Nike wächst im dritten Quartal nicht wie gewünscht

Der weltgrößte Sportartikelanbieter Nike Inc. konnte im dritten Quartal 2016/17 sein Ergebnis deutlich verbessern. Beim Umsatz enttäuschte der US-Konzern allerdings. Die Wachstumsraten verfehlten die Erwartungen. Vor allem auf dem Heimatmarkt machte sich die wachsende Konkurrenz durch Marken wie Adidas und Under Armour bemerkbar. So rutschte der Aktienkurs nach der Veröffentlichung der aktuellen Zahlen am Dienstag deutlich ab.

Insgesamt belief sich der Konzernumsatz im dritten Quartal, das am 28. Februar endete, auf 8,4 Milliarden US-Dollar (7,8 Milliarden Euro). Er übertraf damit das entsprechende Vorjahresniveau um fünf Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen lag die Wachstumsrate bei sieben Prozent. Den weitaus größten Anteil am Gesamtumsatz steuerte die Hauptmarke Nike bei: Ihre Erlöse wuchsen um fünf Prozent (währungsbereinigt +7 Prozent) auf 7,9 Milliarden US-Dollar.

In Nordamerika verliert Nike Marktanteile an die Konkurrenz

In wichtigen Regionen fielen die Steigerungsraten recht mager aus. So wurde der Umsatz in Nordamerika nur um vier Prozent (währungsbereinigt +3 Prozent) auf 3,8 Milliarden US-Dollar. Hier hatten die Konkurrenten Under Armour und vor allem Adidas zuletzt deutlich stärker zulegen und Marktanteile hinzugewinnen können. In Westeuropa stiegen die Erlöse um vier Prozent (währungsbereinigt +10 Prozent) auf 1,5 Milliarden US-Dollar, in Mittel- und Osteuropa um ein Prozent (währungsbereinigt +3 Prozent) auf 362 Millionen US-Dollar.

Besser sah es in Asien aus: In der Region Greater China wuchs der Umsatz um neun Prozent (währungsbereinigt +15 Prozent) auf knapp 1,1 Milliarden US-Dollar, in Japan um 15 Prozent (währungsbereinigt +8 Prozent) auf 236 Millionen US-Dollar. Die im Segment „Emerging Markets“ zusammengefassten Länder kamen zusammen auf einen Umsatz von 950 Millionen US-Dollar (+12 Prozent). Die kleine Konzernmarke Converse steigerte ihre weltweiten Erlöse um zwei Prozent (währungsbereinigt +3 Prozent) auf 498 Millionen US-Dollar.

Aufgrund von Kostensenkungen stieg der Quartalsgewinn um zwanzig Prozent

Beim Ergebnis profitierte Nike von niedrigeren Betriebskosten. So wurden allein die Marketingausgaben um sieben Prozent reduziert. Das hatte auch damit zu tun, dass in diesem Jahr keine sportlichen Großereignisse anstehen: Im Vorjahresquartal hatte der Konzern im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaften und der Olympischen Sommerspiele groß angelegte Werbekampagnen durchgeführt. So stieg der Gewinn deutlich kräftiger als der Umsatz: Der Quartalsüberschuss wuchs um zwanzig Prozent auf 1,14 Milliarden US-Dollar (1,06 Milliarden Euro). Der verwässerte Gewinn pro Aktie wuchs aufgrund von Rückkäufen sogar um 24 Prozent auf 0,68 US-Dollar.

Nike: 3. Quartal 2016/17
Umsatz 8,4 Milliarden $
Nettogewinn 1,1 Milliarden $

Foto: Nike
 

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