Erfolgreicher Sparkurs: Crocs steigert Quartalsgewinn

Der US-amerikanische Schuhhersteller Crocs Inc. konnte in den ersten drei Monaten des Jahres die Erwartungen übertreffen. Der Umsatz ging zwar zurück, aber nicht so stark, wie zuvor befürchtet worden war. Beim Gewinn konnte das Unternehmen aufgrund von Kostensenkungen kräftig zulegen. Auf diesem Weg soll es vorerst weitergehen: Am Mittwoch wurden die nächsten Sparmaßnahmen angekündigt.

Im ersten Quartal erwirtschaftete Crocs einen Umsatz in Höhe von 267,9 Millionen US-Dollar (246,7 Millionen Euro). Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutete das einen Rückgang um 4,0 Prozent (währungsbereinigt -4,4 Prozent). Dabei sanken die Erlöse in Amerika um 5,2 Prozent (währungsbereinigt -6,1 Prozent) auf 117,7 Millionen US-Dollar und im asiatisch-pazifischen Raum um 5,9 Prozent (währungsbereinigt -6,0 Prozent) auf 98,3 Millionen US-Dollar. In Europa stiegen sie um 2,6 Prozent (währungsbereinigt +3,4 Prozent) auf 51,7 Millionen US-Dollar.

Ein Grund für den Umsatzrückgang war die Schließung von Läden im Rahmen des laufenden Restrukturierungsprogramms: Verfügte Crocs zu Beginn des Quartals noch über 558 Stores, Outlets und Shop-in-Shop-Flächen, waren es Ende März nur noch 542. Allerdings sanken die Einzelhandelserlöse auch auf vergleichbarer Fläche (währungsbereinigt -4,8 Prozent). Im Großhandelsgeschäft schrumpfte der Umsatz um 4,1 Prozent. Trotzdem sorgte das Unternehmen für eine erfreuliche Überraschung: „Die Kunden haben positiv auf unsere Frühjahr/Sommer-Kollektion reagiert, so dass der Umsatz unsere Prognose übertraf“, erklärte CEO Gregg Ribatt in einer Mitteilung.

Aufgrund von Kostensenkungen steigt der Nettogewinn um 12,5 Prozent

Weil die Bruttomarge deutlich höher ausfiel als im Vorjahresquartal und die Betriebskosten durch Sparmaßnahmen gesenkt wurden, ging es beim Ergebnis kräftig aufwärts: Der operative Gewinn stieg um 9,4 Prozent auf 15,6 Millionen US-Dollar, der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn sogar um 12,5 Prozent auf 7,2 Millionen US-Dollar (6,6 Millionen Euro). Bereinigt um Restrukturierungskosten stieg der Quartalsüberschuss um 45,3 Prozent auf 9,3 Millionen US-Dollar.

Höhere Profitabilität steht bei Crocs auch in den kommenden Monaten im Vordergrund: Das Management kündigte an, die Rabattaktionen weiter einzuschränken und seinen Sparkurs fortzusetzen. So beschloss das Unternehmen, noch im laufenden Quartal 24 bislang in Eigenregie betriebene Läden im Nahen Osten und in China an lokale Vertriebspartner abzugeben.

Das hatte Auswirkungen auf die Jahresprognosen: Beim Umsatz rechnet das Management nun mit einen Rückgang „im niedrigen einstelligen Prozentbereich“, nachdem bislang Erlöse auf Vorjahresniveau erwartet worden waren. Im Gegenzug sollen die Betriebs- und Verwaltungskosten niedriger ausfallen. Hier waren bisher 500 bis 505 Millionen US-Dollar prognostiziert worden, nun liegt der Zielkorridor bei 495 bis 500 Millionen US-Dollar.

Foto: Crocs
 

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