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Puma-Chef sieht nur Vorteile in größerer Eigenständigkeit

Schnellere Entscheidungen, noch mehr Eigenständigkeit: Puma-Chef Bjørn Gulden sieht nur Vorteile für sein Unternehmen, wenn der französische Luxuskonzern Kering die Mehrheit an dem Sportartikelhersteller abgibt.

«Wir sehen für unser Geschäft bei diesem Vorhaben keine Nachteile», sagte Gulden am Freitag. Einen Anker-Investor wie Kering beziehungsweise die Holdinggesellschaft Artémis zu haben, und gleichzeitig attraktiver für Investoren zu werden, sei «ein Optimum unter den Optionen, die ich kenne». Auch wenn Kering Puma bisher schon stets große Freiheit gegeben habe, könne man nun Entscheidungen noch schneller treffen. «Wir wollen das schnellste Sportlabel der Welt werden», sagte Gulden.

Kering hatte am Vorabend angekündigt, die Mehrheit an Puma mit Sitz im fränkischen Herzogenaurach abgeben und unter seinen Aktionären verteilen zu wollen. Die Anteilseigner von Kering sollen rund 70 Prozent des Puma-Grundkapitals als Sachdividende erhalten. Kering selbst würde damit rund 16 Prozent an Puma behalten. Artémis, die Holdinggesellschaft von Kering-Chef François-Henri Pinault, soll künftig etwa 29 Prozent an dem deutschen Unternehmen halten.

Der Streubesitz der Puma-Aktie würde sich damit künftig von 14 auf 55 Prozent erhöhen. Wenn die Kering-Aktionäre dem Vorschlag am 26. April zustimmen, werde es danach «sehr schnell» gehen, sagte Gulden. (dpa)

Foto: Puma/Bjorn Gulden, credit Christoph Mader