Die italienische Safilo Group SpA, einer der weltweit führenden Brillenhersteller, hat ihren Umsatz im ersten Quartal 2015 aufgrund günstiger Währungseffekte um fast elf Prozent gesteigert. Das Ergebnis brach allerdings ein.

Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, belief sich der Konzernumsatz im ersten Vierteljahr auf 324,3 Millionen Euro. Das bedeutete ein Wachstum um 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu verdanken hatte Safilo das deutliche Plus allerdings hauptsächlich dem starken US-Dollar. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stieg der Umsatz lediglich um 0,8 Prozent.

Der entsprechende Währungseffekt machte sich naturgemäß vor allem in Nordamerika bemerkbar: Dort wuchsen die Erlöse um 26,9 Prozent auf 132,9 Millionen Euro. Währungsbereinigt fiel die Steigerungsrate mit 5,3 Prozent sehr viel bescheidener aus. In Lateinamerika verbesserte Safilo seinen Umsatz um 30,1 Prozent (währungsbereinigt +23,4 Prozent) auf 12,5 Millionen Euro, in Europa stiegen die Erlöse trotz schwacher Geschäfte in Russland immerhin um 2,6 Prozent (währungsbereinigt +2,8 Prozent) auf 132,9 Millionen Euro. Dazu trugen unter anderem Zuwächse in Deutschland bei.

Im asiatisch-pazifischen Raum schrumpfte der Umsatz hingegen um 9,8 Prozent (währungsbereinigt -22,9 Prozent) auf 39,2 Millionen Euro. Neben ungünstigen Marktbedingungen in Hongkong und auf dem chinesischen Festland trugen nach Angaben des Unternehmens Umstrukturierungen in der Vertriebsorganisation zum Rückgang bei. Mit den Umbaumaßnahmen will das Unternehmen seine Wachstumschancen in Asien langfristig verbessern, „sichtbare positive Effekte“ auf die Umsatzentwicklung erwartet es im vierten Quartal.

Eine niedrigere Bruttomarge und höhere Kosten ließen den Betriebsgewinn um 17,5 Prozent auf 22,1 Millionen Euro sinken. Der Nettogewinn nach Minderheitenanteilen brach aufgrund deutlich höherer Finanzkosten sogar um 91,2 Prozent auf 1,4 Millionen Euro ein. Die vorgelegten Zahlen lagen nach Angaben des Unternehmens „grundsätzlich im Rahmen der Erwartungen“. CEO Luisa Delgado hob hervor, dass Investitionen das Quartal geprägt hätten. Mit ersten Auswirkungen der eingeleiteten Maßnahmen, die unter anderem die Reduzierung der Lagerbestände sowie Umstrukturierungen im Vertrieb und im Zuliefernetzwerk umfassen, rechnet sie „im Verlauf des Jahres“.

 

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