French Connection bremst Umsatzrutsch und schließt weitere Filialen

Der britische Bekleidungshändler French Connection Group plc hat sich in den ersten Monaten des zweiten Halbjahres 2015/16 stabilisiert. Wie das Unternehmen am Montag in einer Zwischenmitteilung bekannt gab, stiegen die Einzelhandelserlöse in Großbritannien und dem restlichen Europa in den 16 Wochen vor dem 21. November auf vergleichbarer Fläche um 0,2 Prozent. Im ersten Halbjahr, das am 31. Juli abgeschlossen wurde, waren sie noch um 10,7 Prozent zurückgegangen.

Die aktuelle Winterkollektion verkaufe sich weiterhin gut, erklärte das Unternehmen. Damit erfreut sie sich eines deutlich höheren Zuspruchs als die Frühjahrskollektion, deren Abschneiden der Konzern im Herbst als „enttäuschend“ bezeichnet hatte. Nicht zuletzt aufgrund des Misserfolgs der Kollektion hatte das Unternehmen das erste Halbjahr mit einem Verlust in Höhe von 7,9 Millionen Britischen Pfund abgeschlossen.

Konzernchef Stephen Marks zeigte sich erfreut über die „deutliche Verbesserung“ der Geschäftsentwicklung gegenüber der ersten Jahreshälfte – gerade angesichts des bevorstehenden „entscheidenden“ Weihnachtsgeschäfts. „Wir gehen davon aus, dass unsere Zahlen für das gesamte Geschäftsjahr die Markterwartungen erfüllen werden“, erklärte er.

Auch die Filiale in der Londoner Regent Street wird im Zuge des Sparkurses geschlossen

Gleichzeitig bekräftigte French Connection die Fortsetzung seines Sparkurses. Das Unternehmen kündigte an, dass sieben weitere schlecht laufende Filialen im Laufe des zweiten Halbjahres geschlossen werden sollen. Betroffen ist auch der Shop in der Londoner Einkaufsmeile Regent Street. Der prestigeträchtige Standort soll Ende März kommenden Jahres aufgegeben werden.

Mit der Schließung entledigt sich das Unternehmen nicht nur der anhaltenden Verluste, die der Laden schreibt, es wird für die Räumung der Immobilie, die umgebaut werden soll, auch eine einmalige Kompensationszahlung in Höhe von 2,4 Millionen Britischen Pfund erhalten. Bereits zuvor hatte French Connection angesichts der schwachen Nachfrage und hoher Kosten zahlreiche unprofitable Filialen geschlossen. Das Unternehmen schloss die vergangenen drei Geschäftsjahre trotz umfangreicher Sanierungsmaßnahmen mit roten Zahlen ab. Der Umsatz ist sogar schon länger rückläufig.

Foto: French Connection

 

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