Der Online-Modehändler Zalando ist im dritten Quartal weiter kräftig gewachsen. Weil die Kosten für den Ausbau des Geschäftsmodells noch stärker stiegen schrieb das MDax -Unternehmen allerdings tiefrote Zahlen. Unter dem Strich stand für die Monate Juli bis September ein Verlust von 28,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage endgültiger Zahlen mitteilte. Im Vorjahr hatte das Minus 0,5 Millionen Euro betragen.

Erhöhte Ausgaben fürs Marketing, Kosten für eine schnellere Belieferung sowie hohe Investitionen in die Technologie hatten Zalando im dritten Quartal belastet. So schnellten die Vertriebskosten um 62 Prozent auf knapp 283 Millionen Euro nach oben. Operativ wiesen die Berliner einen Verlust von 23,5 Millionen Euro aus. Im Jahr zuvor hatte das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern noch mit 3,8 Millionen Euro im Plus gelegen.

Beim Umsatz konnte Zalando durch die wachsende Zahl von Kunden und Bestellungen hingegen Tempo machen. Im dritten Quartal wuchsen die Erlöse um 42,2 Prozent auf 713,1 Millionen Euro. Bis Ende des Geschäftsjahres werde der Umsatz auf knapp drei Milliarden Euro steigen, hieß es. Konkret peilt Zalando für 2015 ein Plus von 33 bis 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Die bereinigte Ebit-Marge soll etwa 3 bis 4 Prozent betragen. Zalando hatte bereits Mitte Oktober vorläufige Zahlen vorgelegt. (DPA)

 

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