Die großen deutschen Hersteller und Händler mauern noch - dafür erhält das Textilbündnis von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) jetzt Unterstützung aus Bangladesch. Wie das Ministerium am Montag mitteilte, unterzeichneten Vertreter der Textilfirmen Niagara Textiles, Saiham Knit Composite, DBL Group und JMS Holdings am Sonntag in Dhaka eine entsprechende Erklärung.

Müller hatte sein Bündnis für soziale und ökologische Mindeststandards in der Textilwirtschaft Mitte Oktober ins Leben gerufen. Damals schlossen sich jedoch nur 29 Hersteller und Nichtregierungsorganisationen dem Bündnis an, das Kinderarbeit und andere Formen der Ausbeutung von Textilarbeitern ächtet. Inzwischen hat das Bündnis 49 Mitglieder. Dazu zählen unter anderem Trigema und der Outdoor-Hersteller Vaude. Die meisten Großen der Branche sind jedoch immer noch der Auffassung, die Ziele des Bündnisses seien zu ehrgeizig.

Ein Sprecher des Entwicklungsministeriums sagte, der Minister führe immer noch Gespräche mit namhaften Herstellern, um sie für seine Idee zu gewinnen. Er betonte: „Wir würden nicht an dem Bündnis festhalten, wenn wir nicht glauben würden, dass sich da noch etwas tun wird." (dpa)

 

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