Nur in Deutschland: Ebay schon bald versandkostenfrei?

In Deutschland sind besonders diejenigen Onlineshops erfolgreich, die den Kunden kostenlose Rücksendungen anbieten. Forschungen haben sogar ergeben, dass dieser Service den Verbraucher die Kaufentscheidung erleichtert. Man greift eben gerne dort zu, wo es am wenigsten Risiko gibt und keine Folgekosten zu erwarten sind. Auf einfache Versandkosten verzichten sogar fast alle E-Commerce-Anbieter komplett.

Ein wenig Risiko gibt es beim Einkauf auf der Handelsplattform Ebay immer, schließlich werden die meisten Angebote von privaten Usern eingestellt. Allerdings will der Konzern die Risiken nun beträchtlich minimieren und ein Abo für kostenlosen Versand einführen. Der neue Service namens „Ebay Plus“ soll es den Usern für rund 20 Euro im Jahr ermöglichen, ihre Bestellungen portofrei zugeschickt zu bekommen und mittels einer einmonatigen Frist kostenlos zurückzuschicken zu können. Zusätzlich sollen sie exklusiven Zugang zu Sonderangeboten erhalten.

Nur ausgewählte Händler dürfen teilnehmen

„Wir planen, dass wir zum Start etwa zehn Prozent der gewerblichen Angebote bei Ebay als Ebay-Plus-Angebote verfügbar haben werden“, so Deutschland-Chef Stephan Zoll. Um teilnehmen zu können, müssten Händler den Status „Verkäufer mit Top-Bewertung“ haben.

Das Programm sei speziell für den deutschen Markt entwickelt worden. „Gerade in Deutschland ist es wichtig, die Versandoptionen zu differenzieren“, so Zoll weiter. Und kostenlose Retouren seien ein zentraler Entscheidungsgrund für die Kunden. Ebay Plus solle nach einer Schrittweisen Einführung bis Ende Oktober oder Anfang November für alle Käufer verfügbar sein.

Des weiteren plant der Konzern eigenen Angaben zufolge diverse Änderungen bei seinem Bewertungssystem. „Wir wollen die Kriterien objektiver machen, mehr faktenbezogen“, so Zoll gegenüber der DPA. Unter anderem gewinne die Versandzeit an Bedeutung, hier sollen Informationen der Paketdienste helfen. „Heute basiert dieses Kriterium sehr stark auf dem Feedback der Kunden, jetzt werden wir die Tracking-Daten hochladen lassen“, kündigte Zoll an.

Foto: RainerSturm / pixelio.de

 

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