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Via Appia erwirbt Markenrechte an Passport

Der Erlanger DOB Anbieter Via Appia hat die Markenrechte von Passport erworben.

Die Passport Fashion GmbH hatte am 1. Mai 2015 am Amtsgericht Stuttgart das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Im Februar 2016 kam die Meldung, dass das Unternehmen aus Böblingen von der Insolvenz in Eigenverwaltung in die reguläre Insolvenz übergegangen ist. Damit waren die Bemühungen zur Sanierung des Unternehmens vorerst gescheitert.

Mit der Übernahme der Markenrechte will die Via Appia Mode GmbH eine Strick-Kollektion unter dem Namen Passport aufbauen. Zum Unternehmen gehören bereits die Labels Via Appia, Via Appia Due, Miss Via und das Übergrößenlabel Frapp.

Foto: Via Appia

Alibaba wird größte Handelsplattform der Welt

Der chinesische Internetriese Alibaba gab am Mittwoch bekannt, die offiziell größte Handelsplattform der Welt geworden zu sein. Sein E-Commerce-Gesamtumsatz übertraf im Geschäftsjahr, das im März 2016 endete, den Jahresumsatz des US-Einzelhandelsriesen Wal-Mart, der 482,1 Milliarden US-Dollar (424,7 Milliarden Euro) betrug.

Der E-Commerce-Riese veröffentlichte zwar nicht seinen gesamten Bruttohandelsumsatz des vergangenen Geschäftsjahrs, teilte aber am 21. März mit, seine Online-Handelsmarktplätze in China hätten bereits den Meilenstein von drei Billionen Yuan (406 Milliarden Euro) Bruttohandelsumsatz überschritten. Bis 2020 sollen es doppelt soviel werden.

Sechs Billionen Yuan Umsatz bis 2020

Laut Alibaba zeigt der Rekord-Bruttohandelsumsatz, dass der größte Einzelhandelsmarkt der Welt sein Geschäft von Offline nach Online verlagert habe. „Wir haben 13 Jahre lang die Macht eines anderen Geschäftsmodells gezeigt, im Vergleich zu herkömmlichen Offline-Einzelhändlern“, hieß es einer Pressemitteilung des Hangzhouer Unternehmens.

Zudem sollen zehn Prozent des gesamten Einzelhandelsvolumens in China auf Alibabs Online-Geschäft gefallen sein und so 15 Millionen Arbeitsplätze geschaffen haben. Das Unternehmen will 90 Prozent seiner Einzelhändler helfen, ihre operative Effizienz zu erhöhen.

„Im Jahr 2024 wollen wir eine Geschäftsplattform für zwei Milliarden Verbraucher und mehrere zehn Millionen Unternehmen im In- und Ausland sein“, gab Alibaba-Geschäftsführer Zhang Yong jüngst auf einer Presseveranstaltung bekannt.

Zudem werde das Unternehmen sich bemühen, Cloud Computing und Big Data-Technologien mit dem Internet und dem Internet der Dinge sowie Endgeräten der Verbraucher zu verbinden, um seine Entwicklung voranzutreiben, sagte Zhang.

LVMH: Umsatz steigt im ersten Quartal um vier Prozent

Der französische Luxusgüterkonzern Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH) ist wenig dynamisch ins neue Geschäftsjahr gestartet. Das lag unter anderem daran, dass die Mode- und Lederwarensparte stagnierte.

Im ersten Quartal 2016 erwirtschaftete der weltgrößte Anbieter von Luxusartikeln einen Umsatz in Höhe von 8,62 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das eine Steigerung um vier Prozent. Organisch, also bereinigt um Veränderungen in der Konzernstruktur und Währungseffekte, lag die Wachstumsrate bei drei Prozent.

Die Resultate in den einzelnen Marktregionen fielen unterschiedlich aus: Der US-Markt sei "stark", die europäischen Länder hätten sich allgemein "in die richtige Richtung" entwickelt, erklärte LVMH. Eine Ausnahme bildete der wichtige französische Heimatmarkt, der unter sinkende Touristenzahlen litt. In Asien entwickelten sich die einzelnen Märkten uneinheitlich, wobei Japan "weitere Fortschritte" machte.

Dass der Umsatz im ersten Quartal insgesamt nicht so stark wuchs, wie erwartet worden war, lag vor allem am größten Segment des Konzerns. Die Sparte Mode und Lederwaren, in der unter anderem Labels wie Louis Vuitton, Christian Dior, Fendi und Givenchy geführt werden, erreichte mit Erlösen von 2,97 Milliarden Euro in etwa das Vorjahresniveau.

Alle übrigen Segmente konnten hingegen zulegen. Der Umsatz der Einzelhandelssparte wuchs um vier Prozent (organisch +4 Prozent) auf 2,75 Milliarden Euro, die Erlöse mit Wein und Spirituosen stiegen um vier Prozent (organisch +6 Prozent) auf 1,03 Milliarden Euro. Überdurchschnittliche Zuwächse erzielten die Sparten Parfüm und Kosmetik (+7 Prozent, organisch +9 Prozent, 1,21 Milliarden Euro) sowie Uhren und Schmuck (+7 Prozent, organisch +7 Prozent, 774 Millionen Euro).

Foto: Louis Vuitton Frühjahr/Sommer 2016 (Fotograf: Juergen Teller).

Marks & Spencer: Modesparte schwächelt weiter

Auch im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2015/16 konnte der britische Einzelhändler Marks & Spencer seinen Umsatz nur aufgrund des starken Lebensmittelgeschäfts steigern. Die Erlöse mit Bekleidung und Einrichtungsartikeln schrumpften erneut.

„Obwohl der Umsatzrückgang im Segment ‚Clothing and Home’ niedriger ausfiel als im vorigen Quartal, sind unsere Resultate nach wie vor unbefriedigend“, sagte der neue CEO Steve Rowe. In diesem Bereich müsse das Unternehmen „noch mehr tun“.

In einer Zwischenmitteilung hatte Marks & Spencer vorläufige Zahlen für das Schlussquartal veröffentlicht. Demnach stieg der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent. Maßgeblichen Anteil an der Verbesserung hatte die Lebensmittelsparte, die aufgrund von Neueröffnungen um 4,0 Prozent zulegen konnte. Auf vergleichbarer Fläche stagnierte ihr Umsatz allerdings. Im Geschäft mit Kleidung und Einrichtungsartikeln sanken die Erlöse um 1,9 Prozent (flächenbereinigt -2,7 Prozent).

Überdurchschnittlich entwickelten sich die Umsätze des Konzerns im Ausland (+4,3 Prozent, währungsbereinigt +3,8 Prozent) und im Online-Geschäft (+8,2 Prozent). In Großbritannien wuchsen die Erlöse aufgrund von Neueröffnungen um 1,6 Prozent, flächenbereinigt sanken sie um 1,1 Prozent.

Rowe, der erst vor wenigen Tagen als Nachfolger von Marc Bolland an die Spitze des Konzerns gerückt war, verwies angesichts der weiterhin schwachen Zahlen der Modesparte auf die widrigen Marktbedingungen im Einzelhandel. Zwar habe das Unternehmen schon einige Maßnahmen getroffen, um die Resultate zu verbessern, etwa Änderungen beim Sortiment und der Preispolitik, noch gebe es aber „zahlreiche Bereiche, um die wir uns kümmern müssen“, räumte Rowe ein. „Die Trendwende in der Bekleidungs- und Einrichtungssparte hat für uns höchste Priorität“, sagte er.

Foto: Marks & Spencer

Deutliches Umsatzminus im März: Gap wartet weiter auf den Aufschwung

Die Trendwende zum Besseren lässt beim US-amerikanischen Bekleidungskonzern Gap Inc. weiter auf sich warten. Auch im vergangenen Monat entwickelten sich die Umsätze enttäuschend. Das lässt nichts Gutes für das Ergebnis erahnen.

Im März musste der Konzern erneut einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen: Gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die Erlöse um knapp sieben Prozent und erreichten nur noch 1,43 Milliarden US-Dollar (1,26 Milliarden Euro). Auf vergleichbarer Fläche schrumpfte der Umsatz um sechs Prozent. Keine der drei Hauptmarken konnte sich dem Abwärtstrend entziehen: Bei Gap sanken die Erlöse flächenbereinigt um drei Prozent, bei Old Navy um sechs Prozent und bei Banana Republic sogar um 14 Prozent.

Damit blieb der erhoffte Aufschwung beim Label Gap aus, das der Konzern im vergangenen Jahr personell und organisatorisch umgekrempelt hatte. Vor einem Monat hatte Finanzchefin Sabrina Simmons noch große Hoffnungen in die neue Frühjahrskollektion der Marke gesetzt, doch noch schlägt sich der Kurswechsel nicht in den Zahlen nieder. Der März sei „herausfordernd“ gewesen, musste Simmons nun einräumen. Der Konzern konzentriere sich aber darauf „die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Resultate in allen Bereichen im Laufe des Jahres zu verbessern“.

Gleichzeitig warnte Gap aber vor den negativen Auswirkungen der enttäuschend schwachen Nachfrage auf das Ergebnis. Anscheinend hat der Konzern am Bedarf vorbeiproduziert. Anfang April seien die Lagerbestände „größer als geplant“ gewesen, erklärte das Unternehmen. Es rechne nun damit, dass die Bruttomarge im ersten Quartal „unter Druck geraten“ werde. Schließlich wird sich die bislang unerwünschte Saisonware wenn überhaupt wohl nur mit Rabatten an die Kunden bringen lassen.

Foto: Gap
Keine Einigung in Sicht: Amazon-Streik geht weiter

Der Streit des US-Versandhandelskonzerns Amazon mit der deutschen Gewerkschaft Ver.di scheint sich zu einem Dauerzustand mit offenem Ende zu entwickeln. So hat Ver.di auch für den heutigen Donnerstag wieder zum Streik aufgerufen, um am Weltgesundheitstag noch einmal nachdrücklich die eigenen Forderungen zu unterstreichen. Beschäftigte an den Amazon-Standorten Bad Hersfeld, Leipzig, Rheinberg, Werne, Graben und Koblenz sollen an der Aktion teilnehmen.

„Amazon nimmt wenig Rücksicht auf die Gesundheit seiner Beschäftigten. Hoher Druck, immer mehr in kürzerer Zeit zu schaffen, permanente Leistungskontrollen und Überwachung, eine schlechte Führungskultur, unzureichende Erholungszeiten und fehlende Hilfsmittel sind schlechte Arbeitsbedingungen, die häufig bei Amazon zu finden sind“, so das Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Gesunde Arbeit sei jedoch ein Menschenrecht und Tarifverträge ein entscheidendes Mittel, um gesunde und gute Arbeitsbedingungen zu garantieren. „Die Beschäftigten streiken, weil sie nicht mehr der Willkür eines Arbeitgebers ausgesetzt sein wollen, der auf Kosten ihrer Gesundheit seine Geschäfte betreibt“, so Nutzenberger weiter.

Die Gewerkschaft und Amazon streiten seit geraumer Zeit über die tarifliche Einordnung der Amazon-Beschäftigten. Während der Konzern nur den niedrigen, für Lagermitarbeiter gängigen Lohn zahlt, fordert Ver.di den Tarif des stationären Einzelhandels.

Foto: Christian Jungeblodt / Ver.di

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 24.03.2016 entschieden, dass ein Handelsunternehmen, das in einem Prospekt für Textilprodukte wirbt, keine Angaben zu deren Zusammensetzung machen muss, wenn in dem Prospekt keine direkte Bestellmöglichkeit gegeben ist (Az.: I ZR 7/15, Mitteilung der Wettbewerbszentrale).

Ein großer deutscher Modehändler hatte einen Prospekt herausgegeben, in dem Textilware beworben wurde, ohne deren Faserzusammensetzung anzugeben. Die Wettbewerbszentrale griff die Werbung an und berief sich darauf, dass in der fehlenden Textilkennzeichnung ein Verstoß gegen die Textilkennzeichnungsverordnung sowie gegen das Irreführungsverbot liege.

Der BGH hat nun die Auffassung der Vorinstanzen bestätigt, dass in der Bewerbung von Textilien in Prospekten keine Angaben zur Faserzusammensetzung gemacht werden müssen, sofern im Prospekt keine direkte Bestellmöglichkeit gegeben ist. Nach der Auffassung des BGH handelt es sich bei einem solchen Prospekt nämlich lediglich um eine Information, die nicht zu einer Kennzeichnungspflicht der beworbenen Textilien führt. Die Kennzeichnungspflichten nach der Textilkennzeichnungsverordnung und dem Textilkennzeichnungsgesetz greifen erst dann ein, wenn der Kunde die Ware – sei es online oder offline – auch tatsächlich bestellen oder kaufen kann.

Vor allem für die Modebranche ist das Urteil des BGH sehr erfreulich. Es schafft Klarheit darüber, ab wann die Textilkennzeichnungspflichten eingreifen und erleichtert die Bewerbung von Textilien in Katalogen erheblich.

Geschrieben von Janina Voogd, LL.M. (Cape Town), Noerr LLP

Janina Voogd ist Rechtsanwältin und Senior Associate in der Praxisgruppe Gewerblicher Rechtsschutz im Münchener Büro der Sozietät Noerr LLP. Sie berät nationale und internationale Unternehmen in allen Bereichen des Marken- und Designrechts. Darüber hinaus berät sie im Wettbewerbsrecht sowie in Domain-Streitigkeiten. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Beratung von Unternehmen in der Modebranche. Janina Voogd ist Lehrbeauftragte für Marken- und Designrecht an der AMD Akademie Mode & Design in München.


Gestiegene Einkaufspreise, der starke US-Dollar und höhere Betriebskosten haben dem Textilkonzern Hennes & Mauritz (H&M) den Start ins neue Geschäftsjahr erschwert. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Februar verdiente das Unternehmen unter dem Strich mit gut 2,5 Milliarden Schwedischen Kronen (275 Mio Euro) fast 30 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie es am Mittwoch in Stockholm mitteilte. Damit traf die Zara-Konkurrentin in etwa die Erwartungen der Analysten. Der Nettoumsatz legte um acht Prozent auf 43,7 Milliarden Kronen zu.

H&M bezieht rund 80 Prozent seiner Ware aus Asien, wo die Preise oft an den US-Dollar gebunden sind. Wegen des warmen Winters und schleppender Verkäufe musste das Unternehmen zudem mehr Rabatte gewähren, um seine Saisonware loszuwerden. Die gestiegenen Betriebskosten begründete das Management mit seiner weltweiten Expansion sowie Investitionen in Computersysteme und das Online-Geschäft. Im laufenden Jahr will H&M seine Präsenz weltweit um 425 Läden ausbauen. Noch im April soll die Zahl der Shops auf 4000 steigen. (DPA)