Für den deutschen Einzelhandel war der Januar ein außergewöhnlich erfolgreicher Monat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, stieg der Umsatz der Branche im Jahresvergleich real – also inflationsbereinigt - um 5,3 Prozent und nominal um 4,1 Prozent. Nach Angaben der Wiesbadener Behörde war dies der höchste Zuwachs gegenüber einem Vorjahresmonat seit dem Juni 2010 (+6,0 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat Dezember stiegen die Erlöse real um 2,9 Prozent und nominal um 2,2 Prozent.

Alle Produktgruppen und Vertriebswege konnten im Januar zulegen – mit einer Ausnahme: Die Umsätze mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren gingen gegenüber dem Vorjahresmonat real um 2,1 und nominal um 1,1 Prozent zurück. Wie schon im vergangenen Herbst waren auch im Januar die vergleichsweise milden Temperaturen dafür verantwortlich, dass sich die Nachfrage nach Winterware in Grenzen hielt.

Ansonsten profitierten alle Branchen von der derzeit glänzenden Kauflaune der Deutschen: Der Umsatz mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren wuchs real um 3,8 Prozent und nominal um 3,2 Prozent, die Erlöse mit sonstigen Waren stiegen sogar real um 6,3 Prozent und nominal um 5,3 Prozent. Besonders hoch fielen die Wachstumsraten erneut im Internet- und Versandhandel aus (real +14,0 Prozent, nominal +13,7 Prozent). Der „sonstige Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“, der unter anderem Waren- und Kaufhäuser umfasst, konnte immerhin real um 2,1 Prozent und nominal um 2,0 Prozent zulegen.

 

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