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Greenpeace veröffentlicht neue Detox-Studie

In der Raumluft von Outdoor-Geschäften hat Greenpeace gefährliche Chemikalien nachgewiesen. Eine neue Untersuchung zu den Risiken polyfluorierter Chemikalien (PFC) stellt die unabhängige Umweltschutzorganisation anlässlich der OutDoor-Messe in Friedrichshafen vor.

Für die Untersuchung führten Greenpeace-Aktivisten Luftmessungen in Geschäften der Outdoor-Marken Mammut, The North Face, Haglöfs und Norrona in Deutschland, der Schweiz, Italien, Schweden und Norwegen durch. Die höchste Konzentration an PFC (197 Nanogramm pro Kubikmeter, ng/m³) zeichnete Greenpeace im Mammut-Flagshipstore in Wolfsburg auf, gefolgt vom Mammut-Geschäft in Hannover (176 ng/m³). Die gefundenen PFC-Konzentrationen lagen bis zu 60-fach höher als in der Raumluft von Vergleichsräumen ohne PFC-Quellen, wie Büro- und Seminarräumen. Hier liegen die Werte deutlich niedriger (1.9 bis 3,1 ng/m³). Im Vergleich zur Außenluft sind die PFC-Konzentrationen in Outdoor-Fachgeschäften etwa 1000-fach höher.

PFC können aus Outdoor-Textilien ausdünsten und durch die Atemluft in den menschlichen Organismus gelangen. Studien zeigen, dass bestimmte PFC das Immunsystem und den Hormonhaushalt schädigen können. Mit der Kampagne „Detox“ fordert Greenpeace Textilhersteller auf, Risiko-Chemikalien bis zum Jahr 2020 durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.

Mehr Informationen dazu: Greenpeace-Studie: Schlechte Luft in Outdoor-Läden

Foto: www.greenpeace.de

Asos: höheres Wachstumstempo im zweiten Halbjahr

Der britische Online-Modeversender Asos plc. hat in den ersten vier Monaten des zweiten Halbjahres 2015/16 seinen Umsatz deutlich verbessert. Entsprechend optimistisch sind die Aussichten für das Gesamtjahr. „Wir gehen nun davon aus, dass die Wachstumsrate beim Umsatz in diesem Jahr am oberen Ende unseres Prognosebereichs von zwanzig bis 25 Prozent liegen wird,“ erklärte CEO Nick Beighton in einer Zwischenmitteilung, die das Unternehmen am Dienstag veröffentlichte.

Im Zeitraum von Anfang März bis Ende Juni erwirtschaftete Asos Umsatzerlöse in Höhe von 500,5 Millionen Britischen Pfund (591,3 Millionen Euro). Der Gesamtumsatz des Konzerns belief sich auf 514,6 Millionen Britische Pfund. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutete das eine Steigerung um dreißig Prozent. Dabei profitierten die Briten von Wechselkursveränderungen: Währungsbereinigt wuchsen die Erlöse um 26 Prozent.

Das Geschäft in der Heimat erwies sich erneut als zuverlässiger Wachstumsmotor: Der Umsatz in Großbritannien stieg um 28 Prozent auf 203,1 Millionen Britische Pfund. Im Auslandsgeschäft stiegen die Erlöse um 31 Prozent (währungsbereinigt +25 Prozent) auf 297,4 Millionen Britische Pfund. Am dynamischsten entwickelte sich der US-Markt: Dort verbesserte Asos seinen Umsatz um 53 Prozent (währungsbereinigt +45 Prozent) auf 68,3 Millionen Britische Pfund. In der Europäischen Union wuchsen die Erlöse um 32 Prozent (währungsbereinigt +22 Prozent) auf 139,5 Millionen Britische Pfund, im Rest der Welt um 16 Prozent auf 89.6 Millionen Britische Pfund.

In den ersten zehn Monaten des laufenden Geschäftsjahres beliefen sich die Einzelhandelserlöse von Asos damit auf 1,15 Milliarden Britische Pfund. Das entsprechende Vorjahresniveau wurde um 25 Prozent übertroffen.

Foto: Asos

Ausgerechnet am Verkaufsaktionstag «Prime Day» sind Mitarbeiter des Versandhändlers Amazon in den Streik getreten. Am bundesweit größten Standort in Bad Hersfeld waren Beschäftigte aufgerufen, die Arbeit am Dienstag niederzulegen. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich am Morgen zunächst rund 300 Mitarbeiter. Andere Standorte in Deutschland waren nach Informationen von Verdi und Amazon nicht betroffen.

Der «Prime Day» des Branchenprimus ist eine große Rabattaktion für Kunden, die den kostenpflichtigen Premium-Service nutzen. Amazon berichtete, dass der erneute Streik «keine Auswirkungen» für die Kunden habe. Das Unternehmen habe bereits mit solch einer Aktion gerechnet und personell vorgesorgt. Verdi-Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke sagte dagegen: «Wir hören, dass Amazon heute gewaltig rotieren muss, um den Ausfall zu kompensieren.»

Die Gewerkschaft verlangt in dem seit Jahren andauernden Konflikt einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das US-Unternehmen sieht sich indes als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen. (DPA)

Skechers erweitert europäisches Distributionszentrum

Der US-amerikanische Schuhhersteller Skechers konnte zuletzt mächtige Umsatzzuwächse erzielen – sowohl in der Heimat als auch im internationalen Geschäft. Nun hat das Unternehmen seine europäischen Logistikkapazitäten an die wachsende Nachfrage angepasst. Das Distributionszentrum im südbelgischen Milmort wurde deutlich vergrößert.

Im Rahmen der mittlerweile vierten Ausbaustufe wurde das European Distribution Center (EDC) um eine Fläche von 26.500 Quadratmetern erweitert. Die Anlage verfügt damit nun über eine Gesamtfläche von 98.000 Quadratmetern. Milmort ist die wichtigste Drehscheibe des Unternehmens in Europa: Von dort aus werden die über den Hafen von Antwerpen eingeführten Produkte an Großhandelskunden und die eigenen Stores in ganz Europa sowie die Online-Shops in Großbritannien und Deutschland weitergeleitet.

Angesichts des Expansionstempos seien die Kapazitäten des Unternehmens in Europa zuletzt überlastet gewesen, erklärte Sophie Houtmeyers, Vice President of Distribution Operations bei Skechers EDC. Mit der Erweiterung des EDC sei es nun möglich, die gesamte Lagerhaltung in Milmort zusammenzufassen und die „Logistik zu stabilisieren, um die steigende Nachfrage des europäischen Marktes langfristig zu erfüllen“, so Houtmeyers. Zudem sollen im EDC neue Automatisierungstechniken zum Einsatz kommen, die im November in Betrieb genommen werden. Davon erhofft sich Skechers eine höhere Effizienz in der Distribution.

Foto: Skechers

Nigeria: Indien baut erstes Mode-Ausbildungszentrum auf

Das indische Wirtschaftsministerium gab am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt, dass es als Teil des „Cotton Technical Assistance“-Programms (Cotton TAP) für Afrika das erste Ausbildungszentrum seiner Art der Bekleidungsindustrie in Kaduna, Nigeria, aufgebaut habe.

Das Zentrum wurde in Partnerschaft mit der nigerianischen Regierung und dem zweiten „India Africa Forum Summit“ eingerichtet und am 22. Juni eingeweiht.

Laut Wirtschaftsminister M. K. Dwivedi zielt das Zentrum darauf ab, „die Initiative der nigerianischen Regierung dabei zu unterstützen, die Ziele zum Wiederaufbau der Baumwoll- und textilen Wertschöpfungskette zu realisieren und die Notwendigkeit für qualifizierte Arbeitskräfte für sowohl die heimische als auch die exportorientierte Bekleidungsindustrie in der westafrikanischen Region anzugehen.“

Die nigerianische Textil- und Bekleidungsindustrie braucht unbedingt einen Anstoss, denn laut Weltbank-Einschätzungen gehen ihr jedes Jahr Millionen von US-Dollar durch billige Importe und Fälschungen verloren, die ins Land geschmuggelt werden. Dies hat auch über einer Million nigerianischer Textil- und Bekleidungsarbeiter in den letzten zwanzig Jahren den Job gekostet, da viele Fabriken schließen mussten. Inzwischen ist die gesamte Branche, die auf knappe 40 Millionen US-Dollar pro Jahr geschrumpft ist, gefährdet und auch der Status von Nigeria als Schwellenland. Branchenexperten schätzen, dass rund 40 Prozent aller Waren in Nigeria entweder gefälscht oder minderwertig sind.

Die nigerianische Regierung plant, ein Produktionszentrum im Land zu schaffen und denen, die die Baumwoll-, Textil- und Bekleidungsbranche des Landes unterstützen, Steuervergünstigungen einzuräumen. Dies versprach Aisha Abubakar, Ministerin für Wirtschaft, Handel und Investitionen, letzte Woche auf der Africa Fashion Week Nigeria 2016 in Lagos.

Foto: 3. India Africa Forum Summit, Wikipedia
Gap überrascht mit Umsatzplus im Juni

Monatelang hatte es für das Management des US-amerikanischen Bekleidungskonzerns Gap Inc. wenig Grund zur Freude gegeben: Zuletzt waren die Umsätze immer weiter abgebröckelt. Im Juni sah das zur Überraschung der Analysten anders aus: Das Unternehmen konnte einen unerwarteten Umsatzzuwachs melden. Zu verdanken hatte es das seiner preisgünstigen Marke Old Navy.

Der Konzernumsatz von Gap lag im Juni bei 1,57 Milliarden US-Dollar (1,42 Milliarden Euro). Damit übertraf er den entsprechenden Vorjahreswert um zwei Prozent. Positiv wirkte sich der späte Termin des umsatzträchtigen „Memorial Day“-Wochenendes in den USA aus, aber auch die überraschend gute Entwicklung des Labels Old Navy: Auf vergleichbarer Fläche stiegen die Einzelhandelserlöse der umsatzstärksten Konzernmarke um fünf Prozent. Die anderen großen Labels konnten da nicht mithalten, ihren Abwärtstrend aber immerhin merklich bremsen: Die Erlöse von Gap sanken flächenbereinigt lediglich um ein Prozent, die von Banana Republic um vier Prozent. Insgesamt wuchs der Konzernumsatz auf vergleichbarer Fläche um zwei Prozent.

„Wir freuen uns über die besseren Resultate in unserem gesamten Portfolio,“ sagte Finanzchefin Sabrina Simmons. Dazu habe ein „Aufwärtstrend bei den Kundenfrequenzen“ beigetragen, von dem insbesondere Old Navy profitieren konnte. Ob Gap nach langer Durststrecke nun tatsächlich die Kehrtwende geschafft hat, dürfte sich am 8. August zeigen: Dann wird der Konzern die Umsatzzahlen für den Juli präsentieren.

Foto: Old Navy

Der dänische Bekleidungskonzern Besteller konnte im Geschäftsjahr 2013/14 Umsatz und Ergebnis verbessern. Wie das Unternehmen, zu dem unter anderem Marken wie Vero Moda, Only und Jack & Jones gehören, am Donnerstag mitteilte, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern wuchs sogar um 21 Prozent auf 228,2 Millionen Euro.

"Unser Kerngeschäft hat im vergangenen Jahr für diese guten Resultate gesorgt", sagte CEO Anders Holch Povlsen. "Durch die stärkere Konzentration auf das operative Geschäft und eine noch engere Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Kunden haben wir es geschafft, zu wachsen und in einem schwierigen Markt bessere Ergebnisse zu erzielen." Noch seien aber verschiedene Maßnahmen nötig, um den eigenen Einzelhandel angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen zu stärken. Dazu zählt Povlsen den Ausbau des Online-Geschäfts: "Wir müssen uns noch mehr anstrengen, um zu den Gewinnern im E-Commerce-Business zu gehören“, sagte er. Ein Ziel sei dabei auch, die Online-Aktivitäten und das Stationärgeschäft enger zu verknüpfen. Denn zuletzt liefen die Geschäfte trotz "vieler positiver Signale" nicht wie gewünscht: "In den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres haben wir unsere Erwartungen nicht erfüllt", räumte Povlsen ein.

Zuvor hatte der Konzern bekanntgegeben, dass er seine junge Marke Outfitter Nation grundlegend reformieren wird. Das Label soll künftig den Namen ADPT tragen und eine neu zugeschnittene Zielgruppe bekommen. Auf Kindermode werde verzichtet, um die Konzentration ganz auf ältere Teenager und junge Erwachsen zu legen, sagte Brand Manager Thomas Tygesen. Der Namenswechsel markiere "den Beginn einer neuen Ära" für das Label.

Dank seines starken Online-Geschäfts konnte der kanadische Sportswearanbieter Lululemon Athletica seinen Umsatz im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf 419,4 Millionen US-Dollar (337,4 Millionen Euro) steigern. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das ein Plus von zehn Prozent, Analysten hatten zuvor allerdings mit einem höheren Quartalsumsatz gerechnet. Beim Ergebnis verfehlte das auf Yoga-Bekleidung spezialisierte Unternehmen das Vorjahresniveau klar, übertraf damit aber immerhin die Erwartungen.

Deutlich zulegen konnte Lululemon im Online-Geschäft: Dessen Erlöse stiegen währungsbereinigt um 27 Prozent auf 77,2 Millionen US-Dollar. Damit stieg sein Anteil am Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 16,3 auf 18,4 Prozent. Weniger gut sah es in den stationären Stores aus: Dort ging der Umsatz flächen- und währungsbereinigt um drei Prozent zurück.

Eine niedrigere Bruttomarge und höhere Vertriebs- und Verwaltungskosten, die nicht zuletzt aufgrund der Flächenexpansion anfielen, ließen das Ergebnis allerdings zurückgehen. Der operative Gewinn sank um zwölf Prozent auf 81,2 Millionen US-Dollar, der Quartalsüberschuss um acht Prozent auf 60,5 Millionen US-Dollar.

CEO Laurent Potdevin zeigte sich mit den vorgelegten Zahlen insgesamt zufrieden: Sie demonstrierten „schrittweise Fortschritte in allen wichtigen Geschäftsaspekten im Verlauf des Quartals“, sagte er. Die „strategischen Investitionen in das Kerngeschäft“ hätten „positive Wirkung“ gezeigt und Lululemon „auf einen klaren Kurs für zukünftiges globales Wachstum“ gebracht.

Das Unternehmen passte seine Jahresprognosen den jüngsten Entwicklungen an: Hatte es bisher einen Umsatz im Bereich von 1,78 bis 1,80 Milliarden US-Dollar erwartet, rechnet es nun nur noch mit 1,765 bis 1,78 Milliarden US-Dollar. Neben den vorliegenden Zahlen spielten auch unerwartete Ereignisse wie die verspätete Eröffnung neuer Stores, Lieferverzögerungen aufgrund von Hafenarbeiterstreiks in den USA und negative Währungseffekte bei der Anpassung der Prognose eine Rolle. Im vergangenen Jahr hatte Lululemon 1,59 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Beim Ergebnis je Aktie wurde die Prognose hingegen leicht angehoben: Statt wie zuvor 1,51 bis 1,56 US-Dollar erwartet das Management nun 1,53 bis 1,57 US-Dollar. In Finanzkreisen wurden die Prognosen als äußerst zurückhaltend eingeschätzt. Dort waren bessere Aussichten erwartet worden.