Calida schließt 2016 mit Umsatzplus ab

Der schweizerische Bekleidungskonzern Calida Group hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2016 trotz schwieriger Rahmenbedingungen steigern können. Das Ergebnis ging allerdings aufgrund von Sondereffekten deutlich zurück. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einer „stabilen Entwicklung“. 2017 werde aber angesichts fortlaufender Umbaumaßnahmen ein „Übergangsjahr“, erklärte das Unternehmen.

2016 erwirtschaftete der Konzern, der außer im traditionellen Wäschegeschäft mit den Marken Calida und Aubade seit der Übernahmen einer Anteilsmehrheit an der Lafuma-Gruppe Ende 2013 auch im Outdoor-Geschäft aktiv ist, einen Umsatz in Höhe von 370,9 Millionen Schweizer Franken (346,7 Millionen Euro). Gegenüber dem Vorjahr entsprach das einer Steigerung um 3,3 Prozent, bereinigt um Wechselkursveränderungen lag die Wachstumsrate bei 1,2 Prozent.

Im Wäsche- und Lingerie-Segment konnte Calida, die mit Abstand umsatzstärkste Marke des Konzerns, ihre Erlöse um 1,9 Prozent auf 130,6 Millionen Schweizer Franken steigern. Das französische Label Aubade übertraf mit 53,5 Millionen Schweizer Franken das Vorjahresniveau um 0,2 Prozent. Die auf Outdoor-Bekleidung spezialisierte Sparte Millet Mountain Group mit den Marken Millet, Eider und Lafuma kam auf 102,3 Millionen Schweizer Franken und verbesserte sich damit um 2,9 Prozent. Die Möbelsparte, die im Zuge der Lafuma-Übernahme zur Calida-Gruppe gekommen war, steigerte ihren Umsatz um 8,7 Prozent auf 38,4 Millionen Schweizer Franken, beim Surfwear-Label Oxbow schrumpften die Erlöse um 3,5 Prozent auf 25,4 Millionen Schweizer Franken.

Aufgrund von restrukturierungsbedingten Sonderausgaben sank der Jahresüberschuss um rund 13 Prozent

Beim Ergebnis machten sich Einmalausgaben im Volumen von 4,0 Millionen Schweizer Franken im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen bei den Outdoormarken Millet, Eider und Lafuma negativ bemerkbar: Sie sorgten dafür, dass der Betriebsgewinn (EBIT) um 15,0 Prozent auf 18,3 Millionen Schweizer Franken sank. Bereinigt um diese Sondereffekte stieg das operative Ergebnis um 3,3 Prozent. Der ausgewiesene Jahresüberschuss des Konzerns ging aufgrund der Einmalbelastungen um 13,1 Prozent auf 14,8 Millionen Schweizer Franken (13,8 Millionen Euro) zurück.

Vorstandschef Reiner Pichler, der im vergangenen April die Nachfolge von Felix Sulzberger angetreten hatte, zog eine insgesamt positive Bilanz: „In den ersten neun Monaten als neuer CEO ging es mir darum, das operative Ergebnis der Calida Gruppe abzusichern, was dank starker Teamarbeit in einem sehr anspruchsvollen Marktumfeld gut gelang", erklärte er. Zudem seien die nötigen Maßnahmen für eine erfolgreiche Zukunft eingeleitet worden: „Mit der vom Verwaltungsrat im Herbst abgesegneten Refokussierung der Unternehmensstrategie sollte die Grundlage für eine nachhaltig profitable Entwicklung unserer Gruppe geschaffen sein“, so Pichler.

Das Online-Geschäft wurde Anfang März durch die Übernahme des E-Commerce-Spezialisten Reich Online Services gestärkt

Für 2017 sind die Aussichten verhalten optimistisch: „Das angelaufene Jahr wird für die Calida Gruppe ein Übergangsjahr mit zusätzlichen Investitionen in das nachhaltige organische Wachstum sein“, erklärte das Unternehmen. Das Geschäftsmodell mit „einem Portfolio von operativ autonomen und starken Marken und entsprechendem Risikoausgleich“ werde sich weiterhin bewähren. So rechnet das Management „trotz der weiterhin herausfordernden Entwicklung im europäischen Einzelhandel mit einer stabilen Entwicklung der Gruppe“.

Zum zukünftigen Erfolg soll der Ausbau des Online-Geschäfts beitragen. Das hatte der Konzern Anfang des Monats mit der Übernahme des deutschen E-Commerce-Spezialisten Reich Online Services GmbH gstärkt, der unter anderem den deutschen Online-Shop der Marke Calida betreibt.

Calida Group: Geschäftsjahr 2016
Umsatz 370,9 Millionen CHF
Nettogewinn 14,8 Millionen CHF

Foto: Calida
 

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