Der Uhren- und Schmuckkonzern Richemont hat das schwächste Weihnachtsgeschäft seit sechs Jahren hinter sich. Gute Geschäfte in Europa, Amerika und im Nahen Osten wurden durch einen deutlichen Rückgang in Asien, vor allem in Hongkong und Macao, mehr als aufgezehrt, wie der Konzern am Donnerstag in Genf mitteilte. Die Proteste der Demokratiebewegung im Herbst hielten reiche Chinesen auch an wichtigen Feiertagen davon ab, Schmuck und teure Uhren dort steuerlich günstig zu kaufen. In der Folge brach der Umsatz in der Region Asien/Pazifik um zwölf Prozent ein.

Im dritten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember stagnierte der Umsatz bei konstanten Währungskursen. Analysten hatten hier mit einem Wachstum gerechnet. Nur dank günstiger Wechselkurse verbuchten die Schweizer ein Plus von vier Prozent auf 3,05 Milliarden Euro. Die Entwicklung im dritten Quartal war damit auch schwächer als in den ersten sechs Monaten. Gewinnzahlen teilte der Konzern bei der Vorlage der Umsatzentwicklung nicht mit. Zu Richemont gehören Marken wie Cartier, Dunhill, Montblanc oder Jaeger-LeCoultre. (dpa)

 

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