Deutscher Einzelhandel profitiert vom freundlichen Konsumklima

Die Deutschen sind weiterhin in Kauflaune. Das geht nicht nur aus den monatlichen Konsumklima-Studien des Marktforschungsinstituts GfK hervor, sondern auch aus den aktuellen Zahlen für den Monat Juni und das erste Halbjahr 2017, die das Statistische Bundesamt am Montag vorlegte. Die Schuh- und Textilhändler zählen allerdings nach wie vor nicht zu den Nutznießern der guten Verbraucherstimmung.

Wie die in Wiesbaden ansässige Behörde mitteilte, lagen die Umsätze im deutschen Einzelhandel in den ersten sechs Monaten nominal um 3,5 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Damit ist die Branche auf einem guten Weg, die Jahresprognose zu übertreffen, die der Handelsverbands Deutschland (HDE) Ende Januar veröffentlichte hatte. Sie sieht für 2017 ein nominales Umsatzplus von zwei Prozent vor. Real, also bereinigt um Preissteigerungen, stieg der Halbjahresumsatz um 1,7 Prozent. Solide Zuwächse verbuchten vor allem Internet- und Versandhändler (nominal +7,6 Prozent, real +6,6 Prozent) sowie der sogenannte „Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“, der unter anderem Waren- und Kaufhäuser einschließt (nominal +3,3 Prozent, real +2,1 Prozent). Schlechter sah es im Fachhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren aus: Dort wurde das Vorjahresniveau zwar nominal leicht übertroffen (+0,2 Prozent), real gingen die Umsätze aber zurück (-1,5 Prozent).

Auch zum Abschluss des ersten Halbjahres konnte sich der Einzelhandel über ein solides Wachstum freuen: Im Juni wuchs der Gesamtumsatz nominal um 3,1 Prozent und real um 1,5 Prozent. Überdurchschnittlich stiegen die Erlöse mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren (nominal +4,8 Prozent, real +2,5 Prozent). Im Geschäft mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren stieg der Umsatz nominal um 0,9 Prozent, real sank er um 0,9 Prozent.

Foto: ECE
 

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