VF Corporation: Schwaches US-Geschäft sorgt für Umsatzrückgang im ersten Quartal

Die Zahlen, die der US-amerikanische Bekleidungskonzern VF Corporation für das erste Quartal 2017 vorlegte, fielen wie erwartet nicht sonderlich erfreulich aus. Sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis schrumpften im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. CEO Steve Randle sah trotzdem Lichtblicke: „Die größten Marken des Konzerns, der eigene Einzelhandel und das Auslandsgeschäft haben sich gut entwickelt und angesichts anhaltender Umbrüche in der Einzelhandelsbranche solide Zahlen abgeliefert“, erklärte er in einer Mitteilung. Zu spüren bekam das Unternehmen die schwierigen Rahmenbedingungen vor allem auf dem Heimatmarkt.

Der Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäften – also ohne die Anteile bereits verkaufter oder zum Verkauf stehender Segmente – belief sich im ersten Vierteljahr auf 2,58 Milliarden US-Dollar, was einen Rückgang um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutete. Währungsbereinigt schrumpfte er um ein Prozent. Sinkende Erlöse in den USA (-5 Prozent) konnte durch Zuwächse im Ausland (+2 Prozent, währungsbereinigt +5 Prozent) nicht vollständig kompensiert werden. Im eigenen Einzelhandel stieg der Umsatz nicht zuletzt dank des starken Online-Geschäfts (+25 Prozent, währungsbereinigt +26 Prozent) um sechs Prozent (währungsbereinigt +7 Prozent), im Großhandel sank er um fünf Prozent (währungsbereinigt -4 Prozent).

Die Hauptmarken Vans und The North Face verbuchen höhere Umsätze

Weiter auf Wachstumskurs war die mit Abstand stärkste Sparte des Konzerns: Im Segment Outdoor & Action Sports stieg der Umsatz um zwei Prozent (währungsbereinigt +4 Prozent) auf 1,68 Milliarden US-Dollar. Dafür sorgten die Marken Vans (+5 Prozent) und The North Face (+4 Prozent) während die Erlöse von Timberland um sieben Prozent zurückgingen.

In allen übrigen Geschäftsfeldern sanken die Umsätze: Im Segment Jeanswear mit den Marken Wrangler und Lee schrumpften sie um neun Prozent (währungsbereinigt -8 Prozent) auf 647,4 Millionen US-Dollar, in der Sparte Imagewear um fünf Prozent auf 135,0 Millionen US-Dollar und im Bereich Sportswear um 17 Prozent auf 98,3 Millionen US-Dollar.

Der Nettogewinn sinkt um zwanzig Prozent

Um sich künftig stärker auf seine erfolgversprechenden Marken konzentrieren zu können, bemühte sich der Konzern zuletzt um die Straffung seines Portfolios: Im August vergangenen Jahres wurde bereits das Segment Contemporary Brands mit den Labels 7 For All Mankind, Splendid und Ella Moss an die israelische Gruppe Delta Galil abgegeben, Anfang April verkündete VF den Verkauf der Licensed Sports Group mit der Marke Majestic an den Bekleidungshersteller Fanatics.

Durch die Trennung von unprofitablen Segmenten sank der Nettogewinn aus fortgeführten Geschäften im ersten Quartal nur um elf Prozent auf 214,7 Millionen US-Dollar. Der ausgewiesene Quartalsüberschuss, in dem auch die Ergebnisbeiträge der aufgegebenen Sparten enthalten sind, schrumpfte um zwanzig Prozent auf 209,2 Millionen US-Dollar.

Angesichts des kürzlich vereinbarten Verkaufs der Licensed Sports Group präsentierte das Management neue Jahresprognosen, die der neuen Situation Rechnung tragen. Demnach soll der Umsatz aus fortgeführten Geschäften um einen „niedrigen einstelligen Prozentsatz“ steigen. Dabei sind negative Währungseffekte im Umfang von zwei Prozentpunkten berücksichtigt. Beim Ergebnis pro Aktie wird ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr erwartet.

VF Corporation: 1. Quartal 2017
Umsatz 2,58 Milliarden $
Nettogewinn 209,2 Millionen $

Foto: Vans
 

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