Trotz Bewerberflaute: Handel will mehr Ausbildungsplätze anbieten

Immer mehr Einzelhandelsunternehmen in Deutschland bieten Ausbildungsplätze an. Wie eine aktuelle Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zeigt, wollen im laufenden Jahr 45 Prozent der Händler Auszubildende einstellen. Im vergangenen Jahr waren es noch 41 Prozent. Insbesondere im Handel mit Lebensmitteln, Mode und Möbeln sowie bei kleineren Fachgeschäften zeigt die Kurve nach oben. „Auf dem Ausbildungsmarkt ist dieses Jahr viel Bewegung. Die Zahl der Ausbildungsplätze in den beiden Kernberufen Kauffrau und Kaufmann im Einzelhandel sowie bei den Verkäuferinnen und Verkäufern dürfte in diesem Jahr ansteigen“, so HDE-Geschäftsführer Wilfried Malcher. Darüber hinaus wachse auch die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen im Einzelhandel. Immer gefragter seien die Abiturientenprogramme des Handels, die auch von immer mehr Handelsunternehmen angeboten würden.

Das Problem ist nur, dass viele Händler es schwer haben, passende Bewerber zu finden. Nach der HDE-Umfrage unter 800 Handelsunternehmen aller Größen, Standorte und Branchen bemängelt die Hälfte der Unternehmen unzureichende schulische Voraussetzungen. Außerdem haben die Jugendlichen offenbar zu häufig falsche Vorstellungen: „Die Berufsorientierung an den Schulen muss noch besser werden. Die Bewerber brauchen mehr Informationen zu den Anforderungen der Handelsberufe und den Karrieremöglichkeiten im Einzelhandel“, so Malcher weiter.

Dabei geht es dem Handel derzeit genauso wie der Industrie, die ebenfalls große Probleme hat, ihre offenen Lehrstellen mit fähigen Auszubildenden zu besetzen. Da die Anzahl der Abiturienten mit Studienwunsch stetig ansteigt, hat die klassische Ausbildung mittlerweile immer öfter das Nachsehen.

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

 

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