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Ausstellung München: Mode in der Antike & heute

Kleidung hatte schon in der Antike eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Die Ausstellung „Divine X Design. Das Kleid der Antike“ will ein Gespräch über Bekleidung im antiken Griechenland und unsere Vorstellungen von Kleidung und Mode anregen.

Gemeinsam mit der AMD Akademie Mode & Design haben die Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München dazu ein Projekt umgesetzt, um antike Kleidung und zeitgenössisches Modedesign in einen Dialog treten zu lassen. Hochkarätige antike Kunstwerke und eigens für die Ausstellung entworfene Mode von Nachwuchsdesignern veranschaulichen den Dialog zwischen den Epochen. Des Weiteren geht die Ausstellung der Frage nach, welches Aussehen, welche Funktion und welchen gesellschaftlichen Stellenwert Kleidung im antiken Griechenland hatte, und wie diese Vorstellungen im Laufe der vergangenen Jahrhunderte in unsere heutige Zeit tradiert wurden und werden.

Kleidung in der griechischen Antike wird im Alltag, bei Festlichkeiten, beim Sport, bei der Jagd und im Krieg präsentiert. Auch Kosmetik, Frisuren und Accessoires waren damals schon wichtige Stilmittel für das individuelle Erscheinungsbild. Da kaum Textilreste aus der griechischen Zeit erhalten sind, wird anhand von gemalten Bildern auf antiken Gefäßen, Statuetten aus Ton und Bronze, Schmuck sowie lebensgroßen Marmorstatuen den Fragen nach dem Aussehen und der Bedeutung der damaligen Kleidung sowie den Fertigungsprozessen nachgegangen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 8. Oktober in der Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek in München zu sehen.

Foto: Peter Schreiber

Die französische Modemacherin Agnès b. (75) will 2018 in Paris eine Kunststiftung eröffnen. Die Einrichtung werde in einem populären Stadtviertel ihre Adresse haben, sagte die Designerin der Deutschen Presse-Agentur in Avignon. Wo, werde sie jetzt noch nicht verraten. Einen Eindruck davon, was in ihrer zukünftigen Kunststiftung gezeigt wird, bekommt man jedoch derzeit in Avignon zu sehen. Unter dem Titel «On aime l'art» (etwa: Wir mögen Kunst) sind in der südfranzösischen Stadt rund 400 Werke aus ihrer Sammlung zu sehen. Die Ausstellung im Museum Collection Lambert dauert bis zum 5. November.

Die international bekannte Designerin hat in über 30 Jahren rund 5000 Werke zusammengetragen. Die Kunst sei eine Art geistige Nahrung, sorge für Emotionen und entführe aus der Wirklichkeit, erklärte sie die Bedeutung, die Kunst für sie hat. Und deshalb will sie an ihrer Leidenschaft auch andere teilhaben lassen. «Ich teile gerne. Das ist meine Antriebskraft, das macht mir Spaß.» Deshalb mache sie auch Mode für alle.

Die Modeschöpferin hat Kunst studiert, sich jedoch aus rein finanziellen Überlegungen heraus der Mode zugewandt. «Ich musste mein Leben verdienen. So bin ich Designerin aus Notwendigkeit geworden», erzählte sie. Der Kunst blieb sie dabei stets verbunden. Im Jahr 1984 eröffnete sie in Paris die «Galerie du jour», wo sie heute durchschnittlich zehn Ausstellungen jährlich organisiert. In Avignon sind aus ihrer Sammlung neben Papierarbeiten von Andy Warhol Arbeiten der Street-Art-Künstler Shepard Fairey und Futura 2000 zu sehen. (DPA)

Nach über 70 Jahren: Das MoMa zeigt wieder Mode

Das New Yorker Museum of Modern Art (MoMa) zählt zu den renommiertesten Museen für moderne Kunst weltweit und machte in der Vergangenheit immer wieder durch spektakuläre Ausstellungen, Werkschauen und Sammlungen von sich reden. Globale Relevanz und kompromisslose Modernität waren dabei immer die Grundvoraussetzungen für die Institution, sich einem Thema zu widmen. Da ist es nicht gerade eine Auszeichnung für die Modeszene, dass das Museum schon seit über 70 Jahren keine Ausstellung zu Fashion und Style organisiert hat.

1944 fand die letzte Mode-Schau im MoMa statt, und schon damals fragte sich der Architekt und Kurator Bernard Rudofsky im Ausstellungsmotto: „Are Clothes Modern?“. Damals stand das Modedesign voll im Bann des Zweiten Weltkriegs: Männer trugen fast ausschließlich Praktisches im Uniform-Look – robust, einfach und mit vielen Taschen. Frauen hingegen mussten sich mit einfachen Kleidern in unvorteilhaften Schnitten zufriedengeben. Das große Zeitalter des modernen Modedesigns war also noch nicht einmal angebrochen, als das MoMa sich zuletzt mit diesem Thema auseinandersetzte.

Mittlerweile zählt die Textil- und Modeindustrie zu den weltweit wichtigsten Wirtschaftszweigen. Designer wurden zu Popstars, Models zu Ikonen und es gibt kaum noch einen Menschen zwischen Tokio und Los Angeles, für den Mode und Stil nicht zumindest halbwegs relevant ist.

350 ikonische Ausstellungsstücke

Gleichzeitig befindet sich die globale Modeindustrie aktuell in der wohl größten Krise ihrer Geschichte. Avantgardistisches Design ist kaum mehr möglich, da diesbezüglich in den letzten Jahrzehnten bereits alles Machbare ausprobiert worden ist. Die Textilproduktion steht zudem als ausbeuterisch und umweltverschmutzend immer stärker in der Kritik von Regierungen, NGO’s und Verbrauchern. Echte Innovation findet derzeit fast nur noch im Materialbereich statt, der eine zunehmende Technisierung der Kleidung vorsieht. Kurzum: Es geht nicht mehr voran, im globalen Fashion-Zirkus.

Die Mode-Misere ist also aktuell ähnlich groß wie zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs – so groß, dass sich sogar das MoMa nach 73 Jahren erneut fragt: „Is Fashion Modern?“. Gezeigt werden sollen im Rahmen der spektakulären Ausstellung 350 Kleidungsstücke und Accessoires, die die Modewelt in den vergangenen hundert Jahren am meisten geprägt haben.

Dafür belegt das Museum vom 1. Oktober 2017 bis zum 28. Januar 2018 das gesamte sechste Stockwerk. Nicht zu viel, um die Komplexität des Themas darstellen zu können. Schließlich sei Mode eine „kraftvolle und kreative Form der persönlichen Ausdrucksweise“, so Kuratorin Paola Antonelli - aber eben auch Design.

In der Ausstellung sollen unter anderem Sneakers, Bikinis, Perlenketten, Krawatten und Yoga-Trainingshosen zu sehen sein, darunter viele von berühmten Designern.

Foto: Museum of Modern Art (MoMa)

Neue Stoffe – New Stuff. Ausstellung im Textilmuseum St. Gallen

Die neue Ausstellung „Neue Stoffe – New Stuff. Gestalten mit Technischen Textilien“, die im Textilmuseum St. Gallen Ende August startet, zeigt eine Seite der Textilindustrie, die weit über die allseits bekannten Anwendungen in Mode und Innenarchitektur hinausgeht. Der breiten Öffentlichkeit sind diese Technischen Textilien und Smart Textiles mit ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten meist unbekannt. Die neuen Stoffe ersetzen nicht nur herkömmliche Materialien, sondern ermöglichen auch die Herstellung von „New Stuff“, das heißt, von Produkten mit vollkommen neuen Eigenschaften für Anwendungen in nahezu allen Bereichen unserer Lebenswelt: Vor allem in der Medizintechnik, im Bausektor, bei der Konstruktion von Fahrzeugen und bei der Gewinnung von Energie. Aber auch für die Bekleidung und die Ausstattung von Innenräumen gewinnen die Technischen Textilien zunehmend an Bedeutung.

Häufig geht es bei den neuen Anwendungen um die Einsparung von Ressourcen und Energie. Neue Stoffe sind heutzutage nahezu überall zu finden – auch wenn sie auf den ersten Blick oft nicht als faserbasierte Werkstoffe oder textile Strukturen zu erkennen sind. Sie sind das Produkt komplexer technischer Forschung und aufwendiger Herstellungsprozesse, die mit der herkömmlichen Vorstellung von Textilproduktion nichts mehr zu tun haben. Dabei sind die großen Potentiale der neuen Stoffe bei Weitem noch nicht erkannt oder ausgeschöpft. Denn in der Regel gezielt für bestimmte Anwendungen entwickelt und in entsprechenden Produkten gebunden, bleibt offen, wie ihre spezifischen Eigenschaften in anderen Zusammenhängen interpretiert werden können. Neuartige faserbasierte Werkstoffe, die mit textilen Techniken und Verfahren zu sogenannten Technischen Textilien verarbeitet werden, erweisen immer deutlicher ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und führen in vielen Wirtschaftsbereichen zu Innovationsschüben.

Die Ausstellung „Neue Stoffe – New Stuff. Gestalten mit Technischen Textilien“ gibt einen Überblick über die nahezu unüberschaubare Vielfalt der neuen Stoffe und des „New Stuff“. Sie konzentriert sich vor allem auf Projekte und Entwicklungen aus dem deutschsprachigen Raum. Besonderes Augenmerk wird auf Anwendungen gelegt, mit denen Nachteile herkömmlicher Werkstoffe und Techniken überwunden werden können oder die für absehbare Probleme Lösungsmöglichkeiten erwarten lassen. Die Ausstellung zeigt, dass sich mit den Technischen Textilien ein neues Paradigma für die weitere Entwicklung unserer Techniken und unseren Umgang mit den schwindenden Ressourcen etabliert.

Die Ausstellung erfolgt in Zusammenarbeit u.a. mit der Empa, der Weißensee Kunsthochschule Berlin, Swiss Textiles und der Hochschule Luzern und ist vom 23. August 2017 bis zum 2. April 2018 zu sehen.

Fotos: Textilmuseum St. Gallen / Stone Web: Idalene Rapp und Natascha Unger, Modulare Wand, 2017. Die Module wurden mit Wickeltechnik geformt und mit Bioharz versteift. © Weißensee Kunsthochschule Berlin

In Bildern: Dior-Ausstellung zum 70. Geburtstag

Inmitten der Pariser Couture-Woche wird das Kunstgewerbe-Museum in Paris am heutigen Mittwoch seine Pforten für einen ganz besonderen Geburtstag öffnen: Das Pariser Modehaus Dior feiert sein 70-jähriges Bestehen mit der Ausstellung ‘Christian Dior, Couturier du Rêve’.

Diese wurde von der Innenarchitektin Nathalie Crinière gestaltet und erstreckt sich über fast 3000 Quadratmeter. Ausgestellt sind 300 Haute Couture-Kleider sowie Fotos, Zeichnungen, Werbekampagnen und Briefe, die den Weg des Modehauses von seinen Anfängen im Jahr 1947 bis zu seiner künstlerischen Leitung durch Maria Grazia Chiuri heute nachzeichnen.

In Bildern: Dior-Ausstellung zum 70. Geburtstag

Dabei wurde jedem künstlerischen Leiter seit Christian Dior eine eigene Gallerie gewidmet, in der Besucher verfolgen können, wie Yves Saint Laurent, Marc Bohan, Gianfranco Ferre, John Galliano, Raf Simons und Maria Grazia Chiuri die Richtung des Pariser Traditionshauses beeinflusst haben.

Letztere ließ sich von einer alten Landkarte inspirieren, die sie im Archiv des Modehauses fand, und die sie an die zahlreichen kulturellen Einflüsse in Diors Kreationen erinnerte. “Ich habe mich für eine Hommage an Herrn Dior entschieden. Ich habe mir alle seiner Arbeiten der ersten 10 Jahre angesehen, denn sie bilden quasi die DNA der Marke”, erklärte Chiuri.

In Bildern: Dior-Ausstellung zum 70. Geburtstag

Die ausführliche Ausstellung zeigt viele zuvor noch nicht gesehene Gegenstände aus dem Dior-Archiv sowie aus Museen und Gallerien wie dem Costume Institute des Metropolitan Museum of Art in New York, dem Victoria and Albert Museum in London und der Fondation Pierre Bergé-Yves Saint Laurent.

“Eines der Ziele dieser Ausstellung ist, dass die Leute das Ausmaß an Detailgenauigkeit verstehen, das in diese Haute Couture-Kreationen einfließt, denn man kann sie in einer Modenschau, die sehr schnell vorbei geht und die nur sehr wenige Leute besuchen, nicht sehen. In Fotos kommt es ebenfalls nicht zur Geltung”, erklärte Florence Müller, die die Ausstellung gemeinsam mit Museumsdirektor Oliver Gabet zusammenstellte.

In Bildern: Dior-Ausstellung zum 70. Geburtstag

Die Ausstellung im Musée des Arts Décoratifs wurde gestern am Ende von Chiuris Herbst/Winter 2017/18-Show eröffnet und ist ab dem heutigen Mittwoch für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie läuft noch bis zum Januar 2018.

Fotos: Alain Jocard, AFP
Berlin Fashion Week: Sonderausstellung huldigt Versace

Pünktlich zur Fashion Week eröffnet in Berlin eine Ausstellung ihre Pforten, die durchaus Beachtung verdient: Anlässlich des 20. Todestages von Modeschöpfer Gianni Versace am 15. Juli zeigt der Messeveranstalter Premium Group zusammen mit dem brasilianischen Privatsammler Alexandre Stefani dessen langjährig kuratierte Versace Sammlung im Rahmen des Retailkonzepts „Show & Order At Kraftwerk“.

Stefani sammelt seit über 25 Jahren Stücke von Versace und besitzt daher eigenen Angaben zufolge eine der größten Sammlungen weltweit. 26 der insgesamt wohl über 500 Exponate der Sammlung sollen parallel zu der Messe vom 4. bis 7. Juli 2017 gezeigt werden, darunter auch ikonische Werke wie ein vollständig aus Metall gefertigtes Kleid oder eine perlenbestickte Weste.

„Im Juli vor 20 Jahren ist Gianni Versace in Miami erschossen worden. In Gedenken an sein Werk, seine Kunst, feiern wir mit unseren Gästen das Leben“, Anita Tillmann, Managing Partner der Premium Group.

Fotos: Premium Group

Preview: Dries van Noten Dokumentation kommt in die Kinos

Dries Van Noten, berühmt und verehrt für seine lebendigen Farben und Stoffe, gehört längst zu den ganz großen Namen der Mode-Welt – und gilt zugleich als deren heimlicher Liebling. Wo viele seiner Kollegen mit einem besonders exzentrischen Erscheinungsbild punkten, übt sich van Noten durch vornehme Zurückhaltung.

Warum der belgische Designer im hysterischen Modezirkus eine von vielen verehrte Ausnahmeerscheinung bleibt, zeigt nun die aufwändige Dokumentation „Dries“ des deutschen Regisseurs Reiner Holzemer, der den eher öffentlichkeitsscheuen Designer ein ganzes Jahr mit der Kamera begleiten durfte.

Der Film, der am 29. Juni in die Kinos kommt, zeigt unter anderem die Entstehung von vier neuen Kollektionen: von der Auswahl und Gestaltung der üppigen Stoffe, die sich durch aufwendige Blumenstickereien und Prints auszeichnen, über die Kombination der Stücke zu raffinierten, einzigartigen Outfits bis hin zu den sinnlichen Modeschauen, die bereits Kult bei der Pariser Fashion Week geworden sind. Am meisten beeindrucken jedoch die Bilder aus Van Notens Alltag an der Seite seines langjährigen Lebensgefährten in ihrem Haus mit verwunschenem Garten nahe Antwerpen.

Drei Jahre musste der Münchner Regisseur angeblich warten, bis der zurückhaltende Designer einem Film über seine Person zustimmte. Heraus gekommen ist dafür ein berührender Einblick in das Leben eines leisen Perfektionisten, der sich jenseits wechselnder Trends bewegt.

Ein Trailer von „Dries“ ist bereits bei YouTube abrufbar:

Fotos: „Dries“ / Prokino

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Das Museum of Lace and Fashion in Calais, in Frankreich hat seine neue Retrospektive über Hubert de Givenchy eröffnet. Der 90-jährige Modedesigner hat sie selbst kuratiert und zeigt sort Looks, die Ikonen wie Audrey Hepburn, Jackie Kennedy und der Duchess of Windsor, Wallis Simpson, getragen wurden.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Die Ausstellung ist Teil des kulturellen Programms des Museums für 2017. Insgesamt 80 Ensembles mit Accessoires wurden von privaten Sammlern, dem Bestand des Museums selbst und den Archiven des Hauses Givenchy zusammengesucht.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Die Ausstellung, die Givenchy selbst zusammengestellt hat, läuft bis zum 31. Dezember und zeigt seine gesamte Karriere sowie die Persönlichkeiten, die auf sein Leben und Design Einfluss genommen haben.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Ein besonderer Fokus liegt auf den berühmten Frauen, die seine Schöpfungen getragen haben, insbesondere Audrey Hepburn. Unter den Ausstellungsstücken sind auch Kleider, die sie in ‚Frühstück bei Tiffany‘ und ‚Wie klaut man eine Million?‘ trug.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Museum für Spitze und Mode eröffnet Givenchy Ausstellung

Neben Jackie Kennedy’s besticktem Kleid und OPpernmantel, denn sie beim ersten Frankreich-Besuch Ihres Mannes als trug und das Outfit der Duchess of Windsor, das sie bei der Beerdigung ihres Mannes anhatte, sowie Stücke von Countess Isabelle de Borchgrave d'Altena, der Duchess of Cadaval, und der Marquesa de Llanzol.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Bei seiner Eröffnungsrede lobte der Designer seine Kunden: „Sie waren meine Freunde. Das perfekte Kleid kann im Leben einer Frau vieles verändern. Es kann Freude bringen. Es ist schön, Freunden Freude zu bringen.“

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Andere Highlights der Ausstellung beinhalten die ‘Bettina’ Bluse aus seiner ersten Kollektion im Februar 1952 mit Puffärmeln und Lochstickerei, sowie mehrere Ballkleider, ein rotes Satinkleid und Mantel und ein bestickter Hosenanzug.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Das Museum für Spitze und Mode ist in einer Fabrik aus dem 19. Jahrhundert untergebracht und zeigte in der Vergangenheit Ausstellungen zum Werk von Cristóbal Balenciaga, Anne Valérie Hash, Iris Van Herpen, oder On Aura Tout Vu.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Die Hubert de Givenchy Ausstellung läuft noch bis zum 31. Dezember 2017 im Museum für Spitze und Mode in Calais.

In Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in CalaisIn Bildern: Hubert de Givenchy Ausstellung in Calais

Bilder: Museum für Spitze und Mode

Die Yves Saint Laurent-Museen in Paris und Marrakesch werden fast zeitgleich ihre Türen im Oktober 2017 öffnen. «Als Yves beschlossen hatte, mit der Haute Couture aufzuhören, habe ich beschlossen, unsere Erinnerungen in Projekte umzuwandeln», sagte Pierre Bergé, der ehemalige Lebensgefährte des Modedesigners, am Donnerstag in Paris.

Dazu gehörten diese beiden Museen, wie der 86-jährige Geschäftsmann und Präsident der Stiftung «Pierre Bergé - Yves Saint Laurent» auf einer Pressekonferenz erklärte. In Paris und Marrakesch wird ein Teil der rund 5000 Traumkreationen und unzähligen Skizzen des 2008 verstorbenen Modeschöpfers zur Schau gestellt.

Das Museum in Paris wird am 3. Oktober öffnen, das in Marrakesch am 19. Oktober. Bei dem Museum in Marokko handelt es sich um einen Neubau der Architekten Karl Fournier und Olivier Marty. Das über 15 Millionen Euro teure, 4000 Quadratmeter große Gebäude liegt in der Nähe des Gartens Jardin Majorelle, den Saint Laurent und Bergé 1980 gekauft hatten. Die Architektur besteht aus roten Ziegeln und rosafarbenem Granit.

Yves Saint Laurent und Pierre Bergé hielten sich seit den 1960er-Jahren regelmäßig in Marrakesch auf, wo sie eine Villa kauften. Das Pariser Museum wird in der Avenue Marceau nahe den Champs-Elysées eröffnet, früher der Standort des Modehauses, heute der Sitz der Stiftung. (DPA)

Mode, wie sie im Buche steht: Die besten Modezitate aus der Literatur

Für all jene, die Mode für oberflächlich halten, soll gesagt sein: Ihr Wert, zum Beispiel für die Literatur, ist nicht zu unterschätzen. Kürzlich lernte ich auf dem Franko-Irischen Literaturfestival, bei dem Redakteure von Vogue und Elle mit Roman- und Drehbuchautoren diskutierten, einiges über die Rolle der Mode in der Literatur hinzu. Kleidung dient in dem Genre dazu, einen Charakter zu umschreiben, uns die Persönlichkeit eines Protagonisten besser einschätzen zu können und fremde Orte zu erkunden. Wie Mark Twain einst sagte: „Kleider machen Leute. Nackte Menschen haben wenig bis gar keinen Einfluss auf die Gesellschaft“. Hier die sieben wichtigsten Momente von Bekleidung in der Literatur.

7. Giacomo Leopardi

In Giacomo Leopardis Gedicht mit dem Titel Dialog zwischen der mode und dem Tod, stellt der Poet einige Parallelen der beiden heraus: “Mode: Kennst du mich nicht? [...] Ich bin die Mode, deine Schwester [...] Erinnerst du dich nicht, daß [sic!] wir alle Beide Kinder der Hinfälligkeit sind? Tod: :.Wie soll ich mich erinnern, da ich Todfeind des Gedächtnisses bin! Mode: Aber ich weiß es noch recht gut und weiß auch, daß [sic!] wir Beide uns in gleicher Weise Mühe geben, die irdischen Dinge zu zerstören und zu verwandeln, wenn auch du einen andern Weg zu diesem Ziele einschlägst, als ich.“

Obwohl das Gedicht 1824 geschrieben wurde, hat die Aktualität der Message, nämlich, dass die Mode ein dem Tod ähnliches Gemüt hat, nicht nachgelassen. Gerade in Zeiten der Fast Fashion, die Katastrophen wie jene in Rana Plaza begünstigt und durch ihre Schnelllebigkeit viele ihrer Protagonisten, wie beispielsweise Alexander McQueen—der viel zu früh, mit 40, seinem Leben ein Ende setzte—geradezu verzehrt.

Mode, wie sie im Buche steht: Die besten Modezitate aus der Literatur

Image:Orlando Erste Ausgabe, The Hogarth Press 1928 source: www.smith.edu/libraries, und Burberry September 2016

6. Virginia Woolf

“Kleidung hat viel wichtigere Aufgaben, als uns nur warm zu halten; sie verändert unseren Blick auf die Welt und den Blick der Wlet auf uns“, schrieb Viriginia Woolf in Orlando, ihrem 1928 geschriebenen Buch über einen Adligen, der mühelos zwischen Geschlechtern hin und her wechselt und nie altert. In der Filmversion von 1992 wird er von der androgyn wirkenden Tilda Swinton gespielt. Der Roman war damals, trotz des ungewöhnlichen Themas ein Erfolg und bereitete den Weg für spätere Gender-Bender.

Mode, wie sie im Buche steht: Die besten Modezitate aus der Literatur

Image: Source Wikimedia Library of Congress, Photographer, Napoleon Sarony, 1882

5. Oscar Wilde

Oscar Wilde, bekannt für seine rasiermesserscharfen Verstand und seine ebenso scharfe Zunge, diente als Inspiration für die Alexander McQueen 2017 Menswear-Kollektion. Wildes berühmter Aphorismus: „Mode ist eine Form von Hässlichkeit, so unerträglich, dass wir sie alle sechs Monate ändern müssen“ scheint aus heutiger Social-Media-hungriger Sicht fast wie eine Weissagung. Als Redakteur des Magazins The Woman's World, sagte er außerdem in 1887 voraus, dass Frauen sich zunehmend der Herrenmode zuwenden würden. Auch seinen Worten: „Wenn man sich schlecht benehmen möchte, sollte man dies in schmeichelhafter Kleidung tun“, blieb er stets treu.

4. Margaret Mitchell

In Margaret Mitchells Roman Gone With The Wind von 1936 ist Scarlett O’Haras Lifestyle in den konföderierten Südstaaten in Gefahr, weil eine Niederlage im amerikanischen Bürgerkrieg die dort praktizierte Sklavenhaltung beenden könnte. Das arme reiche Mädchen muss also findig werden und sich ein Kleid aus Vorhängen nähen. Wie sonst sollte sie sich ihren Helden und sein Geld schnappen? Sie schickt also ihr Dienstmädchen auf den Dachboden, um die Schnitte für Kleider herabzuholen (“Scoot up to the attic and get my box of dress patterns, Mammy…I’m going to have a new dress”) Auch wenn man heute nur Kopfschütteln für die Selbstverständlichkeit übrig hat, mit der Scarlet andere herumkommandiert, sollte man sich vor Augen führen, dass Fast Fashion und Globalisierung die Sklavenarbeit nur ans andere Ende der Welt verlagert, aber bei weitem nicht abgeschafft haben. Man könnte O’Hara jedenfalls eine frühe Form des Upcycling attestieren, wenn man möchte.

3. Bret Easton Ellis

In einer Passage aus Bret Easton Ellis’, American Psycho, in der es um eine Diskussion über die Band U2 geht, die der schneidig angezogene Psychopath und Protagonist Patrick Bateman mit seinem Date führt, zeigt sich seine Liebe für italienisches Design:

"The Edge trägt Armani," ruft sie, auf den Bassisten zeigend."Das ist nicht Armani", rufe ich zurück. "Es ist Emporio." "Nein," ruft sie. „Armani.“ "Die Grautöne sind zu gedeckt, ebenso die dunklen Braun- und die Navytöne.“ Die Konversation geht noch ein Stück weiter, und Bateman wundert sich, wie es möglich ist, dass Sie die Unterschiede nicht erkennt, die für ihn klar auf der Hand liegen. Ein klarer Fall für die Axt, wer den Unterschied zwischen Armani und Emporio nicht sieht.

Mode, wie sie im Buche steht: Die besten Modezitate aus der Literatur

Image: Audrey Hepburn in Breakfast at Tiffany's. Trailer screenshot

2. Truman Capote

Truman Capotes Novelle Frühstück bei Tiffany von 1958 schuf die allseits bekannte Rolle der Holly Golightly. Auch denn sie später zur Paraderolle für Audrey Hepburn ind den Klamotten von Hubert de Givenchy werden sollte, war bereits das Buch stark von Mode geprägt:

“Es war ein warmer Abend, fast Sommer und sie trug eine schmales schwarzes Kleid, schwarze Sandalen und einen Perlen-Choker. Trotz ihrer schicken schlanken Figur hatte sie eine Gesundheit an sich, die an Frühstücksflocken erinnerte, eine Reinheit, die an Seife und Zitrone denken ließ und ein raues Pink, das ihre Wange färbte“ Golightly wurde seither immer wieder als Muse von Designern bemüht.

Mode, wie sie im Buche steht: Die besten Modezitate aus der Literatur

Image: Miss Havisham: Wikimedia By Harry Furniss from the library edition of Great Expectations, created 31 December 1909.

1. Charles Dickens

Die ultimative Verschmelzung von Mode und Fiktion bringt uns zurück zum Ausgangspunkt: Mode = Verfall = Tod. Ich rede von der ultimativen gruseligen viktorianischen alten Jungfer – verbittert, skelettartig und in einem Zimmer neben ihrer vor sich hin rottenden Hochzeitstorte eingesperrt: Charles Dickens’ Miss Havisham aus dem Roman Große Erwartungen. Die Passagen darüber, wie sie in Flammen aufgeht, mögen zu den virtuosesten gehören, die jemals geschrieben wurden, aber auch das erste Aufeinandertreffen zwischen ihr und Pip inspirieren seit Jahrzehnten die Designer: (Originalversion)

She was dressed in rich materials — satins, and lace, and silks — all of white. Her shoes were white. And she had a long white veil dependent from her hair, and she had bridal flowers in her hair, but her hair was white. Some bright jewels sparkled on her neck and on her hands, and some other jewels lay sparkling on the table. Dresses, less splendid than the dress she wore, and half-packed trunks were scattered about. She had not quite finished dressing, for she had but one shoe on — the other was on the table near her hand — her veil was half arranged, her watch and chain were not put on, and some lace for her bosom lay with those trinkets and with her handkerchief, and gloves, and some flowers, and a prayer-book, all confusedly heaped about the looking-glass. [...] I saw that everything within my view which ought to be white, had been white long ago, and had lost its luster, and was faded and yellow. I saw that the bride within the bridal dress had withered like the dress, and like the flowers, and had no brightness left but the brightness of her sunken eyes. I saw that the dress had been put upon the rounded figure of a young woman, and that the figure upon which it now hung loose, had shrunk to skin and bone.

Header image from Wikimedia of Oscar Wilde: Unknown photographer, Held at British Library, 1875-1905 and Alexander McQueen Menswear Fall 2017

Dies ist eine Übersetzung eines englischen Beitrags von Jackie Mallon. Jackie Mellon unterrichtet in NYC verschiedene Modekurse und ist die Autorin des Buches ‚Silk fort he Feed Dogs’, ein Roman, der in der internationalen Modeindustrie angesiedelt ist .