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Mögliche Kartellrechtsverstöße: EU-Kommission überprüft deutschen Bekleidungshersteller

Von Jan Schroder

23. Juni 2021

Business

Die Wettbewerbshüter der Europäischen Union (EU) haben ein nicht namentlich genanntes deutsches Textilunternehmen ins Visier genommen. Am Dienstag seien „in Deutschland unangekündigte Nachprüfungen in den Geschäftsräumen eines in der Herstellung und dem Vertrieb von Bekleidung tätigen Unternehmens“ durchgeführt worden, erklärte die Europäische Kommission in einer Mitteilung. Begründet wurde die Aktion mit „Bedenken, dass das Unternehmen gegen die EU-Kartellvorschriften verstoßen haben könnte, denen zufolge Kartelle und wettbewerbsbeschränkende Verhaltensweisen verboten sind“.

Solche unangekündigten Überprüfungen seien „ein erster Schritt bei der Untersuchung mutmaßlicher wettbewerbswidriger Verhaltensweisen“, erläuterte die EU-Kommission und warnte vor Vorverurteilungen: „Die Tatsache, dass die Kommission solche Nachprüfungen durchführt, bedeutet weder, dass sich die betreffenden Unternehmen wettbewerbswidriger Verhaltensweisen schuldig gemacht haben, noch greift sie dem Ergebnis der Untersuchung vor“, heißt es in einer Mitteilung. Für den Abschluss der Untersuchung gebe es „keine zwingende Frist“, ihre Dauer hänge „unter anderem von der Komplexität des jeweiligen Falles, der Kooperationsbereitschaft der betreffenden Unternehmen und der Ausübung der Verteidigungsrechte ab“.

Foto: ©Europäische Union 2021, Fotograf: Claudio Centonze