(werbung)
Berlin Showroom präsentiert elf Berliner Labels in Paris

Auch in der kommenden Saison wird der Berlin Showroom auf der Pariser Fashion Week Präsenz zeigen. Diesmal sind elf in Berlin beheimatete Labels dabei. Welche das sein werden, gaben die Veranstalter am Montag bekannt.

Vom 3. bis 5. März werden demnach Agnes Nordenholz, Case Studies, Esther Perbandt, Hänska, Hermione Flynn, Hien Le, Penelope's Sphere, Pugnat, Richert Beil, Schmidttakahashi und Tata Christiane ihre Kollektionen für die Saison Herbst/Winter 2017 während der Damenmodewoche in der französischen Hauptstadt vorstellen.

Zum ersten Mal sucht der Berlin Showroom in der bevorstehenden Saison den Schulterschluss mit der renommierten Messe Woman: Er wird als „Show-in-Show“ unter dem Dach der Woman (7 Place Vendôme, 75001 Paris) stattfinden.

Foto: Berlin Showroom
Zwischen Avantgarde und Mainstream: ein Besuch auf der Kopenhagener Modemesse CIFF

Vor nicht allzu langer Zeit war die älteste und größte Kopenhagener Modemesse recht langweilig geworden. Dann übernahm Kristian W. Andersen im Jahr 2011 bei der CIFF das Ruder. Seither hat sich vieles verändert: Andersen modernisierte die Veranstaltung und versuchte, sie durch die Beteiligung anspruchsvoller internationaler Labels neu zu beleben. Anfangs wirkte die Kombination aus hinzugeholter Avantgarde und den seit Jahren auf der Messe vertretenen einheimischen Mittelklasselabels noch etwas gezwungen, aber inzwischen hat das schlüssige, von Saison zu Saison verfeinerte Gesamtkonzept die so unterschiedlichen Aussteller zu einer funktionierenden Einheit verschmolzen.

Zwischen Avantgarde und Mainstream: ein Besuch auf der Kopenhagener Modemesse CIFF

Viele Besucher, frohe Aussteller: Die CIFF feierte eine erfolgreiche Saison

Das Fachpublikum honorierte die Verbesserungen: Vor allem an den ersten beiden Veranstaltungstagen in der vergangenen Woche erlebte die CIFF einen wohl nie dagewesenen Besucheransturm. In den weitläufigen Hallen des Bella Centers drängten sich die Massen. Aussteller freuten sich über den Zuspruch einheimischer und vor allem hochkarätiger internationaler Einkäufer. Gerade für die ist die Messe durch die Innovationen der vergangenen Jahre augenscheinlich attraktiver geworden. Für dänische Modeunternehmen sind ausländische Buyer besonders wichtig, ist die Branche angesichts des seit langem schwächelnden Heimatmarktes doch entscheidend auf Exporte angewiesen.

Zwischen Avantgarde und Mainstream: ein Besuch auf der Kopenhagener Modemesse CIFF

Mode mit Kunstanspruch: Installationen zum Auftakt

Noch vor dem eigentlichen Eingang zur Messe bekamen die Gäste Projekte an der Schnittstelle von Mode und Kunst zu sehen. So waren in einer allgemein zugänglichen Halle unter anderem Installationen des international gefeierten Menswear-Designers Gosha Rubchinskiy sowie von Samuel Ross und Jobe Burns zu sehen. Der britische Künstler Jam Sutton präsentierte hier außerdem seine Bekleidungslinie „This Is Not Clothing“ in einer eigens entworfenen Koje.

Zwischen Avantgarde und Mainstream: ein Besuch auf der Kopenhagener Modemesse CIFF

Zwischen Avantgarde und Mainstream: ein Besuch auf der Kopenhagener Modemesse CIFF

Das Segment Raven überzeugt mit progressiver Männermode

Hinter der Einlasskontrolle ging es ambitioniertl weiter. Dort präsentierten sich im Segment „Raven“ anspruchsvolle Menswearlabels aus Dänemark und dem Ausland. Vertreten waren hier angesagte einheimische Marken wie Tonsure und Han Kjøbenhavn, aber auch renommierte internationale Aussteller wie das britische Männermodelabel E. Tautz.

Zwischen Avantgarde und Mainstream: ein Besuch auf der Kopenhagener Modemesse CIFF

Auf Menswear folgt Damenmode

Zum Konzept gehört, dass sich die Gewichtung von Herren- und Damenmode immer mehr verschiebt, je tiefer der Besucher in die Messehallen vordringt. Spätestens in der zentralen Haupthalle gewinnen die DOB-Labels die Oberhand. Auch hier sind die Bereiche klug strukturiert: So sorgten diesmal eine Auswahl aufstrebender Labels aus London in der Area „Crystal Hall“ oder ein Stand, auf dem Kopenhagen Fur, der Verband der dänischen Pelzindustrie, seine originelle Accessoireslinie „Oh!“ vorstellte, für willkommene Abwechslung.

Zwischen Avantgarde und Mainstream: ein Besuch auf der Kopenhagener Modemesse CIFF

Dänische Marken spielen weiterhin eine große Rolle

Bei allen Neuerungen kommen auch die traditionellen Schwerpunkte der CIFF nicht zu kurz: Den heimischen Mid-Segment-Anbietern wie Noa Noa, Masai oder den Marken des Bekleidungskonzern DK Company werden weiterhin große Flächen eingeräumt. Erstaunlich ist, wie nahtlos die einzelnen Bereiche der Messe trotz aller Unterschiede mittlerweile ineinander übergehen, ohne ihre individuellen Profile zu verlieren.

Zwischen Avantgarde und Mainstream: ein Besuch auf der Kopenhagener Modemesse CIFF

Hier setzt das Konzept klare Schwerpunkte, ohne störende Grenzen aufzurichten. So bietet sich trotz des heterogenen Angebots zwischen Avantgarde und Mainstream, das Jeans, Unterwäsche, Designermode, Alltagskleidung und Accessoires umfasste, letztlich ein schlüssiges Gesamtbild, in dem die Orientierung erstaunlich leichtfällt – keine kleine Leistung der Organisatoren.

Zwischen Avantgarde und Mainstream: ein Besuch auf der Kopenhagener Modemesse CIFF

Die CIFF hat nun auch einen eigenen Catwalk

Ergänzt wurde die Messe wie üblich durch die ohnehin in den Obergeschossen des Bella Centers angesiedelten Showrooms – und erstmals auch durch eigene Modenschauen. Dafür wurde die „Showscene“ in einer benachbarten Halle eingerichtet, die so neutral und geräumig war, dass die beteiligten Marken hier Platz für individuelle Inszenierungen mit teilweise aufwändigen Bühnenbildern fanden. Durch die Catwalk-Shows erhielt die CIFF noch einmal eine ganz neue Komponente. – und wurde so tatsächlich zum echten „360-Grad-Konzept“, wie es Messechef Kristian W. Andersen angestrebt hatte.

Fotos und Video: FashionUnited
Sport im Wandel: Trends von der Ispo Munich

Mit über 85.000 Besuchern hat die Ispo Munich, die am 8. Februar zu Ende ging, einen neuen Besucherrekord aufgestellt. 2.732 Aussteller aus aller Welt präsentierten in 16 ausgebuchten Hallen ihre Neuheiten. Die Top-Themen lauteten Urban Outdoor, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Mehr internationale Besucher, mehr digitale Produkte

Die positive Stimmung in der Branche war in den vollen Hallen deutlich spürbar. Etwa sechs Prozent mehr Besucher waren gegenüber dem Vorjahr zur Messe gekommen, viele auch aus dem Ausland. Vor allem aus Italien, Russland, Großbritannien, China und den USA verzeichnete die Messe ein deutliches Plus. Auch auf Ausstellerseite konnte die Messe um drei Prozent wachsen. Ein Grund hierfür ist vor allem die voranschreitende Digitalisierung im Sportmarkt, die sich in immer mehr elektronischen Produkten niederschlägt. „Die Elektronik hält immer stärker Einzug in die Sportartikel“, erläutert Messechef Klaus Dittrich. Wearable Technology ist ein wichtiger Wachstumsmarkt, der von Uhren über Drohnen bis hin zu Fitnesstrackern reicht. Auch Traditionsmarken verbauen zunehmend Technologie, darunter mit Sensortechnik ausgestatte Skistöcke, Virtual Reality Brillen für ein emotionales Einkaufserlebnis und ein digitaler Ski-Trainer für Einlegesohlen.

Sport im Wandel: Trends von der Ispo Munich

Die Branche ist in Aufbruchstimmung

Der Sportmarkt steht in nahezu allen Bereichen vor großen Herausforderungen. Angefangen beim Dauerthema Wetter, dessen zunehmende Instabilität immer weniger zuverlässig für saisongerechte Abverkäufe sorgt, über die Digitalisierung des Handels, bis hin zu neuen Verbrauchertrends und mehr Nachhaltigkeit reichen die Themen, die derzeit nahezu alle Hersteller und Händler gleichermaßen beschäftigen. Zahlreiche Vorträge und Diskussionsrunden ergänzten deshalb das klassische Messeprogramm und gaben immer wieder Anstöße dazu, neue Wege zu verlassen.

Neues Timing gefragt

Mit dem Klimawandel verstärkt sich ein Problem, das den Sportmarkt schon seit mehreren Saisons umtreibt: Die Unstimmigkeit zwischen dem Zeitpunkt der Auslieferung und dem Abverkauf der Ware. Daunenjacken im August und Bikinis im Februar passen immer weniger zu den tatsächlichen Bedürfnissen der Konsumenten. Vorzeitige Reduzierungen und sinkende Profitabilität in Frühling und Herbst sind die Folgen. Viele Hersteller wollen deshalb die Auslieferung auf mehrere Termine in der Saison ausdehnen und darauf abgestimmt auch die Kollektionen und Farbthemen entwickeln. „Wir arbeiten im Wesentlichen noch mit zwei Kollektionen im Jahr, wollen die aber durch monatliche Themen ergänzen“, sagt Jeremy de Maillard, Vice President of Marketing & e-Commerce bei The North Face. Auch Alexander Wirth, selbst aus der Mode kommend und seit wenigen Monaten CEO von Bogner und damit designierter Nachfolger von Sportlerlegende Willy Bogner, hat ähnliche Pläne und will langfristig eine Pre- und eine Maincollection pro Saison anbieten – ergänzt um neue Farben und Themen. Bei Jack Wolfskin arbeitet man bereits mit sechs Lieferterminen, allerdings nur innerhalb der eigenen Distribution, also den eigenen Stores, den Franchiseläden und natürlich im E-Commerce. „Wir haben das Bestseller Management und die In-Season-Sales erheblich gesteigert“, erklärt Melody Harris-Jensbach, die ebenfalls lange in der Mode tätig war und heute Jack Wolfskin leitet.

Sport im Wandel: Trends von der Ispo Munich

Trend: Urban Outdoor

Nicht zuletzt sind es die Bedürfnisse der Konsumenten selbst, die sich in den letzten Saisons sehr gewandelt haben. Angeregt durch das das allgegenwärtige Athleisure-Thema in der Mode, werden in der Mode immer mehr technische Funktionen als Mehrwert eingebaut. Damit treten Modekollektionen immer stärker in Konkurrenz zu Sportbrands, die sich deshalb auch verstärkt um neue, modische Looks bemühen. Dass technische Sportjacken keineswegs nur am Berg zu finden sind, sondern vielmehr auch das Straßenbild der Städte dominieren, hat der Outdoorbranche in der Vergangenheit satte Zuwachsraten beschert. Seit die Mode dahinter gekommen ist und immer mehr Technik mit Style verbindet, sucht die Outdoorbranche nach neuen Lösungen, Mode und Glaubwürdigkeit im Sport neu miteinander zu vereinen. Besonders mutig geht z.B. Peak Performance vor und setzt mit der Design-Kooperation mit Nigel Cabourn sowie einer klaren Fokussierung auf progressive Ski- und Outdoor-Styles ein deutliches Mode-Statement. Im Gegensatz dazu will sich Odlo, das in den letzten Saisons stark auf die Verjüngung der Marke und der Kollektionen gesetzt hat und dabei große Marktanteilsverluste hinnehmen musste, wieder auf die Kernkompetenzen zurückbesinnen.

Sport im Wandel: Trends von der Ispo Munich

Mehr nachhaltige Lösungen

Gerüchte gab es schon vorab, schließlich sorgte am zweiten Messetag eine Pressemeldung für Klarheit: Auch W.L.Gore, unangefochtener Marktführer im Bereich Laminate, hat sich dazu durchgerungen, es vielen anderen Sport- und Outdoorbrands gleichzutun und bis 2020 die schädlichen PFCs aus den Gore-Kollektionen und aus der Herstellung der Gore-Membran zu eliminieren. Auch neue Färbetechniken, neue Recyclinglösungen, Fair Trade-Konzepte und erste Ansätze zur Einführung der Kreislaufwirtschaft wurden vorgestellt. So lässt z.B. Patagonia seine Fleece fast ausschließlich in zertifizierten Fair Trade Fabriken fertigen, SpinDye präsentierte eine neue, ressourcen- und energiesparende Methode zur Färbung von Polyester und Sympatex, spezialisiert auf Laminate, arbeitet an Kreislaufmodellen. Eine weitere Neuheit kam aus Japan: Die Life Fibre Company hat eine Methode entwickelt, wie man Wolle ohne die bislang nötige Zerstörung der Oberflächenstruktur zu feinem Garn verspinnen kann. Gelungen ist das durch einen ultrafeinen Nylonfilm um die Faser, der Kratzen verhindert, aber die natürlichen Eigenschaften wie Atmungsaktivität und Wasserabweisung beibehält. Auch Farben können in die Nylonschicht eingebunden werden. Das übliche Chloren von Wolle, verantwortlich für das schlechte Umweltzeugnis der Naturfaser, wird so überflüssig.

Fotos: Regina Henkel / Ispo

GDS wird zu Gallery Shoes

Erst im vergangenen Monat war bekannt geworden, dass die Schuhmesse GDS den Eigentümer wechseln würde. Über Genaueres hatten die Partner aber bisher geschwiegen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz wurden nun, zum Auftakt der 123., und letzten GDS, weitere Details verkündet.

Die GDS hatte in den vergangenen Jahren Besucher und Aussteller verloren und war seit dem Rekordmessejahr 2000 (damals kamen 53.000 Besucher aus über hundert Ländern, 2000 Aussteller, darunter 9 von 10 aus dem Ausland nach Düsseldorf) unaufhaltsam geschrumpft. Zwar ist die GDS auch heute noch ist die GDS die größte deutsche Schuhmesse, allerdings sind es aktuell nur noch 550 Brands aus 31 Ländern, die dort ausstellen. „Fakt ist aber: Wir wissen nicht, wie viele Besucher dieses Angebot dieses Mal nutzen werden“, so Kirstin Deutelmoser, Director GDS und tag it!, anlässlich dieser sinkenden Zahlen. „Sicherlich müssen wir uns fragen, wieso der Handel die GDS weder vor, noch nach dem Relaunch 2014 in genügendem Maße angenommen hat. Offensichtlich haben wir die Erwartungen des Handels nicht in ausreichendem Maße erfüllt und damit auch unsere eigenen Ziele nicht erreicht.“ So kann die eigene Geschichte, die Deutelmoser bis ins Jahr 1957 zurückverfolgte, eben auch zum Ballast werden. „Die tollen Besucherzahlen von gestern wecken eine Erwartungshaltung für morgen. Egal wie sehr man eine GDS verändert, sie wird immer an der erfolgreichsten Ausgabe ihrer selbst gemessen. Deshalb werden wir die Schuhmesse nach dieser GDS an die Igedo übergeben und dadurch einen Neuanfang mit völlig anderen Strukturen und Vorzeichen ermöglichen,“ so das sicherlich nicht ganz einfache Fazit der Messemacherin.

GDS wird zu Gallery Shoes

Gallery Shoes: Kleiner, neue Termine, neue Location

„Wir in der Branche, das gilt für Bekleidung wie für Schuhe, wollen und brauchen eine starke Leitmesse.“ Mit diesen Worten übergab Philipp Kronen, Managing Partner Igedo Company, das Wort an Ulrike Kähler, die die mit Spannung erwarteten Neuerungen des Messekonzepts für die GDS unter der Leitung der Igedo vorstellte. „Wir möchten in Düsseldorf eine Orderveranstaltung für Schuhe, Taschen und Accessoires bieten, die ein internationaler Branchentreffpunkt wird“, brachte Ulrike Kähler die Zielsetzung der neuen Veranstaltung, die ‚Gallery Shoes’ heißen wird und bereits für die nächsten drei Saisons vor-terminiert ist, auf den Punkt. So soll die erste Gallery Shoes vom 27.-29. August 2017 stattfinden, die darauffolgenden vom 11.-13. März 2018 und vom 02.-04. September 2018 – immer etwa fünf Wochen nach der Gallery. Eine neue Tagesfolge sei der Messeleitung ans Herz gelegt worden, daher seien die Messetage nun auf Sonntag bis Dienstag gelegt worden.

GDS wird zu Gallery Shoes

„Messen haben heute nichts mehr mit Größe zu tun. Es geht stattdessen um konzentriertes Arbeiten,“ betonte Ulrike Kähler weiterhin in ihrer Ansprache. Der neue Standort im Areal Böhler, in dem die Schuhmesse in ihrer kommenden Ausgabe stattfinden wird, hat deutlich weniger Quadratmeter als die Messehallen der Messe Düsseldorf. In den Messehallen hatte die GDS etwa 20.000 Quadratmeter bespielt, auf dem neuen Areal stehen 10.000-12.500 Quadratmeter zur Verfügung. Man wolle langsam und nachhaltig wachsen und könne die Hallen auch noch weiter ausbauen, wenn dies notwendig werden sollte. Zu Quadratmeterpreisen und teilnehmenden Ausstellern konnte Frau Kähler noch keine Auskunft geben, man befinde sich hierzu noch in der Findungsphase.

Als weitere Kennziffern nannte Ulrike Kähler eine Quadratmeterzahl von 10.500 Quadratmeter netto plus einer Leichtbauhalle, mit der die Messe auf 12.500 Quadratmeter komme. Man strebe 500 Brands an und wünsche sich im Verhältnis dazu 8000-10.000 Besucher, hieß es weiter von Igedo-Seite. Man wolle sich auf das mittlere bis gehobene Preissegment konzentrieren und einen Mix aus jungen und Tradtionsmarken ansprechen. Der Fokus im europäischen Markt liege bei 35 Prozent nationalen und 65 Prozent internationalen Ausstellern, neben Deutschland seien wichtige Länder insbesondere Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und die Niederlande. Bei den Besuchern erwarte man hauptsächlich Interesse aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Benelux-Ländern, sowie Nord- und Osteuropa, erklärte Kähler weiter. Ein weiterer wichtiger Eckpunkt, der genannt wurde, ist der Verzicht auf das Sourcing-Segment tag it!

GDS wird zu Gallery Shoes

Die Branche wächst, aber nicht alle profitieren

Laut Zahlen des statistischen Bundesamtes und dem Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L) stiegen die Umsätze der Schuhhersteller mit 50 oder mehr beschäftigten in 2016 um 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, auf 2,8 Mrd. Euro. Allerdings profitierten von dieser positiven Entwicklung hauptsächlich Sneaker- und Sportschuhhersteller, Straßenschuhhersteller hingegen meldeten stagnierende oder rückläufige Umsatzzahlen.

GDS wird zu Gallery Shoes

Der BDSE veröffentlichte ebenfalls seine ersten Schätzungen zur Online/Offline-Entwicklung und Marktanteile Einzelhandel mit Schuhen 2016. Diese sahen prinzipiell nicht schlecht aus: Ein 5-prozetiges Umsatzplus sollte dem Online-Handel einen Grund zum Jubel verschaffen, allerdings musste der stationäre Handel, der immer noch 83 Prozent des Handels mit Schuhen ausmacht, einen 2-prozentigen Rückgang in Kauf nehmen. Als größte Problemfelder des Schuhhandels identifizierte der BDSE zu frühe und umfangreiche Reduzierungen, den zunehmenden Wettbewerb durch Online-Händler und einen Frequenzrückgang im stationären Handel.

Anschließend riefen Manfred Junkert (HDS/L), Brigitte Wischnewski (Bundesverband des deutschen Schuheinzelhandels e.V.) und Dr. Claudia Schulz (Deutsches Schuhinstitut) zu einer geschlossenen Haltung der Branche und zur Annahme des neuen Angebots Gallery Shoes auf.

GDS wird zu Gallery Shoes

Die Aussteller sind unsicher

Bei den Ausstellern bleibt die Unsicherheit. „Wir wollten eigentlich schon bei diesem Mal nicht mehr dabei sein, aber dann macht man es doch, aus Gewohnheit“, so ein Aussteller. „Es wäre komisch, gar nicht auf die Messe zu fahren. Aber man macht sich schon Gedanken über Alternativen.“ Die meisten Aussteller sehen prinzipiell keinen Grund, der Messe unter neuer Igedo-Führung keine Chance zu geben. „Die GDS hat meiner Meinung nach gar nichts falsch gemacht. Es ist einfach eine andere Zeit und keiner weiß so richtig, was kommt“, fasst ein anderer Aussteller das alle scheinbar umtreibende Gefühl zusammen.

Foto 1: Igedo/Gallery SHOES; Foto 2-5 Barbara russ für FashionUnited

Sportmesse ISPO feiert Ausstellerrekord

Am 5. Februar ist es wieder soweit: Für vier Tage wird München zum Treffpunkt des internationalen Sportbusiness, wenn die Wintersportmesse ISPO ihre Türen öffnet und Aussteller, Einkäufer, Journalisten und Sportstars aus aller Welt begrüßt. Dabei geht die Messe in diesem Jahr mit deutlichen Plus an Unternehmen aus dem Ausland an den Start und legt so in ihrer Internationalität weiter zu. Von den neuesten Wintersport-Trends, der passenden Outdoor-Ausrüstung bis hin zu Fitness- und Sportmode-Trends und technischen Textilien: die Branche will einmal mehr zeigen, was in der kommenden Saison in den Handel kommt.

Die Messe boomt. So berichten die Organisatoren von der Messe München einen Ausstellerrekord von 2.732 Unternehmen, die ihre Erzeugnisse vom 5. bis 8. Februar in den Münchener Messehallen präsentieren werden. „Die 16 Hallen der Messe München sind komplett ausgebucht. 89 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland“, so Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München.

Die teilnehmerstärksten Länder sind neben Deutschland, China, Italien, Taiwan, Großbritannien und die USA. Zu den Neuausstellern zählen unter anderem Samsung, Casio und Triumph. Stark gewachsen ist der Outdoor-Bereich mit 40 neuen Ausstellern.

Im Fokus: „Frauen im Sport"

In diesem Jahr will die Messe dem Thema „Frauen im Sport" erstmals ein eigenes Forum geben. Schließlich ließen sich durch eine „gezielte und spezielle Ansprache von Frauen neue Umsatzpotenziale in der Sportindustrie erschließen“, so die Organisatoren. Sie sind sich sicher: „Ob als Führungskräfte, Influencerinnen oder als Zielgruppe für die Sportindustrie, der Status-quo zeigt, dass Handlungsbedarf besteht.“ Neben „Diskussionsrunden über Frauen als Zielgruppe der Sportindustrie“ soll es weitere Plattformen zum Thema geben, etwa die „ISPO Women Business Lounge“, eine „Experts4Women Tour zu ausgewählten Marken“ oder ein Besuch der FC Bayern Frauenmannschaft.

Vorgestellt werden soll im Rahmen der Messe auch der neue „ISPO Verbraucherreport“, für den rund 3.500 Konsumenten dazu befragt wurden, wie die Branche neue Wachstumspotenziale ausschöpfen kann. Einen großen Zukunftsmarkt bieten demnach Gesundheits- und Fitnesssportarten, wie Yoga oder Pilates, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Zudem beeinflusst der Sport immer mehr die Mode, so dass sich auch hier weitere Potenziale ergeben sollen. Auch das Geschäft mit Wearables soll weiter forciert und breiteren Zielgruppen zugänglich gemacht werden.

Foto: ISPO Munich

Zalando kündigt zweite Bread & Butter by Zalando an

Nach einem geglückten Auftakt der ersten Bread & Butter by Zalando im letzten September hat der Online-Modeversandhändler jetzt die ersten Details für die zweite „Trend Show“ bekannt gegeben, die vom 1. bis 3. September 2017 unter dem Motto „BOLD“ in der Arena Berlin stattfinden wird.

Zalando hatte bereits nach Übernahme der insolventen Messe im vergangenen Jahr angekündigt, sie von Grund auf erneuern und von einer „Trade Show“ in eine „Trend Show“ umwandeln zu wollen. Dies hatte der Modeversender auch getan und die ehemalige exklusive Fachmesse in ein öffentliches Modefestival komplett mit Live-Musik, Workshops und digitalen Innovationen verwandelt. Dieses Konzept soll auch in diesem Jahr beibehalten werden und wieder wird es um Modetrends, Musik und Lifestyle gehen. Als erste Markenpartner haben bereits Adidas, Alpha Industries, Converse, Lee, Reebok und Vans zugesagt.

„Im letzten Jahr haben wir erfolgreich ein ganz neues Kapitel in der Geschichte von Zalando und Bread & Butter begonnen. Wir haben auf der Veranstaltung mehr als 20.000 Menschen mit der Mode und der Musik, die sie lieben, in Verbindung gebracht und die Inhalte durch digitale Kanäle über Berlin hinaus in 15 Länder gebracht“, erinnert Carsten Hendrich, VP Brand Marketing bei Zalando, an den Start im letzten Jahr.

„Mit unserem neuen Motto 'BOLD' wollen wir [Bread & Butter] auf die nächste Stufe bringen: Unser Ziel ist, die verschiedenen Facetten zu feiern, die die Modewelt zu bieten hat, und Technologie und Live-Kommunikationskanäle zu nutzen, um diese Plattform bei allen Modefans in ganz Europa zu etablieren“, fügt Hendrich hinzu.

Laut Zalando sollen mit der neuen Bread & Butter 2017 unter dem Motto „BOLD" Eigenschaften wie Mut, Charakter und Individualität gefeiert werden. Das Konzept lehnt somit die Idee ab, dass die Mode den Menschen diktieren solle, was sie zu tragen oder nicht zu tragen haben. „Es geht darum, den Leuten die Kraft zu geben, ihren eigenen Weg zu gehen, ihr eigenes Ding zu drehen und zu sein, wer sie sein wollen“, so Zalando in einer jüngsten Mitteilung.

Weitere Details zu Eintrittspreisen, Programm und Markenpartnern werden in den nächsten Monaten bekannt gegeben. In der Zwischenzeit können Sie hier durch Fotos und Videos Eindrücke der letzten Bread & Butter by Zalando sammeln.

Bild: FashionUnited

Modestandort Düsseldorf – Was bringt die Zukunft?

Heute Abend geht die Januar 2017-Ausgabe der Düsseldorfer CPD zu Ende, die weiterhin ihren Schirm über die Ordertage, Messeveranstaltungen und Schauen in Düsseldorf spannt. Die Stimmung auf der Gallery, in den Showrooms und auch bei den Modenschauen der Platform Fashion sowie bei der B2C-Messe Streetstylecon war optimistisch, doch die Nachricht vom Ende der Schuhmesse gds in ihrer jetzigen Form schlägt in der Branche Wellen. Wie es um die Zukunft des Modestandorts Düsseldorf bestellt ist, dieser Frage gehen wir in diesem Artikel nach.

Gallery

Die Gallery zeigte sich am letzten Messetag zwar eher von ihrer ruhigen Seite, doch die Aussteller scheinen noch zu tun zu haben. Bei geschätzt der Hälfte der Aussteller ist das Personal im Gespräch, es werden auch noch Ordern geschrieben. Dietrich Weigel, Inhaber des nachhaltigen Jeanslabels Good Society, bestätigt, dass diese Ausgabe der Gallery für sein Label als Erfolg zu verbuchen war. Er hätte sich in dieser Saison verstärkt selbst um die Messevorbereitung gekümmert, Termine ausgemacht, Einladungen verschickt und habe so eine gute Frequenz an Besuchern, neue wie alte, am Stand begrüßen können. „Man muss sich schon vor einer Messe darum kümmern, dass die Kunden ihren Weg zu einem finden. Aber in dieser Saison, und mit dem neuen Positionierung innerhalb der Gallery, war ich sehr zufrieden. Es lohnt sich weiterhin, herzukommen. Wünschenswert wäre aus meiner Sicht aber eine Plattform für nachhaltige Labels, mit einer eigens ausgezeichneten Fläche.“

Die Besucher kamen zumeist aus der Region, auch aus dem übrigen Westen Deutschlands und den Niederlanden komme das Gros der Kunden, erzählen die Aussteller relativ einstimmig. „Das hier ist im großen und ganzen eine Messe für NRW“, sagte ein Aussteller, der aber dennoch zufrieden mit der Messe und der Kontaktanzahl war.

Modestandort Düsseldorf – Was bringt die Zukunft?

Insgesamt 6000 Besucher kamen zu der auf drei Tage komprimierten Messeplattform Gallery und ihren 750 Ausstellern, darunter 50 neue Brands. Damit seien das so viele Besucher wie im vergangenen Winter, wie Ulrike Kähler, Prokuristin & Project Director Igedo Company resümiert. „Wir sind hoch zufrieden mit dieser Ausgabe. Das komprimierte Programm der Gallery an drei Tagen hat für unsere Aussteller zu einem intensivierten Arbeiten geführt. Die Qualität der Besucher hat weiter zugenommen. Das große Segment Evening und Occasion ist jetzt nach drei, vier Saisons angekommen und findet zeitgleich zur Gallery statt. So konnten die Aussteller von diesem Timing profitieren.“ Auch die Kollektionen an sich bewertet Kähler als positiv: „Allgemein finde ich, es tut sich was. Wertigkeit und Nachhaltigkeit werden gezielt nachgefragt und die Kollektionen sind inspirierter.“

Kaiserswerther Straße

Auf der Kaiserswerther Straße sind trotz Nieselregen einige Damen und Herren Einkäufer unterwegs. „Wir sind hauptsächlich auf der Kaiserswerther Straße unterwegs, hier in den Showrooms finden wir unsere bewährten Marken“, erzählt Gabriele Schmitt, Inhaberin des Damenmodehauses von Fritz Schmitz Modehäuser in Viersen, das Marken wie Missoni, Bogner oder Steffen Schraut führt.

Modestandort Düsseldorf – Was bringt die Zukunft?

Die Showrooms, die sie Straße säumen, scheinen betriebsam. „Wir sind mit der gesamten Mannschaft zehn Tage lang hier und treffen Kunden von Sylt bis Salzburg“, gibt Ricardo Meyer, Head of Sales bei Ben and GmbH, der unter anderem die Marken Ben Shermann, Fortezza und Sand Copenhagen vertritt Auskunft. „Düsseldorf ist für uns wichtig. Auf den Messen in Berlin und Mailand haben wir nicht die gesamte Kollektion dabei, dort wollen wir die Händler auf uns aufmerksam machen. Hier werden dann die Zahlen in Ruhe konkretisiert.“ Auch er stellt einen gewissen neuen Mut der Labels in den aktuellen Kollektionen fest: „Die Marken müssen den Handel etwas mehr inspirieren. Das war höchste Zeit. Klar. wir brauchen Kommerzialität und Verkäufe. Aber das schaffen wir nur, wenn wir den Endverbraucher auch überraschen. Bei Ben Sherman beispielsweise stellen wir fest, dass sich die Ordern von ‚Basic mit ein paar Highlights’ verschieben hin zu ‚Highlights mit ein paar Basics’. Das war unser Wunschgedanke und darauf haben wir hingearbeitet.“

Streetstylecon

In der vergangenen Saison noch Teil der CPD, zog die Streetstylecon in diesem Winter um. Hinter dem Hauptbahnhof fand das nun auf B2C ausgerichtete Event statt, das neben Mode auch Hip-Hip-Musik und vor allem Sneaker bot. Das Publikum war dementsprechend jung, viele der hauptsächlich männlichen Besucher waren Teenager. Allerdings war auffällig, wie viele der Besucher mit Tüten voller Sneaker und Streetwearkleidung herumliefen. „Wir waren überrascht über die Kaufkraft dieser doch sehr jungen Zielgruppe“, verriet eine Ausstellerin im ‚Sneakerness’-Segment.

Modestandort Düsseldorf – Was bringt die Zukunft?

Auch Pascal Gerstenlauer, der mit seiner Roadmap1 GmbH für Defshop vor Ort war und die Labels Ecko Unltd., Just Rhyse, Dangerous DNGRS, Thug Life, Cyprime und Who Shot Ya mit im Gepäck hatte, kann dies bestätigen. „Der Favorit dieser der urbanen Zielgruppe sind Dangerous DNGRS und Ecko. Die Jungs, ich sage Jungs, denn es sind hier etwa 90% männliche Besucher, würde ich sagen, kennen uns und freuen sich, uns mal persönlich kennen zu lernen.“ Auf die Frage, ob sich solche Events für sie als Marke lohnten, gibt Gerstenlauer eine eindeutige Antwort: „Ja. Diese Art von Fashion Festival ist für uns super, weil sie uns den Kunden nahe bringt und ein Feeling erzeugt.“

Die Zukunft der Mode in Düsseldorf

Auch wenn es also klingt, wie ein einstudiertes Mantra: Düsseldorf bleibt für die nationalen Ordern ein wichtiger Standpunkt. Die Sichtung in Berlin ist den Händlern und Marken ebenso wichtig, wie das erneute Treffen in den Düsseldorfer Showrooms und auf den Messen.

Modestandort Düsseldorf – Was bringt die Zukunft?

Spannend bleibt nun die weitere Entwicklung von als B2B gestarteten Mode-Festivals wie der Streetstylecon und der Bread & Butter by Zalando. Im Rahmen der ‚See Now, Buy Now’-Entwicklung verwischen Trennlinien zwischen B2B- und B2C-Modeevents. Dennoch scheinen beide Veranstaltungsarten ihre Berechtigung zu behalten, allerdings findet zeitgleich ein Verdrängungsprozess statt, der einstige Institutionen ausdünnt.

Kommende Woche wird sich dies auf der Schuhmesse gds erneut Herauskristallisieren, die zum letzten Mal auf dem Messegelände Düsseldorf stattfinden soll und ab dem Sommer von der Igedo auf dem Areal Böhler abgehalten werden wird. Obwohl die Messe noch nicht ins Detail gehen wollte, und auf den Pressetermin am 7. Februar verwies, kann wohl schon gesagt werden, dass sich die Igedo etwas einfallen lassen muss, um die Überbleibsel der Messe zu retten. Wie Kirstin Deutelmoser, Leitung der gds, es in einem Statement auf den Punkt brachte, muss die Schuhmesse wohl „von Grund auf anders gedacht werden, ohne bestehende Strukturen und Traditionen“ zu beachten. Ob und wie dies der Igedo gelingen wird, wird sich spätestens im Sommer zeigen. Ulrike Kähler wollte sich vor dem Termin im Februar nicht dazu äußern.

Foto 1-3: Gallery
Foto 4-5: Barbara Russ für FashionUnited
Videos: Barbara Russ

Ordertage in Düsseldorf: Das sind die Locations

Am kommenden Wochenende, genauer gesagt vom 27.- 30. Januar, kommt in Düsseldorf wieder die Modebranche zusammen, um Ordern zu schreiben. Der Standort ist dabei ganz schön unübersichtlich. Wo genau sich die Messen Gallery, Supreme Men&Women und DATE sowie die übrigen Akteure mit ihren Showroom-Locations befinden, haben wir hier für Sie zusammengefasst. Klicken Sie auf 'start Exploring', um die interaktive Karte zu bedienen.

Bild: Gallery

Modefabriek: Die 4-Minuten-Tour durch die ModemesseINTERACTIVE VIDEO

Die Modemesse Modefabriek in Amsterdam ging am Montagabend zu Ende. Die erfolgreiche 42. Ausgabe der größten niederländischen Modemesse war von einer positiven Stimmung geprägt. Sie konnten nicht dabei sein, würden aber gerne sehen, wie es dort aussah? Gehen Sie mit FashionUnited auf die virtuelle Tour.

Sie wollen sehen, wie unsere Tour auf der Karte aussieht? Sehen Sie hier den Hallenplan, der unserer Tour zugrunde liegt. Die Tour startet bei der '1'.

Modefabriek Hallenplan

Modefabriek: Die 4-Minuten-Tour durch die Modemesse

Homepagefoto und -video : Myrthe de Graaf für FashionUnited

Mehr Besucher, gute Stimmung: Berliner Modemessen bleiben auf Erfolgskurs

Auch die vor wenigen Tagen beendete Modewoche können die Berliner Messemacher als Erfolg verbuchen. Die Stimmung in den Hallen war weitgehend gut, die Besucherzahlen entwickelten sich einmal mehr positiv. Höhere Frequenzen verzeichneten erneut die Messen der Premium Exhibitions GmbH. Berlins führende Messegesellschaft, der neben der Hauptveranstaltung Premium auch die Seek, die Bright und die Show & Order gehören, meldete am Dienstag, dass die Gesamtbesucherzahl auf den vier Messen um elf Prozent gestiegen sei.

Während auf der Männermodemesse Seek und der benachbarten Street- und Sportswearplattform Bright schon am Eröffnungstag großes Gedränge herrschte, nahm die Premium vor allem am zweiten Tag mächtig Fahrt auf. „Die Besucherresonanz war bereits am ersten Messetag sehr gut, am zweiten Messetag wurde jedoch der größte Besucherrekord seit Gründung der Premium erreicht“, erklärte Anita Tillmann, Managing Partner bei der Premium Group. Insgesamt verbuchte die Messe, auf der 1.800 Kollektionen zu sehen waren, sieben Prozent mehr Besucher als in der Vorsaison.

Mehr Besucher, gute Stimmung: Berliner Modemessen bleiben auf Erfolgskurs

69 Prozent der Besucher auf der Premium kamen aus dem Ausland

Wie zuletzt kamen 31 Prozent der Gäste auf der Premium aus Deutschland, der Rest entfiel auf internationale Besucher. Die größte Gruppe der Auslandsgäste stellte Südeuropa mit einem Anteil von 21 Prozent an der Gesamtbesucherzahl. Stark vertreten waren auch Gäste aus Frankreich und den Beneluxländern (19 Prozent) sowie aus Übersee (14 Prozent). Kleinere Kontingente kamen aus Skandinavien (5 Prozent) Österreich und der Schweiz (4 Prozent), Großbritannien und Irland (3 Prozent) sowie Osteuropa (3 Prozent).

Die mit etwa 180 gezeigten Kollektionen deutlich kleinere Damenmodemesse Show & Order, die nach der Übernahme im vergangenen Herbst nun erstmals als Teil der Premium-Gruppe stattfand, zog ebenfalls ein zufriedenes Fazit. Zwar sei „die Besucherresonanz im Vergleich zur Premium etwas verhaltener“ ausgefallen, die Qualität der Einkäufer sei jedoch „durchweg hochkarätig“ gewesen, erklärten die Veranstalter. „Das neue Konzept inspiriert Besucher wie Aussteller und setzt neue Maßstäbe. Die Premium Group hat die Show & Order nicht nur gestärkt, sondern auf ein anderes Niveau gehoben“, erklärte Verena Malta, die Gründerin und Chefin der Messe.

Seek und Bright waren erneut Besuchermagnete

In der Arena in Treptow waren die Schwestermessen Seek und Bright diesmal noch enger miteinander verzahnt: Überdachte Gänge verbanden die benachbarten Hallen. Auch konzeptionell ergänzten sich die beiden Veranstaltungen nahtlos. Während auf der Seek insgesamt 250 Aussteller – darunter viele namhafte Denim- und Heritagelabels, aber auch spezialisiertere kleine Marken – progressive Freizeitmode, Schuhe, Accessoires und Homeware anboten, lag der Schwerpunkt der Bright wie gewohnt auf Street- und Sportswear. Die Messe hatte allerdings eine klarere thematische Struktur erhalten, was den Besuchern die Orientierung erleichterte. So war die Resonanz hinterher durchgehend positiv.

Neben den Messen der Premium-Gruppe gab es in Berlin natürlich noch andere Highlights. Durch ihre schiere Größe von etwa 50.000 Quadratmetern, auf denen sich mehr als 800 Aussteller präsentierten, beeindruckte erneut die Panorama. Auch der Zuspruch war gewaltig: Insgesamt 50.000 Besucher aus 96 Ländern zählten die Veranstalter an den drei Messetagen im ExpoCenter City am Funkturm. Auch die auf massentaugliche Marken spezialisierte Veranstaltung hatte angesichts der gewandelten Bedürfnisse der Einkäufer Änderungen am Konzept vorgenommen. „Wir sind uns der angespannten Lage im Handel bewusst und haben uns darauf vorbereitet. In dieser Saison haben wir vermehrt den Einzelhändler fokussiert und präsentieren ein Füllhorn an Inspiration und Neuheiten sowie diverse retailspezifische Lectures“, erklärte Panorama-CEO Jens Wichmann.

Mehr Besucher, gute Stimmung: Berliner Modemessen bleiben auf Erfolgskurs

Die Selvedge Run hat sich als Fachmesse für handwerklich hochwertige Labels etabliert

Deutlich beschaulicher ging es auf der Selvedge Run zu. Aber das gehört bei der auf handwerklich hochwertige Denim- und Männermodemarken spezialisierten Messe ja auch zum Konzept. Erneut hatten die Veranstalter das Portfolio erweitert: So bekam eine Gruppe von fünf ausgewählten Jeanslabels aus der japanischen „Denim-Hauptstadt“ Kurashiki dort die Chance, sich erstmals in Deutschland zu präsentieren. Außerdem war auch auf der Selvedge Run der Trend zum Concept-Store-Prinzip zu spüren. Neben Anbietern von Bekleidung, Schuhen und Accessoires bekamen auch Manufakturen für Lebensmittel, Herrenkosmetik und Haushaltsgegenstände Raum, um ihre Produkte vorzustellen.

Mehr Besucher, gute Stimmung: Berliner Modemessen bleiben auf Erfolgskurs

Für ihr erweitertes Portfolio nutzte die Messe diesmal zusätzliche Flächen im historischen Gebäudekomplex der Kulturbrauerei. Um den Überblick in den verwinkelten Räumlichkeiten, die zur intimen Atmosphäre beitrugen, zu erleichtern, hatten die Veranstalter diesmal einen Parcours durch die verschiedenen Segmente der Messe gelegt, der die Besucher schlüssig durch die einzelnen Themenwelten leitete.

Fotos: Premium Exhibitions GmbH(2), FashionUnited(2)