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Gerry Weber berappelt sich im ersten Quartal

Beim angeschlagenen Modekonzern Gerry Weber hat sich die Lage im ersten Geschäftsquartal stabilisiert. Der Konzerngewinn stagnierte in den Monaten November bis Januar auf dem Vorjahresniveau von 1,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Vor Zinsen Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg das Ergebnis um knapp 8 Prozent auf 15,6 Millionen Euro.

Vorstandschef Ralf Weber sah darin die ersten Erfolge aus dem Konzernumbau. Die bereits umgesetzten Maßnahmen hätten sich positiv auf die Kosten ausgewirkt, zudem habe man die Modernisierung der Marken vorangetrieben. Wie bereits am Vorabend angekündigt, will der Konzern zudem bis zu 5 Millionen Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Die im SDax notierten Papiere zogen vorbörslich bei geringen Umsätzen um 2,5 Prozent an.

Gerry Weber steckt seit längerem in der Krise. Die wachsende Konkurrenz durch Onlinehändler und große Ketten wie Zara oder Hennes & Mauritz (H&M) setzen dem Unternehmen zu, zudem hatte der Konzern zu schnell expandiert. Auch die Mode kam bei den Kunden nicht mehr an. In der Folge hat sich der Konzern einen straffen Sparkurs verordnet und angekündigt, jede zehnte Stelle zu streichen und mehr als 100 Filialen zu schließen.

Durch die Schließungen von Läden sank der Umsatz im Quartal um gut 2 Prozent auf 209 Millionen Euro. Im Gesamtjahr 2016/2017 (Ende Oktober) sollen die Erlöse um 2 bis 4 Prozent zurückgehen, das Ebitda auf 60 bis 70 (Vorjahr: 77) Millionen Euro sinken.

Um die Aktionäre zu besänftigen, die für 2015/2016 erneut eine Dividendenkürzung hinnehmen sollen, hatte Gerry Weber am Mittwochabend den Rückkauf von bis zu 500 000 eigenen Papiere angekündigt. Die zurückerworbenen Aktien sollen eingezogen werden. Dadurch erhöht sich der Wert der verbliebenen Aktien. (DPA)

Foto: Gerry Weber