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Trotz „externer Herausforderungen“: Mytheresa kann im dritten Quartal weiter wachsen

Von Jan Schroder

10. Mai 2022

Business

Bild: Mytheresa

Der Online-Modehändler Mytheresa hat das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 trotz des derzeit schwierigen Marktumfelds mit einem Umsatzplus abgeschlossen. Außerdem konnte das Unternehmen seinen Verlust verringern. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den die an der New Yorker Börse notierte Muttergesellschaft MYT Netherlands Parent B.V. am Dienstag veröffentlichte.

Demnach belief sich der Umsatz in den Monaten Januar bis März auf 169,5 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutete das eine Steigerung um 2,9 Prozent. Der Bruttowarenwert (GMV), der auch die im Mytheresa-Onlineshop erzielten Erlöse von Partnermarken im Rahmen des im vergangenen Herbst vorgestellten „kuratierten Plattform-Modells“ (Curated Platform Model, CPM) enthält, wuchs um 13,2 Prozent auf 186,6 Millionen Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich das GMV in den USA, wo es um 41,6 Prozent zulegte.

Auch beim Ergebnis machte der Modehändler Fortschritte: Der Nettoverlust wurde von 50,0 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 4,3 Millionen Euro verringert. Allerdings hatten vor einem Jahr hohe Sonderbelastungen im Zusammenhang mit dem im Januar 2021 vollzogenen Börsengang das Ergebnis geprägt. Bereinigt um Einmaleffekte stieg der Quartalsüberschuss um 25,8 Prozent von 4,5 auf 5,6 Millionen Euro.

Geschäftsführer Michael Kliger mit Resultaten zufrieden

CEO Michael Kliger zeigte sich angesichts der derzeit widrigen Rahmenbedingungen mit den Resultaten zufrieden: „Unser Geschäft hat im dritten Quartal ausgezeichnete Stärke gezeigt und dies trotz einiger externer Herausforderungen“, erklärte er in einer Mitteilung. Mytheresa habe „sehr solide Ergebnisse bei anhaltender Profitabilität auf bereinigter EBITDA-Ebene geliefert“. Auch hinsichtlich der näheren Zukunft gab sich Kliger zuversichtlich: „Es ist zwar unmöglich, das makroökonomische Umfeld für die kommenden Monate vorherzusagen, aber der Luxussektor hat sich stets als sehr widerstandsfähig erwiesen. Außerdem setzt sich die Verlagerung der Luxuskonsumenten hin zu digitalen Kanälen fort und treibt das Wachstum voran“, betonte er.

So hielt das Management grundsätzlich an seinen Zielen für das am 30. Juni endende Geschäftsjahr fest, gab sich aber etwas vorsichtiger. Das Unternehmen werde voraussichtlich die Prognosen „am unteren Ende der angegebenen Spanne erreichen“, heißt es in einer Mitteilung. Beim GMV rechnet Mytheresa mit einem Wachstum um 23 bis 26 Prozent auf 755 bis 775 Millionen Euro, der Umsatz soll eine Höhe von 700 bis 720 Millionen Euro erreichen. Zudem wird eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen neun und zehn Prozent angepeilt.

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