Devisen: Eurokurs gibt deutlich nach - Dollar im Aufwind

Der Eurokurs hat am Dienstag spürbar nachgegeben. Händler nannten vor allem den auf breiter Front stärkeren US-Dollar als Grund. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1265 Dollar und damit fast einen Cent weniger als im früh erreichten Tageshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1308 (Montag: 1,1253) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8843 (0,8887) Euro.

Der US-Dollar profitierte von überraschend soliden Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten. Insbesondere die Umsatzerlöse des Einzelhandels lagen über den Erwartungen: Nach einem Absturz in der Corona-Krise im März und April hatten sie im Mai wesentlich deutlicher zugelegt als von Experten vorhergesagt. Produktionsdaten aus der Industrie blieben zwar hinter den Erwartungen zurück. Allerdings erholte sich das Produzierende Gewerbe, belastet wurde die Gesamtherstellung vor allem durch die Versorger und den Bergbau.

Erfreuliche Wirtschaftsnachrichten aus Deutschland fanden an den Märkten hingegen wenig Beachtung. Die ZEW-Konjunkturerwartungen verbesserten sich im Juni bereits den dritten Monat in Folge. Sie erholten sich damit spürbar von ihrem krisenbedingten Absturz im März. Bankökonomen kommentierten dennoch verhalten und verwiesen auf die hohe Ungewissheit, wie rasch sich die Konjunktur von der Virus-Krise erhole. Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell. (dpa)

Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

 

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