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Die wichtigsten Trends für den Einzelhandel 2022

Von Rachel Douglass

25. Jan. 2022

Einzelhandel

Bild: Nathan Dumlao via Unsplash

Die globalen Auswirkungen der Pandemie auf den Einzelhandel sind nicht zu übersehen. Da Covid weiterhin weltweit Produktion und Lieferketten beeinträchtigt und neue Varianten auftauchen und wieder verschwinden, wird sie das Gesicht des Einzelhandels wahrscheinlich auch weiterhin verändern. Ratschläge zur Bewältigung dieser neuen Herausforderungen sind willkommener denn je.

Das Marktanalyseunternehmen Edited, das auf den Einzelhandel spezialisiert ist, hat vier Trends sowohl in der physischen als auch in der digitalen Landschaft identifiziert, die das kommende Jahr bestimmen werden.

Omnichannel und datengesteuerte Strategien

Es scheint, dass digitale Innovation und Pandemie in den letzten zwei Jahren Hand in Hand gegangen sind und die Rolle des stationären Handels grundlegend verändert haben. Der Bericht von Edited fordert den Einzelhandel in erster Linie dazu auf, seine Ladenflächen zu überdenken, indem er der Kundschaft Erlebniseinkäufe anbietet oder seine Einflusssphäre in die digitale Welt ausdehnt, um alternative Online-Aktivierungen wie Livestream-Shopping zu ermöglichen.

Außerdem wird der Einzelhandel aufgefordert, flexiblere Zahlungsoptionen anzubieten und künstliche Intelligenz (KI) zu nutzen, um ein personalisierteres Erlebnis für die Kundschaft zu schaffen. Diese Ergänzungen bieten den Shoppenden mehr Möglichkeiten, sich an die Marke heranzutasten und dem Einzelhändler die Möglichkeit, mehr über ihr Einkaufsverhalten zu erfahren.

Das Metaverse rückt immer näher

Spätestens seit der Ankündigung, dass Facebook nun zu Meta, einem Metaverse-first-Unternehmen, wird, ist klar, dass die virtuelle Welt immer schneller auf uns zukommt. Als Reaktion darauf hat der Einzelhandel zunehmend Elemente der digitalen Sphäre angenommen, wobei NFTs, Spiele und Kryptowährungen in der gesamten Branche zur Norm geworden sind. Laut Edited ist der Einsatz von digitaler Mode deutlicher geworden, da der Handel „sie nutzt, um die Anzahl der physischen Waren zu reduzieren“, während die Zunahme von NFTs und Kryptowährungen zusätzlich zur Transparenz und Authentifizierung von Waren beiträgt.

Kryptowährungen wurden während der Pandemie immer mehr zu einem akzeptierten Zahlungsmittel. Auch 5G-Technologie hielt Einzug in die Lebenswelten der Menschen. All dies wird durch Augmented Reality (AR)- und Virtual Reality (VR)-Anwendungen sowie In-Store- und Online-Kundenservices unterstützt.

Die Rückkehr der Lieferkette

Wie Edited feststellte, sind Lieferkettenprobleme „eine Plage für die Branche“. Das effektive Management der Logistik ist ein Muss für den Einzelhandel in diesem Jahr. Die Plattform hat eine Reihe von Vorschlägen zur Lösung dieses Problems gemacht, wie beispielsweise Click and Collect, um Transportkosten und Rücksendequoten zu verringern, und eine neue Größentechnologie, die KI-Tools einsetzt, um der Online-Kundschaft bei der Auswahl der richtigen Kleidergröße zu helfen. Beide bieten viele Vorteile und sollen helfen, Überbestellungen zu vermeiden und ein positives Einkaufserlebnis zu gewährleisten.

Ein weiterer Vorschlag ist das Modell der Vorbestellung, das bereits von Telfar und Kitri übernommen wurde. Im Mittelpunkt des Geschäftsmodells steht die Produktion auf Bestellung, wodurch Überproduktion verhindert und Abfall minimiert wird. Eine weitere Empfehlung ist die lokale Fertigung, eine Methode, die durch kürzere Vorlaufzeiten mehr Kontrolle über die Lieferkette gewährleistet.

Lokale Einkaufsstraßen

Ein Trend, der vor allem durch den veränderten Lebensstil der Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie gefördert wurde. So könnte die Einkaufsstraße in diesem Jahr ein dringend benötigtes Comeback erfahren. Laut der Datenplattform haben 63 Prozent der Teilnehmenden angegeben, dass sie mehr lokal einkaufen werden, was viele Einzelhändler:innen dazu veranlasst hat, einen Umzug in die lokalen Hauptstraßen und aus den Stadtzentren heraus zu planen. Einige haben auch damit begonnen, den neuen Lebensstil des Homeoffice weiterhin in Betracht zu ziehen, wobei einige die Entwicklung von lokalen Angeboten nur für diesen Zweck unterstützen.

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ.