Der italienische Stardesigner Giorgio Armani scheint sich von seinem Modeunternehmen trennen zu wollen. Wie das Handelsblatt in seiner Dienstagsausgabe berichtet, soll Armani erstmal öffentlich Verkaufsabsichten für sein unternehmen geäußert haben. Als möglicher Käufer wird der Kosmetikkonzern L'Oréal genannt.

"L'Oréal könnte ein Partner sein. Aber wenn jemand anders mehr bietet, kann auch der der Partner sein" so der 72-Jährige gegenüber der Zeitung. "Ich bin bereit, an den mit dem besten Angebot zu verkaufen." Gerüchte über einen Verkauf des Luxushauses kursieren zwar schon lange, bisher hatte Armani jedoch immer vehement bestritten, sein Unternehmen verkaufen zu wollen.

Allerdings scheint auch hier die Zeit die Mittel zu heiligen, denn der Modezar ist mittlerweile in einem Alter, in dem andere längst ihr hart verdientes Geld auf Segelyachten oder mit Villenkäufen in Nizza durchbringen und öfter mal ausschlafen. Da Armani kinderlos ist, fällt auch die Möglichkeit der Weitervererbung aus, allerdings wurde in der Vergangenheit spekuliert, der Modeschöpfer könnte die Geschicke der Firma in die Hände seiner Nichte Roberta Armani legen, die bereits seit etlichen Jahren als Designerin für die Nobelmarke arbeitet.

Diese Variante scheint nun jedoch durch die Äußerungen Armanis vom Tisch zu sein. Durchaus verständlich, wenn man den Wert des Konzerns betrachtet. Experten schätzen diesen auf rund fünf Milliarden Euro. Unterdessen zitiert das Handelsblatt einen Experten, der eine Übernahme durch L'Oréal für durchaus sinnvoll erachtet und die Gemeinsamkeiten von Mode und Kosmetik in den Vordergrund stellt. Armando Branchini, Präsident der auf den Luxussektor spezialisierten Marketingberatung Intercorporate, sagte dem Blatt: "Es handelt sich um zwei exzellente Unternehmen, die gut zusammen passen."

 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN