Konsumklima erleidet kleinen Dämpfer

Die Kauflaune der deutschen Verbraucher hat sich in den vergangenen Wochen etwas verschlechtert. Das geht aus der Konsumklimastudie für den Februar hervor, die die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Mittwoch vorlegte. „Die politischen Turbulenzen um die Bildung einer stabilen und tragfähigen Regierung in Berlin haben die Konsumenten möglicherweise etwas verunsichert, so dass die Stimmung im Februar ihre Zugewinne aus dem Vormonat wieder abgeben musste“, erklärten die Marktforscher. Auf der Basis der vorliegenden Zahlen prognostizierte das Institut für das Konsumklima im März einen Wert von 10,8 Punkten. Im Februar hatte er bei 11,0 Punkten gelegen.

Im Februar lagen alle drei Indikatoren, aus denen die GfK das Konsumklima ermittelt, unter dem Niveau des Vormonats. So sank der Index für die allgemeine Konjunkturerwartung von 54,4 auf 45,6 Punkte. Auch bei der individuellen Einkommenserwartung wurde der Januar-Wert von 56,8 Punkten nicht erreicht. Im Februar lag der Indikator bei 53,8 Punkten. So sank auch die Anschaffungsneigung: Hier ergab sich ein Rückgang von 60,4 auf 56,3 Punkte.

Auch wenn die Werte im Februar nicht ganz so hoch ausfielen wie im Januar, sieht die GfK keinen Grund zur Beunruhigung für die deutschen Einzelhändler. Die Konsumneigung weise „weiterhin ein überaus hohes Niveau auf“, betonten die Marktforscher. „Dies dürfte den Einzelhandel hoffen lassen, dass sich die Umsätze nach einem überaus erfolgreichen Jahr 2017 weiterhin positiv entwickeln.“ Risiken böten allerdings die „stärkeren protektionistischen Tendenzen“ in der US-Handelspolitik und die schleppend verlaufenden Brexit-Verhandlungen. Außerdem mahnt das Institut die Bildung einer „stabilen“ Bundesregierung an. Diese würde „das Konsumklima zusätzlich stützen“.

Foto: ECE
 

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