Karl Lagerfeld plant ersten US-Flagshipstore

Nach der Eröffnug eines ersten eigenständigen Damenmode-Geschäfts in Moskau am 22. März plant das Luxuslabel Karl Lagerfeld jetzt einen ersten US-Flagshipstore in New York City. Das zur G-III Apparel Group gehörende Label, das sich an ältere, anspruchsvollere Kunden wendet, setzt auf sein großes Potential im Ready-to-Wear-Markt.

Ein Standort für das erste US-Geschäft ist bereits gefunden: Es wird sich am 420 Broadway in Soho befinden, in der Nähe von Lagerfelds anderen Marken Chanel und Fendi, und in einer zuvor von G-III-Marke DKNY betriebenen Fläche. Derzeit wird die Boutique jedoch noch renoviert und ein Eröffnungstermin wurde noch nicht bekannt gegeben.

Karl Lagerfeld-Fans in den USA können sich jedoch auf mehr Boutiquen freuen; G-III will aufgrund rückgehender Umsätze acht G.H. Bass und Wilsons Leather-Geschäfte in Karl Lagerfeld Paris-Boutiquen umwandeln. Die Umsätze für Karl Lager lagen im Jahr 2017 laut Fashion Network in den USA und Kanada bei 80 Millionen US-Dollar.

Karl Lagerfeld gründete sein gleichnamiges Luxuslabel bereits im Jahr 1984; es war zunächst jedoch nicht profitabel. Der französische Luxusgüterkonzern Cora-Revillon kaufte 1987 die Rechte der Marke, die 1992 von Dunhill aufgekauft wurden. Nach einer Fusion mit Cartier ging dieser in der Vendome-Gruppe (später Richemont) auf.

Nach schlechten Umsätzen und hohen Verlusten gab Vendome die Markenrechte 1997 an Lagerfeld zurück. Dieser startete 1998 unter dem Namen Lagerfeld Gallery mit einer kleinen, selbst kreierten Damenkollektion neu und eröffnete eigene Boutiquen. Ab 1999 präsentierte er die Damenkollektionen auf den Modenschauen in Paris.

Im Jahr 2012 führte Lagerfeld das Label neu ein und ging Mitte 2015 ein Joint Venture mit G-III zur Erschließung des nordamerikanischen Marktes ein und erzielt seitdem neue Erfolge.

Foto: via Karllagerfeldparis.com
 

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