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Preview: Dries van Noten Dokumentation kommt in die Kinos

Dries Van Noten, berühmt und verehrt für seine lebendigen Farben und Stoffe, gehört längst zu den ganz großen Namen der Mode-Welt – und gilt zugleich als deren heimlicher Liebling. Wo viele seiner Kollegen mit einem besonders exzentrischen Erscheinungsbild punkten, übt sich van Noten durch vornehme Zurückhaltung.

Warum der belgische Designer im hysterischen Modezirkus eine von vielen verehrte Ausnahmeerscheinung bleibt, zeigt nun die aufwändige Dokumentation „Dries“ des deutschen Regisseurs Reiner Holzemer, der den eher öffentlichkeitsscheuen Designer ein ganzes Jahr mit der Kamera begleiten durfte.

Der Film, der am 29. Juni in die Kinos kommt, zeigt unter anderem die Entstehung von vier neuen Kollektionen: von der Auswahl und Gestaltung der üppigen Stoffe, die sich durch aufwendige Blumenstickereien und Prints auszeichnen, über die Kombination der Stücke zu raffinierten, einzigartigen Outfits bis hin zu den sinnlichen Modeschauen, die bereits Kult bei der Pariser Fashion Week geworden sind. Am meisten beeindrucken jedoch die Bilder aus Van Notens Alltag an der Seite seines langjährigen Lebensgefährten in ihrem Haus mit verwunschenem Garten nahe Antwerpen.

Drei Jahre musste der Münchner Regisseur angeblich warten, bis der zurückhaltende Designer einem Film über seine Person zustimmte. Heraus gekommen ist dafür ein berührender Einblick in das Leben eines leisen Perfektionisten, der sich jenseits wechselnder Trends bewegt.

Ein Trailer von „Dries“ ist bereits bei YouTube abrufbar:

Fotos: „Dries“ / Prokino

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Das Museum of Lace and Fashion in Calais, in Frankreich hat seine neue Retrospektive über Hubert de Givenchy eröffnet. Der 90-jährige Modedesigner hat sie selbst kuratiert und zeigt sort Looks, die Ikonen wie Audrey Hepburn, Jackie Kennedy und der Duchess of Windsor, Wallis Simpson, getragen wurden.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Die Ausstellung ist Teil des kulturellen Programms des Museums für 2017. Insgesamt 80 Ensembles mit Accessoires wurden von privaten Sammlern, dem Bestand des Museums selbst und den Archiven des Hauses Givenchy zusammengesucht.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Die Ausstellung, die Givenchy selbst zusammengestellt hat, läuft bis zum 31. Dezember und zeigt seine gesamte Karriere sowie die Persönlichkeiten, die auf sein Leben und Design Einfluss genommen haben.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Ein besonderer Fokus liegt auf den berühmten Frauen, die seine Schöpfungen getragen haben, insbesondere Audrey Hepburn. Unter den Ausstellungsstücken sind auch Kleider, die sie in ‚Frühstück bei Tiffany‘ und ‚Wie klaut man eine Million?‘ trug.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Museum für Spitze und Mode eröffnet Givenchy Ausstellung

Neben Jackie Kennedy’s besticktem Kleid und OPpernmantel, denn sie beim ersten Frankreich-Besuch Ihres Mannes als trug und das Outfit der Duchess of Windsor, das sie bei der Beerdigung ihres Mannes anhatte, sowie Stücke von Countess Isabelle de Borchgrave d'Altena, der Duchess of Cadaval, und der Marquesa de Llanzol.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Bei seiner Eröffnungsrede lobte der Designer seine Kunden: „Sie waren meine Freunde. Das perfekte Kleid kann im Leben einer Frau vieles verändern. Es kann Freude bringen. Es ist schön, Freunden Freude zu bringen.“

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Andere Highlights der Ausstellung beinhalten die ‘Bettina’ Bluse aus seiner ersten Kollektion im Februar 1952 mit Puffärmeln und Lochstickerei, sowie mehrere Ballkleider, ein rotes Satinkleid und Mantel und ein bestickter Hosenanzug.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Das Museum für Spitze und Mode ist in einer Fabrik aus dem 19. Jahrhundert untergebracht und zeigte in der Vergangenheit Ausstellungen zum Werk von Cristóbal Balenciaga, Anne Valérie Hash, Iris Van Herpen, oder On Aura Tout Vu.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Die Hubert de Givenchy Ausstellung läuft noch bis zum 31. Dezember 2017 im Museum für Spitze und Mode in Calais.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Bilder: Museum für Spitze und Mode

Die Yves Saint Laurent-Museen in Paris und Marrakesch werden fast zeitgleich ihre Türen im Oktober 2017 öffnen. «Als Yves beschlossen hatte, mit der Haute Couture aufzuhören, habe ich beschlossen, unsere Erinnerungen in Projekte umzuwandeln», sagte Pierre Bergé, der ehemalige Lebensgefährte des Modedesigners, am Donnerstag in Paris.

Dazu gehörten diese beiden Museen, wie der 86-jährige Geschäftsmann und Präsident der Stiftung «Pierre Bergé - Yves Saint Laurent» auf einer Pressekonferenz erklärte. In Paris und Marrakesch wird ein Teil der rund 5000 Traumkreationen und unzähligen Skizzen des 2008 verstorbenen Modeschöpfers zur Schau gestellt.

Das Museum in Paris wird am 3. Oktober öffnen, das in Marrakesch am 19. Oktober. Bei dem Museum in Marokko handelt es sich um einen Neubau der Architekten Karl Fournier und Olivier Marty. Das über 15 Millionen Euro teure, 4000 Quadratmeter große Gebäude liegt in der Nähe des Gartens Jardin Majorelle, den Saint Laurent und Bergé 1980 gekauft hatten. Die Architektur besteht aus roten Ziegeln und rosafarbenem Granit.

Yves Saint Laurent und Pierre Bergé hielten sich seit den 1960er-Jahren regelmäßig in Marrakesch auf, wo sie eine Villa kauften. Das Pariser Museum wird in der Avenue Marceau nahe den Champs-Elysées eröffnet, früher der Standort des Modehauses, heute der Sitz der Stiftung. (DPA)

Mode, wie sie im Buche steht: Die besten Modezitate aus der Literatur

Für all jene, die Mode für oberflächlich halten, soll gesagt sein: Ihr Wert, zum Beispiel für die Literatur, ist nicht zu unterschätzen. Kürzlich lernte ich auf dem Franko-Irischen Literaturfestival, bei dem Redakteure von Vogue und Elle mit Roman- und Drehbuchautoren diskutierten, einiges über die Rolle der Mode in der Literatur hinzu. Kleidung dient in dem Genre dazu, einen Charakter zu umschreiben, uns die Persönlichkeit eines Protagonisten besser einschätzen zu können und fremde Orte zu erkunden. Wie Mark Twain einst sagte: „Kleider machen Leute. Nackte Menschen haben wenig bis gar keinen Einfluss auf die Gesellschaft“. Hier die sieben wichtigsten Momente von Bekleidung in der Literatur.

7. Giacomo Leopardi

In Giacomo Leopardis Gedicht mit dem Titel Dialog zwischen der mode und dem Tod, stellt der Poet einige Parallelen der beiden heraus: “Mode: Kennst du mich nicht? [...] Ich bin die Mode, deine Schwester [...] Erinnerst du dich nicht, daß [sic!] wir alle Beide Kinder der Hinfälligkeit sind? Tod: :.Wie soll ich mich erinnern, da ich Todfeind des Gedächtnisses bin! Mode: Aber ich weiß es noch recht gut und weiß auch, daß [sic!] wir Beide uns in gleicher Weise Mühe geben, die irdischen Dinge zu zerstören und zu verwandeln, wenn auch du einen andern Weg zu diesem Ziele einschlägst, als ich.“

Obwohl das Gedicht 1824 geschrieben wurde, hat die Aktualität der Message, nämlich, dass die Mode ein dem Tod ähnliches Gemüt hat, nicht nachgelassen. Gerade in Zeiten der Fast Fashion, die Katastrophen wie jene in Rana Plaza begünstigt und durch ihre Schnelllebigkeit viele ihrer Protagonisten, wie beispielsweise Alexander McQueen—der viel zu früh, mit 40, seinem Leben ein Ende setzte—geradezu verzehrt.

Mode, wie sie im Buche steht: Die besten Modezitate aus der Literatur

Image:Orlando Erste Ausgabe, The Hogarth Press 1928 source: www.smith.edu/libraries, und Burberry September 2016

6. Virginia Woolf

“Kleidung hat viel wichtigere Aufgaben, als uns nur warm zu halten; sie verändert unseren Blick auf die Welt und den Blick der Wlet auf uns“, schrieb Viriginia Woolf in Orlando, ihrem 1928 geschriebenen Buch über einen Adligen, der mühelos zwischen Geschlechtern hin und her wechselt und nie altert. In der Filmversion von 1992 wird er von der androgyn wirkenden Tilda Swinton gespielt. Der Roman war damals, trotz des ungewöhnlichen Themas ein Erfolg und bereitete den Weg für spätere Gender-Bender.

Mode, wie sie im Buche steht: Die besten Modezitate aus der Literatur

Image: Source Wikimedia Library of Congress, Photographer, Napoleon Sarony, 1882

5. Oscar Wilde

Oscar Wilde, bekannt für seine rasiermesserscharfen Verstand und seine ebenso scharfe Zunge, diente als Inspiration für die Alexander McQueen 2017 Menswear-Kollektion. Wildes berühmter Aphorismus: „Mode ist eine Form von Hässlichkeit, so unerträglich, dass wir sie alle sechs Monate ändern müssen“ scheint aus heutiger Social-Media-hungriger Sicht fast wie eine Weissagung. Als Redakteur des Magazins The Woman's World, sagte er außerdem in 1887 voraus, dass Frauen sich zunehmend der Herrenmode zuwenden würden. Auch seinen Worten: „Wenn man sich schlecht benehmen möchte, sollte man dies in schmeichelhafter Kleidung tun“, blieb er stets treu.

4. Margaret Mitchell

In Margaret Mitchells Roman Gone With The Wind von 1936 ist Scarlett O’Haras Lifestyle in den konföderierten Südstaaten in Gefahr, weil eine Niederlage im amerikanischen Bürgerkrieg die dort praktizierte Sklavenhaltung beenden könnte. Das arme reiche Mädchen muss also findig werden und sich ein Kleid aus Vorhängen nähen. Wie sonst sollte sie sich ihren Helden und sein Geld schnappen? Sie schickt also ihr Dienstmädchen auf den Dachboden, um die Schnitte für Kleider herabzuholen (“Scoot up to the attic and get my box of dress patterns, Mammy…I’m going to have a new dress”) Auch wenn man heute nur Kopfschütteln für die Selbstverständlichkeit übrig hat, mit der Scarlet andere herumkommandiert, sollte man sich vor Augen führen, dass Fast Fashion und Globalisierung die Sklavenarbeit nur ans andere Ende der Welt verlagert, aber bei weitem nicht abgeschafft haben. Man könnte O’Hara jedenfalls eine frühe Form des Upcycling attestieren, wenn man möchte.

3. Bret Easton Ellis

In einer Passage aus Bret Easton Ellis’, American Psycho, in der es um eine Diskussion über die Band U2 geht, die der schneidig angezogene Psychopath und Protagonist Patrick Bateman mit seinem Date führt, zeigt sich seine Liebe für italienisches Design:

"The Edge trägt Armani," ruft sie, auf den Bassisten zeigend."Das ist nicht Armani", rufe ich zurück. "Es ist Emporio." "Nein," ruft sie. „Armani.“ "Die Grautöne sind zu gedeckt, ebenso die dunklen Braun- und die Navytöne.“ Die Konversation geht noch ein Stück weiter, und Bateman wundert sich, wie es möglich ist, dass Sie die Unterschiede nicht erkennt, die für ihn klar auf der Hand liegen. Ein klarer Fall für die Axt, wer den Unterschied zwischen Armani und Emporio nicht sieht.

Mode, wie sie im Buche steht: Die besten Modezitate aus der Literatur

Image: Audrey Hepburn in Breakfast at Tiffany's. Trailer screenshot

2. Truman Capote

Truman Capotes Novelle Frühstück bei Tiffany von 1958 schuf die allseits bekannte Rolle der Holly Golightly. Auch denn sie später zur Paraderolle für Audrey Hepburn ind den Klamotten von Hubert de Givenchy werden sollte, war bereits das Buch stark von Mode geprägt:

“Es war ein warmer Abend, fast Sommer und sie trug eine schmales schwarzes Kleid, schwarze Sandalen und einen Perlen-Choker. Trotz ihrer schicken schlanken Figur hatte sie eine Gesundheit an sich, die an Frühstücksflocken erinnerte, eine Reinheit, die an Seife und Zitrone denken ließ und ein raues Pink, das ihre Wange färbte“ Golightly wurde seither immer wieder als Muse von Designern bemüht.

Mode, wie sie im Buche steht: Die besten Modezitate aus der Literatur

Image: Miss Havisham: Wikimedia By Harry Furniss from the library edition of Great Expectations, created 31 December 1909.

1. Charles Dickens

Die ultimative Verschmelzung von Mode und Fiktion bringt uns zurück zum Ausgangspunkt: Mode = Verfall = Tod. Ich rede von der ultimativen gruseligen viktorianischen alten Jungfer – verbittert, skelettartig und in einem Zimmer neben ihrer vor sich hin rottenden Hochzeitstorte eingesperrt: Charles Dickens’ Miss Havisham aus dem Roman Große Erwartungen. Die Passagen darüber, wie sie in Flammen aufgeht, mögen zu den virtuosesten gehören, die jemals geschrieben wurden, aber auch das erste Aufeinandertreffen zwischen ihr und Pip inspirieren seit Jahrzehnten die Designer: (Originalversion)

She was dressed in rich materials — satins, and lace, and silks — all of white. Her shoes were white. And she had a long white veil dependent from her hair, and she had bridal flowers in her hair, but her hair was white. Some bright jewels sparkled on her neck and on her hands, and some other jewels lay sparkling on the table. Dresses, less splendid than the dress she wore, and half-packed trunks were scattered about. She had not quite finished dressing, for she had but one shoe on — the other was on the table near her hand — her veil was half arranged, her watch and chain were not put on, and some lace for her bosom lay with those trinkets and with her handkerchief, and gloves, and some flowers, and a prayer-book, all confusedly heaped about the looking-glass. [...] I saw that everything within my view which ought to be white, had been white long ago, and had lost its luster, and was faded and yellow. I saw that the bride within the bridal dress had withered like the dress, and like the flowers, and had no brightness left but the brightness of her sunken eyes. I saw that the dress had been put upon the rounded figure of a young woman, and that the figure upon which it now hung loose, had shrunk to skin and bone.

Header image from Wikimedia of Oscar Wilde: Unknown photographer, Held at British Library, 1875-1905 and Alexander McQueen Menswear Fall 2017

Dies ist eine Übersetzung eines englischen Beitrags von Jackie Mallon. Jackie Mellon unterrichtet in NYC verschiedene Modekurse und ist die Autorin des Buches ‚Silk fort he Feed Dogs’, ein Roman, der in der internationalen Modeindustrie angesiedelt ist .

Metropolitan Museum ehrt Designerin Kawakubo mit Ausstellung

Das New Yorker Metropolitan Museum ehrt die japanische Designerin Rei Kawakubo mit ihrer ersten großen Ausstellung. Ab Donnerstag und bis zum 4. September zeigt das Museum am Central Park die avantgardistischen Entwürfe der 1942 in Tokio geborenen Gründerin des Modelabels «Comme de Garçons». Kawakubo sei eine der «einflussreichsten Designerinnen der vergangenen 40 Jahre», sagte Museumschef Thomas Campbell am Montag bei einer Vorbesichtigung. «Ihre Entwürfe verwischen die Grenzen zwischen Mode und Kunst, manche ihrer Stücke sehen aus wie Skulpturen.»

Kawakubo sei «ein Schatz im Herz der Modewelt», sagte Caroline Kennedy, die Tochter des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy und frühere US-Botschafterin in Japan, die mit der Designerin befreundet ist. «Immer, wenn meine Kinder mich in Japan besucht haben, und sehen wollten, was da gerade so passiert, sind wir in Kawakubos Läden gegangen.»

Am Montagabend sollte die Ausstellung mit einer starbesetzten Gala eröffnet werden. Es ist erst die zweite der jährlich stattfindenden Mode-Schauen des Metropolitan Museums, die einem einzelnen lebenden Designer gewidmet ist, nach einer Ausstellung zum Werk von Yves Saint Laurent 1983. (DPA)

Foto: Selcuk Acar / Anadolu Agency / AFP

Kunstsammlung NRW und Breuninger bringen Multimediakünstler Peter Kogler ins Schaufenster

Vom 21. April bis zum 6. Mai 2017 wird ein Schaufenster bei Breuninger in Düsseldorf zur Bühne für die zeitgenössische Kunst: Der Wiener Multimedia-Künstler Peter Kogler verwandelt es in ein illusionistisches Raumlabyrinth. Die Künstlerinnen Linnéa Schwarz und Sara Chaparro werden sich bei ihren eigenständigen Aktionen für die Dauer der Laufzeit der Schaufenstergestaltung tagsüber sowie teils auch nach den Öffnungszeiten in dem Schaufenster aufhalten.

Zuvor hatten bereits die Künstlerinnen Katharina Sieverding und Luka Fineisen mit ihren markanten Werken die Passanten am Düsseldorfer Kö-Bogen überrascht.

Kunstsammlung NRW und Breuninger bringen Multimediakünstler Peter Kogler ins Schaufenster

Kogler, 1959 in Innsbruck geboren, hat die Medien- und Computertechnologie zur Grundlage seiner installativen Werke gemacht. Ein zentraler Aspekt besteht darin, dass der Perfektionismus neuer Technologien mit körperlichen und organischen Motiven konfrontiert und verknüpft wird. Die Röhre als einfaches Grundmodul ist in ihrer seriellen Vervielfachung dabei zum prägnanten Erkennungsmerkmal der Arbeiten des Wiener Künstlers geworden. „Wie kaum ein anderer Künstler der Gegenwart findet Kogler damit prägende Bildcodes für unsere zunehmend von Datenstroömen und elektronischen Wegen bestimmte Welt und verbindet diese Visualisierung mit einer körperlichen Erfahrung von Desorientierung“, hieß es 2010 treffend in einem Katalogtext zur Ausstellung Koglers in der Frankfurter Schirn Kunsthalle.

Kunstsammlung NRW und Breuninger bringen Multimediakünstler Peter Kogler ins Schaufenster

Für Breuninger wird Peter Kogler dieses Prinzip aufgreifen und weiter entwickeln: Der komplette Schaufensterraum soll mit einem Muster aus in sich verflochtenen „Rohren“ ausgekleidet werden. Das labyrinthische und hypnotisierende Muster zieht die Passanten in seinen Bann. Zusätzlich wird die Kulisse von Figuren belebt, die indes im Unterschied zu gewöhnlichen Schaufensterpuppen lebendig sind. Koglers in seinem Werk einzigartige und speziell für das Breuninger Schaufenster entwickelte Idee zielt wesentlich auf eine Verlebendigung der Präsentation der zum Kauf ausgestellten Waren aus.

Kunstsammlung NRW und Breuninger bringen Multimediakünstler Peter Kogler ins SchaufensterKunstsammlung NRW und Breuninger bringen Multimediakünstler Peter Kogler ins SchaufensterKunstsammlung NRW und Breuninger bringen Multimediakünstler Peter Kogler ins Schaufenster

Fotos: Peter Kogler für Breuninger

Fans des verstorbenen Modeschöpfers Cristobal Balenciaga (1895-1972) und seiner beachtenswerten Designs dürfen sich freuen: Mit der neuen Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir' (Balenciaga is the New Black) feiert das Modemuseum Palais Galliera im Musée Bourdelle in Paris ab heute den ikonischen Stil des einflussreichen Spaniers.

Die Ausstellung konzentriert sich vornehmlich auf die schwarzen Entwürfe des Modeschöpfers, die er im Laufe seiner Karriere von 1937 bis 1968 kreierte. Hunderte der Designs des 100 Jahre alten Modehauses werden dort zu sehen sein, von drapierten Seidenkleidern bis hin zu perfekt geschnittenen Anzügen. FashionUnited zeigt eine Bildergalerie der Ausstellung. Scrollen Sie einfach nach unten, um diese anzusehen.

Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'Sneak Peak: Die Balenciaga-Retrospektive ‚Balenciaga, l’Oeuvre au Noir'

'Balenciaga: L'Oeuvre au Noir' läuft vom 8. März bis zum 16. Juli 2017 im Musée Bourdelle. Eine weitere Balenciaga-Ausstellung können Sie in diesem Jahr ab dem 27. Mai im Victoria & Albert Museum in London besuchen.

Fotos: Balenciaga, l'oeuvre au noir. ©Pierre Antoine

Übersetzt von Barbara Russ

20 Jahre nach Dianas Tod: die Kleider einer Selbstbewussten

Der Kensington-Palast in London war für Prinzessin Diana 15 Jahre lang ihr Zuhause: Jetzt ist es der Ort, an dem in diesem Jahr die Gedenkveranstaltungen zu ihrem 20. Todestag beginnen. Eine Ausstellung wichtiger Kleider soll die Geschichte der Wandlung Dianas von der schüchternen Aristokratentochter zur prominenten Powerfrau erzählen. Die Schattenseiten - die Scheidung von Prinz Charles, heimliche Liebhaber, ihr tödlicher Autounfall mit 36 Jahren in Paris am 31. August 1997 - werden ausgespart. Die Schau «Diana - Her Fashion Story» (Diana und ihre Mode) lässt die Kleider sprechen. Sie wird am Freitag (24.2.) eröffnet und läuft über zwei Jahre.

«Der jungen Lady Diana Spencer war die Designer-Modewelt fremd», erfährt der Besucher. Nur ein Kleid, eine Bluse und ein paar gute Schuhe habe sie besessen, und sich den Rest von Freunden ausgeborgt. Erst langsam habe sich die damals 20-jährige Diana nach der Hochzeit mit Prinz Charles 1981 in ihre neue Rolle eingefunden.

Auf den «Romantik-Look» der 1980er Jahre, mit viel Rüschen und Spitze, folgten die Designer-Abendkleider, die sie als diplomatisches Werkzeug einzusetzen lernte. Als die Ehe Anfang der 90er Jahre zu kriseln begann, wurde die Kleidung zum Vermittler von Unabhängigkeit und Macht, wird erklärt.

Dianas Debütantenkleid von 1979, eine blass-rosafarbene Chiffon-Bluse, die sie 1981 zum ersten offiziellen Fototermin trug, und das braune Tweedkostüm aus den Flitterwochen in Schottland sind als Beispiele der «frühen Jahre» zu sehen.

«Ihr Selbstvertrauen wuchs ständig, sie entschied selbst über ihr Image und kommunizierte über ihre Kleider», heißt es in der Ausstellung. «Wir erzählen eine Geschichte, mit der sich viele Frauen weltweit identifizieren können.»

Der Großteil der 25 gezeigten Stücke wurde aus Museen und Privatkollektionen im In-und Ausland entliehen - nur etwa fünf sind im Besitz des Palastes. «Diana war sich des Wertes ihrer Kleider nicht sonderlich bewusst, und sie gab vieles für Wohltätigkeitszwecke weg», sagt Kuratorin Eleri Lynn der Deutschen Presse-Agentur. «Wir kaufen auf Auktionen was wir nur können.»

Dazu gehört auch ein groß-karierter grün-blauer Wollmantel des Designers David Emanuel, den Diana 1985 in Venedig trug. Das Stück wurde auf Modeseiten damals abschätzig «Pferdedecke» genannt.

Glanzstück ist zweifellos das tintenblaue Samtkleid von Victor Edelstein, in dem Diana 1985 bei einem Staatsbankett im Weißen Haus mit John Travolta auf dem Tanzparkett herumwirbelte. Das «Travolta-Kleid» trug sie zwei Jahre später bei einem offiziellen Besuch in Bonn.

An einem dunkelgrünen Samtkleid von Edelstein von 1985 wollen die Kuratoren Knittermarkierungen der damals kleinen Söhne William und Harry entdeckt haben. In Zusammenhang mit einem Chiffon-Kleid für das Filmfestival von Cannes 1987 wird die Anekdote vermittelt, dass die Prinzessin oft mit Brille und Kopftuch verkleidet ins Kino ging.

Für einen offiziellen Besuch in Spanien wählte Diana ein rot-schwarzes Kleid im Flamenco-Stil - und trug dazu lange Seidenhandschuhe in verschiedenen Farben - einer rot und einer schwarz. Ein Seidenkleid für einen Besuch Saudi-Arabiens wurde mit Falken verziert - dem Nationalsymbol des Ölstaats.

Die 90er Jahre - die Trennung von Charles und Diana wurde 1992 bekanntgegeben - markieren den Übergang zur «Arbeitsgarderobe». Catherine Walker, Dianas Lieblings-Designerin, schuf scharf geschnittene Tageskostüme, in denen Diana ihren Wohltätigkeitsaktivitäten nachging: vom Essen im Savoy-Hotel bis zum Besuch bei Aids-Kranken. Walker starb 2010 an Krebs.

Den krönenden Abschluss bietet der letzte Ausstellungsraum, in dem fünf der berühmtesten Abendroben ausgestellt sind. Diana trug sie bei einem Fotoshoot mit Starfotograf Mario Testino vor der Versteigerung von 79 ihrer Kleider bei Christie's in New York im Juni 1997 - zwei Monate vor ihrem Tod.

Im Raum hängen Bilder einer strahlenden, selbstbewussten Diana, die sich in ihrer Rolle wohl zu fühlen scheint. Mit der Auktion zugunsten der Aids- und Krebshilfe habe Diana, so heißt es in der Ausstellung, «ein Kapitel in ihrem königlichen Leben abgeschlossen. Wir werden nie erfahren, wie ihr nächstes Kapitel ausgesehen hätte.» (DPA)

Foto: 'Diana: Her Fashion Story' banner

Ausstellung Strauss ist raus beschäftigt sich mit Veränderungen im Einzelhandel

Einzelhandelslandschaft im Wandel: Bereits seit dem vergangenen Jahr stand die ehemalige Filiale der Warenhauskette Strauss Innovation in der Düsseldorfer Friedrichstraße 61c leer, nun beherbergt sie eine Ausstellung, die sich genau dieser Thematik widmet. Die von Wilko Austermann kuratierte Ausstellung des Kunstvereins 701 e. V „Strauss ist raus“ zeigt eine Welt im Umbruch.

Man sieht noch die Überbleibsel des Ladenbaus, die Befestigungslöcher der Regale in den Wänden, doch abgesehen davon ist die Räumlichkeit wie leergefegt. Nachdem das Warenhaus Strauss Innovation Jahrelang ums Überleben kämpfte, wurde im Dezember 2016 das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Filiale in der Friedrichstraße war unter den ersten, die dichtmachen mussten. Nun hat Kurator Wilko Austermann die Fläche für die Kunst erschlossen. „Die Künstler beschäftigen sich nicht mit so sehr dem Einzelhandel per se, sondern eher mit einer Welt, die sich verändert. Es geht um die Industrie 4.0 und die betrifft auch die Läden in den Innenstädten“, so der Kurator.

Ausstellung Strauss ist raus beschäftigt sich mit Veränderungen im Einzelhandel

So lockt ein bunt bestückter Verkaufstresen interessierte Passanten in die Ausstellung, die nicht sofort als solche zu erkennen ist. Verkauft werden, zu 9,99 pro Stück, mit Gemüse bedruckte Kartonstücke: Karotten, Kopfsalat, Zwiebeln. In der Performance ‚frisch vom bauern’ von Lukas Julius Keijser wird deutlich, wie sehr der Einzelhandel (kurzlebigen) Trends unterworfen ist – in diesem Fall geht es um Bio-Läden. Hinterfragt der Künstler mit seinen kostengünstig hergestellten Kartonagen die undurchsichtigen Zertifizierungen von Bio-Produkten, die Hersteller, den Handel, oder den Konsumenten? Es bleibt unklar.

Wanda Koller kritisiert mit ihrer Installation und Performance mit dem Titel ‚Purchase’ den Konsumwahn der Gesellschaft, indem sie haptische Erfahrungen auf Sweater druckt; René Hüls lässt die Geräusche eines Routers durch eine gekippte Schublade laufen, eine Anspielung auf den Onlinehandel und die Repräsentation von Waren im Onlinehandel. Tobias Hoffknecht spielt mit abstrakten Formen, die an Ladenbau und Designmöbel und -objekte erinnern. Allen drei gemeinsam ist die Entfremdung zwischen Produkte und Konsumenten.

Ausstellung Strauss ist raus beschäftigt sich mit Veränderungen im Einzelhandel

Die Arbeit von Atit Sornsongkram arbeitet die Leere, aber auch das Potential heraus, die sich aus dem Wandel des stationären Handels ergeben. In seinen Fotografien fängt der aus Bangkok stammende Künstler, der unter Hubert Niecol und Andreas Gursky an der Kunstakademie Düsseldorf studierte, leerstehende Ladenflächen und Schaufenster ein, die für ihn zu einer Art Zeitkapsel werden.

Wie in einer Zeitkapsel ist auch der einstige Kassenstandort des Ladens noch an den Spuren am Boden zu erkennen. Genau dort hat Steffen Jopp seine raumfüllende Installation, bestehend aus einem altenindustriell genutzten Förderband, aufgehängt. Das Band, das für die Industrieproduktion steht, entfaltet auf diese Weise eine schwerelose Schönheit, die an einen Prozess erinnert, der in Deutschland schon fast abgeschlossen ist: Den Wandel der Wirtschaft vom industriellen zum Dienstleistungssektor. Dass nun auch Dienstleistungen zunehmend unpersönlich werden und wir an der Schwelle zum Quartären Sektor, der Informationsgesellschaft stehen, wird hier zur historischen Fußnote. Alles fließt, scheint diese Installation zu sagen.

Dass die Kunst nun dort Einzug hält, wo sich die Dramen einer sich immer schneller wandelnden, zunehmend digitalen Welt abspielen, ist ein Hoffnungsschimmer. Immer dort, wo etwas zu Ende geht, ist auch ein neuer Anfang möglich. Und nicht alle Begegnungen geschehen online. Noch hat der stationäre Handel eine Chance. Vielleicht, indem er Flächen für Kultur schafft, Begegnungen inszeniert, Plattformen bietet und Erfahrungen möglich macht. Nicht erst, wenn es zu spät ist, sondern im laufenden Geschäft. Wenn das eben zu Ende gegangene Düsseldorf Photo Weekend irgendein Anhaltspunkt ist, dann dafür, dass man die Menschen durchaus noch vom Computer weglocken kann. Zum Beispiel mit Kunst.

Fotos: Achim Kukulies

Elton John plant Musical-Version von „Der Teufel trägt Prada“

Elton John zieht es wieder an den Broadway: Der Pop-Superstar verkündete Ende letzter Woche, er wolle den Kultfilm „Der Teufel trägt Prada“ als Broadway-Musical umsetzen und selbst dazu die Musik schreiben. Für die Texte soll US-Autor Paul Rudnick zuständig sein, der auch Beiträge für das Magazin New Yorker schreibt. Der Produktionszeitplan wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

„Sich 'Der Teufel trägt Prada' als Musical vorzustellen, ist superaufregend“, schwärmte John in einer Erklärung . „Ich bin ein großer Fan sowohl des Buchs als auch des Films und außerdem ein riesiger Anhänger der Modewelt. Ich kann es gar nicht erwarten, mich an diesem Stück Popkultur festzubeißen.“

Auch wenn sich viele Prominente am Broadway schon die Zähne ausgebissen haben, kann John auf seine langjährige Musical-Erfahrung zurückblicken, setzte er doch die musikalische Adaption des Disney-Films „Der König der Löwen“ erfolgreich um. Diese wurde zur ersten Broadway-Show mit Einnahmen von 1 Milliarde US-Dollar und zur am drittlängsten aufgeführten überhaupt.

Zudem setzte John Verdis Oper "Aida" erfolgreich als Musical um sowie den Film "Billy Elliot", der erst im letzten Jahr seine erfolgreiche Laufzeit am Londoner West End beendete. Rudnick ist ebenfalls Drehbuchautor, zu dessen Stücken „Jeffrey“, „I Hate Hamlet“, „Die Frauen von Stepford“ und „Addams Family Values“ gehören.

Der Kultfilm „Der Teufel trägt Prada“ aus dem Jahr 2006 beruht auf dem Buch der US-Autorin Lauren Weisberger mit dem gleichen Titel, das 2003 herauskam. Sie verarbeitete darin ihre Erfahrungen in der New Yorker Modebranche, unter anderem mit der Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour, die zur (offiziell nie bestätigten) Vorlage für die Chefredakteurin Miranda Priestly (gespielt von Meryl Streep) des fiktiven Magazins "Runway" wurde. Diese macht ihrer Assistentin Andrea Sachs (Anne Hathaway) das Leben schwer.

Foto: YouTube