Die Grünen fordern nach der Zustimmung des EU-Parlaments zu einem Verbot vieler Wegwerfprodukte aus Plastik weitere Schritte. Die europäischen Pläne könnten nur der Anfang sein, sagte Parteichef Robert Habeck der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch: «Um den Verbrauch von Plastik zu reduzieren, brauchen wir eine radikale Kursänderung.» Ab 2030 sollten alle in der EU in den Verkehr gebrachten Kunststoffprodukte wiederverwendbar oder komplett abbaubar sein oder kosteneffizient recycelt werden können, forderte Habeck. Dazu brauche man eine Plastiksteuer auf Wegwerfprodukte und ein Mikroplastik-Verbot für Kosmetik.

Das EU-Parlament will zum Schutz der Meere Plastikteller, dünne Plastiktüten, Strohhalme und andere Kunststoff-Wegwerfprodukte verbieten. Die Abgeordneten stimmten in Straßburg mit großer Mehrheit für einen entsprechenden Richtlinien-Entwurf.

Darin verlangen die Parlamentarier außerdem, dass die Mitgliedstaaten den Verbrauch bestimmter anderer Einweg-Produkte wie Plastikbecher bis 2025 um ein Viertel senken müssen - etwa über Preiserhöhungen oder Werbung für Alternativen. Nun muss ein Kompromiss mit den EU-Mitgliedstaaten gefunden werden. (dpa)

 

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