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Einzelhandel bleibt wichtiger Bestandteil deutscher Innenstädte

Von Simone Preuss

29. Sept. 2021

Einzelhandel

BMO Real Estate Partners Germany

„Dass das vergangene Jahr den stationären Einzelhandel vor große Herausforderungen gestellt hat, steht außer Frage. Dass es ein ‚Zurück in die Zukunft‘ nicht in Gänze geben wird, ebenfalls“, kommentiert Iris Schöberl, Managing Director Germany und Head of Institutional Clients bei BMO Real Estate Partners Germany, in einer Pressemitteilung.

„Gleichzeitig wurden bestehende Trends in der Highstreet bestätigt und beschleunigt, neue Impulse, Ideen und Konzepte forciert. Nun gilt es, diesen Weg fortzuführen, denn eines ist klar: Der Einzelhändler wird auch künftig ein wichtiger Bestandteil unserer Innenstädte bleiben – wenn auch nicht der einzige“, fügt Schöberl hinzu.

BMO Real Estate Partners Germany

Stärkere Durchmischung der Einkaufsstraßen birgt großes Potenzial

Was gezielte Aussagen über individuelle Nutzungs- oder Bedarfsänderungen von Einzelhändlern und Kunden angeht, so verantworten Anbieter des modischen Bedarfs aktuell einen Anteil von rund 34 Prozent aller erfassten Geschäfte in den untersuchten Einkaufsstraßen, gefolgt von den definierten Warengruppen „sonstige Hartwaren“ (16 Prozent), „Gastronomie“ (13 Prozent) und „einzelhandelsnahe Dienstleister“ (9 Prozent).

„Die Highstreets stehen vor einer Umstrukturierung. Die damit einhergehende zunehmende Nutzungsdurchmischung wird künftig zu einer Verkürzung der A-Lage führen, sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen. Diesen Wandel gilt es als Chance zu sehen, denn er macht auch den Weg für neue Konzepte und Strategien frei, von denen Immobilieneigentümer genauso wie Investoren profitieren können. Mehr Durchmischung bedeutet eine stärkere Risikodiversifizierung“, erklärt Thomas Hübner, Head of Investment bei BMO Real Estate Partners Germany, der in der zukünftigen stärkeren Durchmischung großes Potenzial sieht.

Weitere Chance durch Regionalität

Aufgrund der zunehmenden Fokussierung der Konsumierenden auf regionale Produkte ist nicht auszuschließen, dass die Durchmischung ebenfalls in Bezug auf den Filialisierungsgrad zunimmt, so der Bericht. Auch wenn in deutschen Einkaufsstraßen internationale Filialisten nach wie vor das Stadtbild prägen, so gewinnen nationale und regionale Anbieter an Präsenz.

„Dabei spielt die Identifikation mit dem Standort eine immer größere Rolle. Diese gelingt nur durch stabile Beziehungen zwischen Kunden, Händlern, Eigentümern und Investoren. Durchmischung und Vernetzung in unseren Highstreets werden die größten Treiber sein. Und das auf verschiedensten Ebenen: zwischen Händlern und Kunden, zwischen den unterschiedlichen Nutzungen, zwischen on- und offline“, bestätigt Schöberl.

Zu den weiteren Trends, die der kostenlos herunterladbare Bericht nennt, gehört eine Individualisierung durch Technisierung, ein steigendes Interesse an kleineren Flächen, eine Zunahme der Erlebnisqualität der Innenstädte, die Kundenansprache und -steuerung durch digitale Dienste und mehr.