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Der litauische Handelskonzern Apranga Group hat seine Einzelhandelserlöse im Geschäftsjahr 2015 kräftig gesteigert. Am Montag teilte das in Vilnius beheimatete Unternehmen, das Shops in den drei baltischen Staaten betreibt, unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit, dass es im abgelaufenen Jahr einen Retail-Umsatz inklusive Mehrwertsteuer in Höhe von 198,9 Millionen Euro erzielen konnte. Im Vergleich zu 2014 bedeutete das ein Wachstum um 8,4 Prozent. Zur deutlichen Steigerung trug ein überdurchschnittlich erfolgreiches viertes Quartal bei (+10,8 Prozent).

Auf dem litauischen Heimatmarkt verbesserte sich Apranga im vergangenen Jahr demnach um 8,9 Prozent auf 120,8 Millionen Euro, in Lettland stiegen die Erlöse um 2,5 Prozent auf 48,5 Millionen Euro und in Estland sogar um 17,3 Prozent auf 29,6 Millionen Euro. Für 2016 peilt Apranga einen Jahresumsatz in Höhe von 214 Millionen Euro an.

Der Konzern verfügt aktuell über 169 Läden. Im abgelaufenen Jahr wurden 16 neue Läden eröffnet, neun renoviert und acht geschlossen. Insgesamt wurde die Verkaufsfläche um 7,3 Prozent vergrößert. Apranga betreibt neben eigenen Stores auch Boutiquen anderer namhafter Marken als Franchise-Partner im Baltikum. Darunter sind Luxuslabels wie Burberry, Max Mara und Ermenegildo Zegna, aber auch populäre Bekleidungsanbieter wie Mango, Zara und S.Oliver. Die langjährige Partnerschaft mit dem spanischen Inditex-Konzern wurde erst kurz vor Weihnachten bis 2018 verlängert .

Mit Mode und Bekleidung lässt sich zweifelsohne viel Geld verdienen. Die zehn reichsten Geschäftsmänner - Frauen sind leider keine darunter, außer als Teil der Familie - der Branche sind dafür der beste Beweis. Auch in dem vergangenen Jahr verdienten die größten Modemarken der Welt ihren Gründern wieder Milliardensummen während am untersten Ende der Produktionskette meist für einen Hungerlohn geschuftet wird. Diese Bemerkung sei am Rande gestattet, bevor wir in die Top Ten der reichsten Menschen im Modegeschäft einsteigen und ihren Sinn für’s Geschäft bewundern.

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Der Hemdenspezialist Eton bekommt einen neuen Eigentümer: Der bisherige Mehrheitseigentümer Litorina verkauft seine Beteiligung an das Private-Equity-Haus EQT. Litorina war 2011 bei Eton eingestiegen und hielt zuletzt 53 Prozent der Anteile. Die Transaktion soll zum Jahreswechsel abgeschlossen werden.

Hans Davidson, der CEO von Eton, zog eine positive Bilanz der vergangenen Jahre: „Unsere Partnerschaft mit Litorina hat unsere Erwartungen übertroffen“, sagte er. „Wir haben unsere aggressiven Ziele bereits innerhalb von dreieinhalb statt der ursprünglich geplanten sechs Jahre erreicht.“ Mit der Unterstützung von Litorina sei es gelungen, den Umsatz „von rund 30 Millionen Euro auf 70 Millionen Euro zu steigern“, erklärte Davidson. Zudem habe sich der operative Gewinn in dieser Zeit „fast verdreifacht“. Nun hofft Davidson auf eine Fortsetzung des Wachstumskurses: „Ich freue mich nun darauf, Eton gemeinsam mit EQT weiter zum führenden globalen Hemdenspezialist zu entwickeln“, erklärte er.

Der Sportartikelkonzern Adidas muss im kommenden Jahr wegen Währungseffekten beim Einkauf eine halbe Milliarde Euro mehr auf den Tisch legen. Das sagte Finanzvorstand Robin Stalker der "Börsen-Zeitung" (Mittwoch/Online). 2015 gibt das Unternehmen für Schuhe, Textilien und Accessoires, die zu mehr als 90 Prozent aus Asien bezogen und in US-Dollar bezahlt werden, umgerechnet rund 7,3 Milliarden Euro aus.

Trotz der Belastungen, die zur Hälfte der schwache Euro verursache, hadert Stalker nicht mit der expansiven Politik der EZB: "Die Europäische Zentralbank hat eine schwere Aufgabe und versucht alles richtig zu machen." Mit Währungsschwankungen klarzukommen gehöre zum Geschäftsmodell von Adidas. "Dank unserer langfristigen Hedging-Strategie können wir das auch ganz gut managen, selbst wenn der Euro auf Parität zum Dollar sinken sollte", sagte Stalker. (DPA)

Rana Plaza: Mordanklage gegen 41 Verantwortliche

Zweieinhalb Jahre nach dem Einsturz des Rana Plaza Gebäudes hat ein Gericht in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka gestern Mordanklage gegen 41 Verantwortliche erhoben. Bei dem Unglück starben 1.135 Bekleidungsarbeiter und 2.515 wurden verletzt, teilweise schwer. Unter den Beschuldigten ist Sohel Rana, Besitzer des Gebäudes, sowie die fünf Betreiber der Bekleidungsfabriken. Rana befindet sich bereits in Haft; 16 weitere Verantwortliche wurden gegen Kaution entlassen und gegen 24 andere wurde jetzt Haftbefehl entlassen.

Ermittlungsbeamte hatten ursprünglich fahrlässige Tötung in Erwägung gezogen, änderten aber ihre Meinung, nachdem während der Ermittlungen klar wurde, dass Rana, seine Mitarbeiter und das Management der fünf Bekleidungsfabriken die Arbeiter gezwungen hatten, wieder an die Arbeit zu gehen, nachdem bereits deutliche Risse an der Gebäudefassade zu sehen waren und die Angestellten der Büros auf den unteren Etagen bereits evakuiert wurden.

"Die beiden Anklageschriften bezeichnen den Besitzer des Gebäudes und führende Mitarbeiter der Bekleidungsfabriken als kaltblütige Mörder, da sie die Angestellten arbeiten ließen, obwohl sie wussten, dass Risse entstanden waren und ein erhebliches Risiko gegeben war", berichtete die Dhaka Tribune.

Was das Strafmaß angeht, so ergeben sich große Unterschiede: Während auf fahrlässige Tötung maximal eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren steht, sehen sich als Mörder überführte Personen in Bangladesch im schlimmsten Fall der Todesstrafe gegenüber. Angesichts der Schwere des Unglücks sprach die Polizei in ihrem Berich von "Massentötungen".

In einer separaten Anklage müssen sich die Beschuldigten auch gegen Sicherheitsverstöße des Gebäudes verantworten: Das ursprünglich fünfstöckige Gebäude war illegal um drei Etagen aufgestockt worden. Eigentlich sollten sich auf den zusätzlichen Etagen Büroräume und Einzelhandelsflächen befinden, in Wahrheit waren dort aber Bekleidungsfabriken untergebracht. Durch die schweren Arbeitsmaschinen und den ständigen Betrieb Hunderter Nähmaschinen wurde so die Struktur des Gebäudes geschwächt, bis es schließlich einstürzte.

Foto: Solidarity Center / flickr
Infografik - Geek Chic oder Sexbombe: Unterschiede zwischen Guccis Alessandro Michele & Tom Ford

Obwohl Alessandro Michele gerade erst seit zehn kurzen Monaten an der kreativen Spitze von Gucci steht, hatte seine Vision bereits eine enorme Wirkung auf die Luxusmarke. Dies sollte jedoch angesichts seiner Geschichte bei dem italienischen Modehaus wenig überraschen, da er bereits seit 2002 hinter den Kulissen des Luxuslabels arbeitet. Zudem wurde er von niemand anderem als Tom Ford als Assistent eingestellt, dem Kreativdirektor zu der Zeit, was ein Hinweis auf sein kreatives Potential sein sollte. Welcher von beiden hat jedoch einen größeren Einfluss auf die Marke gehabt? Hat sich Micheles Einfluss direkt auf Guccis Umsatz ausgewirkt? Und kann er die Marke zu ihrem früheren Glanz der '90er Jahre zurückbringen? FashionUnited hat genauer hingeschaut.

Infografik - Geek Chic oder Sexbombe: Unterschiede zwischen Guccis Alessandro Michele & Tom Ford

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Der österreichische Hersteller von Premium Ski- und Outdoorbekleidung Allsport stellt 2016 nach über 40 Jahren sein Geschäft ein. Das meldet die Newsseite der Ispo. Die geplante Präsenz auf der kommenden Ispo ist ebenfalls storniert.

Auslöser der Krise sei das Embargo nach Russland gewesen, und auch die Entwicklung in der Schweiz infolge der Währungsumstellung habe wirtschaftliche Einbußen gebracht. Die schlechte Prognose in diesen Ländern, die wesentlich zum Umsatz der Marke beitrugen, habe das Unternehmen bewogen, diesen Schritt zu gehen.

Der Branche will Geschäftsführerin Kathrin Ludescher dennoch treu bleiben und mit einem kleineren Team eine Design- und Entwicklungsagentur führen. Derzeit sind bei Allsport noch 15 Mitarbeiter beschäftigt.

Mit der aktuellen Winterkollektion will Allsport weiterhin den Handel betreuen und auch die Sommerkollektion 2016 planmäßig produzieren und vertreiben. Auch Service und Änderungsschneiderei sollen dem Handel weiterhin zur Verfügung stehen.

Kaufkraft der Deutschen soll 2016 um zwei Prozent steigen

Ungeachtet der aktuell vorherrschenden Unsicherheit der Deutschen, die normalerweise immer mit einem Rückgang der Anschaffungsneigung verbunden ist und sich mittelfristig negativ auf die Kaufkraft auswirkt, blickt der Handel optimistisch auf das neue Jahr. Schließlich prognostiziert die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für 2016 einen Anstieg der Kaufkraft um zwei Prozent.

Geht es nach den Experten, werden die Deutschen im Jahr 2016 durchschnittlich nominal 430 Euro mehr für Konsum, Miete oder andere Lebenshaltungskosten als im Vorjahr zur Verfügung haben. Die Inflationsrate soll laut Prognose der EU-Kommission hingegen nur bei einem Prozent liegen so dass ein realer Kaufkraftzuwachs von ebenfalls einem Prozent zu erwarten ist.

Foto: I-vista / pixelio.de