Die Igedo Fashion Fairs in Düsseldorf haben am gestrigen Dienstag ein versöhnliches Ende gefunden. "Der Optimismus kehrt zurück" so die offizielle Verlautbarung der Veranstalter. Nach bislang vorläufigen Hochrechnungen haben in diesem Jahr wenig mehr Fachbesucher die Spartenmessen CPD, HMD, Body Look und Global Fashion aufgesucht, als 2006. Insgesamt gehen die Organisatoren von 42.600 Besuchern aus und sehen die Position Düsseldorfs im Wettbewerb der deutschen Modestandorte nachhaltig gestärkt.

Auch mit der Qualität der Einkäufer ist die durchführende Igedo Company zufrieden. Rund 84 Prozent der Einkäufer waren eigenen Angaben zufolge Führungskräfte mit Entscheidungskompetenz. Die Internationalität der Besucher stieg ebenfalls leicht an auf 34 Prozent (Vorjahr: 32 Prozent). Die wichtigsten Herkunftsländer waren Benelux, Österreich und die Schweiz sowie Italien, Spanien und Russland. Insgesamt präsentierten 1.770 Aussteller (Vorjahr: 1.780 Aussteller) aus 51 Nationen 2.300 Kollektionen für die Saison Frühjahr/Sommer 2008 auf dem Düsseldorfer Messegelände.

"Düsseldorf hat weiter Fuß gefasst und bleibt erste Wahl für den deutschen und mitteleuropäischen Markt", betonte Igedo-Geschäftsführer Frank Hartmann im Rahmen der Abschlusspressekonferenz. "Die wichtigste Erkenntnis der vergangenen Tage, das positive Denken ist in die Hallen zurückgekehrt. Die Bedeutung des Modemessestandorts Düsseldorf und das wirtschaftliche wie schöpferische Potenzial rücken bei den Ausstellern wieder in den Mittelpunkt. Wir bieten mit den Igedo Fashion Fairs die solide Arbeitsplattform, die sich Hersteller und Handel wünschen."

In Sachen Glamour-Faktor hatte die Berliner Fashion Week zuvor jedoch eine Marke gesetzt, die Düsseldorf schwerlich übertreffen konnte. Hier tummelte sich in erster Linie deutsche B- und C-Prominenz, auf die allerdings mit Stolz verwiesen wird: Jenny Elvers-Elbertzhagen, Frauke Ludowig, Jasmin Wagner, Alexander Klaws und Jörg Knör Werden stolz präsentiert, um die Strahlkraft Düsseldorfs in die Welt der Schönen und Reichen zu unterstreichen. Im Vergleich zu Berlin eher kleiner Lichter, die hier leuchteten, aber immerhin.

Der Schwerpunkt der Messen ist aber auch eher im geschäftlichen Bereich zu suchen, hier ist die Rheinmetropole nach wie vor das Maß aller Dinge. Mehr Glamour und Modernität soll zukünftig vor allem durch die vor ein paar Monaten getätigte Verpflichtung Mark McGuires in die Stadt kommen. McGuire arbeitete zuvor als kreativer Kopf der Tradeshow Bread & Butter in Berlin und soll nun mit einem neuen Messkonzept etwas mehr Schwung in die Düsseldorfer Messelandschaft bringen. Das neue Messeprojekt, das im Zuge der aktuellen Modetage vorgestellt wurde, soll dann erstmals im kommenden Februar unter dem Titel "WEARE Düsseldorf" über die Bühne gehen. Über 400 Personen informierten sich Angaben der Veranstalter zufolge bereits über das Konzept der neuen Messe. "Wir haben zum Teil kritisch aber sachlich mit den Leuten auf unserer Informationsfläche und in der Messehalle 8 diskutiert, wo die 'WEARe Düsseldorf' stattfinden wird", fasste McGuire die Gespräche zusammen. "Fakt ist, dass der Standort Düsseldorf und unser Konzept von der Branche sehr gut angenommen wird. Nun werden wir richtig loslegen."

Foto: Igedo Company

 

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