• Home
  • Nachrichten
  • Business
  • Boohoo: Durchwachsene Halbjahreszahlen sorgen für Kursrutsch

Boohoo: Durchwachsene Halbjahreszahlen sorgen für Kursrutsch

Von Jan Schroder

30. Sept. 2021

Business

Foto: Boohoo

Der britische Bekleidungshändler Boohoo Plc hat am Donnerstag wenig berauschende Zahlen für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2021/22 vorgelegt. Das Umsatzwachstum verlor demnach an Dynamik, der Gewinn erreichte nicht einmal ein Drittel des entsprechenden Vorjahresniveaus. Entsprechend enttäuscht reagierten die Anleger: Nach der Veröffentlichung der aktuellen Resultate rutschte der Aktienkurs von Boohoo zeitweilig um 17 Prozent auf einen neuen Jahrestiefststand ab.

In den Monaten März bis August belief sich der Konzernumsatz auf 975,9 Millionen Britische Pfund (1,14 Milliarden Euro). Gegenüber der ersten Hälfte des vergangenen Jahres bedeutete das eine Steigerung um 20 Prozent. Im ersten Quartal waren die Erlöse allerdings noch um 32 Prozent gestiegen. Für die zweite Jahreshälfte stellte CEO John Lyttle immerhin eine erneute Erhöhung des Wachstumstempos in Aussicht. „Die mittelfristigen Ziele des Konzerns bleiben unverändert“, betonte er in einer Mitteilung.

Beim Ergebnis ging es für den E-Commerce-Spezialisten im ersten Halbjahr deutlich abwärts. Der operative Gewinn schrumpfte um 63 Prozent auf 25,0 Millionen Britische Pfund, der Nettogewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar von 52,0 auf 17,8 Millionen Britische Pfund (20,7 Millionen Euro).

Als Gründe nannte das Unternehmen insbesondere höhere Lieferkosten, die aus anhaltenden Kapzitätsengpässen infolge der Covid-19-Pandemie resultierten, sowie negative Sondereffekte. So seien nach der Übernahme der Marken Dorothy Perkins, Wallis und Burton zeitweilig deren bestehende Logistikzentren weiter betrieben worden, bevor ihr Vertrieb von eigenen Anlagen des Konzerns übernommen werden konnte. Zudem belasteten auch zusätzliche Umzugs- und Verwaltungskosten, Abfindungszahlungen sowie „Ineffizienzen“ infolge eines „Automatisierungsprojekts“ im Vertriebszentrum des Labels PrettyLittleThing das Ergebnis.

Insgesamt hätten diese Faktoren im Berichtszeitraum zu negativen Einmaleffekten im Umfang von 20 Millionen Britischen Pfund geführt, erklärte das Unternehmen. Bereinigt um Sonderfaktoren sei der Nettogewinn lediglich um 19 Prozent auf 49,5 Millionen Britische Pfund geschrumpft, teilte der Bekleidungshändler mit.