Wie könnte die Zukunft des Schmucks aussehen? Längst verarbeiten Schmuckkünstler nicht mehr nur klassische Goldschmiedematerialien wie Gold, Silber und Juwelen. Von Stahl über Kunststoff bis hin zu vergänglichen Stoffen wie Zucker und Papier - es gibt fast kein Material, welches nicht schon zu Ketten, Broschen und Ringen verarbeitet wurde. Da ist der Weg vom Fassbaren hin zum immateriellen Schmuck nicht mehr weit. Zu diesem Thema fand vom 16. bis 30. April im Künstlerhaus Schloss Plüschow in Mecklenburg-Vorpommern ein interdisziplinärer Workshop statt. Aus Japan, Italien, Finnland, Deutschland und den Niederlanden kamen neun junge Schmuckgestalter und bildende Künstler zusammen, um gemeinsam neue Definitionen von Schmuck zu entwickeln. Die Ergebnisse des Workshops werden nun in der Ausstellung "Juwelen des 3. Jahrtausends - Immaterieller Schmuck" vorgestellt.

Die Schmuckkünstler untersuchten, wie sich das Phänomen der zunehmenden Immaterialisierung der Materie auf den konventionellen Schmuckbegriff und das menschliche Bedürfnis "sich zu schmücken" auswirkt. Die Intention des Workshops war, neue Schmuckformen zu entwickeln und Schmuck nicht als tragbares Objekt, sondern als immaterielle, virtuelle Erscheinung zu präsentieren. In der Ausstellung werden Objekte, Skulpturen, Fotoarbeiten, gemalte Filme, Rauminstallationen und Dokumentationen von Performances zu sehen sein.

Die Ausstellung wird vom 1. bis 30. Mai 2004 auf Schloss Plüschow und vom 12. Juni bis 8. August 2004 in der Stadtgalerie Kiel zu sehen sein.

 

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