US-Warenhauskette Macy's erwartet Milliardenverlust

Die amerikanische Warenhauskette Macy's stellt sich wegen der Corona-Krise auf einen Milliardenverlust ein. Der Betriebsverlust in dem Anfang Mai abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal werde zwischen 905 Millionen und 1,1 Milliarden US-Dollar (820 Mio bis eine Mrd Euro) liegen, teilte das Traditionsunternehmen am Donnerstag mit. Im Vorjahresquartal hatte Macy's noch ein operatives Ergebnis von gut 200 Millionen Dollar erwirtschaftet. Der Umsatz werde angesichts der weitreichenden Ladenschließungen im Jahresvergleich von 5,5 auf rund 3 Milliarden Dollar sinken.

Mehrere US-Einzelhändler sind hart von der Corona-Krise getroffen worden. Die Warenhausketten J.C. Penney und Neiman Marcus sowie der Modehändler J.Crew meldeten Insolvenz an. J.C. Penney will im Zuge der Sanierung fast 30 Prozent der Standorte aufgeben. Auch der Dessous-Anbieter Victoria's Secret kündigte am Mittwoch an, rund jeden Vierten Laden in Nordamerika zu schließen, die Warenhauskette Nordstrom will 16 Geschäfte dichtmachen.

Macy's wolle diese Lücken ausfüllen, betonte Firmenchef Jeff Gennette. Umsätze von rund zehn Milliarden Dollar würden durch die Schließungen neu verteilt, sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Macy's erwäge deshalb, einige neue Produktkategorien in die Warenhäuser aufzunehmen, an denen bisherige Kunden der Konkurrenz interessiert sein könnten. (dpa)

Bild: Macy's

 

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