Hennes & Mauritz steigert Quartalsgewinn um 36 Prozent

Mit deutlichen Zuwächsen hat der schwedische Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz AB (H&M) das erste Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 abgeschlossen. Die Erlöse stiegen um ein Viertel, der Gewinn sprang um mehr als ein Drittel. „Wir hatten einen sehr guten Start ins Jahr 2015 – sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis“, sagte CEO Karl-Johan Persson. Im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen seinen Expansionskurs fortsetzen. Der starke US-Dollar dürfte allerdings für höhere Kosten sorgen.

Im ersten Quartal, das am 28. Februar endete, erwirtschaftete H&M einen Nettoumsatz in Höhe von 40,3 Milliarden Schwedischen Kronen (4,3 Milliarden Euro). Das Vorjahresniveau von 32,1 Milliarden Schwedischen Kronen wurde damit um 25 Prozent übertroffen. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stiegen die Erlöse um 15 Prozent.

In Deutschland, seinem größten nationalen Markt, wuchs der Bruttoumsatz um 12 Prozent (währungsbereinigt +6 Prozent) auf 8,7 Milliarden Schwedische Kronen (931 Millionen Euro). Viele der übrigen etablierten Märkte in Europa entwickelten sich dynamischer: In Großbritannien (+34 Prozent, währungsbereinigt +17 Prozent), Frankreich (+18 Prozent, währungsbereinigt +11 Prozent), Italien (+28 Prozent, währungsbereinigt +21 Prozent) und Spanien (+19 Prozent, währungsbereinigt +12 Prozent) wuchsen die Bruttoerlöse auch in den jeweiligen Lokalwährungen zweistellig.

In China und den USA stiegen die Erlöse um mehr als fünfzig Prozent

Noch schneller konnte H&M in den wichtigsten außereuropäischen Märkten zulegen. So stieg den Bruttoumsatz in den USA, dem mittlerweile zweitgrößten Einzelmarkt, um 57 Prozent (währungsbereinigt +28 Prozent) auf 5,4 Milliarden Schwedische Kronen. In China wuchs er um 54 Prozent (währungsbereinigt +28 Prozent) auf 2,1 Milliarden Schwedische Kronen. Am Umsatz gemessen ist China damit nun der fünftgrößte Markt der Schweden. Dort waren allein im Laufe des ersten Quartals acht neue Shops eröffnet worden. Beide Märkte werden auch in den kommenden Monaten im Mittelpunkt der Expansionsstrategie stehen.

Weltweit betrieb H&M Ende Februar 3.551 Filialen, ein Jahr zuvor waren es 3.192 gewesen. Im ersten Quartal eröffnete das Unternehmen fünfzig neue Shops, darunter den ersten in Taiwan. Im Gegenzug wurden zehn Standorte geschlossen.

Trotz höherer Investitionen in die Flächenexpansion, den Ausbau der IT-Strukturen und des Online-Angebots sowie die Erweiterung des Sortiments, unter anderem durch die Linie H&M Sport und die Vergrößerung der Schuhkollektion, stieg das Ergebnis überproportional. Dazu trug neben Kostenkontrollmaßnahmen und günstigen Währungseffekten auch die Einschränkung von Rabattaktionen bei. So wuchs der operative Gewinn um 36 Prozent von 3,4 auf 4,6 Milliarden Schwedische Kronen. Der Quartalsüberschuss verbesserte sich ebenfalls um 36 Prozent und erreichte 3,6 Milliarden Schwedische Kronen, umgerechnet rund 388 Millionen Euro.

H&M will sein stationäres Filialnetz im Laufe des Jahres um 400 Standorte erweitern und neun neue Online-Stores eröffnen

Im Laufe des Jahres will der Konzern seinen zuletzt so erfolgreichen Expansionskurs fortsetzen. Noch im Frühjahr wird mit Peru ein weiterer neuer Markt erschlossen, im Sommer soll Macau folgen. Für das zweite Halbjahr sind erste Läden in Indien und Südafrika geplant. Insgesamt soll das Filialnetz in diesem Geschäftsjahr um 400 Läden wachsen. Die meisten Neueröffnungen sind in China und den USA geplant.

Auch online setzt H&M auf Wachstum. So steht die Eröffnung von Online-Shops in Portugal, Polen, der Tschechischen Republik, Rumänien, der Slowakei, Ungarn, Bulgarien und Belgien bevor. Für den Herbst ist der Start des Schweizer Online-Shops geplant. Das Angebot soll zudem durch den schnellen Ausbau der Sparte H&M Home und die Einführung der neuen Kosmetiklinie H&M Beauty im Herbst erweitert werden.

Druck auf das Ergebnis könnten im Laufe des Jahres allerdings höhere Sourcing-Kosten ausüben. Angesichts des anhaltenden Kursverfalls zahlreicher Währungen gegenüber dem US-Dollar rechnet H&M hier mit zunehmenden Belastungen, insbesondere im zweiten Halbjahr.

 

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