Alibaba geht in Hongkong an die Börse

Wie bereits seit einigen Monaten in der Branche vermutet wird, ist der chinesische Internetriese Alibaba jetzt auch nach einem Börsengang in New York im Jahr 2014 mit der Notierung „9988“ in Hongkong an die Börse gegangen. Dies gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Ein groß angelegtes Investor Luncheon zur Feier des Ereignisses wurde angesichts der jüngsten Unruhen in der Stadt jedoch abgesagt. Aufgrund logistischer und sicherheitstechnischer Überlegungen würden Investorentreffen deshalb telefonisch abgehalten, so eine ungenannte Quelle laut Bloomberg und Reuters.

„Die Alibaba Group wird von unserer Mission geleitet, überall Geschäfte zu machen so einfach wie möglich zu gestalten, mit der Vision, ein gutes Unternehmen zu sein, das 102 Jahre lang besteht“, kommentierte Alibaba-Chef Daniel Zhang. „Unser Ziel ist es, Verbraucher weltweit zu bedienen, von denen mehr als 1 Milliarde chinesische Verbraucher sein werden, und wir wollen auf unserer Plattform innerhalb der nächsten fünf Jahre mehr als 10 Billionen RMB [rund 1,289 Billionen Euro] Umsatz ermöglichen, indem wir unsere drei strategischen Säulen Globalisierung, Konsum im Inland und Big Data auf Basis von Cloud Computing weiterverfolgen. Hongkong ist einer der wichtigsten Finanzzentren der Welt, und wir sind dankbar für die Möglichkeit, an der Zukunft Hongkongs teilzunehmen“, fügte er hinzu.

Dementsprechend soll der Erlös des Börsengangs - rund 13,8 Milliarden US-Dollar - für die Umsetzung der Konzernstrategien zur Förderung von Nutzerzahlen und -bindung verwenden werden und dafür, Unternehmen die digitale Transformation zu erleichtern. Das Erstangebot umfasst zunächst 12,5 Millionen neue Aktien im Rahmen des öffentlichen Angebots und 487,5 Millionen neue Aktien zur weltweiten Zeichnung.

Die US-amerikanischen Aktien, die jeweils acht Stammaktien des Unternehmens ausmachen, werden weiterhin an der New York Stock Exchange notiert und gehandelt werden. Nach der Notierung in Hongkong werden die an der Hongkonger Börse notierten Aktien vollständig fungibel mit denen an der New Yorker Börse sein.

Der Angebotspreis wird nicht mehr als 188,00 HK-Dollar (rund 21,70 Euro) pro Aktie betragen - eine in China als Glück verheißend angesehene Zahl - und soll laut dem Unternehmen bis zum 20. November 2019 festgelegt werden.

Die Zweitnotiz in Hongkong, die die größte Aktienemission in Hongkong seit 2010 sein dürfte, soll dem Internetriesen nicht nur 13,8 Milliarden US-Dollar einbringen und die oben genannten strategischen Schritte finanzieren, sondern soll angesicht des anhaltenden Handelsstreits mit den USA auch die Technologieindustrie stärken und den heimischen Markt strategisch ausrichten.

Foto: Alibaba

 

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