Die stationären Einzelhändler in den meisten europäischen Ländern können in diesem Jahr trotz des Online-Booms mit realen Umsatzzuwächsen rechnen. Für die Händler in Deutschlands Einkaufsstraßen und Shopping-Centern sehen die Perspektiven allerdings schlechter aus. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Studie «Einzelhandel Europa 2018» der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor.

«Für 2018 rechnen wir damit, dass der stationäre Handel in Europa insgesamt einen Aufschwung erlebt», betonte der GfK-Einzelhandelsexperte Johannes Schamel. Die Verfasser der Studie erwarten in den 28 EU-Staaten ein nominales Umsatzwachstum von 2,1 Prozent. Nach Abzug der Inflationsrate, die EU-weit auf 1,9 Prozent prognostiziert wird, bleibt damit zumindest ein kleines reales Plus von 0,2 Prozent.

Doch unterscheidet sich die Situation von Land zu Land deutlich. Wachstumsspitzenreiter dürften wie auch in den vergangenen Jahren die osteuropäischen Länder Bulgarien, Ungarn, Tschechien und Rumänien mit Zuwachsraten von mehr als 5 Prozent sein. Etwas geringer, aber immer noch kräftig soll das Wachstum der stationären Einzelhandelsumsätze in Frankreich (2,4 Prozent), Spanien (2,9 Prozent) Österreich (3 Prozent) oder den Niederlanden (3,5 Prozent) ausfallen.

Deutlich schlechter fällt die Prognose für Deutschland aus. Hier rechnen die Experten wie schon 2017 nur mit einem Umsatzplus von einem Prozent bei den stationären Einzelhändlern. Berücksichtigt man die Inflationsrate bedeutet dies real sogar leichte Umsatzrückgänge für den stationären Handel. Ähnlich schlecht fällt die Prognose für Italien und Griechenland aus. (dpa)

 

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