Es ist vollbracht: Die im Frühjahr angekündigte Fusion der beiden Luxusmodeversender Yoox und Net-A-Porter wurde nun auch offiziell vollzogen. Am Montag wurden die Aktien der neuen Gesellschaft Yoox Net-A-Porter Group SpA zum ersten Mal an der Börse gehandelt. Die Anleger sorgten umgehend für einen kräftigen Kursanstieg.

Zu den Gewinnern des Börsengangs zählt auch der Schweizer Luxusgüterkonzern Compagnie Financière Richemont, der frühere Eigentümer von Net-A-Porter. Der hatte im Rahmen der Fusionsvereinbarung fünfzig Prozent der Aktien des neuen Gemeinschaftsunternehmens erhalten, also knapp 65,6 Millionen Anteilsscheine. Um dessen Unabhängigkeit zu gewährleisten, sind die Stimmrechte des Konzerns allerdings auf 25 Prozent beschränkt.

Richemont kann sich nun über einen Buchgewinn in Höhe von 610 bis 670 Millionen Euro freuen. Als der Zusammenschluss im März beschlossen worden war, hatten die Schweizer nur etwa 317 Millionen Euro erwartet. Der Konzern wird diesen Gewinn in seinem Jahresabschluss für das laufende Geschäftsjahr 2015/16 in der Kategorie „Nicht fortgeführte Geschäftsbereiche“ bilanzieren. Er hat sich verpflichtet, ein Viertel der Gesamtanteile der Yoox Net-A-Porter Group für mindestens drei Jahre zu halten.

 

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