Bestseller will Lieferkette offenlegen

Der dänische Bekleidungskonzern Bestseller Group will sein Transparenzversprechen einhalten und ab diesem Jahr Informationen zu seinen rund 800 Produktionsstätten in Europa und Asien bekannt machen.

"Bestseller wird den Prozess der Bereitstellung von Informationen über unsere Lieferantenfabriken im Jahr 2017 beginnen", bestätigte Nachhaltigkeits-Managerin Katrine Milman laut Fibre2Fashion. "Wir teilen bereits verschiedene lieferantenbezogene Informationen mit dem Bangladesch-Abkommen und anderen externen Geschäftspartnern, und wir freuen uns jetzt darauf, mit dem Prozess der Bereitstellung von mehr öffentlich verfügbaren Informationen weiterzumachen."

"Wir arbeiten kontinuierlich daran, Transparenz in unserer Lieferkette zu erreichen und positive Veränderungen vorzunehmen. Wir erwarten, dass die Informationen zu Lieferantenfabriken als konsolidierte Liste von Fabriknamen präsentiert werden, die an Marken und Untermarken unter dem Bestseller A/S-Dachunternehmen liefern", fügte Milman hinzu.

Der dänische Bekleidungskonzern hatte sich auf Anfrage eines Bündnisses von Gewerkschaften, Menschenrechts- und Arbeitsrechtsorganisationen, das an 72 Bekleidungsunternehmen und -einzelhändler geschrieben und sie zu Transparenz in der Lieferkette aufgefordert hatte (s. die Publikation "Follow the Thread"), verpflichtet, im Jahr 2017 Informationen über Zulieferfabriken zu veröffentlichen. Die jüngste Äußerung des Bekleidungskonzerns, zu dem mehr als 20 einzelne Modemarken, darunter Jack & Jones, Vero Moda und Only gehören, ist die erste konkrete Aussage nach dem Versprechen.

Jedoch muss Bestseller jetzt Taten in Form einer Liste folgen lassen, die auch die vom Bündnis gewünschten Informationen enthält, darunter die Namer der Cut-Make-Trim (CMT)-Betriebe, ihre Adresse, die Anzahl der Arbeiter, die hergestellten Produkte und Kategorien und die Häufigkeit, mit der diese Informationen veröffentlich werden sollen.

Bestseller besitzt keine eigenen Bekleidungsfabriken, arbeitet jedoch mit solchen Betrieben zusammen, die seinen Verhaltenskodex und Einschränkungen des Gebrauchs chemischer Substanzen unterstützen. Die zu Bestseller gehörenden Marken stellen pro Jahr rund 250 Millionen Produkte in mehr als 800 Fabriken in Europa und Asien her. Weltweit sind Bestseller-Marken in mehr als 2.700 Filialen und rund 15.000 Multimarkengeschäften und Kaufhäusern erhältlich.

Foto: Bestseller-Website
 

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