American Eagle Outfitters: Kursrutsch trotz solider Zahlen

Enttäuschte Erwartungen ließen dieser Tage den Börsenkurs des US-amerikanischen Bekleidungskonzerns American Eagle Outfitters einbrechen. Zwar konnte das Unternehmen seinen Umsatz im Weihnachtsgeschäft weiter steigern, doch die Wachstumsrate entsprach nicht ganz den Prognosen der Analysten.

Eigentlich zählt American Eagle zu den wenigen positiven Erscheinungen auf dem US-Markt für Freizeitmode. Angesichts schwieriger Rahmenbedingungen – etwa der allgemein nachlassenden Kauflaune der jungen Zielgruppe – konnte sich das Unternehmen zuletzt gut behaupten und konstante Umsatzzuwächse erzielen. Bei Konkurrenten wie American Apparel , Abercrombie & Fitch oder Gap sah das ganz anders aus.

Auch im abgelaufenen Quartal hatte das Unternehmen glänzende Zahlen erzielt. Entsprechend gewachsen sind die Erwartungen, mit denen sich American Eagle inzwischen konfrontiert sieht. Bloße Zuwächse reichen den Analysten mittlerweile nicht mehr – die Steigerungsrate muss auch die erhoffte Höhe erreichen.

Das war im bisherigen Verlauf des vierten Quartals, das Anfang November begonnen hat, nicht der Fall: Auf vergleichbarer Fläche seien die Erlöse im November und Dezember um vier Prozent gegenüber entsprechenden Vorjahreszeitraum gestiegen, meldete das Unternehmen vor wenigen Tagen in einer Zwischenmitteilung. Das ist keineswegs schlecht, zumal das Management gleichzeitig seine Gewinnprognose für das laufende Quartal bestätigte. Es rechnet damit nach wie vor mit einem verwässerten Gewinn pro Aktie im Bereich von 0,40 bis 0,42 US-Cents, was eine Verbesserung um mindestens zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal bedeuten würde.

Das Umsatzwachstum im Weihnachtsgeschäft fiel nicht so hoch aus, wie Analysten erwartet hatten

Angesichts der kräftigen Umsatzverbesserung im dritten Quartal (flächenbereinigt +9 Prozent) hatten Analysten aber auch für das laufende Vierteljahr mit einer Wachstumsrate von mehr als vier Prozent gerechnet. Die Anleger reagierten entsprechend empfindlich: Um mehr als 18 Prozent brach der Aktienkurs nach der Zwischenmitteilung ein.

Das hat mehr mit enttäuschten Hoffnungen als mit wirklichen Problemen des Unternehmens zu tun. Dessen Management hatte selbst auch nie Hoffnungen auf höhere Zuwächse geschürt. Und so zog CEO Jay Schottenstein angesichts der jüngsten Zahlen eine positive Zwischenbilanz: „Trotz des äußerst schwierigen makroökonomischen Umfeldes haben wir eine solides Weihnachtsgeschäft erlebt“, erklärte er. Beide Labels des Konzerns – die Hauptmarke und das Wäsche- und Bademodekonzept Aerie – hätten ihre Erlöse gesteigert. „Besonders stark“ habe sich dabei das Online-Geschäft entwickelt.

„Ich bin äußerst zufrieden mit den Fortschritten, die wir 2015 gemacht haben“, sagte Schottenstein. Im laufenden Geschäftsjahr werde das Unternehmen den Gewinn pro Aktie voraussichtlich um siebzig Prozent steigern können, erklärte er. Die vollständigen Zahlen für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr will American Eagle am 2. März präsentieren.

Foto: American Eagle

 

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