Uniqlo will Top-Mitarbeiter mit Gehalt von 246.000 Euro locken

Selbst der größte Einzelhändler Asiens, Fast Retailing, muss kreativ werden, wenn es um die Rekrutierung (und dauerhafte Beschäftigung) von Top-Talenten geht. Deshalb verspricht der japanische Modekonzern jetzt ein Jahresgehalt von bis zu 246.000 Euro und einen Manager-Titel innerhalb von drei Jahren, um einen der angespanntesten Arbeitsmärkte in der Geschichte Japans anzugehen.

Das Unternehmen, zu dem die Modemarke Uniqlo gehört, spielt mit dem Gedanken, bereits ab nächstem Frühjahr weitaus höhere Gehälter zu zahlen als die Konkurrenz - zwischen 20 und 30 Millionen Yen - was 164.000 bis 246.000 Euro entspricht - für Mitarbeiter, die in die USA oder nach Europa geschickt werden, und mehr als 10 Millionen Yen (rund 82.000 Euro) für Mitarbeiter in Japan, so Firmenchef Tadashi Yanai in einem Interview laut einem Nikkei-Bericht.

Dies würde mehr als dem Dreifachen entsprechen, was das Unternehmen derzeit zahlt, und dem Zehnfachen des nationalen Durchschnitts in Japan für vergleichbare Tätigkeiten. Nicht nur Fast Retailing bricht mit kulturellen Normen, die Gehalt mit oft langjähriger Tätigkeit oder gar lebenslanger Beschäftigung gleichsetzten, um gegen eine zunehmend veralternde Bevölkerung und einen Mangel an jungen Mitarbeitern anzugehen.

Auch die Firmenpraxis, neue Mitarbeiter zunächst für Uniqlo-Filialen zu rekrutieren, soll gelockert und neue Talente direkt in spezielle Abteilungen wie IT und Design geschickt werden. Nach drei bis fünf Jahren will das Unternehmen geeignete Kandidaten dann für Management-Positionen in Japan und im Ausland auswählen und die erwähnten hohen Gehälter zahlen, so der Nikkei-Bericht.

Foto: Uniqlo Facebook

 

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