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Vollzeitstellen statt Minijobs: Einzelhandel will sich sozial profilieren

Der Einzelhandel ist mit über drei Millionen Beschäftigten bundesweit einer von Deutschlands größten Arbeitgebern. Trotzdem hat die Branche nicht gerade das beste Image bei den Beschäftigten. Zu oft haben windige Händler Grauzonen im Tarifrecht und Gesetzeslücken im Arbeitsrecht ausgenutzt, um an möglichst billige Arbeitskräfte zu gelangen.

Gerade dem Modehandel eilt der Ruf voraus, vor allem auf prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu setzen, kaum auszubilden und vor allem Studenten am Rande des Mindestlohns zu beschäftigen.

Diesem Ausbeuter-Image wollen die Handelsverbände nun noch vehementer entgegentreten und verweisen dabei auf die neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, wonach die Branche innerhalb eines Jahres trotz des schwierigen, wirtschaftlichen Umfelds, ein Plus von einem Prozent bei der Beschäftigtenzahl erreicht hat. Laut Stefan Genth vom Handelsverband HDE habe seine Zunft so maßgeblich zum „deutschen Jobwunder“ beigetragen.

Für besonders beachtenswert hält Genth, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in der Branche überdurchschnittlich um fast 43.000 Stellen gestiegen, während die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse zugleich um fast 12.000 zurückgegangen sind. „Die vielfach behauptete Verdrängung von sozialversicherungspflichtiger Arbeit durch sogenannte prekäre Beschäftigungsformen findet im Handel nicht statt. Ganz im Gegenteil: Die Branche hat in den letzten fünf Jahren über 100.000 Minijobs abgebaut. Zudem hat die Anzahl der Vollzeitstellen den höchsten Wert der letzten fünf Jahre erreicht.“, so Genth weiter.

Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de