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OutDoor Messe präsentiert stabile Bilanz

Mit 21.412 Fachbesuchern und 965 Ausstellern ging am Mittwoch die 24. OutDoor Messe in Friedrichshafen zu Ende. Erstmals seit Bestehen der Messe fand die Veranstaltung ca. einen Monat früher als bisher statt.

Die deutliche Vorverlegung der Messe war von der Branche mit Spannung erwartet worden. Vor allem die Industrie und die Key Accounts hatten auf eine frühere Terminierung gedrängt, weil die Messe Juli als Informationsveranstaltung im deutlich zu spät sei, da dann die meisten Orders bereits abgeschlossen sind. Mit 965 Ausstellern zeigte die OutDoor ein recht vollständiges Bild, wobei dennoch Big Player wie Salewa fehlten. Trotz stabiler Besucherzahlen (21.412 gegenüber 21.507 im letzten Jahr) überraschte dennoch die dürftige Besucherfrequenz am ersten Messetag. Als Begründung dafür wurde zum einen der neue Termin, die neue Tagefolge und das Ende der Pfingstferien genannt. OutDoor-Bereichsleiter Stefan Reisinger: „Während der Auftakt am Sonntag etwas langsamer startete, bewahrheitete sich, dass die neue Tagefolge eine Umverteilung der Besucherfrequenz mit sich bringen würde.“

Die Messe zieht ein positives Fazit: „Der erstmals rund einen Monat vorverlegte Juni-Termin ist bei den Akteuren auf breite Zustimmung gestoßen“, heißt es in dem Abschlussbericht der Messe. „Das frühere Datum hat sich mit einer gesunden Besucheranzahl als erfolgreicher Umzug erwiesen“ bestätigt auch EOG Generalsekretär Mark Held. Demnach soll auch die kommende Veranstaltung im Sommer 2018 wieder auf den Juni fallen, genauer auf den 17. bis 20. Juni 2018.

Foto: OutDoor

Outdoor-Branche zeigt sich innovativ und zuversichtlich

Das Segment Outdoor ist wieder auf Kurs. Das belegen die Wirtschaftszahlen unterschiedlicher Verbände, die anlässlich der OutDoor Messe in Friedrichshafen bekannt gegeben wurden. Die Trends von der Messe: Urban Outdoor, Nachhaltigkeit und noch leichtere Materialien.

Fast einen Monat früher als gewohnt trifft sich in Friedrichshafen gerade die internationale Outdoor-Branche. Seit Sonntag, 18. Juni 2017, werden dort vier Tage lang die Neuheiten für die kommende Sommersaison präsentiert. Obwohl die Vorverlegung der Messe ein weitgehend positives Echo bei Industrie und Handel gefunden hatte, staunten nicht wenige über die dürftige Frequenz am Messesonntag, der sonst zu den stärksten Tagen gehörte. Nicht nur Besucher waren ausgeblieben, auch Größen wie Salewa ließen die Messe ausfallen. Aber davon abgesehen präsentierte sich die Branche wieder recht zuversichtlich.

Positives Ergebnis 2016 – guter Ausblick 2017

Umso erfreuter präsentierten verschiedene Branchenverbände die aktuellen Wirtschaftszahlen. Die European Outdoor Group (EOG) meldete eine Umsatzsteigerung im Jahr 2017 um 3 Prozent, entsprechend optimistisch wertete der Interessenverband die Stimmung in Industrie und Handel. „Es gibt Wachstum, großes Wachstum“, sagte John Jansen, Präsident der EOG, bei der Präsentation der neuesten Zahlen 2016 lag der Umsatz des Großhandels in der Outdoor-Branche bei 5,47 Milliarden Euro und damit um 0,17 Milliarden höher als in 2015. Das entspricht einem Umsatzplus von 3 Prozent. Im Jahr zuvor lag das Plus lediglich bei 1,4 Prozent.

Besonders positiv bewertete man die Entwicklung im Herbst/Winter: Die Abhängigkeit vom Wetter und den Schneelagen beeinflusst seit Jahren die Saisonergebnisse. „Nach zwei Jahren Stagnation“, so Präsident John Jansen, sei diese Herbst- und Winterbilanz „die beste Nachricht" für die Branche. Auch die Sportverbände Sport 2000 und Intersport kamen zu ähnlich positiven Ergebnissen. Sport 2000 präsentierte mit 12 Prozent Plus im Bereich Multisport Textil „ein sehr erfreuliches Wachstum“, so Geschäftsführer Hans-Hermann Deters auf Messe. Der Erlebnisbereich Outdoor wuchs um insgesamt 3 Prozent. Intersport kommt von Januar bis Mai in Deutschland auf ein Umsatzplus von 2 Prozent, der Bereich Outdoor sei zwar nicht gestiegen, jedoch „stark wie im Vorjahr“.

Outdoor-Branche zeigt sich innovativ und zuversichtlich

Liegt ganz im Trend: Urban Outdoor

Im Grunde ist die Idee gar nicht neu und löst dennoch gerade einen Boom aus: Die Verbindung von Mode und Funktion. Sie vollzieht sich inzwischen in ganz vielen Bereichen des Bekleidungsmarktes und wird mal mehr, mal weniger sichtbar. Im Outdoor-Segment gehören Marken wie Patagonia, The North Face, Maloja oder Peak Performance zu den Pionieren. Sie setzen seit Jahren auf einen funktionellen casual Look, der auch abseits der Berge funktioniert. Das aktuelle Comeback nostalgischer Outdoor-Erlebnisse (vom spontanen Zelten am Fluss bis hin zur Outdoor-Küche) beflügelt diesen Trend weiter und hat Brands wie Poler oder die Startup-Marke Arys aus Berlin hervorgebracht. Andere Marken wie z.B. Jack Wolfskin, haben das Thema Mode in der neuen Kollektion stärker denn je mit aufgegriffen. Auch andere Segmente stellen sich darauf ein, wie Taschen- und Schlafsackspezialisten, Zeltebauer und Hersteller von Outdoor-Kochern. Die Messe hat dem Thema erstmals einen eigenen Bereich gewidmet.

Outdoor-Industrie setzt auf Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit wird vielseitig umgesetzt: Von nachwachsenden Rohstoffen statt fossiler Grundstoffe, über natürliche Färbeverfahren und Färbemittel statt klassischer Färbe-Chemie, bis hin zur Wasserreduktion beim Färben oder in der Produktion reicht die Palette. Neu sind auch Lösungen hinsichtlich der Entsorgung von Bekleidung, die angesichts der vielen Mischmaterialien und Ausrüstungen nicht unproblematisch ist. So denken einige Marken an kompostierbare Bekleidung und die Entwicklung geschlossener Recyclingskreisläufe. Houdini z.B. launchte auf der OutDoor das „erste komplett kompostierbare T-Shirt“. Röjk und Tierra zeigen beide Jacken, die zu 100 Prozent aus Bio-Polymeren und damit zu 100 Prozent frei von erdölbasierten Rohstoffen sind. Auffallend ist: Skandinavische und deutsche Marken treiben die Nachhaltigkeit voran. Das liegt einerseits an den Rahmenbedingungen in den Ländern, andererseits an den nationalen Outdoorverbänden.

Outdoor-Branche zeigt sich innovativ und zuversichtlich

Bald Vergangenheit: PFC

Bis 2020 wollen die meisten Outdoorhersteller pfc-frei sein. So lautete die Reaktion auf die Detox-Kampagne von Greenpeace, in der die Organsiation regelmäßig Outdoormarken und Modemarken gleichermaßen für die Verwendung giftiger Chemikalien in ihren Textilien anprangerte. Dass dies gelingen könnte, scheint schon heute absehbar, denn immer mehr Hersteller präsentieren für die neue Saison nahezu pfc-freie Kollektionen. Dabei zeigt sich auch, dass der Verzicht auf Perflourcarbon (PFC) nicht die Funktionalität beeinflusst. Spätestens seit der italienische Bergsteiger David Bacci i im Februar 2016 den Gipfel des Fitz Roy in einer PFC-freien Jacke in Patagonien erreichte, war das funktionalitäts-Argument widerlegt. Auch Jack Wolfskin hat bei der Kooperation mit der Alpinschule Innsbruck jetzt komplett pfc-freie Jacken im Einsatz.

Technische Innovationen: es wird noch leichter

Mit etlichen Lightweight-Neuerungen konnten die Aussteller der OutDoor aufwarten. Haglöfs revolutioniert mit dem ‚L.I.M. Field Jacket’ herkömmliche Laminat-Vorstellungen durch eine superdünne und dennoch PFC-freie 1,5-Lagen Membran. Der japanische Lightweight-Spezialist Montbell bringt einen 70 Gramm „schweren“ ‚Tachyon Parka’ inklusive Kapuze aus einem 7 Denier Polyamid. Mammut zeigt die ‚Eisfeld Light Softshell’ Jacken- und Hosen-Kombination in einer SeamlessTechnologie. Beides zusammen wiegt 770 Gramm und ist dennoch extrem abriebfest. Auch Patagonia hat mit dem neuen Micro Puff Hoody, „die wärmste, leichteste und komprimierbarste Jacke“ entwickelt.

Fotos: Edelrid / Jack Wolfskin: Regina Henkel / Houdini Stand: OutDoor

FashionUnited-Ratgeber Pitti Uomo 92

INTERAKTIVE KARTE Sie ist fast hier - die 92. Ausgabe der Pitti Uomo, eine der bekanntesten italienischen Herrenmodemessen. Die diesjährige Ausgabe findet zwischen dem 13. und 16. Juni statt und wird voraussichtlich über 30.000 Besucher aus der ganzen Welt anziehen.

Insgesamt werden 1.220 Herrenmodemarken ihre Frühjahr/Sommer Kollektionen für 2018 auf 60.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche an der Fortezza da Basso präsentieren, wobei die Hälfte aller Marken von außerhalb des italienischen Markts anreist.

Um Ihren Besuch der Pitti Uomo so reibungslos wie möglich zu machen - oder für diejenigen, die die Messe vielleicht für eine Saison ganz auslassen - hat FashionUnited die aufregendsten Veranstaltungen der Messe in einer handlichen Übersicht dargestellt. Klicken Sie nach unten, um unsere interaktive Karte auszuprobieren.

Klicken Sie auf 'Start Exploring' und folgen Sie den Pfeilen oder klicken Sie einfach die Standorte an, um mehr zu entdecken.

Pitti Uomo ist Teil von Pitti Immagine, einem italienischen Unternehmen, das sich auf die Produktion internationaler Messen und Werbeveranstaltungen spezialisiert hat und sich hauptsächlich auf hochwertige italienische und internationale Mode konzentriert. Die Messe wurde 1972 ins Leben gerufen und findet zweimal im Jahr statt. Die nächste Ausgabe, die 93., wird im Januar 2018 in Florenz stattfinden.

FashionUnited-Ratgeber Pitti Uomo 92 FashionUnited wird sich im Juni auf die Catwalk-Saison der Männermode konzentrieren. Für alle Artikel, klicken Sie bitte hier.
European ShoeShow abgesagt

Die für den 24. und 25. September 2017 in der Kölner XPost geplante European ShoeShow (ESS) wurde vom Veranstalter Wellfairs abgesagt. Die Design Attack soll wie geplant weitergeführt werden.

Als Gründe wurden eine „entscheidend veränderte Marktlage“ nach einem guten Start der Märzausgabe der ESS in der Kölner XPost angegeben sowie „große Zurückhaltung der Aussteller“ gegenüber der Herbstausgabe.

„Die augenblickliche Situation ist durch eine große Zurückhaltung der Aussteller bezüglich der European ShoeShow geprägt", kommentierte ESS-Sprecher Frank Hartmann auf der Messe-Website. „Offenbar wollen viele Aussteller erst einmal das Ergebnis der Gallery Shoes abwarten. Wir können das auf der einen Seite verstehen, auf der anderen Seite aber aus Risikogründen nicht die XPost vorhalten, von der wir nicht wissen, ob wir sie ausreichend gefüllt bekommen.“

Herbstausgabe der European ShoeShow findet nicht statt

Bereits auf der Erstausgabe der ESS am 12. und 13. März schien der Schuh noch nicht so ganz zu passen: Auch wenn die Hallen zumindest am Montag ausreichend gefüllt waren, blieben am Sonntag die erhofften Besucherströme aus. Zudem bemängelten Aussteller einen Mangel regionaler Kunden und groß angelegter PR- und Marketingaktivitäten.

Statt einer Absage erhofften sich Besucher und Aussteller aber wohl eher Schritte in diese Richtung, schließlich dauert es zwei bis drei Saisonen, um eine solche Veranstaltung zu etablieren. Aussteller auf der Märzausgabe der Messe betonten die Wichtigkeit einer physischen Messe, ebenso wie die Zufriedenheit mit dem gewählten Zeitpunkt für die ESS.

„Man hätte bei dieser ersten Veranstaltung stärker investieren müssen und ein paar starke Namen, die Besucher anziehen – vielleicht auch auf eigene Kosten — ins Boot holen müssen. Meine Kritik richtet sich aber gleichzeitig auch an den Einzelhandel, der es sich etwas zu bequem macht und Chnacen, die ihm angeboten werden, nicht nutzt. Den Zeitpunkt für die Messe finde ich sehr gut gewählt — eine Woche vor der Essenz in München,“ fasste Patrick Coppolecchia-Reinartz, Managing Director der Agentur d-tails, sein Erlebnis auf der ersten ESS zusammen.

„Die Märzveranstaltung wurde bewusst als Order-Ergänzung zur sehr frühen GDS konzipiert. Nachdem die GDS eingestellt wurde hatte sich die Gallery Shoes als deren Nachfolgerin deutlich später wieder als Orderveranstaltung positioniert und Teile der Konzeption der ESS übernommen. Damit war klar, dass es für die European ShoeShow im gleichen Einzugsgebiet schwer werden würde“, heißt es in einer Erklärung auf der Website der Messe.

„Da wir keine halben Sachen machen und auch keine falschen Versprechungen, haben wir uns auch aus Fairness dazu entschlossen, die Reservierung zurück zu geben und die European ShoeShow abzusagen. Wir werden die Entwicklung im Schuhmessemarkt beobachten, stehen als Gesprächspartner zur Verfügung und sollte sich ein sinnvolles Konzept ergeben, werden wir der Branche auch wieder ein entsprechendes Angebot unterbreiten! Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns ihr Vertrauen geschenkt und uns unterstützt und beraten haben“, fügte Hartmann hinzu.

Die Design Attack wird nach Auskunft von Veranstalter Eddi Mackowiak unabhängig von der Absage der ESS weitergeführt; Informationen dazu wird er nächste Woche bekannt geben.

Foto: FashionUnited
Gallery Shoes bereitet sich auf erste Show im August vor

Gallery Shoes, die ehemalige GDS, Deutschlands größte Schuhmesse, wird in diesem Jahr im Areal Böhler in Düsseldorf stattfinden und mehr als 400 Labels vorstellen. Zwischen 8.000 und 10.000 internationale Besucher aus Nord-, Mittel- und Osteuropa werden erwartet.

Die Schuhmesse wird ähnlich wie die Schwestermesse für Mode, Gallery, organisiert und ist - auf 12.000 Quadratmetern - in fünf Bereiche geteilt: Premium, Contemporary, Urban, Comfort und Kids. Im Premium-Bereich haben bereits die Marken Abro, billi bi Copenhagen, Calvin Klein, Candice Cooper, Chie Mihara, Floris van Bommel, Fred de la Bretoniere, G.H. Bass, Hundred 100, Juicy Couture, Karl Lagerfeld, Katy Perry Collection, Lola Cruz, Pertini, Primabase und RAS ihre Teilnahme zugesagt.

Insgesamt werden rund 400 Labels aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Skandinavien, Italien, Spanien, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, der Schweiz, der Türkei und Kroatien erwartet.

Gallery Shoes bereitet sich auf erste Show im August vor

Die Messeveranstalter hoffen, dass die Messe “frischen Wind” und einen neuen Start in Düsseldorf für die internationale Schuhbranche bringen und sich auf Aufträge konzentrieren wird. Projektleiterin Ulrike Kähler sprach von einer “kompetenten, ausdrucksstarken und internationalen Messeplattform”, zu der Gallery Shoes sich entwickeln soll.

Die Schuhkollektionen werden zudem von Handtaschen- und Accessoires-Marken unterstützt. Im nächsten Jahr soll Gallery Shoes dann gleich zweimal stattfinden, und zwar vom 11. bis 13. März sowie vom 2. bis 4. September.

Fotos: Gallery Shoes
„Playtime Berlin“: Kindermodenmesse erstmals in Deutschland

INTERVIEW

Neue Chancen für Kindermoden. Playtime, die Messe, die sich ganz der Kindermode widmet, setzt diesen Sommer einstimmig unter das Motto „Alle gemeinsam“ und rückt damit die Networking-Gesellschaft und die Aufgeschlossenheit gegenüber anderen in den Blickpunkt. Nach Paris, New York und Tokio nimmt der Veranstalter Picaflor Anfang Juli Kurs auf Berlin und präsentiert eine erste Ausgabe mit 120 Kollektionen.

In Berlin findet dieses Jahr die erste Ausgabe der Playtime statt. Was erwarten Sie von dieser Messe?

Wir stellen schon seit einiger Zeit fest, dass die Kunden aus Deutschland und aus Ost- und Nordeuropa nicht so stark auf der Playtime Paris vertreten sind wie ihre Kollegen aus anderen europäischen Ländern. Das sind aber Märkte, die unseren teilnehmenden Marken wichtige Absatzchancen bieten und deshalb haben wir die Initiative ergriffen und einen neuen Treffpunkt geschaffen: Wir kommen zu den Kunden. Berlin ist ein idealer Standort, um diese Märkte zu erreichen, die Stadt ist bereits Schauplatz einer Modewoche für Männer- und Damenmode mit hohem Stellenwert und Playtime profitiert heute als einzige Kindermodenmesse in Deutschland von der internationalen Ausrichtung.

Die Messe wird zwei Tage lang dauern und am 5. und 6. Juli 120 Mode- und Lifestyle-Marken für Kinder im Palazzo Italia präsentieren, der mit seiner Nähe zur zentral gelegenen Charlottenstraße einen idealen Standort bietet.

Welche Prognosen stellen Sie für diese erste deutsche Ausgabe der Playtime?

Für die Lancierung der Playtime hegen wir große Erwartungen, aber wir wissen auch, dass die Umsetzung dieser Erwartungen, genau wie bei den anderen Playtime-Messen, eine langfristige Angelegenheit wird, die in enger Zusammenarbeit mit den Marken erfolgt, die uns nach Berlin folgen und von denen die meisten sich sehr für dieses neue Projekt engagieren. Es geht hier um eine Erstausgabe, für die wir zwar kein konkret beziffertes Ziel haben, aber wir arbeiten darauf hin, in zwei Tagen 1500 Käufer zu mobilisieren.

„Playtime Berlin“: Kindermodenmesse erstmals in Deutschland

Wie geht es denn der Sparte Kindermoden in Deutschland?

Der Konsum in Deutschland ist eher hoch – einer der höchsten in ganz Europa – und der Kindersektor profitiert direkt von diesem Wachstum. Allerdings sollte man den Begriff Markt der Kindermode mit Zurückhaltung verwenden, denn von der Kindermode geht es über Babyartikel, Raumausstattung und Geschenkartikel bis zur Erwachsenenmode tatsächlich um viele verschiedene Märkte…

Allgemein ist der deutsche Markt empfänglich für umweltbewusste Marken, in einem locker-lässigen Stil, aber auch hier gibt es Veränderungen und ein wachsendes Interesse an Designermarken. Wirft man einen Blick nach Österreich und weiter östlich nach Polen, wimmelt es nur so von kreativen und starken Ideen von neuen Marken. Die russischen Käufer, die früher ausschließlich auf Luxusmarken ausgerichtet waren, müssen auf aktuelle Nachfragen der Kunden reagieren, die nach Ausnahmestücken suchen. Und wo sollten sie eine bessere Antwort finden als direkt bei den Designern?!

Um auf all diese Entwicklungen einzugehen, lancieren wir jetzt die Playtime Berlin.

Welche Themen präsentieren die nächsten Sommerausgaben der Playtime? Werden sich die Angebote in den verschiedenen Städten ähneln?

In diesem Sommer gehen wir dem Thema „Alle gemeinsam“ auf die Spur. Wir arbeiten uns dabei durch alle Trends, die aus dem Miteinander leben entstehen und stellen die Networking-Gesellschaft sowie die Aufgeschlossenheit gegenüber anderen in den Mittelpunkt.

Dieses allgemeingültige Thema und die Trends der Kindermode, die sich daraus ergeben, werden in jeder unser vier Messen aufgegriffen, wobei in jedem Land andere Künstler auftreten.

Die Palette der Marken wird an die spezifischen Anforderungen und Eigenarten der jeweiligen Märkte angepasst.

„Playtime Berlin“: Kindermodenmesse erstmals in Deutschland

Wie werden die ausstellenden Marken ausgewählt? Woher kommen sie?

Wir bevorzugen seit jeher Marken mit einer klaren Identität, die durch die ihnen eigene Welt eine Geschichte erzählen und ihre Besonderheit auch mitteilen können! Wir versuchen, verschiedene Stilrichtungen abzudecken und ein ergänzendes Angebot zu schaffen, da Lifestyle und Accessoires einen immer wichtigeren Platz an der Seite des Prêt-à-porter einnehmen. Ebenso wichtig ist es, auf den Modemessen Neuheiten zu präsentieren, ein besonderes Augenmerk gilt deshalb neuen Marken.

Die Auswahl wird von einem Team unter der Leitung unserer Vertriebsleiterin Chantal Danguillaume getroffen, die in erster Linie einen leidenschaftlichen Hang zur Mode hat und im Hinblick auf die verschiedenen Entwicklungsaspekte einer Marke ein Profi ist. Die Auswahl der Marken gründet sich vor allem auf unsere Erfahrung in Mode und Design.

Welcher Bereich erlebt innerhalb der Playtime sein stärkstes Wachstum?

Das Angebot für Raumausstattung hat sich im Laufe der Ausstellungen ungeheuer entwickelt und erweitert, so dass es aus dem engen Rahmen der reinen „Deko“ herausgetreten ist und nun wesentlich passender unter dem neuen Überbegriff des ‚Lifestyle‘ zusammengefasst wird. Von der Tischkultur über Geschenkartikel, Pflegeprodukte, Accessoires, Pyjamas und Design-Ideen für Kinderzimmer bis zur Bettwäsche geht es darum, auf die Nachfrage nach einer größeren Vielfalt im Angebot zu reagieren, an dem sich eine wachsende Anzahl an Modeboutiquen orientiert.

Sprechen wir über das Pop-up-Store, das demnächst im Isetan-Kaufhaus (Tokio) eröffnet wird. Weshalb haben Sie dieses Format gewählt?

Wir pflegen mit Isetan eine langjährige Geschäftsbeziehung. Sie kaufen seit ihrer Gründung auf der Messe in Tokio ein und besuchen auch regelmäßig die Modeschauen in Paris, um ihre Einkäufe für die Saison zu ergänzen.

Sie hatten uns vorgeschlagen, ihre Kids-Abteilung während der nationalen japanischen Urlaubswoche Golden Week mit diesem Pop-up aufzupeppen. Diese Gelegenheit haben wir ergriffen und uns einen weiteren Schritt vorgewagt, um zu sehen, in wieweit wir den Endkunden direkt erreichen können. Wir wollten das schon seit langer Zeit ausprobieren und es war uns wichtig, es mit Partnern unseres Vertrauens zu tun.

Könnte die neue Kindermodenmesse Dino Mignon in Kanada die Playtime New York in den Schatten stellen?

Unsere Besucher in New York sind zu 85 Prozent Käufer aus den Vereinigten Staaten, die nicht wegen Kindermodenmessen nach Kanada fahren. Diese Käufer repräsentieren außerdem das Gros des nordamerikanischen Marktes. Ich bin deshalb der Meinung, dass ein Vergleich zwischen der Playtime NY und einer regionalen Messe in Kanada nicht gerechtfertigt ist.

„Playtime Berlin“: Kindermodenmesse erstmals in Deutschland

Was sind denn die besten Verbraucherländer in diesem Sektor?

Legt man die Besucherzahlen der Playtime Paris zugrunde, liegen die europäischen Länder mit einer ausgeprägten Kultur der Designermode an erster Stelle (Belgien, Niederlande, Frankreich, Großbritannien, Skandinavien), gefolgt von Japan, Südkorea, Taiwan sowie China, das allmählich Interesse für die Kindermode der Spitzenklasse entwickelt.

Die Playtime entwickelt sich zu einer „wandernden“ internationalen Messe“. Haben Sie schon ein neues Ziel für das kommende Jahr ins Auge gefasst?

Wir denken darüber nach, wollen uns aber heute auf die bestehenden Playtime-Messen konzentrieren, auf die acht Ausgaben in Paris, Tokio, New York und Berlin, die sich etablieren und weiterentwickeln müssen.

Welche Entwicklung und Veränderungen des „Playologie“, des virtuellen Showrooms der Playtime, konnten Sie seit seiner Gründung 2014 beobachten?

Playologie ist inzwischen weitgehend aus dem alleinigen Rahmen der Playtime herausgetreten, da er seit kurzer Zeit allen Bereichen von Mode und Design offensteht: Damen- Männer-, Kinder- und Umstandsmoden sowie Raumausstattung und Design. Dahinter steht der Wille, auf die täglich wachsende Nachfrage der Boutiquen nach einem spartenübergreifenden Angebot zu reagieren.

Die ersten Monate dieses Jahres 2017 sind von einer starken Nachfrage der Marken gekennzeichnet, wachsenden Anmeldezahlen in Verbindung mit der Suche nach neuen, leistungsfähigen Werkzeugen seitens der meisten Unternehmen, nach neuen Arbeitsweisen, die gleichermaßen die real stattfindenden Messen und Modeschauen ergänzen und neue Wachstumschancen eröffnen.

Die Termine der kommenden Veranstaltungen:

Playtime Paris, vom 1. bis 3. Juli 2017

Playtime Berlin, am 5. und 6. Juli 2017

Playtime New York, vom 6. bis 8. August 2017

Playtime Tokio, vom 22. bis 24. August 2017

Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von Playtime.

Panorama Berlin öffnet sich virtuell für Endverbraucher

Die Panorama Berlin, derzeit Europas größte Modefachmesse, öffnet die Türen zur ersten virtuellen Modemesse weltweit nun auch für modisch interessierte Endverbraucher.

Wenn im Juli die zehnte Panorama Berlin stattfinden wird, will die Messe erstmals auch für interessierte Endverbraucher einen virtuellen Rundgang durch die Messe ermöglichen. Bisher war es nur registrierten Fachbesuchern möglich, den virtuellen Service mit dem Namen „Panorama Digital“ zu nutzen. „In jeder Saison haben wir Anfragen interessierter Endkunden, die gerne die Panorama Berlin besuchen möchten und denen wir aufgrund der Tatsache, dass wir eine reine Fachbesucher-Veranstaltung sind, absagen müssen. Also haben wir uns überlegt, wie wir uns auch dem Verbraucher öffnen können und haben mit Panorama Digital eine fotorealistische 360°- Abbildung geschaffen, in der sich der Besucher frei bewegen kann“, so Jörg Wichmann, CEO Panorama Berlin.

Neben der fotorealistischen 360°-Abbildung der gesamten Veranstaltung, die es dem Besucher erlaubt, sich virtuell durch die elf Ausstellungshallen mit insgesamt 45 000 Quadratmetern Fläche zu bewegen und die einzelnen Präsentationen der ausstellenden Modemarken zu besichtigen, stehen dem Besucher weitere interessante Features zur Verfügung.

Von jungen urbanen Kollektionen, hochwertiger Damen- und Herren-Mode über Denim, Schuhe & Accessoires bis hin zu Lingerie und Plus-Size-Fashion, zeigt Panorama Digital alle gängigen Segmente des Modehandels anhand führender Brands aus ganz Europa.

Ob neueste Styles aus Skandinavien, richtungsweisende Kollektionen aus Italien, Frankreich oder UK - klickt man auf die einzelnen Stände namhafter Modemarken, lassen sich diverse Features wie Trends und Tendenzen bzw. die Looks der kommenden Saison öffnen. Für Besucher der virtuellen Plattform, die keine Zeit haben, sich die einzelnen Stände der gesamten Messe anzuschauen, gibt es nach Produktkategorie geordnete Filter sowie die Suchfunktion nach einzelnen Marken.

Foto: Panorama Berlin

Africa Sourcing & Fashion Week 2017 setzt auf Nachhaltigkeit

Vom 3. bis 6. Oktober 2017 wird die Messe Africa Sourcing & Fashion Week (ASFW) in der Millennium Hall in Addis Abeba stattfinden, die dieses Jahr unter dem Motto “Sustainability in Clothing” ganz unter dem Zeichen der Nachhaltigkeit steht.

Da Bekleidung und Textilien derzeit bereits sieben Prozent aller Exporte der Welt ausmachen - Tendenz steigend - sollen besonders die Produktion, Schonung der Umwelt und Zertifizierungen in diesem Zusammenhang unter die Lupe genommen werden. Zu den weiteren Höhepunkten der Messe gehören die alljährliche Modenschau, Trendarena und “Matchmaking Plattform”, um Geschäftskontakte zu knüpfen.

In diesem Jahr werden zum ersten Mal die drei Messe Frankfurt-Marken Texworld, Apparel Sourcing und Texprocess durch eine Partnerschaft mit der ASFW in Äthiopien innerhalb der Messe integriert. Hierzu trafen Messe Frankfurt und ASFW-Veranstalter Trade and Fairs East Africa im Oktober letzten Jahres eine Vereinbarung. Es werden 250 internationale Aussteller aus 25 Ländern erwartet.

Africa Sourcing & Fashion Week 2017 setzt auf Nachhaltigkeit

ASFW dieses Jahr mit Texworld, Apparel Sourcing und Texprocess

Da Herkunftsland und nachhaltige Produktion für internationale Auftraggeber zunehmend wichtiger werden, rechnet die ASFW mit einer gesteigerte Nachfrage nach umweltfreundlicher Mode und wird in diesem Zusammenhang neue Ansätze vorstellen. Zudem werden Fast Fashion-Riese H&M, GIZ Äthiopien sowie Kreislaufwirtschaft und Beschaffungsexperten von WRAP und die Agentur für internationale Entwicklung, Solidaridad, nachhaltige Lösungen vorstellen.

Ebenso werden internationale Hersteller von Textilmaschinene neue Technologien für den afrikanischen Markt vorstellen, darunter der italienische Textilmaschinenverband ACIMIT, der eine Reihe von Produktinnovationen präsentieren wird.

Mit Spannung erwartet wird natürlich auch die alljährliche Modenschau mit afrikanischen Kreationen sowie die Designerkonferenz, die dieses Jahr unter dem Motto “International Fashion – designed in Africa” steht. Im Bereich Trends wird WSGN Trendprognosen für Damen-, Herren- und Kinderbekleidung stellen beziehungsweise die Messe mit “Trend House” internationale Trends aus Afrika vorstellen.

Die ASFW findet 2017 zum siebten Mal in Addis Abeba in Äthiopien statt. Sie dient als Treffpunkt für die Textilindustrie Ostafrikas mit Schwerpunkt auf Bekleidungsstoffen, Lederwaren, Mode und modischen Accessoires sowie Heim- und Haustextilien. Eine starke Präsenz haben zudem Maschinenhersteller für die Lohnkonfektion, CAD/CAM-Systeme, Drucker, Druckfarben und Zubehör.

Fotos: Africa Sourcing & Fashion Week Website
Munich Fabric Start launcht neue Sourcing Messe

Die Organisatoren der Stoffmesse Munich Fabric Start erweitern ihr Angebot um den Bereich Manufacturing Sourcing Services und lancieren eine neue Messe: Die Munich Apparel Source.

Die erste Veranstaltung wird am 5. bis 7. September 2017, zeitgleich und in unmittelbarer Nähe mit der Munich Fabric Start in München stattfinden. Etwa 200 internationale Fertigungsunternehmen wollen dann ihr Produktspektrum, ihre Prozesslösungen und Serviceleistungen rund um den Bereich Manufacturing und Sourcing vorstellen.

Der Grund für die Ergänzung der Stoffmesse seien aktuelle Marktentwicklungen mit Veränderungen hinsichtlich der Produktionsstandorte weltweit. Das Angebot richtet sich an europäische Brands und Retailer, die nach zuverlässigen Produktionspartnern mit hohen Qualitätsstandards suchen. Gesetzes Ziel ist es dabei, insbesondere neue Sourcing-Länder und deren Potentiale, Lösungen und Services vorzustellen. Mit den beiden sich ergänzenden Messeformaten erhält das komplexe Portfolio eine gemeinsame Plattform in München.

„Heutzutage haben sich viele Sourcing Unternehmen dahingehend entwickelt, A-Z Prozesslösungen anzubieten. Sie decken sowohl das Design wie auch die komplette Herstellungsproduktion ab, inklusive der Beschaffung von Stoffen und Zutaten", so Wolfgang Klinder, Managing Director Munich Fabric Start. Insofern sei es nur logisch, diese Segmente in ihrer Vollständigkeit und Kontinuität zu präsentieren. Stoffbereitstellung und Herstellung lassen sich in der heutigen Zeit nicht mehr voneinander trennen, ist sich Wolfgang Klinder sicher. „Die Anspruchshaltung innerhalb der komplexen und logistisch aufwändigen Produktions- und Beschaffungsabläufe der Textil- und Modebranche erfordert zwingend die Synergie zweier sich ergänzender und synchroner Veranstaltungen.“

Parallel zur Messe soll es zudem ein umfangreiches Konferenz- und Seminar-Programm geben.

Foto: Munich Fabric Start

Kingpins-Messe: Alles, was Sie über das Event wissen müssen

INTERAKTIVER ZEITSTRAHLDie Denim-Boutique-Messe Kingpins findet am 19.und 20. April erneut in Amsterdam statt. Da sie wieder zeitgleich mit den Amsterdam Denim Days abgehalten wird, können Sie sich auf eine gebündelte Portion Denim-Feeling in der selbsternannten Denim-Hauptstadt Europas freuen.

Was Sie über die Messe, den Global Denim Award, der jährlich verliehen wird und über die Aussteller wissen sollten, erfahren Sie in unserem Zeitstrahl. Klicken Sie einfach auf ‚Start Exploring’, um loszulegen.

Kingpins-Messe: Alles, was Sie über das Event wissen müssen Im April, dem Monat, in dem auch die Denim-Modemesse Kingpins und die Amsterdam Denim Days stattfinden, konzentriert sich FashionUnited ganz auf Denim. Für all unsere Artikel zum Thema Denim, klicken Sie bitte hier

Foto: Simon Trel Photography