LVMH startet mit deutlichem Umsatzplus ins neue Jahr

Der französische Luxusgüterkonzern Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH) hat im ersten Quartal 2017 seinen Umsatz überraschend deutlich gesteigert. Die Zahlen, die das Unternehmen am Montag in einer Zwischenmitteilung präsentierte, übertrafen die Erwartungen der Analysten. Der Konzern dämpfte allerdings die Hoffnungen auf eine ungebrochenen Fortsetzung des Wachstumstempos: Aufgrund der Folgen der Terroranschläge in Paris vom November 2015 seien die Vergleichszahlen des Vorjahres vor allem in Europa außergewöhnlich niedrig gewesen.

Insgesamt erwirtschaftete LVMH im ersten Vierteljahr einen Umsatz in Höhe von 9,9 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das eine Steigerung um 15 Prozent. Organisch, also bereinigt um Währungseffekte und Veränderungen in der Konzernstruktur, lag die Wachstumsrate bei 13 Prozent.

Im Mode- und Lederwarensegment stieg der Umsatz um 15 Prozent

Der weltgrößte Luxuswarenanbieter konnte in allen Marktregionen zulegen und in allen Produktgruppen zweistellige Zuwächse verbuchen. Im Segment Mode und Lederwaren, der umsatzstärksten Sparte des Konzerns, stiegen die Erlöse um 15 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Nach Angaben des Unternehmens gelang dem Label Louis Vuitton ein „guter Start“. Fendi habe erneut gute Ergebnisse vorweisen können, bei den Marken Céline, Kenzo, Loewe und Berluti seien „Fortschritte“ gemacht worden. Die Umsätze des deutschen Gepäckhersteller Rimowa, bei dem LVMH kürzlich für 640 Millionen Euro eine Mehrheitsbeteiligung erworben hat, werden erst im zweiten Quartal in die Bilanz einfließen.

Erfreulich war die Entwicklung auch in den übrigen Sparten: Das Einzelhandelssegment, in dem die vor allem in Flughäfen vertretenen Ketten Sephora und DFS geführt werden, steigerte seine Erlöse um 15 Prozent (organisch +11 Prozent) auf knapp 3,2 Millionen Euro. Die Umsätze mit Parfüm und Kosmetik wuchsen um 15 Prozent (organisch +12 Prozent) auf 1,4 Milliarden Euro, mit Weinen und Spirituosen um 16 Prozent (organisch +13 Prozent) auf 1,2 Milliarden Euro und mit Uhren und Schmuck um 14 Prozent (organisch +11 Prozent) auf 879 Millionen Euro.

Foto: Louis Vuitton
 

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