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Kunstsammlung NRW und Breuninger bringen Multimediakünstler Peter Kogler ins Schaufenster

Vom 21. April bis zum 6. Mai 2017 wird ein Schaufenster bei Breuninger in Düsseldorf zur Bühne für die zeitgenössische Kunst: Der Wiener Multimedia-Künstler Peter Kogler verwandelt es in ein illusionistisches Raumlabyrinth. Die Künstlerinnen Linnéa Schwarz und Sara Chaparro werden sich bei ihren eigenständigen Aktionen für die Dauer der Laufzeit der Schaufenstergestaltung tagsüber sowie teils auch nach den Öffnungszeiten in dem Schaufenster aufhalten.

Zuvor hatten bereits die Künstlerinnen Katharina Sieverding und Luka Fineisen mit ihren markanten Werken die Passanten am Düsseldorfer Kö-Bogen überrascht.

Kunstsammlung NRW und Breuninger bringen Multimediakünstler Peter Kogler ins Schaufenster

Kogler, 1959 in Innsbruck geboren, hat die Medien- und Computertechnologie zur Grundlage seiner installativen Werke gemacht. Ein zentraler Aspekt besteht darin, dass der Perfektionismus neuer Technologien mit körperlichen und organischen Motiven konfrontiert und verknüpft wird. Die Röhre als einfaches Grundmodul ist in ihrer seriellen Vervielfachung dabei zum prägnanten Erkennungsmerkmal der Arbeiten des Wiener Künstlers geworden. „Wie kaum ein anderer Künstler der Gegenwart findet Kogler damit prägende Bildcodes für unsere zunehmend von Datenstroömen und elektronischen Wegen bestimmte Welt und verbindet diese Visualisierung mit einer körperlichen Erfahrung von Desorientierung“, hieß es 2010 treffend in einem Katalogtext zur Ausstellung Koglers in der Frankfurter Schirn Kunsthalle.

Kunstsammlung NRW und Breuninger bringen Multimediakünstler Peter Kogler ins Schaufenster

Für Breuninger wird Peter Kogler dieses Prinzip aufgreifen und weiter entwickeln: Der komplette Schaufensterraum soll mit einem Muster aus in sich verflochtenen „Rohren“ ausgekleidet werden. Das labyrinthische und hypnotisierende Muster zieht die Passanten in seinen Bann. Zusätzlich wird die Kulisse von Figuren belebt, die indes im Unterschied zu gewöhnlichen Schaufensterpuppen lebendig sind. Koglers in seinem Werk einzigartige und speziell für das Breuninger Schaufenster entwickelte Idee zielt wesentlich auf eine Verlebendigung der Präsentation der zum Kauf ausgestellten Waren aus.

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Fotos: Peter Kogler für Breuninger

Fans des verstorbenen Modeschöpfers Cristobal Balenciaga (1895-1972) und seiner beachtenswerten Designs dürfen sich freuen: Mit der neuen Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir' (Balenciaga is the New Black) feiert das Modemuseum Palais Galliera im Musée Bourdelle in Paris ab heute den ikonischen Stil des einflussreichen Spaniers.

Die Ausstellung konzentriert sich vornehmlich auf die schwarzen Entwürfe des Modeschöpfers, die er im Laufe seiner Karriere von 1937 bis 1968 kreierte. Hunderte der Designs des 100 Jahre alten Modehauses werden dort zu sehen sein, von drapierten Seidenkleidern bis hin zu perfekt geschnittenen Anzügen. FashionUnited zeigt eine Bildergalerie der Ausstellung. Scrollen Sie einfach nach unten, um diese anzusehen.

Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'

'Balenciaga: L'Oeuvre au Noir' läuft vom 8. März bis zum 16. Juli 2017 im Musée Bourdelle. Eine weitere Balenciaga-Ausstellung können Sie in diesem Jahr ab dem 27. Mai im Victoria & Albert Museum in London besuchen.

Fotos: Balenciaga, l'oeuvre au noir. ©Pierre Antoine

Übersetzt von Barbara Russ

20 Jahre nach Dianas Tod: die Kleider einer Selbstbewussten

Der Kensington-Palast in London war für Prinzessin Diana 15 Jahre lang ihr Zuhause: Jetzt ist es der Ort, an dem in diesem Jahr die Gedenkveranstaltungen zu ihrem 20. Todestag beginnen. Eine Ausstellung wichtiger Kleider soll die Geschichte der Wandlung Dianas von der schüchternen Aristokratentochter zur prominenten Powerfrau erzählen. Die Schattenseiten - die Scheidung von Prinz Charles, heimliche Liebhaber, ihr tödlicher Autounfall mit 36 Jahren in Paris am 31. August 1997 - werden ausgespart. Die Schau «Diana - Her Fashion Story» (Diana und ihre Mode) lässt die Kleider sprechen. Sie wird am Freitag (24.2.) eröffnet und läuft über zwei Jahre.

«Der jungen Lady Diana Spencer war die Designer-Modewelt fremd», erfährt der Besucher. Nur ein Kleid, eine Bluse und ein paar gute Schuhe habe sie besessen, und sich den Rest von Freunden ausgeborgt. Erst langsam habe sich die damals 20-jährige Diana nach der Hochzeit mit Prinz Charles 1981 in ihre neue Rolle eingefunden.

Auf den «Romantik-Look» der 1980er Jahre, mit viel Rüschen und Spitze, folgten die Designer-Abendkleider, die sie als diplomatisches Werkzeug einzusetzen lernte. Als die Ehe Anfang der 90er Jahre zu kriseln begann, wurde die Kleidung zum Vermittler von Unabhängigkeit und Macht, wird erklärt.

Dianas Debütantenkleid von 1979, eine blass-rosafarbene Chiffon-Bluse, die sie 1981 zum ersten offiziellen Fototermin trug, und das braune Tweedkostüm aus den Flitterwochen in Schottland sind als Beispiele der «frühen Jahre» zu sehen.

«Ihr Selbstvertrauen wuchs ständig, sie entschied selbst über ihr Image und kommunizierte über ihre Kleider», heißt es in der Ausstellung. «Wir erzählen eine Geschichte, mit der sich viele Frauen weltweit identifizieren können.»

Der Großteil der 25 gezeigten Stücke wurde aus Museen und Privatkollektionen im In-und Ausland entliehen - nur etwa fünf sind im Besitz des Palastes. «Diana war sich des Wertes ihrer Kleider nicht sonderlich bewusst, und sie gab vieles für Wohltätigkeitszwecke weg», sagt Kuratorin Eleri Lynn der Deutschen Presse-Agentur. «Wir kaufen auf Auktionen was wir nur können.»

Dazu gehört auch ein groß-karierter grün-blauer Wollmantel des Designers David Emanuel, den Diana 1985 in Venedig trug. Das Stück wurde auf Modeseiten damals abschätzig «Pferdedecke» genannt.

Glanzstück ist zweifellos das tintenblaue Samtkleid von Victor Edelstein, in dem Diana 1985 bei einem Staatsbankett im Weißen Haus mit John Travolta auf dem Tanzparkett herumwirbelte. Das «Travolta-Kleid» trug sie zwei Jahre später bei einem offiziellen Besuch in Bonn.

An einem dunkelgrünen Samtkleid von Edelstein von 1985 wollen die Kuratoren Knittermarkierungen der damals kleinen Söhne William und Harry entdeckt haben. In Zusammenhang mit einem Chiffon-Kleid für das Filmfestival von Cannes 1987 wird die Anekdote vermittelt, dass die Prinzessin oft mit Brille und Kopftuch verkleidet ins Kino ging.

Für einen offiziellen Besuch in Spanien wählte Diana ein rot-schwarzes Kleid im Flamenco-Stil - und trug dazu lange Seidenhandschuhe in verschiedenen Farben - einer rot und einer schwarz. Ein Seidenkleid für einen Besuch Saudi-Arabiens wurde mit Falken verziert - dem Nationalsymbol des Ölstaats.

Die 90er Jahre - die Trennung von Charles und Diana wurde 1992 bekanntgegeben - markieren den Übergang zur «Arbeitsgarderobe». Catherine Walker, Dianas Lieblings-Designerin, schuf scharf geschnittene Tageskostüme, in denen Diana ihren Wohltätigkeitsaktivitäten nachging: vom Essen im Savoy-Hotel bis zum Besuch bei Aids-Kranken. Walker starb 2010 an Krebs.

Den krönenden Abschluss bietet der letzte Ausstellungsraum, in dem fünf der berühmtesten Abendroben ausgestellt sind. Diana trug sie bei einem Fotoshoot mit Starfotograf Mario Testino vor der Versteigerung von 79 ihrer Kleider bei Christie's in New York im Juni 1997 - zwei Monate vor ihrem Tod.

Im Raum hängen Bilder einer strahlenden, selbstbewussten Diana, die sich in ihrer Rolle wohl zu fühlen scheint. Mit der Auktion zugunsten der Aids- und Krebshilfe habe Diana, so heißt es in der Ausstellung, «ein Kapitel in ihrem königlichen Leben abgeschlossen. Wir werden nie erfahren, wie ihr nächstes Kapitel ausgesehen hätte.» (DPA)

Foto: 'Diana: Her Fashion Story' banner

Ausstellung Strauss ist raus beschäftigt sich mit Veränderungen im Einzelhandel

Einzelhandelslandschaft im Wandel: Bereits seit dem vergangenen Jahr stand die ehemalige Filiale der Warenhauskette Strauss Innovation in der Düsseldorfer Friedrichstraße 61c leer, nun beherbergt sie eine Ausstellung, die sich genau dieser Thematik widmet. Die von Wilko Austermann kuratierte Ausstellung des Kunstvereins 701 e. V „Strauss ist raus“ zeigt eine Welt im Umbruch.

Man sieht noch die Überbleibsel des Ladenbaus, die Befestigungslöcher der Regale in den Wänden, doch abgesehen davon ist die Räumlichkeit wie leergefegt. Nachdem das Warenhaus Strauss Innovation Jahrelang ums Überleben kämpfte, wurde im Dezember 2016 das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Filiale in der Friedrichstraße war unter den ersten, die dichtmachen mussten. Nun hat Kurator Wilko Austermann die Fläche für die Kunst erschlossen. „Die Künstler beschäftigen sich nicht mit so sehr dem Einzelhandel per se, sondern eher mit einer Welt, die sich verändert. Es geht um die Industrie 4.0 und die betrifft auch die Läden in den Innenstädten“, so der Kurator.

Ausstellung Strauss ist raus beschäftigt sich mit Veränderungen im Einzelhandel

So lockt ein bunt bestückter Verkaufstresen interessierte Passanten in die Ausstellung, die nicht sofort als solche zu erkennen ist. Verkauft werden, zu 9,99 pro Stück, mit Gemüse bedruckte Kartonstücke: Karotten, Kopfsalat, Zwiebeln. In der Performance ‚frisch vom bauern’ von Lukas Julius Keijser wird deutlich, wie sehr der Einzelhandel (kurzlebigen) Trends unterworfen ist – in diesem Fall geht es um Bio-Läden. Hinterfragt der Künstler mit seinen kostengünstig hergestellten Kartonagen die undurchsichtigen Zertifizierungen von Bio-Produkten, die Hersteller, den Handel, oder den Konsumenten? Es bleibt unklar.

Wanda Koller kritisiert mit ihrer Installation und Performance mit dem Titel ‚Purchase’ den Konsumwahn der Gesellschaft, indem sie haptische Erfahrungen auf Sweater druckt; René Hüls lässt die Geräusche eines Routers durch eine gekippte Schublade laufen, eine Anspielung auf den Onlinehandel und die Repräsentation von Waren im Onlinehandel. Tobias Hoffknecht spielt mit abstrakten Formen, die an Ladenbau und Designmöbel und -objekte erinnern. Allen drei gemeinsam ist die Entfremdung zwischen Produkte und Konsumenten.

Ausstellung Strauss ist raus beschäftigt sich mit Veränderungen im Einzelhandel

Die Arbeit von Atit Sornsongkram arbeitet die Leere, aber auch das Potential heraus, die sich aus dem Wandel des stationären Handels ergeben. In seinen Fotografien fängt der aus Bangkok stammende Künstler, der unter Hubert Niecol und Andreas Gursky an der Kunstakademie Düsseldorf studierte, leerstehende Ladenflächen und Schaufenster ein, die für ihn zu einer Art Zeitkapsel werden.

Wie in einer Zeitkapsel ist auch der einstige Kassenstandort des Ladens noch an den Spuren am Boden zu erkennen. Genau dort hat Steffen Jopp seine raumfüllende Installation, bestehend aus einem altenindustriell genutzten Förderband, aufgehängt. Das Band, das für die Industrieproduktion steht, entfaltet auf diese Weise eine schwerelose Schönheit, die an einen Prozess erinnert, der in Deutschland schon fast abgeschlossen ist: Den Wandel der Wirtschaft vom industriellen zum Dienstleistungssektor. Dass nun auch Dienstleistungen zunehmend unpersönlich werden und wir an der Schwelle zum Quartären Sektor, der Informationsgesellschaft stehen, wird hier zur historischen Fußnote. Alles fließt, scheint diese Installation zu sagen.

Dass die Kunst nun dort Einzug hält, wo sich die Dramen einer sich immer schneller wandelnden, zunehmend digitalen Welt abspielen, ist ein Hoffnungsschimmer. Immer dort, wo etwas zu Ende geht, ist auch ein neuer Anfang möglich. Und nicht alle Begegnungen geschehen online. Noch hat der stationäre Handel eine Chance. Vielleicht, indem er Flächen für Kultur schafft, Begegnungen inszeniert, Plattformen bietet und Erfahrungen möglich macht. Nicht erst, wenn es zu spät ist, sondern im laufenden Geschäft. Wenn das eben zu Ende gegangene Düsseldorf Photo Weekend irgendein Anhaltspunkt ist, dann dafür, dass man die Menschen durchaus noch vom Computer weglocken kann. Zum Beispiel mit Kunst.

Fotos: Achim Kukulies

Elton John plant Musical-Version von „Der Teufel trägt Prada“

Elton John zieht es wieder an den Broadway: Der Pop-Superstar verkündete Ende letzter Woche, er wolle den Kultfilm „Der Teufel trägt Prada“ als Broadway-Musical umsetzen und selbst dazu die Musik schreiben. Für die Texte soll US-Autor Paul Rudnick zuständig sein, der auch Beiträge für das Magazin New Yorker schreibt. Der Produktionszeitplan wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

„Sich 'Der Teufel trägt Prada' als Musical vorzustellen, ist superaufregend“, schwärmte John in einer Erklärung . „Ich bin ein großer Fan sowohl des Buchs als auch des Films und außerdem ein riesiger Anhänger der Modewelt. Ich kann es gar nicht erwarten, mich an diesem Stück Popkultur festzubeißen.“

Auch wenn sich viele Prominente am Broadway schon die Zähne ausgebissen haben, kann John auf seine langjährige Musical-Erfahrung zurückblicken, setzte er doch die musikalische Adaption des Disney-Films „Der König der Löwen“ erfolgreich um. Diese wurde zur ersten Broadway-Show mit Einnahmen von 1 Milliarde US-Dollar und zur am drittlängsten aufgeführten überhaupt.

Zudem setzte John Verdis Oper "Aida" erfolgreich als Musical um sowie den Film "Billy Elliot", der erst im letzten Jahr seine erfolgreiche Laufzeit am Londoner West End beendete. Rudnick ist ebenfalls Drehbuchautor, zu dessen Stücken „Jeffrey“, „I Hate Hamlet“, „Die Frauen von Stepford“ und „Addams Family Values“ gehören.

Der Kultfilm „Der Teufel trägt Prada“ aus dem Jahr 2006 beruht auf dem Buch der US-Autorin Lauren Weisberger mit dem gleichen Titel, das 2003 herauskam. Sie verarbeitete darin ihre Erfahrungen in der New Yorker Modebranche, unter anderem mit der Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour, die zur (offiziell nie bestätigten) Vorlage für die Chefredakteurin Miranda Priestly (gespielt von Meryl Streep) des fiktiven Magazins "Runway" wurde. Diese macht ihrer Assistentin Andrea Sachs (Anne Hathaway) das Leben schwer.

Foto: YouTube
Frankfurt jubelt: Jil Sander Retrospektive kommt

Die gebürtige Hamburgerin Jil Sander gilt neben Karl Lagerfeld als die wohl relevanteste und international renommierteste Modeschöpferin Deutschlands. Sander, die aufgrund ihrer minimalistisch schlichten Entwürfe und ihrer Vorliebe für luxuriöse Stoffe von der Presse anerkennende Beinamen wie „Queen of less“ oder „Kaschmir-Queen“ erhielt, prägte vor allem eine schlichten, modernen Stil und feierte mit ihrem 1986 gegründeten Label weltweit Erfolge.

Ihr eigenes Unternehmen verließ Sander jedoch bereits im Jahr 2000, nachdem es von dem italienischen Luxushaus Prada übernommen worden war und Differenzen über die künftige Ausrichtung der Marke zum Bruch geführt hatten. In den Folgejahren wechselte Jil Sander immer wieder die Eigentümer und die Designerin kehrte immer wieder in unterschiedlichen Funktionen zu ihrer Marke zurück. Zuletzt verließ Sander das Label, das mittlerweile einem japanischen Textilkonzern gehört, kurz vor ihrem 70. Geburtstag im Jahr 2013.

Da nicht zu erwarten ist, dass die Grande Dame der deutschen Mode noch einmal ins Tagesgeschäft zurückkehren wird, ist es höchste Zeit, Sander zu ehren und auf ihre große Geschichte zurückzublicken. Geplant ist daher, erstmals eine große Retrospektive zu ihrem Werk zu zeigen und so eine stilprägende Epoche der Damenmode noch einmal aufleben zu lassen.

Weitere Stationen in New York und Tokio

Seit die Pläne einer solchen Veranstaltung publik wurden, bewarben sich etliche deutsche Museen um die Schau. Nun steh der Gewinner fest: es ist Frankfurt am Main. Hier, im Museum für Angewandte Kunst, soll die Ausstellung im November dieses Jahres eröffnet werden und gleichzeitig Weltpremiere feiern.

Entsprechend stolz zeigt sich Museumsdirektor Matthias Wagner K. Schließlich habe man gegen große Konkurrenz den Zuschlag erhalten. Zudem habe es sehr lange gedauert, die einflussreiche Modedesignerin zu einer Einzelschau über ihre Kreationen zu bewegen. Für Frankfurt habe letztlich auch der markante Museumsbau - 1985 vom US-Stararchitekten Richard Meier errichtet - den Ausschlag gegeben, so Wagner K.

Entsprechnd viel Raum sollen Sanders Kreationen in Frankfurt bekommen. Die Schau werde das gesamte Haus einnehmen, heißt es aus Museumskreisen, man rechnet mit üppigen Besucherzahlen. Schließlich dürfte Frankfurt vorerst der einzige deutsche Standort sein, an dem die Ausstellung gezeigt werden wird. Im Anschluss an die Premiere soll sie 2018 nach New York und Tokio weiterreisen, so Direktor Wagner K.

Eröffnet werden soll die weltweit erste Jil Sander Einzelausstellung am 4. November 2017.

Foto: Museum für Angewandte Kunst Frankfurt

Das Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt präsentiert im November dieses Jahres die weltweit erste Einzelausstellung zu Jil Sander. Sein Haus habe gegen große Konkurrenz den Zuschlag erhalten, sagte Museumsdirektor Matthias Wagner K am Mittwoch in Frankfurt.

Es habe sehr lange gedauert, die einflussreiche Modedesignerin zu einer Einzelschau über ihre Kreationen zu bewegen. Für Frankfurt habe letztlich auch der markante Museumsbau - 1985 vom US-Stararchitekten Richard Meier errichtet - den Ausschlag gegeben. Die das gesamte Haus einnehmende Sander-Schau wird am 4. November eröffnet. Anschließend wandert sie 2018 nach New York und Tokio weiter, wie Wagner K sagte.

Als weiteren Höhepunkt zeigt das Museum im Mai eine Schau, die sich der Kulturgeschichte des «Picknicks» widmet. Der anliegende Museumspark soll dabei miteinbezogen werden. Als Vorgeschmack auf den Frankfurter Buchmessen-Gast Frankreich im Herbst wird dann ab 3. Juni die Arbeit von Marc-Antoine Mathieu vorgestellt, der als eine der innovativsten französischen Comic-Künstler gilt.

Seit der kompletten Neuausrichtung unter Wagner K im Jahr 2012 hat das Museum seine Besucherzahlen kontinuierlich gesteigert. Im vergangenen Jahr kamen nach eigenen Angaben rund 130 000 Besucher. 2011 waren es noch 57 000. Der Ausstellungsetat liegt bei jährlich rund 1,4 Millionen Euro. (DPA)

Die Top Ten Modeausstellungen 2017

Modeausstellungen sind eine großartige Möglichkeit, sich der Mode von einem neuen Blickwinkel und mit ungewohntem Tiefgang zu nähern. Im vor uns liegenden Jahr gibt es deshalb, und weil Mode ein Publikumsmagnet für Museen ist, eine ganze Menge interessanter Ausstellungen. FashionUnited hat eine Auswahl der vielleicht spannendsten zusammengetragen.

Hubert De Givenchy - To Audrey with Love

Die Top Ten Modeausstellungen 2017

Wo: Gemeentemuseum, Den Haag, Niederlande

Der französische Couturier und Gründer des Hauses Givenchy, Hubert de Givenchy, war einer der führenden Modedesigner des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit Kreateuren wie Christian Dior und Cristóbal Balenciaga, veränderte seine Ästhetik die Modewelt des vergangenen Jahrhunderts nachhaltig. Diese großen Retrospektive seiner Arbeit, mit dem Titel Hubert de Givenchy – To Audrey with Love wurde zusammen mit dem Designer konzipiert und bietet dem Besucher einen einzigartigen Einblick in seine Schaffensperiode zwischen Gründung des Hauses 1952 bis zu seinem Ausscheiden 1995. Darüber hinaus geht die Ausstellung besonders auf seine Freundschaft mit Schauspielerin und Muse Audrey Hepburn ein.

Hubert de Givenchy - To Audrey with Love from Gemeentemuseum on Vimeo.

Wann: 26. November 2016 bis 26. März 2017

Foto: To Audrey with Love Ausstellung, Don-Alvin Adegeest, FashionUnited

Undressed: A Brief History of Underwear

Die Top Ten Modeausstellungen 2017

Wo: The Victoria & Albert Museum, London, UK

Wenn Sie sich je gefragt haben, wie die Geschichte der Lingerie wohl vonstatten ging, oder die Evolution des BHs — in dieser Ausstellung werden sie Antworten finden. Das Victoria & Albert Museum beherbergt aktuell die größte Ausstellung zum Thema Unterwäschedesign aller Zeiten. 200 Exponate sind in der Ausstellung mit dem Titel Undressed: A Brief History of Underwear, zu sehen, vom 18. Jahrhundert bis ins Heute. Neben Ausstellungsstücken von Designern wie Stella McCartney, Rigby & Peller und Paul Smith beschäftigt sich die Ausstellung auch mit gesellschaftlichen Fragen zu Moral, Sex und dem idealen Körper.

Wann: 16. April 2016 bis 12. März 2017

Foto: Victoria and Albert Museum

Peter Lindbergh - A Different Vision of Fashion Photograph

Die Top Ten Modeausstellungen 2017

Wo: Kunsthal, Rotterdam, The Netherlands

Der Modefotograf Peter Lindbergh ist einer der angesehensten der ganzen Branche. Insbesondere ist er bekannt für seine Portraits der Supermodels der 90er Jahre: Cindy Crawford, Naomi Campbell, Linda Evangelista, Tatjana Patitz und Christy Turlington. Lindberghs Ästhetik zeichnet sich dadurch aus, dass er stets versuchte, das Rohe, Pure und Essentielle einzufangen, die Kleidung spielte dabei meist nur eine —wenn auch schöne — Nebenrolle. Dies, zusammen mit seiner Liebe zum Narrativ, der Natur und dem Tanz bildet den Fokus der Ausstellung A Different Vision on Fashion Photography a

Wann: 10. September 2016 bis 12. Februar 2017

Foto: Presseführung in der Kunsthal, © Simon Trel Photography http://www.simontrel.com/, FashionUnited

Balenciaga: Shaping Fashion

Die Top Ten Modeausstellungen 2017

Wo: The Victoria & Albert Museum, London, UK

Eine weitere Ausstellung der Superlative folgt im V&A Museum in diesem Jahr auf dem Fuße. Und zwar feiert das Londoner Museum das Werk von Cristóbal Balenciaga. Unter dem Titel Balenciaga: Shaping Fashion würdigt das Museum das Lebenswerk des Couturiers anlässlich der 100-jährigen Jubiläums seines ersten Ladens in San Sebastián in Spanien und zum 80-jährigen Jubiläum seines Salons in Paris. Die Ausstellung setzt sich insbesondere mit dem Handwerk auseinander, das die Kreationen des Designers so einzigartig machte. Über 100 Kleidungsstücke und 20 Hüte werden dort gezeigt, ebenso wie nie zuvor gesehene Zeichnungen, Filme und Stoffproben.

Wann: 27. Mai 2017 bis 18. Februar 2018

Foto: Courtesy of Victoria and Albert Museum

Rei Kawakubo/Comme des Garçons - Costume Institute

Die Top Ten Modeausstellungen 2017

Wo: Metropolitan Museum, Iris and B.Gerald Canton Ausstellungshalle, New York, USA

Die Ausstellung des Costume Institute 2017 dreht sich um die japanische Modeschöpferin Rei Kawakubo und Comme des Garçons. Insbesondere Kawakubos Faszination mit ‚Interstitionality’, also dem Zwischenraum, soll zum Thema gemacht werden. 120 Womenswear-Designs sollen in der Ausstellung zu sehen sein und bis zu Kawakubos erster Show 1981 in Paris zurückreichen.

Wann: 4. Mai 2017 bis 4. September 2017

Foto: Rei Kawakubo for Comme des Garçons (Japanese, founded 1969), “Body Meets Dress - Dress Meets Body,” spring/summer 1997. Courtesy of The Metropolitan Museum of Art, © Paolo Roversi

Marilyn - I Wanna Be Loved By You

Die Top Ten Modeausstellungen 2017

Wo: Hôtel de Caumont, Centre D’Art, Aix-En-Provence, France

Marilyn Monroe ist die wohl meistfotografierte Schauspielerin in der Geschichte des Kinos. Einige der bekanntesten Fotografen ihrer Zeit haben die Monroe vor die Linse bekommen, darunter André de Dienes, Milton Greene, Philippe Halsmann, Eve Arnold, Cecil Beaton, Sam Shaw, Ed Feingersh, George Barris und Bert Stern, und alle trugen sie dazu bei, sie zur internationalen Ikone zu machen. Die Ausstellung mit dem Titel Marilyn untersucht die Beziehung zwischen Marilyn Monroe und der Fotografie sowie der Rolle, die dem Medium in der Mythenbildung zuteil wird. Über sechzig Fotografien rekonstruieren den Weg der Monroe vom Pin-Up-Girl zur gefeierten Schauspielerin.

Wann: 22. Oktober 2016 bis 1. Mai 2017

Foto: Milton H. Greene © 2016 Joshua Greene - www.archiveimages.com

The World of Anna Sui

Die Top Ten Modeausstellungen 2017

Wo: Fashion and Textile Museum, London, UK

Anna Sui ist eine der ikonischsten Modedesignerinnen der USA. Ihre markante Rock’n’Roll-Ästhetik, gepaart mit romantischen Klängen und Popkultur-Referenzen ist auch weiterhin unverkennbar. Die Ausstellung The World of Anna Sui verfolgt ihren Aufstieg von der ersten Show 1991 bis ins Heute und zeigt ihren Einfluss auf die Modebranche auf.

Wann: 26. Mai 2017 bis 1. Oktober 2017

Foto: Anna Sui, 2011 © Anna Sui; The World of Anna Sui, book cover 2017

The House of Dior: 70 Years of Haute Couture

Die Top Ten Modeausstellungen 2017

Wo: The National Gallery of Victoria, Melbourne, Australia

Zu Ehren des siebzigsten Jubiläums von Dior, hat sich das französische Modehaus mit der National Gallery of Victoria für eine große Retrospektive zusammengetan. Unter dem Titel The House of Dior: Seventy Years of Haute Couture , präsentiert die Ausstellung 114 Exponate aus dem Jahren 1947 bis 2017, womit sie die größte Retrospektive Diors in Australien darstellt. Besondere Designs der insgesamt sieben Dior-Chefdesigner aller Dekaden, von Christian Dior, über Yves Saint Laurent, Marc Bohan, Gianfranco Ferré, John Galliano, Raf Simons bis hin zu Maria Grazia Chiuri zeigen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Geschichte des Hauses auf. Auch frühe Einflüsse Christian Diors spielen eine zentrale Rolle in der Ausstellung.

Wann: 27. August 2017 bis 7. November 2017

Foto: Dior SS17, Catwalkpictures.com

Diana: Her Fashion Story

Wo: Kensington Palace, London, UK

Obwohl fast 20 Jahre seit ihrem Tod vergangen sind, ist der Stil von Prinzessin Diana nach wie vor lebendig. Der Kensington Palace würdigt ihren stilistischen Einfluss nun mit einer Ausstellung mit dem Titel Diana: Her Fashion Story. In der Ausstellung zeigt sich die Entwicklung von Dianas Stil von ersten zurückhaltenden öffentlichen Auftritten bis hin zur selbstbewussten Modeikone und glamourösen Frau von Welt. Die Ausstellung zeigt einige ihrer Lieblingsoutfits und untersucht die Beziehung zu den Designern.

Wann: Ab 24. Februar 2017

Yves Saint Laurent Museum

Die Top Ten Modeausstellungen 2017

Wo: Yves Saint Laurent Museum, Marrakech, Morocco and Paris, France

Nicht eines, nein zwei Museen, die dem Schaffen Yves Saint Laurents gewidmet sind, sollen in diesem Jahr eröffnen. In Paris und in Marrakech wollen sich die Museen mit dem Erbe des Couturiers befassen. Zusammen werden die Fondation Pierre Bergé-Yves Saint Laurent und die Fondation Jardin Majorelle das Musee Yves Saint Laurent Marrakesch in diesem Herbst eröffnen, in dem die Arbeiten des Designers ausgestellt sein sollen. Das Museumsgebäude wurde von der französischen Architekturfirma Studio KO gebaut und schließt direkt an den Jardin Majorelle an, den der Designer einst in den 1980ern zusammen mit Lebensgefährten Pierre Bergé vor dem Abriss bewahrte.

Wann: Herbst 2017

Foto: Courtesy of Studio KO, Musee Yves Saint Laurent, Marrakech

Homepage Foto: Peter Lindbergh Press Preview at the Kunsthal, © Simon Trel Photography, FashionUnited

Oscar de la Renta ziert US-Briefmarken

Der vor zwei Jahren verstorbene US-Modeschöpfer Oscar de la Renta soll jetzt vom US-amerikanischen Postdienst mit einer Serie von Sonderbriefmarken geehrt werden, darunter ein vom Fotografen-Duo Inez van Lamsweerde und Vinoodh Matadin gemachtes Schwarz-Weiß-Porträt und zehn Motive, die Details der berühmtesten Kreationen des Designers zeigen. Alle Briefmarken tragen auch de la Rentas Unterschrift.

Entworfen wurden sie von Derry Noyes, Kunstdirektorin der US-Post. "Das Neue Jahr stellt sich als beispielhaft heraus, da der Postdienst auch weiterhin Briefmarken herausbringt, die Menschen, Ereignisse und kulturelle Meilensteine feiern, die in der Geschichte unserer großartigen Nation einzigartig sind. Wir freuen uns sehr, diese Miniatur-Kunstwerke vorzustellen und dabei zu helfen, Amerikas Geschichte zu erzählen", kommentierte Mary-Anne Penner, Direktorin des Briefmarkendienstes der US-Post.

Oscar de la Renta ziert US-Briefmarken

Der 1932 in der Dominikanischen Republik geborene Star-Designer verstarb im Oktober 2014 im Alter von 82 Jahren. Mehr als 40 Jahre entwarf De la Renta unter seinem Namen Mode und kleidete mit Jackie Kennedy, Nancy Reagan und Hillary Clinton auch zahlreiche First Ladies der USA ein, ebenso wie Prominente wie Penelope Cruz, Sarah Jessica Parker und Amal Alamuddin.

Foto: United States Postal Service
In Bildern: Die 10 schönsten Fashion Coffee Table Books 2016

Coffee Table Books sind gut gehende Mitnahme-Produkte der Modeindustrie und kein Modeprofi, der etwas auf sich hält, lebt oder richtet seine Wohnung komplett ohne die dicken Bildbände ein. Weil sie so gute Geschenke hergeben, hat sich FashionUnited auf die Suche nach den schönsten Bildbänden des Jahres begeben.

Prêt-à-portea

Ein Must-Have für alle, die gerne backen oder kochen, oder beides. Das Coffee Table Book ‚Prêt-à-portea’ steckt voller „fashionable Goodies”, die inspiriert wurden von Modebrands wie Jimmy Choo, Moschino und Zac Posen. Auch Burberry Trench Coat-Kekse kommen in dem Buch vor, ebenso wie ein Blaubeerkuchen, der einer Anya Hindmarch-Handtasche nachempfunden wurde. Mourad Kahiat, Head Pastry Chef des Hotels ‚the Berkeley’ in London fertigte die zwanzig in dem Buch vorkommenden Rezepte von Hand. Das Londoner Hotel ist bekannt für seine modeinspirierten Süßspeisen und jede Saison gibt es neue Kekse und Cupcakes, die sich die neueste Laufstegmode zum Vorbild nehmen. Das Buch gibt es bei Amazon.de für ca. 17 Euro.

In Bildern: Die 10 schönsten Fashion Coffee Table Books 2016

Cover: The Berkley, Facebook

Alexander McQueen Unseen

Die schiere Masse an Büchern ,die über den verstorbenen Modedesigner Alexander McQueen veröffentlich wurden, dürfte mittlerweile den Ikonen der Branche - Dior, Prada und Chanel – ernsthafte Konkurrenz machen. Anders als bisher veröffentlichte Bände jedoch zeigt ‚unseen’ von Robert Fairer bisher ungezeigte Behind-the-Scenes-Bilder. Sie werden außerdem von Kommentaren von Claire Wilcox, Kuratorin am Londoner Victoria & Albert Museum begleitet, die die Rekordausstellung ‘Alexander McQueen: Savage Beauty’ kuratierte. Zusammen begeben sich die beiden auf Spurensuche nach den gefeierten Werken des einzigartigen Modemachern. Die gebundene Ausgabe gibt es bei Amazon.de aktuell für etwa 50 Euro.

In Bildern: Die 10 schönsten Fashion Coffee Table Books 2016

Cover: Thames & Hudson, Twitter

The Fashion Set: The Art of the Fashion Show

Das absolute Must-Read für alle Mode-, Theater- und Designliebhaber, ‘The Fashion Set: The Art of the Fashion Show’, beschäftigt sich mit der Kunst der Inszenierung von Modenschauen. Der Bildband, geschrieben von Federico Poletti and Georgia Cantarini, wirft auch ein Licht auf die Transformation der Catwalks über die letzten Dekaden und zeigt auf, welche Events für sich als Kunstwerke in die Geschichte eingingen. Betrachtet werden die Inszenierungen von Dries van Noten, bei dem Models über einen Banketttisch liefen, bis hin zu Karl Lagerfeld, der seine Fendi-Kollektion auf der Chinesischen Mauer präsentierte. Modenschauen werden selbst zum Spektakel, das oft die Kleidung übertrifft, um die es eigentlich geht. ‚The Fashion Set’ ist für ca. 42 Euro bei Amazon.de erhältlich. ist bei .

In Bildern: Die 10 schönsten Fashion Coffee Table Books 2016

Cover: Amazon

Gucci - Blind for Love

Das Coffee Table Book ‘Blind for Love’ kam in limitierter Auflage heraus. Der Titel, ebenso wie das Buch selbst, bezieht sich auf die Cruise Collection 2017 des italienischen Traditionshauses, die in der Westminster Abbey präsentiert wurde. Das Buch zeigt Fotografien der Show von Fotograf Nick Waplington und Bilder hinter den Kulissen der Show unter der kreativen Führung von Alessandro Michele. Die Bilder werden Textzeilen aus ‚Scarborough Fair’, einer englischen Ballade, die während der Show lief, gegenübergestellt. Nur 2.000 Stück des Buches wurden gedruckt, und für 95 US-Dollar verkauft. Fun Fact: Das Cover des Bildbandes zeigt Queen Elizabeth I, die am 15. Januar 1559 in der Westminster Abbey gekrönt wurde.

In Bildern: Die 10 schönsten Fashion Coffee Table Books 2016

Foto: Screenshot Website Assouline

Victoria Beckham: Style Power

‚Victoria Beckham: Style Power’ erzählt mit Hilfe von Bildern die Entwicklung von Victoria Beckham vom Spice Girl zur erfolgreichen und respektierten Modedesignerin. Das Buch, das sich in erster Linie dem Einfluss der Designerin auf die Modewelt widmet, dokumentiert die Entwicklung der Beckhamschen Designästhetik, beginnend mit ihrer ersten Capsule Collection 2009 bis hin zu ihren Catwalk Shows einschließlich 2016. Autor David Foy widmet Victoria Beckham mit ‘Style Power’ ihre erste Retrospektive. Das Buch gibt es aktuell bei Amazon. de für ca. 17 Euro.

In Bildern: Die 10 schönsten Fashion Coffee Table Books 2016

Photo: Screenshot Bol.com

Louis Vuitton Fashion Eye

Das französische Modehaus Louis Vuitton hat in diesem Jahr fünf Modebücher in einem herausgebracht. ‘Fashion Eye’ heißt die Reihe, die es zu Miami, Paris, Shanghai, Kalifornien und Indien gibt. Das Luxushaus gab aufstrebenden Talenten sowie etablierten Fotografen wie Jeanloup Sieff, Kourtney Roy und Guy Bourdin die Aufgabe, ihre jeweilige Heimat festzuhalten. Die Ergebnisse sind in Form von Coffee Table Books erschienen und als Box oder einzeln erhältlich. Einzeln gibt es die Bücher auf Amazon.de um 59 Euro.

Versace

Die lang erwartetet visuelle Autobiographie von Donatella Versace ist ein Must-Have für alle Versace-Fans. Geschrieben von der Ikone höchstpersönlich, zusammen mit Maria Luisa Frisa und Stefano Tonchi, verfolgt das Buch den Aufstieg der Familie Versace zu einem der weltweit führenden Modelabels, alles aus Donatellas Perspektive. ‚Versace’ zeigt sowohl Catwalk-Fotos, als auch Backstage-Aufnahmen aus dem Archiv des Labels, aufgenommen von Größen wie Richard Avedon, Irving Penn und Steven Meisel. Das Buch zeigt auch eine Auswahl an Bildern der Supermodels, die für Versace den Laufsteg entlang schritten, darunter Christy Turlington, Naomi Campbell und Linda Evangelista. 'Versace’ erschien bei bei Rizzoli, und kostet etwa 77 Euro.

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70 Years of Dior By Christian Dior

Zu Ehren des Modehauses, das in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feierte, veröffentlichte die französische Company die erste von sieben Ausgaben einer Serie, die sich mit der Geschichte des Hauses beschäftigt. Jede Ausgabe soll einem der Designer von Christian Dior gewidmet sein, beginnend bei Christian Dior höchstpersönlich, der das Haus 1946 gründete. Auf Band eins folgen Ausgaben zu den ehemaligen Designern des Hauses Yves Saint Laurent, Marc Bohan, Gianfranco Ferré, John Galliano, Raf Simons und Maria Grazia Chiuri. Der erste Band,‚Dior by Christian Dior 1947-1957' ist derzeit bei Assouline in Französisch, Englisch und Chinesisch erhältlich und kostet 195 US-Dollar. Die übrigen sechs Bände erscheinen zwischen 2017 und 2018.

In Bildern: Die 10 schönsten Fashion Coffee Table Books 2016

Photo: screenshot website Assouline

The Coveteur: Private Spaces, Personal Style

Ein einzigartiges Coffee Table Book, das Lesern die Chance gibt, einen Blick in die Kleiderschränke von 50 einflussreiche Modepersönlichkeiten zu erhaschen. Mit dabei: Karlie Kloss, Jessica Alba und Tommy Hilfiger. Das Buch wird herausgegeben von TheCoveteur.com , und zelebriert das 15-jährige Bestehen der Website. Fotograf Jake Rosenberg hält seine Linse in die Garderoben von Schauspielern, Musikern, Modemachern und Models, um ihren Stil und ihre Lieblingsstücke festzuhalten und den Lesern einen Blick in das Privatleben der Fotografierten zu ermöglichen. ‘The Coveteur: Private Spaces, Personal Style’ kostet ca. 19 Euro auf Amazon.de .

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Vetements Summercamp 2

Das erste Buch über Vetements war binnen eines Tages ausverkauft, also brachte die Brand gleich das Zweite heraus. Unter dem Titel ‚Summercamp 2’, zollt das 480-Seiten starke Coffee Table Book der Spring/Summer 2017-Kollektion von Vetements Tribut, ebenso wie den Kollaborationen des Labels mit Juicy Couture, Brioni, Champion und Manolo Blahnik. Die Bilder in dem Buch stammen von Pierre-Ange Carlotti.

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