Der Luxusgüterkonzern Richemont geht für das Geschäftsjahr 2014/2015 von einem Gewinneinbruch aus. Aufgrund von Bewertungsverlusten dürfte der Reingewinn im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent zurückgehen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Hintergrund sind Verluste aus Neubewertungen finanzieller Instrumente wie etwa Derivate. Zudem gehe man zusätzlich von einer "signifikant" höheren effektiven Steuerquote für das Jahr aus.

Richemont geht zudem davon aus, dass der Umsatz im Geschäftsjahr per Ende März - inklusive der Online-Tochter Net-A-Porter, die als "zum Verkauf" klassifiziert wird - um 5 Prozent bzw. um 2 Prozent bei konstanten Wechselkursen gestiegen sein dürfte. Nach der Bekanntgabe der Fusion mit dem italienischen Internet-Kleiderhändler Yoox würden die Ergebnisse von Net-A-Porter nun jedoch als "nicht-fortgeführtes Geschäft" für die Geschäftsjahre per Ende März 2015 und per Ende März 2014 geführt werden. Dies habe aber keinen materiellen Einfluss auf den Betriebs- oder Reingewinn der Gruppe der Geschäftsjahre 2013/2014 und 2014/2015, hieß es dazu.

Ohne das "nicht-fortgeführte Geschäft" stiegen die Verkäufe der Gruppe um 4 Prozent bzw. 1 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Der Betriebsgewinn dürfte zudem einen Anstieg von 10 Prozent erreichen - einschließlich eines Ertrags aus einer Veräußerung einer Anlageimmobilie.

Am 22. Mai sollen die detaillierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2014/15 veröffentlicht werden. (DPA)

 

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