Mit enttäuschenden Umsatzzahlen hat der US-amerikanische Bekleidungskonzern Ralph Lauren Corporation das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres abgeschlossen. Das Ergebnis verfehlte das Vorjahresniveau klar.

Der Umsatz belief sich im abgelaufenen Quartal, das am 27. Dezember endete, auf 2,0 Milliarden US-Dollar, umgerechnet knapp 1,8 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das eine Steigerung um ein Prozent. Währungsbereinigt lag die Wachstumsrate bei drei Prozent. Dass es überhaupt für eine Verbesserung reichte, lag an zahlreichen neu eröffneten Stores und einem satten Zuwachs im Online-Geschäft. So stieg der Umsatz im Retail-Segment um zwei Prozent auf rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Auf vergleichbarer Fläche gingen die Einzelhandelserlöse um zwei Prozent zurück, währungs- und flächenbereinigt erreichten sie den Vorjahreswert. Der Großhandelsumsatz sank leicht von 840 auf 837 Millionen US-Dollar.

Hohe Preisnachlässe in den USA, Investitionen in die Flächenexpansion und den Ausbau des Online-Geschäfts sowie ungünstige Währungseffekte belasteten das Ergebnis. Der operative Gewinn sank daher um sechs Prozent auf 315 Millionen US-Dollar. Der Quartalsüberschuss fiel aufgrund einer höheren Steuerbelastung sogar um neun Prozent auf 215 Millionen US-Dollar.

Trotzdem zeigte sich das Unternehmen zumindest mit dem erzielten Ergebnis nicht unzufrieden: „Obwohl die Erlöse unter unseren Erwartungen lagen, haben wir in einem unsicheren Marktumfeld eine operative Marge erreicht, die im oberen Bereich unserer Prognose liegt“, sagte COO Jacki Nemerov. Mit Unwägbarkeiten rechnet sie auch weiterhin: „Es ist nicht absehbar, wie sich die Wechselkurse und das Kundenverhalten entwickeln werden. Das haben wir in unsere Planungen berücksichtigt.“ Sie kündigte zudem eine „neue, sorgfältig konzipierte Brand-Management-Struktur“ an, die in den kommenden Monaten eingeführt werden und für eine „substanzielle operative Effizienzsteigerung“ sorgen soll.

Vorerst senkte der Konzern aber seine Umsatzprognose: Für das laufende Geschäftsjahr rechnet er angesichts der mageren Quartalszahlen und ungünstiger Wechselkursveränderungen nun nur noch mit einem Wachstum um vier Prozent – bislang war eine Steigerung um fünf bis sieben Prozent erwartet worden. Zudem erwartet das Management einen deutlicheren Rückgang der operativen Marge: Hatte das Unternehmen zuvor mit einem Schrumpfen um 100 bis 125 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr kalkuliert, rechnet es nun mit einem Rückgang um 170 bis 190 Basispunkte.

 

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