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BTE-Umfrage: Diese Probleme plagen den stationären Handel

Von Simone Preuss

17. Feb. 2022

Einzelhandel

Bild: Tranoi

Laut einer aktuellen Befragung des Bundesverband des Deutschen Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandels (BTE) bereitet seinen Mitgliedern die Abwanderung der Kundschaft zum Onlinehandel sowie das Rekrutieren guter Mitarbeiter:innen und Auszubildender die größten Sorgen.

Auf einer Skala von 1 (kein Problem) bis 10 (sehr großes Problem) bewerteten die teilnehmenden Händlerinnen die beiden Punkte mit einem Wert von 7,9 bzw. 7,7.

Insgesamt wurden 14 Problembereiche identifiziert, die von 7,9 (Abwanderung der Kundschaft zum Onlinehandel) als schwerwiegend bis zu 3,3 (Imageprobleme aufgrund der Nachhaltigkeitsdiskussion) als weniger schwerwiegend reichten.

Preisreduzierungen bereiten Kopfzerbrechen

Zu frühe und umfangreiche Preisreduzierungen, eine wachsende Bürokratie und steigende Einkaufspreise wurden mit Wertungen 7,6, 7,1 und 7,0 von jeweils als überdurchschnittlich herausfordernd bewertet und machen mit den beiden zuvor genannten die fünf größten Probleme der Händler:innen aus.

Dem folgt der zunehmende Wettbewerb durch eigene Lieferant:innen - sowohl online als auch stationär (6,9), Lieferprobleme auf Beschaffungsseite (6,7) und die Attraktivität des eigenen Standorts im mittleren Problembereich.

Bild: BTE

Wettbewerb und Umsatzverluste plagen stationären Einzelhandel

Die verbleibenden sechs als Probleme genannte Bereiche sind die Entwicklung der Personalkosten (5,9), eine unzureichende Warensteuerung im Saisonverlauf (5,4), der zunehmende Wettbewerb durch Factory Outlet Centers (5,1), Umsatzverluste bei bislang marktstarken Lieferant:innen (5,0), der zunehmende stationäre Wettbewerb durch vertikale Unternehmen (4,9) und als Schlusslicht, Imageprobleme aufgrund der Nachhaltigkeitsdiskussion.

Jetzt heißt es für den stationären Einzelhandel, die Attraktivität des Ladenbesuchs auszubauen und mit digitalen Erlebnissen und Informationen zu vernetzen, um die Kundschaft auch weiterhin in die Läden zu locken.

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