Dem Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont hat der schwache Euro einen kräftigen Umsatzanstieg beschert. In den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2015/16 legten die Erlöse um 16 Prozent zu, wie Richemont am Mittwoch mitteilte. Zum Stichtag Ende August setzte der Luxusgüterkonzern in lokalen Währungen vier Prozent mehr um. Experten hatten mit einem geringeren Zuwachs gerechnet. Während die Geschäfte vor allem in Europa und Japan deutlich besser liefen, verzeichnete der Luxusgüterkonzern Rückgänge im restlichen Asien.

Im größten Segment, dem Schmuckgeschäft mit den Marken Cartier und Van Cleef & Arpels, setzten die Schweizer in den Monaten April bis August ein Fünftel mehr um als ein Jahr zuvor. Fast 20 Prozent mehr erlöste das Unternehmen auch außerhalb der angestammten Schmuck- und Uhrensparten vor allem dank der Marken Montblanc, Chloé und Peter Millar um. Das Uhren-Geschäft (Vacheron Constantin, Baume & Mercier und Jaeger-LeCoultre) litt hingegen unter einer schwächeren Nachfrage in Asien. Der Umsatz legte dort zwar dank der Euroschwäche um zehn Prozent zu, aber in lokalen Währungen schrumpften die Erlöse um ein Prozent.

Richemont bilanziert in Euro, zahlt seine Dividende aber in Franken und muss auch einen Großteil seiner Kosten in der Schweiz begleichen. Deshalb spielen Währungseffekte für den Luxusgüterkonzern eine wichtige Rolle. Die Zahlen für das erste Halbjahr 2015/16 (Ende September) sollen am 6. November veröffentlicht werden. (DPA)

 

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