(werbung)

Bei einem Treffen am vergangenen Mittwoch in Dhaka zwischen der US-Botschafterin für Bangladesch, Marcia Stephens Bloom Bernicat, und der bangladeschischen Premierministerin Sheikh Hasina, bekräftigte die US-Gesandte das Engagement ihres Landes in Bezug auf eine Verbesserung der Zustände der Bekleidungsindustrie Bangladeschs.

"Wir verplichten uns, den Bekleidungssektor Bangladeschs zu unterstützen... das ist keine politische Frage, und wir arbeiten hart daran, dass Bangladesch den Anforderungen der Branche gerecht werden kann,"sagte sie.

Beim Gespräch über die Initiativen, die von der Regierung Bangladesch für die Bekleidungsindustrie getroffen wurden, erwähnte Bernicat, dass US-Käufer daran interessiert seien zu wissen, unter welchen Bedingungen Bekleidungsarbeiter in Bangladesch agieren. Sie lobte den Erfolg des Landes in Bezug auf verschiedene sozioökonomische Anliegen, darunter die Gleichberechtigung der Frauen, und andere: "Unter der Leitung der Premierministerin steht Bangladesch nicht nur in der Bekleidungsindustrie gut da, sondern auch in der Agrarindustrie und dem Schiffbau", sagte Bernicat.

Auch wenn alle daran dachten, wurde das Thema Allgemeines Präferenzsystem (APS) während des Höflichkeitsbesuchs nicht angeschnitten. "Fragen zum APS wurden nicht erwähnt, aber sie bekräftigte, dass die Entscheidung der USA nicht politisch war", bestätigte Hasinas Pressesprecher Ihsanul Karim nach dem Treffen gegenüber Reportern.

Nach der Brandkatastrophe in der Tazreen-Fabrik und dem Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes im Jahr 2013, bei der Hunderte von Bekleidungsarbeitern starben, stoppten die USA das Allgemeine Präferenzsystem für bangladeschische Produkte. Dem Land wurden dann 16 Voraussetzungen präsentiert, die es zur Wiederherstellung der Leistung erfüllen muss. Obwohl die bangladeschische Regierung behauptet, diese Bedingungen erfüllt zu haben, sind die USA noch nicht zufrieden.

Die Aufhebung betraf die Bekleidungsexporte Bangladeschs nicht direkt, da diese nicht zu den fast 5000 Gütern gehörte, die die Regelung abdeckt. Die USA erneuerten kürzlich die APS-Auflagen für 122 Länder - darunter auch Konkurrenten wie Pakistan und Sri Lanka - aber nicht für Bangladesh.

Snowbird weiter im Aufwind

Der Daunenveredler Snowbird erfreut sich derzeit großer Beliebtheit auf dem internationalen Markt und konnte so im ersten Halbjahr 2015 ordentlich wachsen. Wie das Unternehmen mitteilt, stieg der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 24,2 Prozent auf 96,9 Millionen Euro.

Vor allem im Bereich Daunenbekleidung konnte Snowbird punkten und ein Umsatzplus von nahezu unglaublichen 167 Prozent auf 43 Millionen Euro erzielen, während der Umsatz mit dem Vertrieb von Daunen aufgrund rückläufiger Marktpreise um 17,6 Prozent auf 43,5 Millionen Euro zurückging. Unterm Strick blieb dem Unternehmen ein Nettogewinn in Höhe von 21,7 Millionen Euro, was einer Steigerung von 36,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum entspricht.

„Unser Hauptmarkt ist nach wie vor China. Steigende Einkommen breiter Bevölkerungsschichten verbunden mit einem höheren Lebensstandard und die zunehmende Urbanisierung sind wesentliche Treiber unseres Geschäfts. Durch unsere Investitionen haben wir unsere Produktionskapazitäten erheblich ausgebaut, die Wertschöpfung vertieft und die Produktionseffektivität gesteigert. Das gibt uns mehr Flexibilität und bringt weiter positive Effekte auf Umsatz und Ergebnis", so Changzai Yan, Vorstandsvorsitzender der Snowbird AG.

Foto: Snowbird AG

La Remia wird von Chic by Choice übernommen

Das Berliner Startup La Remia wurde vom portugiesischen Mode-Startup (und Konkurrenten) Chic by Choice gekauft, wobei die Höhe der Kaufsumme nicht bekannt gegeben wurde.

Die Gründerinnen Anna Mangold und Claudia von Boeselager bleiben weiterhin im Beratungsausschuss des Startups, so berichtete das Online-Magazin TechCrunch.

Wie auch La Remia versteht sich Chic by Choice darauf, interessierten Nutzern die Möglichkeit zu bieten, Kleider zu mieten statt zu kaufen. Das Unternehmen ist derzeit in 15 der wichtigsten europäischen Märkte aktiv - darunter in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien - und kooperiert mit über 40 Händlern und Marken, um Luxusmodeartikel zu vermieten.

Die Gründerinnen des portugiesischen Portals zum Anmieten von Luxusmode, Filipa Neto und Lara Vidreiro, glauben, dass es “riesige Möglichkeiten für Ertragsmanagementlösungen als smarte Alternativen zu Rabatten und Outlets für Ware am Saisonende gibt, die die Einzelhandelsbranche verändern und die Umsätze der Einzelhändler ankurbeln werden”. Zudem hat das Unternehmen erkannt, dass die Modebranche ein Problem mit Extrainventar hat, das sich von saisonaler Ware unterscheidet, so Neto gegenüber TechCrunch.

Chic by Choice wurde ursprünglich mit einem Startkapital von 500.000 Euro von Faber Ventures und Portugal Ventures unterstützt, sucht aber inzwischen weitere finanzielle Unterstützung.

La Remia wurde 2013 von Claudia Freifrau von Boeselager und Anna Mangold gegründet und konzentrierte sich auf Deutschland und die umliegenden Länder. Es wurde ursprünglich mit Geldern des VC High-Tech Gründerfonds und zwei individuellen Investoren finanziert.

Auch im zweiten Quartal 2015/16 fielen die Zahlen des US-amerikanischen Bekleidungsunternehmens Guess eher mager aus. Wie bei vielen anderen US-Firmen, die stark im Ausland engagiert sind, machten sich ungünstige Wechselkursveränderungen negativ bemerkbar. Immerhin übertrafen die Resultate, die am Mittwoch publiziert wurden, die Erwartungen.

Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,2 Prozent auf 546,3 Millionen US-Dollar (486,3 Millionen Euro). Großen Anteil am deutlichen Rückgang hatte der starke Dollarkurs: Währungsbereinigt verfehlten die Erlöse das Vorjahresniveau nur knapp (-0,6 Prozent). Vor allem in Europa bekam das Unternehmen die negativen Wechselkurseffekte zu spüren. Dort schrumpfte der Umsatz in der Berichtswährung um 15,3 Prozent auf 199,4 Millionen US-Dollar. Währungsbereinigt wuchs er um 3,7 Prozent.

Währungseffekte drückten auch das Ergebnis: Der Nettogewinn nach Minderheitenanteilen schrumpfte um 16,7 Prozent auf 18,3 Millionen US-Dollar (16,3 Millionen Euro), der verwässerte Gewinn pro Aktie um 19,2 Prozent von 0,26 auf 0,21 US-Dollar. Das Unternehmen bezifferte den negativen Einfluss des starken Dollarkurses dabei auf etwa 0,10 US-Dollar.

Chairman Paul Marciano zeigte sich mit den vorgelegten Zahlen zufrieden: Sie hätten „die Erwartungen übertroffen“, sagte er. Er verwies dabei auf die Stabilisierung der Einzelhandelserlöse in der Region Americas, die flächen- und währungsbereinigt das Vorjahresniveau erreichten, was vor allem dem starken Damenmodegeschäft zu verdanken war, und ein Umsatzplus um zwanzig Prozent im Online-Geschäft. Große Hoffnungen setzt er auf den neuen CEO Victor Herrero, der vor allem das Asien-Geschäft ankurbeln soll.

Bijou Brigitte weiter glanzlosDer Abwärtstrend beim Hamburger Modeschmuckkonzern Bijou Brigitte setzte sich auch im ersten Halbjahr 2015 weiter fort. So erzielte das unternehmen eigenen Angaben zufolge im berichtszeitraum nur noch einen Umsatz von 149,2 Millionen Euro, 4,5 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als noch 156,3 Millionen Euro Einnahmen erzielt werden konnten.

Zugleich sank auch das Konzernergebnis vor Ertragssteuern um 5,7 Prozent von 12,2 Millionen im ersten Halbjahr 2014 auf aktuell 11,5 Millionen Euro.

Von seiner Jahresprognose will der Konzernvorstand jedoch nicht abrücken, schließlich hatte er bereits frühzeitig mit einer derartigen Geschäftsentwicklung gerechnet. Unter Berücksichtigung des bisherigen Geschäftsverlaufs in 2015 und unter der Annahme, dass sich die Wirtschaft entsprechend den Prognosen entwickelt und es zu keinen negativen Sondereffekten kommt, erwartet er für das Geschäftsjahr 2015 sogar ein Vorsteuerergebnis am oberen Ende seines Prognosekorridors zwischen 20 und 30 Millionen Euro.

Foto: Bijou Brigitte

Firstextile erwartet kontinuierliches Wachstum trotz Umsatzrückgang

Die Firstextile AG gab gestern ihre Ergebnisse für die ersten sechs Monate und das zweite Quartal 2015 bekannt. Demnach konnte der gute Start ins Geschäftsjahr den Umsatzrückgang im zweiten Quartal 2015 nicht vollständig kompensieren. Das Unternehmen mit Sitz in Jiangyin und Frankfurt erwartet jedoch, dass die Gesamtjahresentwicklung der Jahresprognose entspricht.

Im zweiten Quartal des Jahres erzielte Firstextile Umsatzerlöse in Höhe von 39,6 Millionen Euro, was einem Rückgang von 33,6 Prozent entspricht, verglichen mit 59,6 Millionen Euro im selben Zeitraum im Vorjahr. Der Rückgang ergab sich durch geringere Umsätze in den Geschäftsbereichen Uniformen und Markenprodukte im zweiten Quartal 2015.

"Nach einem positiven Start in das Geschäftsjahr 2015, der die anhaltend hohe Nachfrage nach hochwertigen Stoffen widerspiegelt, schwächte sich die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2015 ab, was vor allem auf den Rückgang der Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Uniformen zurückzuführen ist. Aber dies ist kein Grund zur Sorge: Da der Umsatz im Geschäftsbereich Uniformen generell von wenigen Großaufträgen abhängt, ist die Umsatzfluktuation in diesem Segment von Quartal zu Quartal nicht außergewöhnlich. Zudem sind wir ein ausgewählter und anerkannter Lieferant für 25 Regierungsinstitutionen und staatliche Unternehmen. Wir sind überzeugt, dass dies zu einer nachhaltigen und profitablen Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren beitragen wird", kommentierte Fred Yang, Gründer und CEO von Firstextile, die Ergebnisse.

Der Gesamtumsatz des Unternehmens verringerte sich im ersten Halbjahr 2015 um 6,4 Prozent auf 86,6 Millionen Euro, von 92,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014. Das Bruttoergebnis betrug 24,5 Millionen Euro, verglichen mit 28,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dementsprechend reduzierte sich die Bruttoergebnismarge von 30,9 Prozent im ersten Halbjahr 2014 auf 28,3 Prozent im ersten Halbjahr 2015.

Im Segment Stoffe stieg der Umsatz im zweiten Quartal 2015 um 9,5 Prozent auf 38,4 Millionen Euro, verglichen mit 35,1 Millionen Euro im Vorjahr. Im Jahresvergleich stieg der Umsatz des Segments in der gesamten Berichtsperiode nach einem starken ersten Quartal sogar um 17,3 und spiegelt damit die anhaltend hohe Marktnachfrage nach hochwertigen Stoffen in China wider.

Firstextile erwartet kontinuierliches Wachstum trotz Umsatzrückgang

Im Segment Uniformen fiel der Umsatz im zweiten Quartal dramatisch um 96,4 Prozent auf 0,7 Millionen, verglichen mit 19,9 Millionen im Vorjahr. Nach einem starken ersten Quartal 2015, das auf den Eingang neuer Großaufträge zurückzuführen ist, belief sich der Gesamtumsatz des Segments im ersten Halbjahr jedoch auf 13,1 Millionen Euro, verglichen mit 20,3 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014.

Im Segment Markenprodukte fielen die Umsätze im ersten Halbjahr ähnlich dramatisch, nämlich um 91,2 Prozent auf 0,9 Millionen Euro von 10,2 Millionen Euro im selben Zeitraum des Vorjahres. Das Unternehmen macht das schlechte Marktumfeld für Unternehmensgeschenke für diesen Rückgang verantwortlich.

Firstextile setzt auf neue Produktionsstätte

Das Unternehmen verspricht sich eine Erhöhung der Kapazitäten von einer neuen Produktionsstätte, die im dritten Quartal in Betrieb genommen wurde. "Firstextile ist für die anhaltend hohe Nachfrage nach hochwertigen Stoffen im chinesischen Markt gut aufgestellt. Um die großen Vorteile im Heimatmarkt zu nutzen, haben wir die Expansion unserer Produktionskapazitäten soweit abgeschlossen. Durch die installierten Webemaschinen, die zur Produktion bereitstehen, können wir unsere Webekapazitäten bereits um 50 Prozent erhöhen", erklärte Yang.

Firstextile wurde 2006 mit Sitz in Jiangyin (nahe Shanghai) gegründet und besteht aus den drei Geschäftsfeldern Stoffe, Uniformen und Markenprodukte. Mit einem mengenmäßigen Marktanteil von rund 9 Prozent im Jahr 2011 ist das Unternehmen Chinas marktführender Hersteller von hochwertigen, garngefärbten Stoffen.

Europas größter Sportartikelkonzern Adidas kann in China keine Anzeichen einer Flaute entdecken. "Wir spüren in China nichts von einer Krise, Bremsspuren können wir nicht erkennen", sagte der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag). Im Moment findet in Peking die Leichtathletik-Weltmeisterschaft statt. China ist mit einem Umsatzanteil von mehr als 14 Prozent im ersten Halbjahr ein wichtiger Wachstumsmotor im Dax-Konzern, der seit einiger Zeit unter fehlender Dynamik leidet.

"Sportartikel bleiben im Trend und sind stark gefragt", sagte Hainer, auch weil die Marke Adidas ein Statussymbol sei. Der chinesische Markt ist für den Konzern in den vergangenen Jahren kräftig expandiert und hat somit an Bedeutung gewonnen. Er ist der drittgrößte Markt nach Westeuropa (26 Prozent) und Nordamerika (15 Prozent), wo Adidas trotz der dortigen guten Wirtschaftslage schwächelt.

"Sport wird mit dem zunehmenden Wohlstand für die Chinesen immer mehr zu einem Gesundheitsthema", sagte der Vorstandschef. "Das wird nun auch von der Regierung stark gefördert und unterstützt." Der chinesische Markt sei riesengroß und habe noch enormes Potential. Das Geschäft von Adidas werde in China auch weiter wachsen, sagte Hainer. (DPA)

Abercrombie & Fitch: rote Zahlen im zweiten Quartal

Der US-amerikanische Bekleidungskonzern Abercrombie & Fitch ist im zweiten Quartal 2015/16 in die Verlustzone gerutscht. Der Fehlbetrag fiel allerdings weniger hoch aus, als Analysten und das Unternehmen selbst zuvor erwartet hatten.

Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um acht Prozent auf 817,8 Millionen US-Dollar, übertraf damit aber ebenfalls die Prognosen. Den Anteil ungünstiger Wechselkursveränderungen am Rückgang bezifferte das Unternehmen auf etwa fünf Prozentpunkte. Währungs- und flächenbereinigt verringerten sich die Erlöse um vier Prozent. Verbessert zeigte sich die Marke Hollister. Auf vergleichbarer Basis sanken ihre Erlöse lediglich um ein Prozent, der Abwärtstrend der Vormonate wurde damit merklich gebremst. Trotz vergleichsweise guter Geschäfte der Kindermodelinie Abercrombie Kids schrumpften die Erlöse im Segment Abercrombie, in dem auch die Hauptmarke Abercrombie & Fitch geführt wird, währungs- und flächenbereinigt um sieben Prozent. Zur Revitalisierung des Labels hat der Konzern kürzlich ein neues Führungsteam zusammengestellt.

„Die Ergebnisse waren besser, als wir erwartet hatten. Das macht uns zuversichtlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärte Executive Chairman Arthur Martinez. Er verwies dabei auf „gute Fortschritte“ bei Hollister und Abercrombie Kids, Verbesserungen bei der Umsatzentwicklung, die Stabilisierung der Margen und erfolgreiche Sparmaßnahmen. Beim Label Abercrombie & Fitch seien die Fortschritte aber „eher bescheiden“ ausgefallen. „Es gibt noch viel zu tun“, sagte Martinez.

Unter dem Strich standen im zweiten Quartal rote Zahlen: Sonderbelastungen aufgrund von Gerichtsprozessen und Restrukturierungsmaßnahmen sorgten für einen Nettoverlust in Höhe von 0,8 Millionen US-Dollar. Bereinigt um bestimmte Einmaleffekte belief sich das Nettoergebnis nach Angaben des Unternehmens auf 8,6 Millionen US-Dollar. Im Vorjahresquartal war noch ein Überschuss von 12,9 Millionen US-Dollar erzielt worden.

Im gesamten ersten Halbjahr erwirtschaftete Abercrombie & Fitch einen Umsatz in Höhe von 1,53 Milliarden US-Dollar, knapp elf Prozent weniger als im Vorjahr. Der Nettoverlust wuchs von 10,8 auf 64,1 Millionen US-Dollar.