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Berlin Showroom feiert zehnte Saison in Paris

Der Berlin Showroom ist in Paris längst zur Institution geworden. Während der bevorstehenden Fashion Week wird er bereits die zehnte Saison in Folge Damenmode aus der Hauptstadt in der französischen Modemetropole präsentieren. Dabei sind diesmal elf Labels, die von einer Jury ausgewählt wurden.

Doch in diesem Herbst ist auch einiges anders als gewohnt: Erstmals zieht der Berlin Showroom mit den Pendants aus Österreich und der Schweiz zusammen. So gibt es in der Rue Gabriel Vicaire 2 gleich drei Showrooms zu sehen: Als Nachbarn der Designer aus Berlin stellen Mode Suisse und die Austrian Fashion Association Modemarken aus ihren Ländern vor. Zusammen präsentieren sie sich zum ersten Mal als „DACH Showroom“ mit insgesamt 25 Marken.

Der Berlin Showroom at DACH Showroom (Robert Dodd, 1. Etage, 2 Rue Gabriel Vicaire, 75 003 Paris) ist vom 29. September bis zum 3. Oktober täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Zu sehen gibt es dort die neuen Kollektionen dieser Labels: Agnes Nordenholz, Hänska, Hien Le, Last Heirs, Penelope's Sphere, Projekt Samsen, Quite Quiet, Schmidttakahashi, Starstyling, Tata Christiane und Vladimir Karaleev.

Foto: Berlin Showroom

Supreme Women&Men München: Farbenfrohe Kollektionen

Nach vier Tagen endete am 8. August die 20. Ausgabe der Ordermesse Supreme Women&Men München, die im MTC world of fashion, Haus 1, stattgefunden hat. Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum der Messe herrschte großer Andrang auf den Gängen der fünf Messehallen. Besonders am Sonntag verzeichnete die Ordermesse eine überdurchschnittlich hohe Besucherfrequenz, die wie immer vor allem aus Süddeutschland und der Alpenregion nach München kommt.

Entsprechend positiv bewertet der Veranstalter die Messe. Auch die modische Aussage der neuen Kollektionen bekam ein gutes Feedback: „Die Vielzahl der farbenfrohen Kollektionen haben mich überwältigt“, so Aline Schade, Geschäftsführerin der munichfashion.company GmbH. „Bei der großen Auswahl fiel es den Kunden bestimmt nicht leicht, sich zu entscheiden. Auf jeden Fall dürfen wir uns im nächsten Jahr auf einen grandiosen Sommer freuen. Ein großes Dankeschön auch an unsere Aussteller und Einkäufer, die uns über die vielen Jahre begleitet haben.“

Am Abend des zweiten Messetages fand mit ca. 250 geladenen Gästen - darunter Aussteller, Besucher, Presse und Partnern – die Party zum zehnjährigen Jubiläum der munichfashion.company GmbH im Heart-Club in München statt.

Die nächste Ausgabe der Supreme Women&Men München ist auf den 10. bis 13. Februar 2018 terminiert.

Foto: Supreme Women&Men

Key Facts zum US-Markt und amerikanischen Kunden

INTERVIEW UBM ist der weltweit wohl größte Veranstalter von Modemessen, darunter zum Beispiel die NY Men’s und NY Women’s in New York, die Magic in Las Vegas und die Magic Japan in Tokio. Was deutsche Modelabels beachten sollten, wenn sie in den USA Geschäfte machen wollen, erklärten die Messespezialisten Edwina Kulego und Coleman McCartan von UBM FashionUnited beim Gespräch in Düsseldorf.

FashionUnited: Warum sollten deutsche Labels überhaupt in die USA gehen?

Edwina Kulego: Der US-Markt ist eine Milliarden Dollar schwere Industrie und ein riesiger Absatzmarkt mit einer starken Wirtschaft, dem es im Moment besser geht als vielen anderen Märkten. Das UBM Portfolio an Messen bietet eine breite Palette an Möglichkeiten für Marken, ihre globale Reichweite zu erhöhen.

FashionUnited: Und warum auf eine US-Messe?

Die schiere Größe des US-Marktes ist ein Schlüsselfaktor. Eigentlich jede der großen Kaufhausketten, Onlinehändler und Fachhändler ist auf den Messen dort vertreten. In New York zu zeigen, bedeutet, sich der Welt zu präsentieren.

Key Facts zum US-Markt und amerikanischen Kunden

FashionUnited: Wie findet man den richtigen Agenten vor Ort?

Oft scouten Agenten auf den Messen und so werden Brands von ihnen gefunden. Sich bei einer Messe zu präsentieren bietet also für Brands eine gute Möglichkeit, die großen Agenturen und Showroombetreiber in den USA kennenzulernen. Auch hier gilt: Recherche ist der Schlüssel und andere Brands zu ihren Erfahrungen befragen ist ebenfalls eine gute Idee.

FashionUnited: Wann ist der richtige Moment, mit meiner Marke den US-Markt zu erschließen?

Modemarken sollten den US-Markt gründlich studiert haben, das schließt Trends, Einkaufsgewohnheiten, den Zustand des Handels, Preisstrukturen und Größenumrechnung mit ein - dann sehe ich gute Chancen auf dem amerikanischen Markt für eine internationale Marke. Marken, die kein einzigartiges Angebot zu einem wettbewerbsfähigen Preis anbieten können, haben in den USA noch weniger eine Chance als auf anderen Märkten.

Key Facts zum US-Markt und amerikanischen Kunden

FashionUnited: Welche Schritte sollten deutsche Marken bedenken, um sich auf dem US-Markt durchzusetzen?

Auf jeden Fall sollten die Brands die eigene Markenpositionierung und -persönlichkeit sowie die Unterscheidungsmerkmale zu anderen Brands genau definiert haben. Es geht darum, eine Markengeschichte zu erzählen. Es sollte eine Recherche stattgefunden haben, in der man sich damit beschäftigt hat, ob es in den USA den Bedarf für eine Marke wie die eigene gibt. Zu guter Letzt sollten die Preise nach Auslieferung (und nicht in FOB-Preisen) feststehen.

FashionUnited: Was sollten deutsche Brands über den amerikanischen Kunden wissen?

Eine der wichtigsten Informationen über den amerikanischen Kunden und sein Einkaufsverhalten ist, das es von Region zu Region und von Bundesstaat zu Bundesstaat starke Schwankungen gibt. Dieser regionalen Unterschiede zu begreifen ist das Allerwichtigste. Viele internationale Marken übersehen das. Beispielsweise ist Kalifornien viel entspannter, was Kleidung und Schuhe angeht, als die Ostküstenstaaten. Deshalb gibt es auch starke Unterschiede zwischen den Messen, die wir in Las Vegas abhalten, im Vergleich zu jenen in New York.

Key Facts zum US-Markt und amerikanischen Kunden Die Messesaison hat begonnen! Deshalb wird sich FashionUnited im Juli ganz auf Modemessen konzentrieren. Für alle Artikel zu den Messen, klicken Sie bitte hier.

Fotos: UBM

"Das Konzept des Shoppings wird sich niemals ändern, aber wie wir es tun"

In einer Internet-basierten Gesellschaft müssen Händler sich neue Ideen einfallen lassen, wie sie eine authentische Experience für ihre Kunden schaffen um mit den Online-Sales gleichzuziehen. Dank neuen Technologien wie Virtual Reality, Augmented Reality und sinnlichen Erfahrungen zusammen mit dem neuen superschnellen 5G Internet, das bis 2020 Standard sein soll stellt sich nicht länger die Frage, ob die Industrie Disruption erleben wird, sondern lediglich, wann.

Zukünftige Trends im Einzelhandel waren eines der Themen auf der Modemesse Modefabriek in Amsterdam. Bei den MF Talks gaben Experten wie Richard Lamb, Trendbeobachter und Futurologist und Ronny De Vylder, Trendspotter, ihre Sicht auf die Handelstrends preis.

FashionUnited hat drei wichtige Punkte von dem Talk mitgenommen, die die disruptiven Bereiche des Fashion-Retails aufzeigen.

"Das Konzept des Shoppings wird sich niemals ändern, aber wie wir es tun"

1. Technologien nutzen, um eine authentische Experience zu bieten

Neue Storekonzepte, die neue Technologien nutzen, wie zum Beispiel Amazons ’No Line, No Checkout’ Go-Store. sind derzeit in der Mache. Eine App trackt die Einkäufe, sodass Kunden bargeldlos über ihre Amazon-Accounts bezahlen können. Experten wie Richard Lamb sehen die Zukunft des Shoppens so. Die Frage, die sich stellt ist: Funktioniert das auch für Kunden, die die menschliche Interaktion suchen? Auch technische Probleme stellen einen Stolperstein in der Implementierung solcher Shoppingkonzepte dar. Amazon verschiebt aktuell die Eröffnung des Go Stores, da die Technologie, die das Personal an den Kassen ersetzen soll, noch nicht richtig funktioniert.

Eine weitere Retail-Technologie, die dem dem Handel Vereinfachung bieten kann, ist die eine die Dinge erkennen kann, die auf einen Tisch gelegt werden. So können Kunden mehr über den Artikel erfahren, ein mögliches Outfit an ihrem Körper sehen, oder den Kauf abschließen. Manche Läden haben sogar Umkleidekabinen, die per Knopfdruck von der Decke herabfahren. So entsteht ein authentisches Einkaufserlebnis für den Kunden, das ihm oder ihr Zeit spart. Oft werden diese neuen Technologien derzeit noch mit einem menschlichen Angestellten gekoppelt – ein logischer Schritt im Umrüsten auf neue Technologien.

"Das Konzept des Shoppings wird sich niemals ändern, aber wie wir es tun"

Lamb glaubt, das personalisierte Kommunikation der Schlüssel zum Herzen der Konsumenten ist. Dies zeigt sich bei Händlern und Brands, die Soziale Medien wie Facebook und Instagram nutzen. Indem sie ihren Kunden Vorschläge und personalisierte Informationen unterbreiten, angepasst auf die Location des Kunden, können Händler Daten über Shopping-Gewohnheiten sammeln und Kunden animieren, mehr Artikel zu kaufen. Aber Händler sollten sich dieser Möglichkeit noch vorsichtig nähern, weil sie als als Eindringen in die Privatsphäre aufgefasst werden kann.

Trotz aller Skepsis: Stationärer Handel wird nicht obsolet. Shopping als Form der Unterhaltung, als spaßige Beschäftigung, die Erinnerungen kreiert, wird weiterhin bestehen bleiben und kann nicht komplett vom Online-Angebot abgelöst werden. Die Frage ist, wie nahtlos Händler die beiden Konzepte miteinander verschmelzen können.

"Das Konzept des Shoppings wird sich niemals ändern, aber wie wir es tun"

2. "Technologie und Automatisierung werden den Handel niemals vollends übernehmen.“

Dennoch sollten Händler sich nicht zu stark auf technologische Hilfe setzen, insbesondere, wenn es um Kundenservice geht. Gerade dort kann Technologie schnell an ihre Grenzen stoßen. Dies zeigt das Beispiel des Kaufhauses Isetan in Japan. In seinem Talk hob De Vylder diesen Premium-Departmentstore für seinen unvergleichlichen Kundenservice hervor. Beerdigungs-Service, Schlafratgeber, Schuhberater und Kimono-Consultants stehen den Kunden dort unter anderem zur Verfügung.

Trotz des steigenden Anteils an Handelsinnovationen, bestätigte Lamb, dass „Technologie und Automatisierung den Handel niemals vollends übernehmen werden.“ Darüber hinaus hat auch nicht jeder Händler die Möglichkeit, seinen Laden mit jeder Technologie auszustatten, selbst wenn er wolle.

"Das Konzept des Shoppings wird sich niemals ändern, aber wie wir es tun"

3. Technologie ist gar nicht überall und von allen gewünscht

Viele Händler und Kunden sind gar nicht an neuen Technologien interessiert. Einige Händler setzen sogar eher auf traditionellere Methoden, den Kunden zufrieden zu stellen. Auch einige Kunden wünschen sich einfach nur Interaktion mit menschlichen Beratern auf der Ladenfläche. „Es gibt in jeder Generation Menschen, die den digitalen Austausch ignorieren und stattdessen authentische Aufmerksamkeit bevorzugen“, so Lamb. Insbesondere die ältere Generation der Baby Boomer wünsche sich eher keine Veränderungen in ihren Lieblingsläden.

Wie dem auch sei, Händlern, die sich kategorisch neuen Entwicklungen verweigerten, kann es passieren, dass sie abgehängt werden. Amazon und andere digitale Giganten übernehmen den Großteil des Marktes, sodass am Ende vielleicht nur Fachhändler übrig bleiben. Lamb glaubt deshalb, dass der stationäre Handel der Zukunft ein Konzeptstore sein muss, um profitabel zu arbeiten. Einer, der seinen Kunden beim Besuch ein interessantes Erlebnis bietet –das wiederum kann stationär oder virtuell geschehen.

Fotos: FashionUnited

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Supreme Kids endet erfolgreich

Vom 14. bis 16. Juli 2017 stand das Münchner MTC world of fashion ganz im Zeichen der Kindermode. Auf der Kindermodemesse Supreme Kids zeigten wieder die Top-Key-Player der Branche und zahlreiche Newcomer ihre qualitativ hochwertigen Kollektionen.

Sybille Mutschler, die erst seit Ende April 2017 die Projektleitung der Supreme Kids übernommen hat, ist mehr als zufrieden mit ihrer ersten Messe: „Deutschlands größte Orderplattform im Bereich der Kindermode zu übernehmen war eine große Herausforderung, der ich mich gerne gestellt habe. Umso glücklicher bin ich über das Ergebnis: Die starke Besucherfrequenz hat gezeigt, dass die Einkäufer unseren ausgewogenen Kollektions-Mix, die gute Arbeitsatmosphäre und unseren hohen Qualitätsanspruch sehr zu schätzen wissen."

Zu den neuen Trends gehören neben den klassischen Pastelltönen Rosa und Blau auch Neonfarben, die im Frühjahr/Sommer 2018 hoch im Kurs stehen werden. Wieder "neu entdeckt" für die nächste Saison: klassischen Kindermotive - vom Löwen bis zur Prinzessin - und der Flamingo, der das beliebte Einhorn ablöst. Die Messe lockte zahlreiche Besucher aus ganz Deutschland nach München, aber auch Einkäufer aus Italien und Österreich nutzten das vielfältige Orderangebot.

Auch der Luna Journal Business Talk, der zum zweiten Mal im Rahmen der Supreme Kids stattfand, kam bei den Besuchern sehr gut an. Dr. Sixt von Schulzendorff, Managing Director Luna Journal, lud zum spannenden Austausch zum Thema: „Wie können Einzelhändler und Hersteller gewinnbringend mit E-Commerce-Plattformen zusammenarbeiten?“ Mit auf dem Podium diskutierten Gabriel Zboralski, Geschäftsführer Sanetta Group, Martin Weczera, Geschäftsführer Nanga Shoes und Florian Henneka, Geschäftsführer Korbmayer.

Zboralski, Geschäftsführer der Sanetta Group zieht daraus folgendes Fazit: „Gerade im Hinblick auf das Thema E-Commerce zeigt sich, dass wir uns im stationären Handel mehr bemühen müssen: Das fängt bei der Schaufensterdekoration an und geht bis zum Service für die Kunden. Auch Kollektionen, die nicht Online erhältlich sind, sind sicherlich ein wichtiger Trend für die Zukunft. Die Supreme Kids sorgt hierbei für jede Menge positive Inspiration und ist und bleibt damit die wichtigste Orderplattform in Deutschland."

Die nächste Ausgabe der Supreme Kids findet (unter Vorbehalt) vom 26. bis 28. Januar 2018 im MTC world of fashion, Haus 1, in München statt.

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Foto: Supreme Group

Kingpins hautnah: Wie Gründer Andrew Olah die Denim-Industrie sieht

INTERVIEW Kaum einer kennt den Denim-Markt wie Andrew Olah. Er gründete 2004 die Denim-Messe Kingpins in New York und hat das Konzept seither mutig in die unterschiedlichsten Märkte der Welt transportiert. Hier spricht er über seine neuen Ideen, die Zukunft der Denim-Industrie, über ewige Wahrheiten und unsinnige Fragen.

Sie haben die Messe Kingpins 2004 für die Denim Community gegründet. Heute ist sie ein internationales Event mit verschiedenen Locations weltweit. Welches Fazit ziehen Sie aus den letzten 13 Jahren?

2004 haben wir die erste Denim-Supply-Chain-Show gegründet und mit Kingpins ein neues Messe-Genre kreiert, das seitdem nachgeeifert wird. Meine Schlussfolgerung ist, dass das Kopieren von Ideen in einigen Branchen gegen das Gesetz ist und in anderen Branchen sind wir gezwungen, es als Kompliment zu betrachten.

Ich bin natürlich sehr stolz - wir haben etwas geschaffen, dass es Wert ist kopiert zu werden, und das die Leute gerne besuchen. Kingpins macht alle in unserer Firma glücklich, aber vor allem sind wir echt begeistert von der Zukunft der Denim-Industrie und unserer möglichen Rolle in ihrer Weiterentwicklung.

Warum war es überhaupt wichtig, eine spezielle Denim-Messe zu schaffen?

Wie kann eine 110-Milliarden-Dollar Industrie kein eigenes Forum mit Aktivitäten und Selbstanalyse haben? Das war die Frage, die dazu beigetragen hat, Kingpins zu starten. Und noch mehr fragten wir uns, warum Leute aus New York City in ein Flugzeug steigen müssen, um in Europa eine Textilmesse zu sehen? Warum gab es keine Textil-Shows in New York, zu der die Europäer kommen? Paris? Frankfurt? Warum nicht New York? Das erschien uns seltsam.

Was unterscheidet Kingpins NY von Kingpins Amsterdam oder China?

Ich habe gelernt zu akzeptieren, dass jede Show wie ein Kind ist, und egal was du tust, jedes Kind ist anders als seine Geschwister. Jeder Markt ist anders in der Nachfrage, im Stil, in der Begeisterung und der Kultur. So werden alle unsere vier Shows mit der gleichen Absicht und intellektuellen Überlegungen produziert, und dennoch unterschiedlich empfangen und einzeln wahrgenommen - einschließlich Hongkong. Ich sollte auch sagen, dass die Orte das Bild unserer Show verändern. Der Gashoulder, unsere Location in Amsterdam, ist ein prächtiges Gebäude, und unsere anderen Veranstaltungsorte sind damit kaum vergleichbar, weil Gashoulder Gebäude im Rest der Welt nicht existieren. Aber wir schauen weiter!

Kingpins hautnah: Wie Gründer Andrew Olah die Denim-Industrie sieht

Wie entwickelt sich Kingpins in China?

Unser Plan ist einfach. Wir machen Road Shows in China, besuchen drei Städte in fünf Tagen und gehen zum Kunden. Unsere Shows sind dort, was man als B-Städte in China einstufen kann. Städte, in denen andere ihre Aufmerksamkeit nicht fokussieren können. Aber dort gibt es dennoch bis zu 1.500 Marken und Einzelhändler, und unsere Absicht ist es, fleißig zu arbeiten, um diese Marken zu bedienen, indem wir zu ihnen kommen und globales Denim bringen Lieferanten, Perspektive und spezifische Themen. Wer sonst würde nach Zhenzhou oder Xiamen gehen wenn nicht Kingpins?

2018 oder 2019 können wir hoffentlich die Road Shows beenden, die anstrengend sind - aber lustig - und uns in ein paar Standorten mit einem normalen Eventgeschäft niederlassen.

Wird es auch außerhalb Asiens neue Standorte geben oder andere Neuigkeiten?

Wir betrauern immer noch Kingpins Miami. Unser nächster Standort ist unklar und undefiniert. Wir können sagen: Es wird nicht Bangladesch, Vietnam, Indien oder irgendwo in Asien sein. Im Moment liegt unser Fokus auf unseren aktuellen Städten, unseren Road Shows und unseren geliebten Kingpins Transformers, die 2018 auf die Straße kommen könnten.

Die Kingpins Tranformers sind ein Tagungs-Event. Worum geht es da?

Kingpins Transformers ist eine Tagungs-Reihe und bietet denjenigen Mitgliedern der Denim-Community eine Plattform, die sich für mehr Nachhaltigkeit in der Denim-Industrie engagieren. Es geht dabei um Veränderungen, die in der Jeans-Industrie angestoßen werden müssen, um bis 2029 umweltfreundlicher, sozial verantwortlich und finanziell solide aufgestellt zu sein. Die Transformers wurden von den Kingpins Show Organisatoren in Zusammenarbeit mit dem House of Denim entwickelt.

Wenn ich ehrlich bin, ist Kingpins Transformers die Zukunft für Kingpins. Dort können wir Dinge verändern, die für die Welt wichtig sind - eine Veränderung zum Besseren, auf die wir wirklich stolz sein können.

Jeans sind heute ein Teil der Modewelt - wie das ‚Kleine Schwarze‘. Was sind derzeit die wichtigsten Trends und Innovationen im Denim?

Ich bin nicht derjenige, der diese Frage beantworten kann. Wie das Kleine Schwarze werden auch Denim & Jeans – zumindest in absehbarer Zukunft - weiter bestehen und immer wieder neue Nuancen hervorbringen.

Was ist Ihre Vorhersage: Wie wird sich Jeanswear die nächsten Jahre entwickeln?

Kreatives Design wird Denim in einer unbegrenzten Anzahl von Möglichkeiten immer wieder neu erfinden. Kunst und Schöpfung ist eine ständige Reihe von unaufhaltsamen und unvorhersehbaren Veränderungen, glücklicherweise.

Was keiner von uns genau weiß, ist, wie die Verbraucher ihre Jeans in der Zukunft kaufen werden und wer diese Verbraucher sind? Ich freue mich über die neuen Konsumenten aus China und Indien und die neuen Generationen in den entwickelten Nationen. Keiner dieser Leute teilt unsere Vergangenheit, unsere Kultur oder unsere Annahmen, und ihre Annäherung an Jeans wird neu sein und ein provokatives neues Element unserer Branche hinzufügen.

Das Internet ist wie ein wilder LKW, der die Autobahn entlang rast und unsere alten historischen Paradigmen überrollt, der alles, was war oder ist in Stücke zu sprengen droht. Ich finde diesen Prozess faszinierend und eine sehr interessante Gelegenheit für diejenigen, die das Fahrzeug kommen hören und beobachten, welche Unfälle dabei so passieren.

Sicher ist – und das ist eine ewige Wahrheit, dass Jeans immer wieder diejenigen glücklich machen wird, die Denim wirklich lieben. Die Nachahmer, die Denim und Jeans nur als Mittel zum finanziellen Erfolg sehen, werden ‚geoutet‘. Diese Leute und Firmen werden nicht überdauern.

Lange Zeit war es nicht denkbar, dass Stretch den Denim-Markt so stark erobert. Wird der Trend weitergehen oder ist es schon auf dem Abstieg?

Ich denke, Stretch ist hier um zu bleiben, lediglich der Prozentsatz auf dem Markt variiert. Stretch ist wie unser kleines Hündchen an einer langen Leine. Wir wissen immer, dass es da ist, auch wenn wir es nicht sehen können.

Woher kommen die neuen Einflüsse in der Denim-Szene?

Die wirklichen Einflüsse werden immer die Kreativen bei den Denim-Herstellern sein, die Kreativen in den Chemie- und Farbstoff-Firmen, ohne die wir nicht operieren können. Und wir können niemals diejenigen vergessen, die Maschinen wie Laser, Ozonmaschinen und Roboter entwickeln und entwerfen - diese Menschen werden in der Zukunft viel beeinflussen. Und schließlich haben wir die kreativen Göttinnen und Götter bei den Marken und Einzelhändlern, die sich neue Stile und Ideen ausdenken.

Auch die Influencer der Internet-Blogs gehören dazu, sie sorgen für das Interesse am Denim-Markt ohne das die Denim-Szene nicht leben kann. Auch wenn das Interesse oft an den notwendigen langfristigen Veränderungen fehlt.

Kingpins hautnah: Wie Gründer Andrew Olah die Denim-Industrie sieht

Welches sind Ihre Lieblingsorte um nach neuen Trends Ausschau zu halten?

Ich denke, Amy Leverton, Piero Turk, Adriano Goldschmied oder Jason Denham sollten das beantworten.

Premium-Denim kommt aus Italien oder Japan, so lautete die Regel für eine lange Zeit. Ist das noch heute so? Welche Länder sind heute führend im Premium-Denim?

Ich dachte, die Worte ‚Premium-Denim‘ wurden in einen kleinen Sarg gelegt und auf dem toten Wortfriedhof begraben. Jeder sagt, sie sind ‚Premium-Denim‘-Lieferanten. Kein Denim-Hersteller bei Kingpins oder irgendeiner anderen Show sagt: ‚Wir haben keinen Premium-Denim‘. Also, wenn die Worte sinnlos geworden sind, ist die Frage nicht zu beantworten. Interessanter ist es, Sie zurück zu fragen, glauben Sie, dass alle Italiener in unserer Branche kreativ im Denim sind, nur weil sie in Italien leben? Gleiche Frage für Japan. Sind alle Japaner, die in Denim kreativ arbeiten? Ist das wirklich ein glaubwürdiges Konzept?

Es ist absolut vernünftig und notwendig, individuelle Exzellenz unabhängig vom Pass zu denken. Eine gute Person ist eine gute Person, eine gute Idee ist eine gute Idee. Klar ist, dass viele kreative Ideen eher aus Italien kommen, als aus Bangladesch, und japanischer Selvege hat etwas unbestreitbar Interessanteres als die meisten anderen Selvege Denims, die aus Entwicklungsländern oder sogar aus Italien kommen. Aber auch Entwicklungsländer schaffen häufig super coole neue Dinge, die schön, ausgezeichnet und so gut sind wie von überall auf der Welt. Warum auch nicht? Sie haben italienische und japanische Berater, wenn wir zurück zum ethnischen Thema gehen wollen.

Und übrigens zählen sich auch viele türkische Denim-Hersteller zu den ehemaligen ‚Premium-Denim‘ Lieferanten, genauso wie ein paar in Thailand und Brasilien.

Vor allem im männlichen Denim-Markt gibt es eine gewisse Nostalgie für alte Traditionen und Techniken. Gibt es irgendwelche Tendenzen, dass die Produktion in die USA oder Europa zurückkehren wird? Wenn ja, haben Sie Beispiele?

In den USA gibt es zwei neue Denim-Hersteller. Wird es ihnen gelingen? Ich denke, sie werden die gleichen Probleme haben wie die geschlossenen Webereien in der Vergangenheit. Die Probleme sind nicht weggegangen, sondern wurden noch intensiviert. Doch wenn sich solche Hersteller an unsere neuen Herausforderungen anpassen, wird es ihnen gelingen. Ich habe noch nicht gehört, dass neue Hersteller in Europa oder Japan aufgetaucht sind.

Bisher waren die großen Denim-Marken die Trend- und Innovationsführer. Heute liegen oft die kleinen Marken oder die Fast-Fashion-Marken vorne. Was haben die Diesels, Replays und Levi's falsch gemacht?

Ich bin mir nicht sicher, ob die Marken, die Sie erwähnen, etwas falsch oder richtig gemacht haben. Ich meine, was hat Levi‘s 1964 gemacht, um die Nachfrage zu schaffen? Ich glaube, sie haben nichts getan. Die Gesellschaft änderte sich, und die Leute, die die Veränderung vorantrieben, wollten dabei Jeans tragen. Levi‘s profitierte davon und diese neue Welle der Nachfrage trug die Marke vorwärts.

Was hat Diesel in den späten 90er Jahren gemacht? Sie hatten zufällig genau das, was die Welt gerade wollte. Diesel war da und verfügbar.

Damit will ich nicht das tolle Marketing und Design dieser Firmen kleiner machen als es war und ist. Der große Anstieg der Nachfrage, der am Anfang vieler Brands steht, ist immer unvorhersehbar und unplanbar.

Was ist mit Ihrer persönlichen Jeansliebe? Sammeln Sie Denim oder Jeans?

Ich sammle eigentlich nur Fotos und Schnickschnack. Ich mag die Idee, gezwungen zu sein, mein Haus oder meine Firma in Eile zu verlassen und in 4 Sekunden nur mein Telefon zu nehmen, weil sonst nichts wirklich wichtig ist.

Das heißt nicht, dass ich meine Jeans nicht liebe, aber sie sind Jeans - nicht kleine Menschen oder Pillen, die Leben retten. Jeans stellen Zeit für mich dar. Momente, Freunde, Orte, Glück, Wachstum oder Katastrophen – genau wie Fotos.

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Fotos: Kingpins Show

Philipp Kronen über die Zukunft der Modemessen in Düsseldorf

INTERVIEW Am vergangenen Donnerstag wurde in der Aufsichtsratssitzung der Messe Düsseldorf GmbH beschlossen, dass die Igedo Company, Tochtergesellschaft der Messe Düsseldorf GmbH, wirdkünftig wieder ganz in der Hand der Familie Kronen liegen wird. Die Igedo Company tritt außerdem ihre Osteuropa-Messe Collection Premiere Moskau (CPM) zum 30. September an die Messe Düsseldorf Moscow OOO ab, eine russische Tochter der Messe Düsseldorf. FashionUnited sprach mit Philipp Kronen, Managing Partner der Igedo Company über die Zukunft der Messen Gallery und Gallery Shoes am Standort Düsseldorf, sowie den Fortbestand der Igedo und Beweggründe hinter der überraschenden Entscheidung.

Herr Kronen, welche Faktoren führten zu den Schritten, die der Aufsichtsrat am Donnerstag beschlossen hat?

Es handelt sich um einen langen, strategischen Prozess, den die Gesellschafter untereinander diskutiert und dann beschlossen haben. Unter anderem ging es darum, die CPM im Konzern der Messe Düsseldorf GmbH neu zu positionieren. Dies ist nun mit dem Verkauf der CPM an die russische Tochtergesellschaft, der Messe Düsseldorf Moskau OOO, logisch und konsequent umgesetzt worden. Die Übertragung der Gesellschafteranteile die Familie Kronen sind letztendlich eine Folge aus der Überlegung, dass sich die Messe Düsseldorf GmbH am Standort Düsseldorf weniger auf Mode- und Schuhmessen im Kerngeschäft konzentrieren möchte.

Welche kurz- und langfristigen Ziele haben Sie nun mit der Igedo Company und ihren Messen?

Kurzfristig wollen wir mit unserer Messe Gallery zum wiederholten Male eine starke Orderveranstaltung hinlegen. Für die Gallery Shoes wollen wir schon mit der ersten Veranstaltung vom 27.08. bis 29.08.2017 zeigen, dass in Düsseldorf die Leitmesse für die Schuhbranche in Deutschland zu Hause ist.

Langfristig wollen wir den Standort Düsseldorf dauerhaft als absolut unverzichtbaren Orderstandort für die Schuh- und Bekleidungsbranche positionieren.

Welche Veränderungen wird es konkret bei den Messen am Standort Düsseldorf geben?

Konkrete Veränderungen sind nicht angedacht, wir haben in den vergangenen Jahren erfolgreich an der Positionierung der Gallery gearbeitet und die Gallery Shoes findet ja nun erst zum ersten Mal statt. In beiden Fällen ist die Ausrichtung im Areal Böhler gesetzt!

Was darf von der im August Gallery Shoes erwartet werden?

Wir sind selber sehr gespannt, aber eins kann ich versichern: Wir haben als Team noch nie so viel und so hart für eine Veranstaltung gearbeitet wie im Vorfeld der Gallery SHOES. Das Lob gehört insbesondere unserer Projektverantwortlichen und Prokuristin im Hause, Frau Ulrike Kähler, die mit hohem persönlichen Einsatz für den Erfolg der Veranstaltung steht.

Inwiefern wird die Igedo noch an der CPM mitwirken?

Die Igedo wird weiterhin ganz entscheidend an der CPM mitwirken, denn sie bleibt federführend in der Planung und Vermarktung der internationalen Hallen der CPM sowie ist beratend in Marketing- und Kommunikationsfragen tätig. Dadurch bleibt unser CPM – Team, an der Spitze unser langjähriger und erfahrener Project Director Christian Kasch, erhalten und wird voller Elan die anstehenden Aufgaben angehen und meistern.

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Foto: Philipp Kronen, Managing Partner Igedo Company, gemeinsam mit Thomas Stenzel, CEO Messe Düsseldorf Moscow OOO.

Messevorbereitung: Mit UBM Swimlessons gut vorbereitet in die Messesaison

INTERVIEW UBM ist der weltweit wohl größte Veranstalter von Modemessen, darunter zum Beispiel die NY Men’s und NY Women’s in New York, die Magic in Las Vegas und die Magic Japan in Tokio. Was Labels beachten sollten, bevor sie auf eine Messe fahren, welche wichtigen Vorbereitungen schon vorher getroffen werden sollten, und was speziell in den USA zu beachten ist, erklären die Messeveranstalter regelmäßig in sogenannten ‚Swimlessons’. Was dort besprochen wird, erfuhr FashionUnited von den Messespezialisten Edwina Kulego und Coleman McCartan von UBM beim Gespräch in Düsseldorf.

FashionUnited: Warum habt Ihr mit den Swimmlessons begonnen?

Edwina Kulego: Das Swimlessons-Konzept wurde von Alli Johnson, unserer Vice President of Sales für die UBM Men’s Fashion Gruppe 2014 konzipiert. Es begann als Initiative, die aufstrebenden Modelabels helfen sollte, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die für ihren Erfolg wichtig waren, wie etwa Messebesuche, Marketing, PR, Produktion, Retail, Finanzen, Technologien und so weiter. Jungen Labels von jeder Seite Hilfestellung zu geben ist wichtig, damit sie auf unseren Events erfolgreich sein können. Die Workshop-Reihe wuchs dann zu einem Event heran, das auch für etablierte Brands interessant ist, weil sie auch wissen wollen, wie sie weiter wachsen können.

Welche Tradeshows habt Ihr in Eurem Portfolio und wie helft Ihr Brands, die richtigen für sie zu wählen?

Wir betreiben jährlich 66 Messen unter 24 Brands innerhalb der Bereiche Men’s, Women’s, Footwear, Accessories, Kinder und Sourcing. Also haben wir in fast jeder Kategorie eine Modemesse, die die Preislage, Zielgruppe und Ästhetik einer teilnehmenden Brand treffen wird. Dass jede Marke auf einer Messe richtig positioniert ist, ist der Schlüssel zum Erfolg.

Messevorbereitung: Mit UBM Swimlessons gut vorbereitet in die Messesaison

Kannst Du ein Beispiel einer deutschen Brand nennen, die erfolgreich bei Euch ausgestellt hat?

Annette Görtz ist ein gutes Beispiel. Die Marke hat erfolgreich an der EDIT Messe in New York teilgenommen. Sie haben dort einen dynamischen Agenten und stellen zweimal im Jahr bei uns aus.

In Eurem Vortrag seid Ihr auf die gewaltigen unterschiede zwischen den Kunden im Osten und im Westen der USA eingegangen. Wann ist die Ost- und wann die Westküste der Vereinigten Staaten richtig für meine Brand?

Das liegt ganz an der Produktkategorie, von der wir sprechen. Typischerweise laufen Resort- und Schwimmbekleidung an der Westküste besser, dank des warmen Klimas. High Fashion und internationale Kollektionen sind tendenziell in New York besser aufgehoben, weil sich dort mehr Kunden dafür finden.

Messevorbereitung: Mit UBM Swimlessons gut vorbereitet in die Messesaison

Gib uns doch einmal Dein ‚Tradeshow 101’: Was sind die wichtigsten Punkte, die ich für eine gelungene Messepräsenz auf dem Schirm haben sollte?

Zuallererst sollte an ein gutes Produkt und dann an Line Sheets & Kataloge, Mailingliste, Marketing, Standdesign und Merchandising gedacht sein. Dann sollten Brands klare Ziele und Erwartungen sowie erwünschte Ergebnisse für die Messe definieren und ihre Unique Selling Points formulieren. Das Standpersonal muss geplant werden und potenzielle Kunden darüber informiert werden, das man auf der Messe vertreten ist: Termine machen und über Soziale Medien die Information verbreiten ist immens wichtig. Ein gutes, individuelles Standdesign ist unablässig und lockt neue Kunden an. Egal, wer am Stand ist: Wichtig ist es, nahbar auszusehen und am besten die eigenen Designs tragen.

Welcher Rat ist der wichtigste?

Man muss den Einkäufern zeigen, wer man ist. Der Stand sollte rüberbringen, was die Brand-Identity ist – behandeln sie den Stand wie einen Pop-Up Shop. Dies ist die Gelegenheit, den Einkäufern zu zeigen, was sie ausmacht und wie ihr Produkt bei ihnen im Store aussehen könnte. Inspirieren Sie sie!

Wann finden die nächsten Swimlessons statt und welche Themen sind geplant?

Es wird im November eine neue New York-Ausgabe der Swimlessons geben voraussichtlich auch in Los Angeles, ebenfalls im Herbst.

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Fotos: UBM

Maroc In Mode setzt verstärkt auf Fast Fashion

Die marokkanische Sourcing-Plattform Maroc In Mode, die am 26. und 27. Oktober 2017 auf dem Gelände der Autorennstrecke Moulay Hassan in Marrakesch stattfinden wird, widmet sich in diesem Jahr verstärkt dem weltweiten Fast Fashion Trend. Unter dem Motto „Fashion and Fast“ zeigen hier rund 175 Aussteller auf dem ihr Leistungsspektrum, darunter auch erstmals rund 20 marokkanische Firmen aus dem Leder- und Schuhsektor. Insgesamt werden 1.500 Fachbesucher aus Europa, Afrika und Amerika erwartet.

Marokkos Hersteller sehen ihre Stärke besonders im Fast Fashion Bereich, weil sie über langjährige Erfahrung mit den größten vertikalen Ketten verfügen. Das Land gilt daher in der Branche bereits als Fast Fashion-Champion und will seine über Vorteile dank der Nähe zu Europa künftig noch konsequenter nutzen. Punkten wollen die Anbieter dabei vor allem durch schnelle Reaktionsmöglichkeiten auf neue Trends, die innerhalb kürzester Zeit als Fertigware geliefert werden können.

Zukunftsträchtige Entwicklungen finden jedoch auch auf dem Sektor der Grünen Mode statt. Ers kürzlich wurde die Einführung einer nachhaltigen Denim-Kollektion gefeiert, die in Zusammenarbeit mit François Girbaud unter dem Label „Cleaning the Planet" entworfen wurde und zu 100 Prozent Made in Marokko sein soll.

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Foto: Maroc In Mode

Messe Düsseldorf trennt sich von Igedo Company

Die Igedo Company, Tochtergesellschaft der Messe Düsseldorf GmbH, wird künftig wieder ganz in der Hand der Familie Kronen liegen. Gleichzeitig tritt die Igedo Company ihre Osteuropa-Messe Collection Premiere Moskau (CPM) zum 30. September an die Messe Düsseldorf Moscow OOO ab, eine russische Tochter der Messe Düsseldorf. Die Entscheidung dazu fiel auf der letzten Aufsichtsratssitzung der Messe Düsseldorf GmbH, so das Unternehmen.

Igedo Company wieder Familienunternehmen

Die Messe Düsseldorf und die Igedo Company gehen künftig zumindest formell getrennte Wege. Philipp Kronen, Managing Partner der Igedo Company, übernimmt alle Igedo-Anteile der Messe Düsseldorf und wird damit alleiniger Eigentümer des Messeveranstalters. Der Neffe des früheren Eigentümers Manfred Kronen ist seit 2009 an der Spitze der Igedo Company und hielt mit seinem Bruder Tim 22,95 Prozent der Anteile an der Messe. Mehrheitseigner mit 70,05 Prozent war bislang die Messe Düsseldorf GmbH. Philipp Kronen zeigt sich zuversichtlich: „Ich bin heute glücklich und traurig zugleich! Zum einen freue ich mich, dass die Igedo Company wieder zu 100 Prozent ein Familienunternehmen wird, zum anderen war und ist die Messe Düsseldorf GmbH ein großartiger Partner, wie man ihn sich nicht besser wünschen kann. Jetzt heißt es aber den Blick nach vorne zu richten und in voller Konzentration erfolgreich Messen am Standort Düsseldorf für die Bekleidungs- und Schuhbranche zu organisieren. Selbstverständlich freue ich mich aber auch sehr darauf, in Verantwortung der Kollegen der Messe Düsseldorf Moskau OOO die CPM gemeinsam am Standort Moskau zu organisieren.“

Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH, will mit der neuen Struktur die Messethemen im Konzern weiter neu ordnen. „Mit der Übergabe der Schuhmesse an die Igedo Company haben wir damit bereits im Februar 2017 angefangen, diesen Weg setzen wir nun konsequent fort.“ Damals hatte die Igedo Comany die Schuhmesse GDS übernommen, die nun unter dem Namen „Gallery Shoes“ erstmals im August stattfinden soll.

Messe Düsseldorf trennt sich von Igedo Company

CPM wird von Russland aus gesteuert

Thomas Stenzel, CEO der Messe Düsseldorf Moscow OOO, zeigt sich zufrieden: „Angesichts der intensiven Entwicklungen des russischen Marktes ist es nur konsequent und damit folgerichtig, die CPM nun auch offiziell als russische Veranstaltung zu organisieren.“ Das soll in enger Abstimmung mit den bewährten internationalen Partnern, insbesondere den Kollegen der Igedo Company und der Messe Düsseldorf GmbH, geschehen. „Wir sind also bestens vorbereitet, die hohen Standards der CPM auch weiterhin zu garantieren“, so Stenzel weiter.

Die CPM wurde erstmals im Jahre 2003 gemeinsam von der Igedo Company, der Messe Düsseldorf GmbH und der Messe Düsseldorf Moscow OOO durchgeführt. Seit damals hat sie sich zur wichtigsten und größten Modemesse für den osteuropäischen Raum entwickelt und auch in Krisenzeiten als solche behauptet. Die letzte Veranstaltung im Februar zählte insgesamt 22.600 Besucher und über 1.000 Brands aus 25 Ländern. Die nächste Messe findet vom 30. August bis 2. September 2017 auf dem Expocentre Messegelände in Moskau statt. Erstmals wird es dann auch eine Kids Area geben.

Fotos: Igedo / Philipp Kronen