Off-Price-Händler TJX startet stark ins neue Jahr

Viele US-amerikanische Bekleidungsunternehmen leiden seit längerem unter der Kaufzurückhaltung der dortigen Konsumenten. Von der Tatsache, dass die Verbraucher für Mode tendenziell weniger Geld ausgeben, sind insbesondere Anbieter im mittel- oder hochpreisigen Segment betroffen. Es gibt aber auch Profiteure: Neben günstigen Vertikalen wie Zara und H&M sind das die Off-Price-Händler. Am Dienstag legte TJX, der weltweit größte Anbieter preisreduzierter Markenbekleidung, seine aktuellen Quartalszahlen vor. Und die konnten sich erneut sehen lassen: Der Konzern übertraf beim Umsatz und Ergebnis die Erwartungen und hob daraufhin seine Jahresprognosen an.

Mit 7,5 Milliarden US-Dollar (6,7 Milliarden Euro) übertraf der Umsatz im ersten Quartal 2016/17 das entsprechende Vorjahresniveau um zehn Prozent. Flächen- und währungsbereinigt wuchsen die Erlöse um sieben Prozent. Ende April verfügte TJX weltweit über 3.661 Läden.

In den USA steigerte der Konzern seinen Umsatz um neun Prozent auf 5,9 Milliarden US-Dollar, in Kanada legte er um elf Prozent auf 686 Millionen US-Dollar zu. Die Sparte TJX International, in der die europäischen und australischen Märkte, also auch die deutschen TK-Maxx-Filialen, geführt werden, verbesserte ihre Erlöse um 13 Prozent auf 981 Millionen US-Dollar. Flächen- und währungsbereinigt stieg der Umsatz im internationalen Geschäft um vier Prozent.

Der Umsatz stieg im ersten Quartal um zehn Prozent, der Nettogewinn um sieben Prozent

Trotz höherer Betriebskosten aufgrund der Flächenexpansion und Investitionen in wachstumsfördernde Maßnahmen sowie negativer Währungseffekte fiel auch das Ergebnis unerwartet hoch aus. Mit 508,3 Millionen US-Dollar (449,3 Millionen Euro) übertraf der Quartalsüberschuss den Vorjahreswert um sieben Prozent. Der Gewinn pro Aktie stieg aufgrund von Rückkäufen sogar um zehn Prozent auf 0,76 US-Dollar.

„Es ist großartig, mit einem so starken Quartal ins Jahr 2016 zu starten“, erklärte CEO Ernie Herrman angesichts der überraschend guten Zahlen. „Wir freuen uns besonders über die sehr starken Kundenfrequenzen, die in allen Sparten für Zuwächse auf vergleichbarer Fläche gesorgt haben“, so Herrman weiter. Die Strategie, auf „eine vielfältige, ständig wechselnde Mischung der richtigen Stile und Marken“ zu setzen, funktioniere. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unseren Kundenstamm und unseren Marktanteil weiter ausbauen können“, sagte der Konzernchef.

Angesichts der „exzellenten“ Zahlen im ersten Quartal verkündete Herrman auch neue, höhere Prognosen. Für das laufende Geschäftsjahr, das am 28. Januar 2017 abgeschlossen wird, rechnet das Unternehmen nun mit einem Gewinn pro Aktie im Bereich von 3,35 bis 3,42 US-Dollar. Auch beim Umsatz ist das Management optimistischer: Es erwartet jetzt ein flächen- und währungsbereinigtes Wachstum um zwei bis drei Prozent.

Foto: TK Maxx
 

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