefragt. Aber da die Produktion dieser Fasern dem Planeten auch weiterhin unumkehrbare Schäden zufügt, suchen immer mehr Unternehmen nach nachhaltigen, alternativen Fasern und Stoffen. In dieser neuen Serie untersucht FashionUnited die nachhaltigen Alternativen und Textilinnovationen, die derzeit auf der ganzen Welt verfolgt werden. In diesem Artikel geht FashionUnited der potenziellen Nutzung von Bananenfasern nach.

Nachhaltige Textilinnovationen: Bananenfasern

Bananenfasern, auch als Musafasern bekannt, gehören zu den weltweit stärksten Naturfasern. Sie werden aus dem Stamm der Bananenstaude gemacht, sind biologisch abbaubar und unglaublich haltbar. Die Faser besteht aus dickwandigem Zellgewebe, das durch natürlichen Gummi gebunden ist und hauptsächlich aus Cellulose, Hemicellulosen und Lignin besteht. Bananenfasern ähneln natürlichen Bambusfasern, aber ihre Spinnfähigkeit, Feinheit und Zugfestigkeit sind besser. Bananenfasern können zur Herstellung verschiedener Textilien unterschiedlicher Schwere und Stärke verwendet werden, je nachdem, aus welchem Teil der Bananenstaude die Faser extrahiert wurde. Die dickeren, stabileren Fasern werden den Außenhüllen entnommen, während die inneren Hüllen weichere Fasern hervorbringen.

Nachhaltige Textilinnovationen: Bananenfasern

Bananenfasern - eine nachhaltige Alternative zu Seide

Auch wenn nicht viele Menschen wissen, dass Bananenfasern existieren oder wie sie verwendet werden, sind sie keine neue Erfindung. Bereits seit dem frühen 13. Jahrhundert wurden in Japan Fasern aus den Stämmen von Bananenstauden hergestellt. Aber die Verwendung von Bananenstauden als Quelle von Textilfasern nahm ab, sobald andere Fasern wie Baumwolle und Seide aus China und Indien beliebter wurden. Aber derzeit erfahren Bananenfasern nicht nur in der Modebranche ein Comeback, sondern auch in zahlreichen anderen Branchen auf der ganzen Welt. Sie werden für verschiedene Produkte von Teebeuteln und Autoreifen bis hin zu Saris und japanischen Yen-Noten verwendet.

Bananenfasern können zur Herstellung von Seilen, Matten, Webstoffen sowie handgefertigtem Papier verwendetet werden. Das Unternehmen Green Banana Paper auf der Insel Kosrae in Mikronesien verwendet Bananenfasern, um vegane Brieftaschen, Geldbörsen, Perlen und Papier herzustellen. Green Banana Paper wurde von Matt Simpson gegründet und stellt seine Produkte aus recycelten Bananenstauden her, die auf der ganzen Insel angebaut werden. Statt also Bananenstauden zu verschwenden, kauft das Unternehmen sie den Bananenbauern der Insel ab und gibt ihnen so eine zusätzliche Einnahmequelle.

Nachhaltige Textilinnovationen: Bananenfasern

“Unsere Fasern kommen aus den Gärten der Subsistenzwirtschaft der Bauern aller Dörfer von Kosrae”, erklärt Simpson gegenüber FashionUnited. “Die Stämme würden sonst weggeschmissen, da Bananenstauden nur einmal pro Zyklus Früchte tragen und entfernt werden, um Platz für neue Ableger zu schaffen, die aus demselben Wurzelsystem wachsen. Die Fasern geben sehr starkes Papier, das geeignet ist, nicht-biologisch abbaubare oder tierische Materialien in bestimmten Industrien und der Modebranche zu ersetzen.” Laut Green Banana Paper sind Bananenfasern sind nicht nur von Natur aus wasserfest, sondern auch sehr feuerbeständig, reißfest und recycelbar. Um ihre Produkte noch haltbarer zu machen, versiegelt das Unternehmen das Papier mit einer dünnen Wachsschicht.

Nachhaltige Textilinnovationen: Bananenfasern

Bananenfasern aus Abfallprodukten

Im Laufe der Jahre hat der weltweite Konsum von Bananen den Gebrauch von Bananenfasern in der industriellen Textilproduktion rasch überholt. Im Durchschnitt werden etwa 11,9 kg Bananen pro Person im Jahr konsumiert, aber mehr als eine Milliarde Tonnen von Bananenstauden werden jedes Jahr weggeworfen, da die Pflanzen nur einmal in ihrem Leben Früchte tragen, bevor sie sterben. Die Forschung hat gezeigt, dass man 37 kg Stämme braucht, um ein Kilo Bananenfasern zu produzieren. Zudem berichtet das philippinische Textilforschungsinstitut, dass die Bananenplantagen im Land allein im Jahr 2012 über 300.000 Tonnen Fasern erzeugen konnten. Seit Beginn des Jahres 2014 hat Green Banana Paper 80.000 kg weggeworfene Bananenstauden recycelt.

Allerdings ist das Extrahieren der Bananenfasern aus dem Bananenstamm kein einfaches Verfahren. “Es ist ein arbeitsintensiver Prozess, bei dem wir die Abfallstämme verschiedener Bauern in unserem LKW transportieren, den Pseudostamm Hülle um Hülle auseinanderreißen und jede Hülle in unsere Extraktionsmaschine legen, um die Fasern zu entfernen”, erklärt Simpson. “Danach beginnt die Papierherstellung.” Bananenpapier wird aus den extrahierten Zellstofffasern hergestellt - Bananengarn oder Stoff wird durch einen etwas anderen Prozess gewonnen. Zuerst werden Streifen der Hülle in einer alkalischen Lösung gekocht, um sie weich zu machen und zu trennen. Sobald die Bananenhäute und Fasern getrennt sind, werden die Fasern miteinander verbunden, um lange Fäden zu erzeugen, die dann naß gesponnen werden, um zu verhindern, dass sie zerbrechen. Danach können die Fäden gefärbt oder gewebt werden.

Nachhaltige Textilinnovationen: Bananenfasern

Green Banana Paper verwendet das Bananenpapier, um Brieftaschen zu machen und verwebt die rohen Bananenfasern zu handgewebte Artikeln wie Geldbörsen und Laptop-Taschen. Während Green Banana Paper Chemikalien so weit wie möglich vermeidet, ist Simpson sich der Möglichkeiten bewusst, mehr natürliche Farbstoffe zu verwenden. “Wir ziehen es vor, den Einsatz von Chemikalien so weit wie möglich zu vermeiden, aber wir haben natürliche Farbstoffe wie Indigo definitiv im Blick, um Variationen und faszinierende Designs zu schaffen.”

Stoffe aus Bananenfasern sind weich und geschmeidig, zudem atmungsaktiv und ein natürliches Sorptionsmittel. Sie neigen dazu, einen natürlichen Glanz zu haben, weshalb sie oft mit Seide verglichen werden, werden jedoch inzwischen als eine nachhaltige Alternative zu Baumwolle und Seide gesehen. Bananenfasern, die angeblich nahezu kohlenstoffneutral sind, werden auch oft mit Hanf und Bambus verglichen, obwohl sie nicht so haltbar sind. Im Moment gibt es jedoch noch gewisse Einschränkungen, was alles aus Bananenfasern gemacht werden kann.

Nachhaltige Textilinnovationen: Bananenfasern

“Leider ist unser Papier nicht ganz so stark oder dehnbar genug, um in super stressigen Anwendungen eingesetzt zu werden, wo jeder Artikel sein Leben lang der Wäsche in einer Waschmaschine ausgesetzt ist”, sagt Simpson. Aus diesem Grund hat das Unternehmen die Ausweitung auf häufig verwendete Kleidungsstücke wie T-Shirts, Hosen oder Jacken unterlassen. Dies hat jedoch andere Unternehmen wie den Öko-Textil-Betrieb Offset Warehouse, den Stoffvertrieb THIS Co. und Frabjous Fibern nicht davon abgehalten, handwerkliche Stoffe aus Bananenfasern anzubieten.

Offset Warehouse arbeitete zuvor mit einem NGO-Partner in Nepal zusammen und bietet dicke, handgewebte Stoffe aus Bananenfasern an. THIS Co. stellt einen halbtransparenten Bananenstoff her, der in den ländlichen Gebieten der Philippinen auf hölzernen fussbetriebenen Webstühlen hergestellt wird. Frabjous Fibers bietet handgesponnene und bemalte Bananen-Seidenstoffe an. Trotz des großen Potenzial, das Bananenfasern bieten, hat es das Material noch nicht geschafft, in der Modebranche komplett wiederbelebt zu werden. Auch wenn die meisten Unternehmen und Marken lieber an herkömmlicheren Materialien festhalten, bieten Bananenfaser jedoch denen eine nachhaltige Alternative, die eine einzigartige und umweltfreundliche Lösung suchen.

Ursprünglich von Vivian Hendriksz für FashionUnited UK geschrieben; übersetzt von Simone Preuss.

Fotos: Green Banana Paper

Hermès: Halbjahresgewinn wächst um elf Prozent

Der französische Luxusgüterkonzern Hermès hat das erste Halbjahr 2017 mit einem deutlichen Gewinnplus abgeschlossen. Dazu trugen Umsatzzuwächse in allen Marktregionen bei. Vor allem Lederwaren und Bekleidung der Traditionsmarke erfreuten sich in den vergangenen Monaten großer Beliebtheit.

Schon Ende Juli hatte der Konzern über die Umsatzentwicklung in den ersten sechs Monaten informiert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurden die Erlöse um 11,2 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gesteigert. Bereinigt um Wechselkursveränderungen lag die Wachstumsrate bei 9,7 Prozent.

In Europa erwirtschaftete Hermès einen Umsatz in Höhe von 836,2 Millionen Euro (+6,4 Prozent, währungsbereinigt +7,0). Die unterdurchschnittliche Entwicklung auf dem Heimatmarkt (+2,4 Prozent) wurde durch höhere Zuwächse in den übrigen europäischen Ländern (+9,6 Prozent, währungsbereinigt +10,7 Prozent) kompensiert. Zweistellig zulegen konnten die Franzosen in Asien: Trotz einer vergleichsweise geringen Verbesserung in Japan (+5,7 Prozent, währungsbereinigt +3,4 Prozent) stiegen die Erlöse vor allem aufgrund deutlicher Zuwächse in Festlandchina im gesamten asiatisch-pazifischen Raum um 13,6 Prozent (währungsbereinigt +11,2 Prozent) auf 1,3 Milliarden Euro. In Amerika legten der Umsatz um 11,8 Prozent (währungsbereinigt +8,8 Prozent) auf 482,4 Millionen Euro zu.

Die Umsätze mit Lederwaren und Bekleidung wuchsen zweistellig

Mehr als die Hälfte des weltweiten Gesamtumsatzes entfiel auf Lederwaren. In diesem Segment stiegen die Erlöse um 14,0 Prozent (währungsbereinigt +12,2 Prozent) auf 1,4 Milliarden Euro. Zweistellige Zuwächse verbuchte Hermès auch mit Kleidung und Accessoires (579,2 Millionen Euro; +11,9 Prozent, währungsbereinigt +10,4 Prozent) sowie mit Schmuck und Wohnaccessoires (172,3 Millionen Euro; 14,4 Prozent, währungsbereinigt +13,0 Prozent). In den übrigen Produktsegmenten lagen Steigerungsraten im einstelligen Prozentbereich.

Günstige Währungseffekte sorgten für eine höhere Bruttomarge, demgegenüber drückten gestiegene Betriebskosten – unter anderem aufgrund intensiverer Marketingaktivitäten – das Ergebnis. Insgesamt stieg der operative Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,7 Prozent auf 931,3 Millionen Euro. Der auf die Anteilseigner entfallende Halbjahresüberschuss wuchs um 11,0 Prozent auf 605,2 Millionen Euro.

Hermès, 1. Halbjahr 2017
Umsatz 2,7 Milliarden €
Nettogewinn 605,2 Millionen €

Foto: Hermès Facebook-Page
Gerry Weber: Umbaumaßnahmen prägen Neun-Monats-Zahlen

Der deutsche Bekleidungskonzern Gerry Weber International AG hat bei seinen Restrukturierungsbemühungen Fortschritte gemacht, musste aber in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2016/17 einen Umsatzrückgang hinnehmen. Auch der Betriebsgewinn schrumpfte leicht. Immerhin konnte der Nettoverlust etwas verringert werden.

„Wir haben alle Maßnahmen des Programms zur Neuausrichtung Fit4Growth innerhalb des geplanten Zeitraumes erfolgreich umgesetzt. Erste positive Effekte zeigen sich sowohl auf der Kostenseite als auch bei der Umsatzentwicklung“, erklärte Vorstandschef Ralf Weber am Donnerstag, „trotzdem ist es uns nicht gelungen, die Ergebnissituation deutlich zu verbessern.“ Grund dafür sei vor allem „die Anpassung des Warenmanagements“.

In den Monaten November bis Juli erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz in Höhe von 620,1 Millionen Euro. Damit verfehlte er das Vorjahresniveau um 2,9 Prozent. Zum Umsatzrückgang trug die Schließung von 88 Verkaufsflächen im Core-Segment bei, zu dem das Unternehmen die Marken Gerry Weber, Taifun und Samoon rechnet. So sanken die Retail-Erlöse in dieser Sparte um 6,9 Prozent auf 291,8 Millionen Euro. Auf vergleichbarer Fläche sank der Umsatz um 2,5 Prozent. Im Großhandelsgeschäft stieg der gemeinsame Umsatz der drei Marken um 2,0 Prozent auf 187,5 Millionen Euro.

Zulegen konnte demgegenüber das Segment Hallhuber: Dort erreichte der Umsatz im Berichtszeitraum 140,8 Millionen Euro, was eine Verbesserung um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Vor allem im dritten Quartal zogen die Erlöse kräftig an (+13,9 Prozent). Verantwortlich für das deutliche Wachstum war aber hauptsächlich die Eröffnung von 34 neuen Verkaufsflächen im Verlauf der vergangenen zwölf Monate: Auf vergleichbarer Fläche sanken die Erlöse von Hallhuber um 10,3 Prozent.

Der Vorstand hält an seinen Jahresprognosen fest

Obwohl der Konzern seine Personal- und Sachaufwendungen wie geplant senken konnte, blieben höhere Betriebsgewinne aus. „Dies ist ausschließlich auf den Bestandsabbau sowie die veränderte Bestandsführung verbunden mit einer Verminderung der Rohertragsmarge zurückzuführen“, erklärte das Unternehmen. So sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,8 Prozent auf 35,1 Millionen Euro. Das EBIT schrumpfte von 0,6 auf 0,2 Millionen Euro. Weil das Finanzergebnis niedriger ausfiel als im Vorjahr, stand unter dem Strich immerhin ein geringerer Nettoverlust: Er schrumpfte von 4,0 Millionen Euro in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres auf 3,4 Millionen Euro.

Angesichts der vorliegenden Zahlen hielt der Vorstand an seinen Jahresprognosen fest. Er rechnet damit für 2016/17 weiterhin mit einem Umsatzrückgang um zwei bis vier Prozent. Das EBIT soll bei zehn bis zwanzig Millionen Euro liegen. Ob diese Ziele erreicht werden, hängt nun entscheidend vom besonders umsatzträchtigen Schlussquartal ab.

Foto: Gerry Weber
Beschaffung in Pakistan: fünf Jahre nach Ali Enterprises hat sich nichts geändert

Während sich nach dem Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes in der Nähe von Dhaka im April 2013 alle Anstrengungen auf Bangladesch und lobenswerte Initiativen wie das Bangladesch-Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit und die Allianz für Arbeitersicherheit in Bangladesch konzentriert haben, verstrich ein weiterer Jahrestag fast unbemerkt: der verheerende Brand bei Ali Enterprises in der Nähe von Karatschi am 11. September 2012, der mehr als 250 Arbeitern das Leben kostete. Grund genug für die Clean Clothes Campaign, die Sicherheit der Bekleidungsarbeiter in Pakistan unter die Lupe zu nehmen.

“In Erinnerung an diese Tragödie sind unsere Gedanken bei den Familien, die ihre Angehörige verloren haben, und bei denen, die dieses schreckliche Ereignis durchlebt haben. Die Kampagne für Saubere Kleidung hat nach fünf Jahren Bilanz gezogen und befürchtet, dass in Abwesenheit von glaubwürdigen und transparenten Sicherheitsinspektionen die Bekleidungsfabriken in Pakistan weiterhin unsichere Arbeitsplätze bleiben. Das bedeutet, dass Tausenden von Arbeiter/innen weiterhin täglich droht, bei der Arbeit verletzt oder getötet zu werden”, sagt die Kampagne für Saubere Kleidung in ihrer Presseerklärung.

Teil des Problems ist ein System von Inspektionen, die ‘auditieren und ignorieren’- ein System, das seit dem Brand bei Ali Enterprises besteht. Tatsächlich hatte die Fabrik nur wenige Wochen vor dem Brand noch ein SA8000-Zertifikat von der privaten Auditfirma RINA erhalten, bei dem auch Sicherheitsmängel überprüft wurden. Trotz dieses klaren Scheiterns gängiger Audit- und Zertifikationspraktiken verlässt sich die Bekleidungsindustrie Pakistans auch weiterhin auf das gleiche unwirksame System und die gleichen Prüfungsfirmen.

“Die pakistanische Textilindustrie braucht dringend Sicherheitsinspektionen nach internationalen Standards, die in ein System eingebunden sind, das der nationalen Situation angemessen ist, damit Fabriken nicht mehr Todesfallen bleiben”, fordert Karamat Ali vom Pakistani Institute of Labour Education & Research (PILER).

Beschaffung in Pakistan: fünf Jahre nach Ali Enterprises hat sich nichts geändert

“Der Bangladesch Accord für Brandschutz und Gebäudesicherheit ist ein richtiger Schritt weg vom klassischen Konzept ‘auditieren und ignorieren’ hin zu Inspektionen und erfolgreicher Mängelbehebung. Solange Pakistan nicht endlich selbst glaubwürdige und rechenschaftspflichtige Systeme einführt, die auf finanzielle Unterstützung der Markenunternehmen für Inspektionen und Mängelbehebung aufgebaut sind, bleibt das Leben der Arbeiter/innen am Arbeitsplatz bedroht”, sagt Laura Ceresna-Chaturvedi von der Kampagne für Saubere Kleidung.

Ein weiteres Problem ist, dass außer dem Discounter KiK - dessen Etiketten am Brandort gefunden wurden und für den Pakistan auch weiterhin ein wichtiges Beschaffungsland ist - kein anderer internationaler Auftraggeber hervorgetreten ist, um die Betroffenen und ihre Familien zu unterstützen; von einem rechtlich verbindlichen, transparenten System von Inspektionen entlang international anerkannter Sicherheitsstandards nach bangladeschischem Vorbild ganz zu schweigen.

Auch wenn KiK kürzlich ein Sicherheitsprogramm einführte, ist es laut der Kampage für Saubere Kleidung “sehr undurchsichtig und trägt niemandem gegenüber Rechenschaft“. “KiK weiß doch aus der Erfahrung mit Ali Enterprise, dass diese unzuverlässigen Auditprogramme nichts bringen und Fabriken nicht sicherer machen. Das Unternehmen sollte aus der Vergangenheit lernen und Inspektionen einführen, die zuverlässig und transparent sind“, findet Nasir Mansoor vom pakistanischen Gewerkschaftsbund National Trade Union Federation (NTUF).

Selbst fünf Jahre nach dem Brandunglück bei Ali Enterprises warten die betroffenen Arbeiter und Arbeiterinnen und ihre Familien immer noch auf eine vollständige Entschädigung. Jedoch wurde am vierten Jahrestag des Fabrikbrands 2016 von den globalen Akteueren ein Entschädigungsplan für ausgefallende Löhne und Behandlungskosten verabschiedet. KiK bezahlte damals fünf Millionen US-Dollar, die von der ILO an die Betroffenen ausgezahlt werden sollen; die Zahlungen haben jedoch noch nicht begonnen.

Der fünfte Jahrestag zeigt, dass ein ernsthaftes Engagement von allen Akteuren der internationalen Lieferkette nötig ist, um eine wirklungsvolle Veränderung zu erreichen. Saeeda Khatoon, die ihren Sohn bei dem Brand verlor, fasst als Vertreterin der Opfervereinigung Ali Enterprise Factory Fire Affectees Association abschließend zusammen: “Wir haben unsere Familienmitglieder bei dem tödlichen Brand vor fünf Jahren verloren, jetzt ist es an der Zeit, dass wir endlich die vereinbarte Entschädigung erhalten. Markenunternehmen müssen Arbeitsrechte achten – auch das Recht auf einen sicheren Arbeitsplatz.”

Fotos: Website der Kampagne für Saubere Kleidung